III. Mannschaft

Saison 2018/19: Verbandsbezirksliga, Schachverband Ruhrgebiet

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1Hervest-Dorstener SK 1**6,06,55,57,05,07,061237.0
2SG Gladbeck 2**3,05,57,05,04,04,06828.5
3SG Drewer 12,05,0**3,54,04,55,56724.5
4Recklinghäuser SG Läufer-Ost 12,54,5**2,54,04,06,06623.5
5SV Königsspringer Haltern 21,51,04,0**4,05,55,06621.0
6SV Erkenschwick 32,53,54,0**7,01,56,56525.0
7SV Hullern 15,52,51,0**4,53,04,06520.5
8SC Recklinghausen Altstadt 11,03,04,06,53,5**4,06422.0
9SG Rochade Disteln 13,04,04,03,01,55,0**6420.5
10SF Kirchhellen 21,04,02,52,04,04,0**6317.5

30.9.2018: heftige Niederlage gegen Altstadt RE-Altstadt - Erlkenschwick 3 6,5 - 1,5

Titel

von Florian Schicktanz

Am 30. September war der SV Erkenschwick III zu Gast beim Recklinghausen-Altstadt I in der neuen Liga. Bei uns half Dinar Albulhanov aus, der Gastgeber stellte dagegen zwei Ersatzleute auf. Das Ziel der Stimbergstädter war an diesem Tag klar formuliert: Man wollte möglichst an die guten Erfolge der letzten Saison anknüpfen und möglichst den Auftaktsieg einfahren, selbiges dachte sich auch der Gastgeber, welche auf dem Papier nominell
etwas schwächer besetzt waren. Bei gutem Herbstwetter und optimalen Spielbedingungen im Roncalli-Haus im zweiten Stock stand einem optimalen Spiel nichts im Wege, welches wie immer um 14 Uhr begann.
In der ersten Stunde waren zunächst an keinem Brett nennenswerte Vorteile entstanden, aber eine Weile später machte sich aus Erkenschwicker Sicht bei dem einen oder anderen eine optische Überlegenheit bemerkbar: Sowohl Frank Block, der einen Mehrbauern ergatterte, als auch Kai Spriestersbach bei seinem Debut in der neuen Liga spielten recht druckvoll und stellten ihre Gegner vor Probleme. Diese Scheinüberlegenheit entpuppte sich aber eher als Strohfeuer. Denn nach ca. zwei Stunden musste unsere Mannschaftsführerin Angelika Schulz die Waffen strecken. Sie spielte im Mittelfeld recht (wie leider desöfteren!)ungenau, sodass ihr Gegner immer mehr Druck ausüben konnte und sie am Ende kein ausreichendes Gegenspiel mehr hatte. Am Ende war ihre Niederlage unabwendbar, sodass wir zurück lagen 0,0-1,0. Das nächste Ergebnis ließ auch nicht so lange auf sich warten; unser Ersatzmann Dinar einigte sich mit meinem Gegner auf Remis. Zwar hatte er durchaus Vorteile, diese aber waren nicht gewinnbringend 0,5-1,5. Und wenig später patzte ausgerechnet unser Youngster Kai, der zuvor eigentlich von allen Positionen noch die beste auf dem Brett hatte. Statt seinen Vorteil konsequent
auszuspielen übersah er ein tödliches Gegenspiel seiner Gegnerin, sodass auch bei ihm die Niederlage am Ende unabwendbar war 0,5-2,5. Sicherlich fehlt ihm noch die nötige Erfahrung, ein tatsächlich gewinnbringendes Spiel zu erreichen. An diesem Spieltag merkte man, dass es wohl für die Stimberg-
städter überhaupt nicht lief, denn auch ich an Brett 3 schaffte es nicht genug, Druck aufzubauen. Während ich aus der Eröffnung noch einigermaßen gut herauskam, kam ich im Mittelspiel nicht zurecht, nachdem mir nichts anderes übrig blieb, als im Zentrum die Bauern zu tauschen, verlor ich wenig später gar ganzes Material, weil ich nicht mehr effizient verteidigen konnte. Meine Stellung verschlechterte sich rapide, ich kämpfte zwar am Ende noch mit zwei Türmen gegen Dame und Turm, aber meine erste Saisonniederlage nach 10 Spielen war bald besiegelt! Kein Spieler erreichte an diesem Tag seine Normalform vergangener Mannschaftskämpfe, es wurde überhaupt nicht besser für uns, im Gegenteil: Marco Schröter, für diese Saison an Brett 2 aufgeboten, und Topscorer der vergangen Bezirksliga-Saison spielte dieses Mal nicht so sicher wie sonst. In der Eröffnung spielte er insgesamt etwas ungenau, aber zumindest später im Mittelspiel schaffte er es noch einigermaßen, die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Er unternahm einige Versuche, irgendwie einen Vorteil zu erlangen, musste aber auch aufpassen, selber nicht unter die Räder zu geraten. Am Ende gab die Zeitüberschreitung den Ausschlag: Weil Marco nur 31 Züge schaffte und übersehen hatte, dass die 100 Minuten abgelaufen waren, reklamierte sein Gegner zurecht, jetzt stand es schon 0,5-4,5! Jetzt war die ersten Saisonniederlage für Erkenschwick III seit langer Zeit (in der letzten Saison kassierten wir nur eine 2:6-Niederlage in der Relegation) besiegelt, das Debakel aus unserer Sicht eingetreten! Jetzt ging es nur noch um Schadensbegrenzung, auch die gelang nur teilweise. Selbst Frank Block, der sich möglicherweise in einer klar vorteilhaften Stellung befand in einem Läuferbauernendspiel, wählte offensichtlich eine falsche Fortsetzung und geriet fast urplötzlich ins Hintertreffen, sodass auch er am Ende aufgeben musste 0,5-5,5. So konnten schlussendlich nur noch Stefan Heuver und und Abdulhadi für etwas Ergebniskosmetik sorgen. Letzter spielte wie letzte Saison auch an Brett 1. Er spielte wie gewohnt mutig nach vorne und erspielte sich durchaus Vorteile und befand sich am Ende in einem Turmläuferendspiel wieder mit einem Bauern mehr. Es sah so aus, als könnte er sich eventuell eine gewinnbringende Chance erspielen, aber sein Gegner verteidigte konsequent und am Ende wurden die Gewinnversuche eingestellt, Abdulhadi remisierte, 1,0-6,0. Auch Stefan Heuver beendete als Letzter seine Partie mit einem Remis. Wie sooft erspielte er sich auch dieses Mal Vorteile, und obwohl auch er sich am Ende mit einem Mehrbauern in einem Läuferendspiel wieder fand, musst er einsehen, dass durch die konsequente Endspieltechnik die Partie nicht zu gewinnen war, so stand das mehr als ernüchternde Gesamtergebnis fest, 1,5-6,5 („Als Erkenschwicker muss man sich schon mal kneifen!“)
Durch diese herbe Auftaktniederlage hat unsere Dritte einen denkbar schlechten Start in die neue Saison hingelegt, der sicherlich zuvor nicht zu erwarten
war. Dass kein Spieler als Sieger das Brett verließ, war insgesamt eine herbe Enttäuschung. Für den Gegner aus RE-Altstadt war es natürlich eine faustdicke Überraschung, sie belegen jetzt sogar den zweiten Platz. SV Erkenschwick III dagegen befindet sich gar auf dem vorletzten Rang, lediglich der SF Kirchhellen verlor mit 1:7 noch höher gegen den Aufstiegskandidaten aus Hervest-Dorsten. Jetzt gilt es für die Erkenschwicker,sich schnellstmöglich von dem Debakel zu erholen, damit wir in den kommenden Spielen wieder zur alten Form zurückfinden. Am 28. Oktober spielen wir zu Hause gegen Rochade Disteln, der ebenso sein erstes Spiel verlor gegen KS Haltern II. Es sollten vor allem die Fehler aus der ersten Runde genauer unter die Lupe genommen, um wieder besser aufzutreten. So gilt die Devise: Kopf nicht hängen lassen!

[collapse]

28.10.2018: Sieg gegen Disteln Erkenschwick 3 - Rochade Disteln 6,5 - 1,5

Klarer Sieg gegen Rochade Disteln am zweiten Spieltag

von Florian Schicktanz

Am 28.10. empfing der SV Erkenschwick III im Stimberghotel die Mannschaft von Rochade Disteln I. Beide Mannschaften traten mit ihrer Stammbesetzung an. Für die Stimbergstädter gab es am jenen Spieltag nur ein Ziel: Nach dem enttäuschend verlaufenden Auftaktmatch sollte der erste Saisonsieg eingefahren werden.
Relativ schnell stellte sich bei einigen unserer Partien eine optische Überlegenheit dar. Frank Block, Angelika Schulz sowie Dinar Abulhanov verzeichneten allesamt Vorteile. Der Rest stand ebenfalls recht solide, lediglich Abdulhadi Al Marawi am Spitzenbrett stand etwas kritisch und musste einige Drohungen seines Gegners parieren.
Als erster beendete ich meine Partie mit einem Sieg. Im Sizilianer schaffte ich es, nach der Eröffnung eine solide Stellung zu erhalten und behielt nach dem Damentausch das Läuferpaar gegen zwei Springer. Ich bekam schließlich die strategisch bessere Stellung, eroberte einen Mehrbauern und stellte meinen Gegner im Turmendspiel vor letztlich unlösbare Probleme; er gab in hoffnungsloser Stellung wenig später auf 1,0-0,0. Auch der nächste volle Punkt ließ nicht lange auf sich warten: Martin Stratmann bei seinem ersten Saisoneinsatz konnte zum Ende hin seine Mehrbauern im Turmbauernendspiel gewinnbringend verwerten, eine Umwandlung war nicht mehr vermeidbar, 2,0-0,0. Der dritte Sieger im Bunde war Marco Schroeter, welcher zu seiner Topform vergangener Saison fand: Mit einem schönen Manöver seines Läuferpaars gewann er einen Bauern, sein Gegner konnte dann kaum noch Druck entwickeln. Gekonnt spielte Marco seinen klaren Vorteil zu Ende, sein Gewinn war nur eine Frage der Zeit 3,0-0,0 stand es bereits! Jetzt war uns der Mannschaftssieg kaum noch zu nehmen, denn Dinars druckvolle Stellung, der sein Gegner kaum etwas entgegenzusetzen hatte, brachte den vierten Sieg des Tages 4,0-0,0. So bot Angelika Schulz im Hinblick auf den Mannschaftssieg sofort Remis an, was ihr Gegner, der sich in gedrückter Stellung befand, gerne annahm 4,5-0,5. Sicher wäre auch bei Angelika noch ein Sieg möglich gewesen bei einem konsequenten Ausspielen ihres Vorteils, aber der hochverdiente Mannschaftssieg war erspielt! Unser Youngster Kai Spriestersbach spielte dieses Mal sehr solide, sowohl eröffnungstechnisch als auch im Mittelspiel. Er bot Remis an, was sein Gegner mangels Gewinnmöglichkeiten auch annahm 5,0-1,0. Zum Schluss spielten noch Abdulhadi Al Marawi und Frank Block. Letzterer spielte eine hartumkämpfte Partie, in der auch sein Gegner mit seinen beiden Türmen versuchte, den König unter Beschuss zu nehmen. Allerdings konnte Frank sich gut verteidigen, die Grundreihe seines Gegners erwies sich später als klarer Schwachpunkt und er konnte anschließend die Initiative übernehmen. Weil dieser dann mit einem Bauern weniger überhaupt keine Perspektiven mehr sah, konnte auch Frank sich in die Gewinnerliste eintragen, 6,0-1,0. In der abschließenden Partie von Abdulhadi Al Marawi ging es phasenweise hin und her. Zwar hatte er im Endspiel Springer gegen Läufer einen Bauern mehr, aber der Durchbruch war nicht zu schaffen, so dass das Remis die logische Folge war, der klare 6,5-1,5-Sieg war nach etwa vier Stunden eingefahren.
Dieser klare Heimsieg machte die herbe Niederlage gegen RE-Altstadt vergessen; die Stimbergstädter sind nun in dieser Saison angekommen und belegen momentan Platz sechs. Das Ziel wird es nun sein, in den nächsten beiden Spielen möglichst voll zu punkten, bevor es im neuen Jahr gegen den klaren Aufstiegsfavoriten aus Dorsten zum eventuell wegweisenden Duell kommt. Wenn wir weiterhin konzentriert spielen und unsere Form wahren, können wir möglicherweise auch gegen starke Gegner bestehen.

[collapse]
11.11. 2018: Duell ohne Sieger Haltern 2 - Erkenschwick 3 4,0 - 4,0

Intensives Duell bleibt ohne Sieger

von Florian Schicktanz

Am 11. November war der SV Erkenschwick III zu Gast beim KS Haltern II. Beide Mannschaften traten nahezu in ihrer Stammbesetzung auf. Der Kampf begann pünktlich um 14 Uhr im Jugendzentrum „Trigon“, welches optimale Spielbedingungen bietet. Es entwickelte sich ein hartumkämpftes Duell, dessen Ausgang bis zum Ende hin offen war.
Zunächst war zumindest an den oberen Brettern auf Seiten der Erkenschwicker eine Überlegenheit erkennbar. Und das erste Erfolgserlebnis liess nicht lange auf sich warten: Marco Schröter hatte sich von Beginn an eine druckvolle Stellung erspielt und bereitete seinem Gegner Probleme. Als Marcos gefährlicher Bauer nur noch unter Materialverlust gestoppt werden konnte, gab sein Gegner schließlich au, 1,0-0,0. Auch Abdulhadi Al Marawi liess keine Zweifel an seinem druckvollen Spielstil aufkommen: Wie immer spielte er offensiv und gewann im Mittelspiel eine Figur, am Ende gab auch sein Gegner in letztlich hoffnungsloser Stellung auf 2,0-0,0. Zwei durchaus überzeugende Siege – optimale Voraussetzungen für einen Mannschaftserfolg, doch es war bei weitem noch nichts entschieden.
Leider verrechnete sich Dinar Abulhanov, als er sich in einer kritischen Situation befand und konnte seinen Verlust nicht mehr kompensieren 2,0-1,0. Von da an witterten die Halterner Morgenluft. Als nächstes beendete Stefan Heuver seine Partie mit einem Remis. Er spielte zwar wie so oft recht druckvoll und konnte sich Vorteile erspielen, aber die solide Verteidigung seines Gegners ließ keine Gewinnmöglichkeit zu, sodass die Punkteteilung die logische Folge war 2,5-1,5. Ich lieferte mir mit meinem Gegenüber durchaus ein intensives Duell, wobei ich teils kräftig rudern musste, um eigene Schwächen zu decken. In einem Turmspringerendspiel, welches für beide Seiten keine einfache Fortsetzung bot, spielte mein Gegner auf Dauerschach, um mein gefährliches Gegenspiel zu verhindern. Er nahm mein Remisangebot an 3,0-2,0. Zwar lag unsere Dritte noch in Front, aber die restlichen Stellungen waren längst nicht mehr so vorteilhaft wie zum Anfang. Frank Block begann zwar in seiner Eröffnung vielversprechend und spielte recht offensiv, fand aber später nicht immer die optimale Fortsetzung. Zum Ende hin verschlechterte sich gar seine Stellung, er konnte seinen Druck nicht aufrechterhalten und in der Zeitnotphase konnte sein Gegner ihn durch Aktivierung der Figuren wenig später zur Aufgabe zwingen; den Halternern gelang nun der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Ausgleich 3,0-3,0. Jetzt spielten nur noch Kai Spriestersbach und Angelika Schulz, es musste noch mindestens ein voller Punkt her, um zumindest ein Mannschaftsunentschieden zu erreichen. Kai spielte insgesamt recht solide, versäumte es aber, seinen zwischenzeitigen Vor-
teil konsequenter auszuspielen. Nichtsdestotrotz behielt er im Turmendspiel, nachdem sämtliche Figuren getauscht wurden, einen Mehrbauern. Er bot Remis an, was sein Gegenüber mangels Gewinnmöglichkeiten auch annahm 3,5-3,5. Auch wenn Kai noch kein Saisonsieg bisher gelang, so verdient er sich für seine Spielweise durchaus ein Sonderlob! Nun hing letztlich alles von Angelika Schulz ab. Sie bekam während der gesamten Partie zu spüren, dass ihr nominell deutlich schwächerer Gegner ihr alles abverlangte. Im Endspiel mit Dame und Läufer musste sie sich gegen einen vorstoßenden Bauern verteidigen und in einer recht komplizierten Stellung kühlen Kopf bewahren. Nachdem ihr Gegner die Damen tauschte, aktivierte Angelika ihren König und konnte sogar Bauern zurückerobern. Sie unternahm auch noch Versuche, eventuell einen Bauern umzuwandeln, aber weil auf dem Brett das ungleichfarbige Läuferpaar vorhanden war, hatten beide Kontrahenten mit dem Remis das Einsehen, sodass um 18:45 Uhr der Kampf mit 4,0-4,0 beendet war.
Der SV Erkenschwick steht nach dem dritten Spiel nun mit drei Zählern da und belegt nach wie vor den 6. Tabellenrang, Haltern II dagegen Platz 3. Damit wir in den kommenden Spielen wieder voll punkten können, sollten vor allem ausgelassene Gewinnmöglichkeiten genauer unter die Lupe genommen werden. Wenn wir weiterhin konzentriert spielen und mögliche Vorteile konsequenter ausbauen, sollte der eine oder andere Sieg für die Stimbergstädter drin
sein. Weiter geht es am 16. Dezember, wenn unsere Mannschaft zu Gast bei der SG Drewer in Marl ist.

[collapse]
16.12.2018: SG Drewer - Erkenschwick 3 4,5 - 3,5

Enttäuschende Niederlage gegen SG Marl-Drewer

von Florian Schicktanz

Am 16. Dezember war die 3. Mannschaft zu Gast bei der SG Drewer in Marl. Austragungsort war die Mensa des ASGSG, welche optimale Spielbedingungen bietet. Beide Mannschaften traten nahezu in ihrer Besetzung aus den vorherigen Spielen auf. Um 14 Uhr begann der Kampf. Von den Wertungszahlen her waren die Gastgeber den Stimbergstädtern an den meisten Brettern stärker besetzt.
Dennoch sah es zumindest anfangs so aus, dass wir unserem Gegner sehr gut Paroli bieten und uns eine optische Überlegenheit erspielen konnten. Nach etwa anderthalb Stunden stand das erste Ergebnis fest: Ich konnte gegen einen alten Bekannten, nachdem ich etwas besser aus der Eröffnung kam, im Mittelspiel einen klaren Vorteil erspielen und meine Figuren optimal positionieren, sodass meinem Gegner kaum Gegenspiel blieb. Nachdem ich durch eine Springergabel einen Läufer gewann, stand mein Sieg fest 1,0-0,0. Auch Stefan Heuver, Kai Spriestersbach und Marco Schröter standen vorteilhaft. Angelika Schulz dagegen spielte dagegen recht passiv, besonders ihr Königsflügel stand unter Beschuss. Weil sie sich fast nur verteidigen musste und kaum Angriffsmöglichkeiten hatte, nutzt dies ihr Gegner konsequent aus und konnte später einen Mattangriff starten, dem Angelika unglücklicherweise nichts entgegenzusetzen hatte. Nun war der Gleichstand wieder hergestellt 1,0-1,0. Marco Schröter, der zur Zeit eine überragende BEM spielt (mit 3 Punkten aus 3 Partien) stand im Mittelspiel nach einer Weile auch nicht mehr so berauschend, sein Damenläufer war überhaupt nicht entwickelt und seine Grundreihe offenbarte Schwächen, sodass er sich konsequent gegen die Schachgebote mit Dame und Turm verteidigen musste. Überraschend bot sein Gegner Remis an, was Marco dann auch sofort annahm 1,5-1,5. So langsam aber sicher schien sich das Blatt zugunsten der Gastgeber zu wenden, denn ausgerechnet Youngster Kai Spriestersbach wählte in einer klar besseren Stellung eine ungünstige Fortsetzung und so konnte sein Gegner die verlorengegangene Qualität wieder zurückgewinnen. Als Kai dann später eine ganze Figur weniger hatte, gab er auf 1,5-2,5. Jetzt mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen. Zwar stand Stefan Heuver klar auf Gewinn, aber Frank Block dagegen fand sich einer Stellung wieder, in der er seinen König gegen gegen einen starken Angriff verteidigen musste, ohne Gegenspiel zu haben. Ausschlaggebend war am Ende dann der gegnerische Springer, der ihn vor unlösbare Probleme stellte. Als der Verlust unvermeidbar war, gab Frank auf 1,5-3,5. Stefan Heuver konnte kurze Zeit später auf 2,5-3,5 verkürzen, indem er mit einem schönen Königsangriff die gegnerische Stellung auseinandernahm und das Matt des Gegners nahe war. Der letzte Sieg aus Erkenschwicker Sicht war im Anschluss schnell erspielt: Dinar Albulhanov gelang es, in seiner leicht besseren Stellung durch eine Unachtsamkeit seines Gegners die Dame zu fangen, sodass mit 3,5-3,5 es erneut Unentschieden stand.
Nun hing das Gesamtergebnis vom Spitzenbrett ab. Abdulhadi lieferte sich mit seinem Kontrahenten eine abwechslungsreiche Partie, in der es hin und her ging. Nachdem fast sämtliche Figuren abgetauscht wurden, hatte Abdulhadi im Endspiel mit Läufer gegen Springer einen Bauern weniger. Zunächst sah es so aus, als könne sich Abdhuladi effizient mit feiner Endspieltechnik gegen den vorstoßenden Bauern verteidigen, er aktivierte zudem seinen König. Als sein Gegner den Bauern umwandelte, musste er zwar seinen Läufer hergeben, sammelte dafür aber einen gegnerischen Bauern ein. Übrig blieb ein Bauer im Zentrum und ein Randbauer gegen Springer und Bauer. Es wurde nun zum Geduldsspiel für beide Spieler. Als alle schon mit einem Remis rechneten und Abdhuladi möglichst den verbleibenden Bauern einsammeln wollte, geriet er zum Schluss unglücklicherweise in Zugzwang und seine beiden Bauern waren nicht mehr zu verteidigen. Somit war unsere (aus Erkenschwicker Sicht durchaus enttäuschend) Niederlage besiegelt. Während wir in Runde 3 gegen Haltern I noch mit einem Unentschieden dank Angelika Schulz davonkamen, standen wir in Marl nach langem Kampf auf verlorenem Posten.
Durch den Sieg belegen die Dreweraner nun den geteilten 3. Platz mit dem SV Hullern, der SV Erkenschwick III belegt nun mit drei Punkten den 7. Platz. Enttäuschenderweise haben wir Punkte verspielt, mindestens ein Unentschieden, bei konsequenterer Verwertung auch ein Sieg war an diesem Tag dringewesen zum Jahreswechsel.
Am 20. Januar ist die Topmannschaft aus Dorsten zu Gast, welche momentan nach vier Siegen die Tabelle anführt und ihrer Rolle als Aufstiegsfavoritt alle Ehre macht. Auch wenn wir mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gewinnen werden, so können möglicherweise wichtige Brettpunkte erreicht werden, die in der Endabrechnung wichtig sein können.

[collapse]
20.1.2019: Erkenschwick 3 - Hervest-Dorsten 2,0 - 6,0

Erwartete Niederlage gegen Hervest-Dorsten

von Florian Schicktanz

Am 20. Januar 2019 empfing Erkenschwicks III. den Spitzenreiter aus Hervest-Dorsten, welcher souverän die Tabelle in der Verbandsbezirksliga (Gruppe 4) mit 35 Brettpunkten aus vier Kämpfen anführt. Zeitgleich mit uns spielte in der Verbandsliga die 2. Mannschaft gegen den SV Ahlen und in der 2. Kreisliga die 5. Mannschaft das Abstiegsduell gegen Rochade Disteln 3.
Die Rollen des Kampfes zwischen unserer III. und den Gästen waren klar verteilt: Die Dorstener waren zweifelsohne favorisiert, die Stimbergstädter wollten sich nichtsdestotrotz teuer verkaufen und so gut es ging Paroli bieten. Weil Stefan Heuver in der II. aushalf, sprang bei uns Lukas Lojewsky kurzfristig ein; auch Dorsten griff dieses Mal auf zwei Ersatzleute zurück. Bereits nach zweieinhalb Stunden Spielzeit konnte Mannschaftsführerin Angelika Schulz die Erkenschwicker mit einem überraschenden Sieg gegen ihren nominell deutlich stärkeren Gegner in Führung bringen. Der Gegner hatte in gedrückter Stellung seine Dame für einen Turm und eine Leichtfigur geopfert; zwei Züge später stellte er einen weiteren Läufer ein 1 : 0. Es sollte noch eine Weile dauern, bis das nächste Ergebnis feststand: Frank Block an Brett 4 war im Mittelspiel in Nachteil geraten, was der Gegner routiniert ausnutzte und mehrere Bauern eroberte. Frank kämpfte zwar weiter, musste aber eingestehen, dass das Endspiel mit Läufer und Turm und vielen Minusbauern nicht mehr zu halten war 1,0 – 1,0. Dinar Abulhanov spielte an Brett 7 nur remis, weil er kurz vor Partieende einen falschen Zug wählte 1,5 – 1,5. An den anderen Brettern verwalteten wir z.T. schlechte Stellungen. Die Partien von Marco Schröter, Abdulhadi Al Marawi und mir sahen rosig aus. Ich spielte an Brett gegen meinen früheren Vereinskollegen (wir beide waren einst Mitglied beim SK Ickern) und wählte das Blackmar-Diemer-Gambit, das mein Gegner auch schon früher gut beherrschte. Im Mittelspiel fand ich kein Mittel, um Initiative aufzubauen und musste mich gegen drohende Angriffe wehren – letztlich erfolglos, meine Stellung geriet immer mehr zum Nachteil, so dass mir nur die Aufgabe blieb 1,5 – 2,5. Marco an Brett 2 spielte wie immer mutig nach vorne, doch hatte er es mit einem der stärksten Gegner auf Seiten der Dorstener zu tun. Auch diese Stellung geriet letztlich immer mehr zu Marcos Nachteil, am Ende spielte er mit Dame und Turm gegen Dame mit Läufer und Springer. Als er merkte, dass seine Stellung mit einem Bauern weniger nicht mehr zu halten war, gab auch er auf 1,5 – 3,5. Nicht anders ging es auch Abdulhadi Al Marawi an Brett 1. Zwischenzeitlich war die Stellung ausgeglichen. doch er versäumte es, sich zwei verbundene Freibauern zu schaffen. Als sein Gegner im Gewinnstreben ungerechtfertigt eine Qualität opferte, schätzte er die Stellung falsch ein und stand dann wenige Züge später auf verlorenem Posten 1,5 – 4,5. Somit stand unsere Niederlage bereits fest, aber unser Youngster Kai Spriestersbach an Brett 6 gewann seine Partie überzeugend im Springerendspiel 2,5 – 4,5. Herzlichen Glückwunsch! Am Ende lief nur noch die Partie von Lukas Lojewsky. Er hatte in der Eröffnung einen wichtigen Bauern gewonnen, aber dann später im Turmendspiel falsch abgewickelt. Am Ende aber konnte der Gegner seinen Mehrbauern gewinnbringend einsetzen, so dass das Endergebnis von 2,5 – 5,5 feststand.
Letztlich war es ein verdienter Sieg des Favoriten Hervest-Dorsten I, welcher eindeutig zeigten, dass sie in unserer Gruppe der Verbandsbezirksliga die tonangebende Mannschaft sind und ihren angestrebten Aufstieg fast sicher schon erreicht haben, wenngleich noch 4 Spiele zu absolvieren sind. Betrachtet man die Partien von Frank Block und Marco Schröter, so muss man auch bedenken, dass ihre beiden Gegner zu den Topscorern mit blütenweiser Weste (5 aus 5) gehören. Auch wenn in dieser Liga Erkenschwicks III. noch immer nicht richtig in Fahrt gekommen ist, so bleibt festzuhalten, dass sie gegen die Dorstener aufopferungsvoll kämpften und sicherlich Steigerungspotential hat. Zwei Spieler dürfen sich besonders freuen: Kai Spriestersbach und Angelika Schulz, beide kamen zu ihren ersten vollen Punkten. Am 10. Februar sind die Stimbergstädter zu Gast in Haltern-Hullern, hier sollte ein Sieg her, um den angestrebten Klassenerhalt zu erreichen. Wenn alle Spieler von uns ihre Form beibehalten, dann ist ein Sieg auf alle Fälle möglich!

[collapse]
10.2.2019: SV Hullern - Erkenschwick 3

Titel

Text

[collapse]