II. Mannschaft

In der Saison 2011/12 spielt die II. Mannschaft in der Bezirksliga der Spielgemeinschaft Herne/Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

22.01. Unser Fritz I – Erkenschwick II: 6,0 – 2,0

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute ging es gegen den Aufstiegsfavoriten Unser Fritz ins Stadtteilzentrum Pluto in Wanne. Um Chancen auf einen Aufstiegsplatz zu behalten, durften wir heute nicht verlieren. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an – Dirk Broksch ersetzte Jürgen Linke, während bei Unser Fritz Jürgen Gössling für Mario Elsner spielte.
Schon nach kurzer Zeit deutete sich am 8. Brett für uns ein Debakel an. Dirk (mit 4 Punkten aus 5 Partien der erfolgreichste Spieler der 3. Mannschaft) hatte im Morra-Gambit den Bauern angenommen und war geradewegs in die Lieblingsvariante seines Gegners geraten.Er kämpfte zwar noch bis 16:30, konnte aber die Niederlage nicht verhindern. Max Schawacht hatte sich am 1. Brett gegen Dietmar Berg gut aufgebaut und nahm das Remisangebot seines deutlich stärkeren Gegners an 0,5 – 1,5. Zu diesem Zeitpunkt war an den anderen Brettern unsere Welt noch in Ordnung. Marcel Strohmann hatte am 2. Brett gegen Michael Jungbluth einen Bauerngewinn verschmäht und eine passive, aber haltbare Stellung erhalten. Marc Strohmann stand gegen Dr. Müller am 3. Brett ebenfalls ausgeglichen. Ich hatte eine komplizierte Stellung gegen Heiko Fischöder an Brett 4 mit Spielmöglichkeiten für beide Seiten. Peter Broszeit hatte gegen Heiko Nowicki einen Bauern geopfert und dafür die Iniative erhalten. Stefan Heuver wurstelte sich gegen Oliver Distelrath am 6. Brett so durch. Nur am 7. Brett stand Martin Stötzel gegen Peter Dlouhy schon schlechter. Martin wollte seinen Minusbauern durch eine Kombination zurückholen, hatte aber dabei ein Zwischenschach seines trickreichen Gegners übersehen – 0,5 – 2,5 um 17:10. Jeder kennt natürlich den klassischen Spruch von Jürgen Wegmann (genannt die Kobra). “Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.” Peter hatte zwar im 24. Zug die Dame gewonnen, aber dem gefährlichen Vormarsch des f-Bauern nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. So mußte er um 17:30 nach 34 Zügen aufgeben, denn gegen die Umwandlung war kein Kraut gewachsen 0,5 – 3,5. Als nächster mußte Marcel Strohmann gegen Michael Jungbluth aufgeben 0,5 – 4,5. Damit war unsere Niederlage besiegelt. Mir gelang zwar ein Sieg gegen Heiko Fischöder, der in verlorener Stellung die Zeit überschritt 1,5 – 4,5. Stefan einigte sich mit seinem Gegner auf Remis 2,0 – 5,0. Marc und Dr. Müller hatten am 3. Brett in einer ausgeglichenen Stellung eine Zeitnotschlacht produziert und bis zum 44. Zug weitergeblitzt. Am Ende der Blitzphase war der schwarze Gewinn klar und Marc gab auf. Damit war der Endstand besiegelt 2,0 – 6,0.
Waltrop gewann heute 8-0 gegen Drewer II und ist damit praktisch aufgestiegen, auch wenn sie in der Schlußrunde noch gegen Unser Fritz I spielen müssen. Auch die 1. Mannschaft von Unser Fritz ist dem Aufstieg einen Schritt näher gekommen, da sie auf Süd und Haltern zwei Mannschaftspunkte sowie 1,5 bzw. 6 Brettpunkte Vorsprung haben. Am Tabellenende haben sich Drewer II und Datteln etabliert. Wir haben in der nächsten Runde ein Heimspiel gegen SK Sodingen III, die gegen den Abstieg kämpfen müssen.
Hier kommt Peters Unvollendete. Der Durchmarsch des f-Bauern ist schon kurios.


In meiner Partie hatte es einen zähen Kampf um die Durchsetzung des Vorstoßes e4 gegeben und nach 28 Zügen war diese Stellung entstanden.

18.12. Erkenschwick II – Waltrop: 2,5 – 5,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute traten beide Mannschaften vollständig an. Da es für uns um die Wurst ging, wurde entsprechend gekämpft. Nach einer Stunde verwalteten wir ausgeglichene Stellungen, nur Jürgen Linke stand gegen Marco Harde schon besser. Alles sah nach einem langen Kampf aus.
Kurz nach 16 Uhr einigten sich Marcel Strohmann und Martin Drewes am 2. Brett sowie Peter Broszeit und Frank Schwammbach am 5. Brett auf Remis 1 – 1. Marc Strohmann hatte am 3. Brett nach der Eröffnungsphase gegen Marius Eckert zwar einen Bauern gewonnen, dafür aber die Qualität verloren. In der weiteren Folge kam er nicht mehr ins Spiel und um 16:45 mußte er aufgeben 1 – 2. Auch am 1. Brett drohte uns Ungemach. Rolf Breidenbach opferte gegen Max Schawacht einen Turm und gewann im Angriff 1 – 3. Stefan Heuver hatte am 7. Brett gegen Andreas Odenwald einen annehmbare Stellung erhalten, dafür allerdings sehr viel Zeit verbraucht. Als er in Zeitnot am Damenflügel die Stellung öffnete, fand auf einmal seine Dame kein Rückzugsfeld mehr 1 – 4. Jürgen Linke hatte seinen deutlichen Vorteil gegen Marco Harde verspielt und gab um 17:45 die Partie remis 1,5 – 4,5 . Damit war die Niederlage besiegelt. Martin Stötzel hatte gegen Andreas Winterberg im Mittelspiel einen Bauern eingestellt, für den er im weiteren Verlauf nicht genug Spiel hatte. Andreas verwertete den Mehrbauern souverän und um 18:00 gab sich Martin geschlagen 1,5 – 5,5. Nun lief nur noch meine Partie gegen Christoph Sehrbrock. Wir hatten beide im Mittelspiel viel Zeit verbraucht, da die Stellung kompliziert war. Christoph hatte sich Vorteil erarbeitet, aber ein Bauerngewinn in Zeitnot erwies sich als fehlerhaft. Ich konnte für einen Turm zwei Figuren erobern und in ein gutes Endspiel abwickeln. Auch wenn ich in der Folge zweimal einen sofortigen Gewinn vergab, konnte ich im Endspiel mit einem Mehrläufer nach 70 Zügen gewinnen 2,5 – 5,5.
Damit ist für uns wohl der Aufstiegszug abgefahren, denn Unser Fritz I hat heute Haltern mit 5,5 – 2,5 abgefertigt. Somit stehen Waltrop und Unser Fritz mit deutlichem Brettpunktevorsprung an der Tabellenspitze. In der nächsten Runde haben wir in Wanne-Eickel eine schwere Aufgabe gegen den Tabellenzweiten Unser Fritz.
Zum Abschluß noch einige Partiefragmente aus dem Kampf.
Rolf Breidenbach fand in folgender Stellung das starke Turmopfer Txh6, verpaßte aber nach der schwarzen Antwort den sofortigen Knockout. Max verlor trotzdem relativ rasch.


Jürgen Linke erreichte gegen Marco Harde eine Gewinnstellung.

Ich erreichte gegen Christop Sehrbrock nach dem 30. Zug die folgende Stellung.

27.11. Altstadt II – Erkenschwick II: 2,5 – 5,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute konnten wir wieder mit unserer Normal-Acht antreten, während bei Altstadt II Horst Stubbe nach Jahrzehnten Schachabstinenz als Ersatz einsprang. So schienen wir einen leichten Sieg einfahren zu können. Allerdings kam es anders als erwartet.
Um 15:00 Uhr konnte ich meine Figuren zusammenpacken, weil ich eilends ein gutes Endspiel erreichen wollte und dabei einen Figurenverlust übersehen hatte 0 – 1. Auch an den übrigen Brettern sah es nicht so überzeugend aus. Lediglich Peter an Brett 5 und Jürgen Linke an Brett 6 hatten ansprechende Stellungen, während Marcel am 2. Brett gegen Klaus Beer in einer scharfen Stellung schlechter stand. Um 15:30 Uhr einigte sich Marc Strohmann mit Joachim Bremer in einer geschlossenen Stellung auf Remis 0,5 – 1,5. Eine Viertelstunde später hatte auch Peter Broszeit mit Heinz Grothuesmann Frieden geschlossen 1,0 – 2,0. Um 16:00 Uhr hatte Jürgen Linke mit einem Sieg gegen Frank Stubbe ausgeglichen 2,0 – 2,0. Mittlerweile stand Marcel auf Verlust und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis er aufgeben musste. Max besaß am 1. Brett einen Mehrbauern, Martin hatte am 8. Brett mittlerweile Vorteil, aber Stefans Stellung konnte nicht so recht gefallen. Unser Traum vom leichten Sieg war auf jeden Fall dahin. Um 17:00 Uhr hatte Martin Stötzel endlich gewonnen und wir führten 3,0 – 2,0. Stefan hatte mittlerweile seine Bedenkzeit bis auf 5 min aufgebraucht und dabei eine schlechte Stellung zu verwalten. Auch Marcel stand immer noch auf Verlust. Um 17:30 Uhr gab Max seine Partie gegen Romuald Samisch Remis, da er seinen Mehrbauern nicht verwerten konnte 3,5 – 2,5. Zu diesem Zeitpunkt wären wir schon über ein 4 – 4 glücklich gewesen, denn Stefan hatte ein gutes Ausgleichsmanöver übersehen.
Aber jetzt kam Marcels große Stunde. Er konnte mittlerweile seine Minusfigur durch 3 Bauern kompensieren, die weiße Königsstellung war offen und er wollte durch Dauerschach zu einem Unentschieden kommen. Aber Klaus Beer spielte weiterhin auf Gewinn und lief mit seinem König bis nach e6. Weiß tauschte aufgrund eines Rechenfehlers die Damen und musste 4 Züge später aufgeben, da der Läufer die Freibauern auf der a- und f-Linie nicht mehr aufhalten konnte 4,5 – 2,5. Doch es kam noch schlimmer. Christian Mayeres fand gegen Stefan nicht den richtigen Plan. Statt seinen Freibauern in der g-Linie zu realisieren, versuchte er es mit Figurenspiel. Dies schlug allerdings fehl, da er eine Springergabel übersah und so die Dame einbüßte.
Um 18:50 Uhr war der Kampf zu Ende und wir hatten gewonnen: 5,5 – 2,5. Dafür müssen wir uns bei Stefan und Marcel bedanken, die das Spiel aus dem Feuer gerissen haben. Heute hatten wir den berüchtigten Bayern-Dusel, schlecht gespielt und trotzdem gewonnen. Noch erfreulicher ist für uns die Niederlage von Haltern gegen Waltrop und der knappe Sieg von Unser Fritz gegen Recklinghausen-Süd. So haben wir uns auf den 3. Platz in der Tabelle vorgeschoben. in der nächsten Runde stehen zwei weitere Spitzenpaarungen auf dem Programm: Haltern – Unser Fritz und Erkenschwick II – Waltrop. So haben wir im nächsten Spiel die Chance, weiter nach vorne zu gelangen.

6.11. Erkenschwick II – SG Drewer II: 6,0 – 2,0

Bericht von Franz Schulze Bisping
Schreck in der Mittagsstunde – das könnte de Reaktion unseres Mannschaftsführers gewesen sein, als er hörte, daß Peter Broszeit wegen einer plötzlichen Erkrankung seiner Mutter nicht spielen konnte. Zum Glück erklärte sich Dinar Abulhanov bereit, der zweiten Mannschaft auszuhelfen. Aber auch bei Drewer fehlten zwei Stammspieler, so daß dort auch Spieler der 3. Mannschaft aushelfen mußten.
Kurz vor 16 Uhr führte Drewer – Dinar Albulhanov mußte am 8. Brett nach 17 Zügen gegen Udo Kopp die Segel streichen 0 – 1. Doch schon eine Viertelstunde später hatte ich am 4. Brett gegen Marius Kraft gewonnen 1 – 1. Meine Freibauern auf d6 und e6 sowie die Dame-Läufer-Batterie auf der langen schwarzen Diagonalen hatten sich als zu stark erwiesen. Danach passierte längere Zeit nichts Entscheidendes, außer daß eine der neuen elektronischen Uhren am 1. Brett auf einmal nicht mehr die Bedenkzeit anzeigte – zum Glück hatten wir ja noch die alten mechanischen Uhren im Schrank, so daß das Einstellen der Bedenkzeit kein unüberwindliches Problem darstellte. Kurz nach 17 Uhr hatten dann Martin Stötzel an Brett 7 gegen Jürgen Mischke gewonnen und Marc Strohmann an Brett 3 gegen Dr. Müller gewonnen 3 – 1. Eine halbe Stunde später gab Lars Schäpers an Brett 2 gegen Marcel Strohmann auf, die Fesselung auf d7 kostete eine Figur 4 – 1. Jürgen Linke und Stephan Heuver standen ausgeglichen, während Max Stellung gegen Dr. Heidel kritisch war. um 17:45 erlöste uns Jürgen, indem er das Remisangebot seines Gegners Sylvester Gawlowski annahm 4,5 – 1,5. Damit war der Mannschaftskampf gewonnen. Um 18:15 hatten Stefan Heuver und Helmut Neumann an Brett 6 das Gewinnpotential für beide Seiten dermaßen reduziert, daß auch hier die Friedenspfeife geraucht wurde 5,0 – 2,0. Stefan konnte sich nach der schlechten Eröffnungsbehandlung zumindestens als moralischer Sieger fühlen, auch wenn er seinen Mehrbauern nicht verwerten konnte. Alles hing nun an der Partie von Max gegen Dr. Heidel. Zwischendurch hatte ich keinen Pfifferling mehr für Max gegeben, aber Dr. Heidel wollte zu schnell Bauern gewinnen, statt zunächst seine Figuren besser zu postieren. So kam Max unverhofft zu Gegenspiel und es gelang ihm, am Königsflügel zwei Freibauern zu schaffen, die letztendlich den Tag entschieden. Um 19:15 kapitulierte Dr. Heidel und damit hatten wir gewonnnen: 6,0 – 2,0.
Gleichzeitig haben heute zwei Favoriten verloren. Daß Waltrop gegen RE-Süd mit 5,5 – 2,5 gewonnen hat, war keine Überraschung, denn die Süder mußten mit Ersatz antreten und Waltrop darf nicht unterschätzt werden. Viel überraschender war die Niederlage von Unser Fritz I gegen Datteln mit 3,5 – 4,5. Wir haben mit Datteln auch schon im letzten Jahr unangenehme Erfahrungen gemacht, mit 7 Spielern kann man gegen Datteln nicht gewinnen. Damit liegen wir mit Unser Fritz I und RE-Süd mit je einer Niederlage in der Verfolgergruppe hinter Waltrop. Allerdings wird uns Haltern in zwei Wochen wohl überholen, wenn sie ihr Nachholspiel gegen Altstadt II bestreiten.
Dinars Niederlage gegen Udo Kopp zeigt die Gefahren schematischen Denkens auf. Weiß verhindert die schwarze Rochade (man beachte den schwarzen Turm auf h8, der bis zum Partieende nicht mitspielt – wenn man fair ist, sieht es in der Partie am weißen Damenflügel und am Königsflügel auch nicht besser aus) und steht gegen das schwarze Zentrum ganz schnell auf Verlust. Schaut man in Datenbanken, so holt Weiß in den Varianten nach dem 5. Zug nur ca. 30% der möglichen Punkte. Eine Rettung der weißen Spielweise könnte 5. Ld5 sei, wonach Weiß aber auch keinen Vorteil hat.


Marcel Strohmann spielte eine gute Partie gegen Lars Schäpers. Er sicherte sich das Läuferpaar und führte das damenlose Mittelspiel überzeugend zum Sieg.

Max Schawacht zeigte heute wieder große Kämpferqualitäten. Endgültig kippte die Partie im 43. Zug. Wie sagte Dr. Tartakower: “Der vorletzte Fehler gewinnt!”


Nach dem 30. Zug lehnt sich Dr. Heidel zurück, während Max ins Grübeln kommt.

Nach dem 48. Zug hat sich die Situation geändert. Jetzt hat Max Rückenwind.

16.10. Unser Fritz II – Erkenschwick II: 2,5 – 5,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute war im Stadtteilzentrum Pluto Großkampftag, denn sowohl die 1. als auch die 2. und 4. Mannschaft von Unser Fritz hatten Heimspiel. Dafür bot der Saal ideale Bedingungen – genug Platz, genug Licht, ein tolles Spiellokal.
Sowohl wir als auch unser Gegner waren ersatzgeschwächt. Bei uns fehlten Peter Broszeit und Marc Strohmann, bei Unser Fritz II Gerd Stenzel und Dr. Kanther.
Ich spielte an Brett 3 gegen Gerd Matrisch und erreichte ein vorteilhaftes Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer. Mit dem Tausch von Dame gegen zwei Türme brach die gegnerische Stellung auseinander 1 -0. Kurze Zeit später gewann Günter Strozewski an Brett 8 gegen Matteo Grieco, der zunächst die Dame verloren hatte und dann mattgesetzt wurde. Damit stand es nach gut zwei Stunden 2 – 0. Marcel Strohmann einigte sich am zweiten Brett um 17 Uhr mit Martin Pohl auf Remis. In der Analyse zeigte sich, daß Martin Pohl eine aussichtsreiche Möglichkeit ausgelassen hatte. 0,5 – 2,5. Um 17:45 besiegelten Max Schawacht und Andreas Prang am ersten Brett das Remis. Hier hatte sich Max aus einer verdächtigen Stellung durch zähe Verteidigung das Unentschieden erkämpft. Gleichzeitig gewann Stefan Heuver am fünften Brett mit einem schönen Damenopfer gegen Till Koch zunächst eine Figur und kurze Zeit später sogar einen Turm – Aufgabe nach 23 Zügen 4 – 1. Damit blieb beiden Gegnern eine Zeitnotschlacht erspart. Auch Martin Stötzel gewann an Brett 6 nach 4 Stunden gegen Julian Tober 5- 1. Damit war der Sieg sicher gestellt. Jürgen Linke verlor gegen Ernst Weiss, seine Springer hatten einfach zu wenig Felder 5 – 2. Die aufregendste Partie spielte Florian Schicktanz an Brett 7 gegen den U16-Kreismeister Martin Schmidt. Er hatte in der Eröffnung Vorteil erzielt und danach versucht, unter Bauernopfer mit einem Turm in die gegnerische Stellung einzudringen. Dies geriet allerdings zu seinem Nachteil und nach 30 Zügen stand Martin Schmidt klar auf Gewinn. Doch Florian zeigte Kampfgeist und wollte nicht aufgeben. Sein Einsatz wurde belohnt. Martin zeigte Nerven und behielt den Turm auf dem Brett, anstatt in ein leicht gewonnenes Läuferendspiel abzuwickeln. Im weiteren Verlauf stand er immer noch klar auf Gewinn, aber Florian hatte viele Turmschachs und Martin verbrauchte deutlich mehr Zeit. Im 75. Zug geschah das von Florian dringend benötigte Wunder. Nach 75… Ke7? konnte er sich trotz dreier Minusbauern in das Remis retten. Damit war nach 80 Zügen um 19:45 der Endstand perfekt: 5,5 – 2,5.
Heute zeigten sich Unser Fritz I, Haltern, RE-Süd und Waltrop in Spiellaune und besiegten ihre Konkurrenten mit 7 : 1 bzw. 6,5 : 1,5. Wir sind mittlerweile auf den 5. Platz vorgedrungen und können in der nächsten Runde mit einem Sieg gegen Drewer II weiteren Boden gut machen.
Hier noch einige Fragmente aus dem Kampf. Hier hat Weiß angenehmen Vorteil und Schwarz sollte mit 30… Tg7 anstelle von Tgb8?? die 7. Reihe sichern.


In dieser Stellung hätte Schwarz mit 18… Sf6 den Punkt f7 sichern sollen. Aber er wollte den Bauern c7 nicht abgeben und entschloß sich zu 18… Sd6?.

Und hier ist das Ende der Partie von Florian gegen Martin Schmidt. Robert Hübner würde die Frage, ob sich Weiß noch retten könne, lakonisch mit “Ja, wenn der Gegner tot vom Stuhl fällt.” beantworten. Nach dem letzten Turmschach 75. Tb6+ hätte Schwarz immer noch mit 75 … Kd7 gewinnen können, aber er zog leider 75… Ke7?

25.9. Haltern – Erkenschwick: II 4,5 – 3,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Am Sonntag mußten wir bei der 1. Mannschaft des SV Königspringer Haltern antreten. Die Halterner zählen als Verbandsklassenabsteiger neben Unser Fritz und dem SV RE-Süd zu den Favoriten für den Aufstieg. Dementsprechend waren sie mit ihrer Stammacht angetreten, während bei uns Stefan Heuver durch Armin Gasper ersetzt werden mußte.
Die Spielbedingungen waren gut, denn in Haltern war Großkampftag – neben Haltern I spielten auch noch Haltern IV und Haltern VI – und so spielten wir im großen Saal des Trigon. An allen Brettern wurde verbissen gekämpft. Josef Czarnik stellte im 15. Zug einen Läufer ein und konnte den materiellen Rückstand nie mehr wettmachen, so daß wir um 16:35 mit 1 – 0 führten. An Brett 1 und 2 standen wir schlechter, aber Peter hatte an Brett 5 gegen Alfons Schulz eine strategisch vorteilhafte Stellung und Jürgen hatte an Brett 6 gegen Michael Rohloff einen Bauern auf e4 gewonnen, mußte sich allerdings gegen den weißen Entwicklungsvorsprung verteidigen. Martin Stötzel stand gegen Marco Lombardi ausgeglichen, während Armin Gasper gegen Roland Michalicek einen Bauern verloren hatte. Armin wickelte später mit einem Figurenopfer zur Konstellation 2T+2B gegen T+Läuferpaar ab, versäumte aber, den weißen Bauern a3 dingfest zu machen, so daß dieser den Tag entschied 1 – 1. Hans-Jürgen Kürten hatte gegen Marcel Strohmann seine Stellung Zug um Zug weiter verstärkt und stand mit zwei Mehrbauern klar auf Gewinn. Allerdings hatte er eine versteckte Mattdrohung seines Gegners übersehen 2 – 1. Postwendend verloren allerdings Peter Broszeit und Jürgen Linke ihre Partien, so daß jetzt die Halterner führten 2 – 3. Marc Strohmann schaffte den erneuten Anschluß, indem er Thomas Schniederjan überspielte 3 – 3. Thomas hatte aus der Eröffnung heraus eine gute Stellung erhalten, aber nicht energisch genug fortgesetzt, so daß Marc Zug für Zug mehr ins Spiel kam und einen erfolgreichen Angriff auf den schwarzen König inszenierte.
Nun hing alles an den beiden letzten Partien von Martin Stötzel gegen Marco Lombardi und Max Schawacht gegen Martin Weber. Martin Stötzel hielt das Damenendspiel ungefährdet Remis, so daß sich im 67. Zug nach einer dreifachen Stellungswiederholung das Remis ergab. Max verlor das Endspiel gegen Martin Weber und haderte mit seiner Zeiteinteilung, da er in Zeitnot noch schnell den 41. Zug gemacht und so eine gute Verteidigungschance ausgelassen hatte 3,5 – 4,5. Somit hatte Haltern um 19:30 verdient gewonnen.
Die nächsten Top-Spiele in der Bezirksliga stehen erst zum Jahresende an, wenn Unser Fritz I gegen RE-Süd (4. Runde), Haltern (5. Runde) und uns (6. Runde) spielen muß. Danach können wir unsere (möglichen) Aufstiegschancen realistisch einschätzen.
Am 16. Oktober müssen wir nach Wanne zu Unser Fritz II, die gegen ihre 1. Mannschaft mit 7 – 1 eine Packung erhalten hatten.