I. Mannschaft

Saison 2017/18: NRW-Klasse, Schachbund Nordrhein-Westfalen

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1SV Erkenschwick 1**4,05,05,54,54,56,04,06,06,591646.0
2Düsseldorfer SK 24,0**5,06,04,04,55,06,04,04,091442.5
3SF Lieme 13,03,0**5,05,52,54,07,05,05,591140.5
4SK Königsspringer Iserlohn 12,52,03,0**4,04,54,54,05,04,591034.0
5Bielefelder SK 13,54,02,54,0**5,53,54,04,55,09936.5
6SF Brackel 13,53,55,53,52,5**3,55,55,55,59838.5
7SG Niederkassel 12,03,04,03,54,54,5**4,03,04,59833.0
8SC Rochade Emsdetten 14,02,01,04,04,02,54,0**5,54,09731.0
9Brühler SK 12,04,03,03,03,52,55,02,5**4,59530.0
10SV Sundern 11,54,02,53,53,02,53,54,03,5**9228.0

17.09.2017: Nur 4:4 Unentschieden beim Düsseldorfer SK 2

Chancen ausgelassen – Saisonstart nur mit Punkteteilung

Wenn nur die nackten Zahlen der Mannschaften betrachtet werden, gab es zu Beginn der neuen Saison in der NRW-Klasse Gruppe 1 das Aufeinandertreffen der beiden stärksten Teams in Düsseldorf. Die Reserve des Düsseldorfer SK war Gastgeber der Spitzenbegegnung. Wenn man jedoch die „Nettozahlen“ betrachtet, also die Spielstärke anhand der eingesetzten Spieler beurteilt, sind auch andere Mannschaften annähernd gleich stark einzuschätzen. Unabhängig von den Zahlenspielereien gab es in der Landeshauptstadt ein echtes Spitzenspiel, das den wenigen Zuschauern alles geboten hat.

Zunächst nahm der Mannschaftskampf einen ruhigen Verlauf, der mit fortdauernder Spielzeit immer spannender wurde. Auch wenn an allen Brettern sehr solide Eröffnungsvarianten gewählt wurden, zeichnete sich bereits nach wenigen Zügen ab, wohin die Reise gehen sollte. Die Spitzenbretter des SV Erkenschwick versuchten ihren besseren Wertungszahlen entsprechend frühzeitig Druck aufzubauen.
Ein wenig überraschte das aggressive Spiel am dritten Brett gegen Ali Bitalzadeh. War das der Versuch Ali Bitalzadeh, der bekannt für seine Angriffsvarianten ist, in die Defensive zu drängen? In einer immer unübersichtlicher werdenden Stellung gelang das nicht, da Ali Bitalzadeh zum Konter ansetzte und mit Öffnung der Stellung ein Feuerwerk aufs Brett zauberte.

Bevor es allerdings an den anderen Brettern zur Sache ging, hatte Guust Homs seine Partie schon beendet. Nach gut zwei Stunden Spielzeit nutzte sein Gegner die Chance so viele Figuren abzutauschen, dass die ausgeglichene Stellung zur Punkteteilung führte.

Frank Eggenstein hatte beim Übergang ins Mittelspiel die Varianten vertauscht. Das hatte zur Folge, dass er seine Figuren nicht entwickeln konnte. Diese Schwäche nutzte sein Gegner aus. Er drang mit seinen Türmen am Damenflügel in die geschwächte Stellung ein. Die Abwehr eines Mattangriffs kostete dann nicht nur einen Bauern sondern entscheidende Bedenkzeit. Dadurch gingen weitere Bauern verloren und der volle Punkt an die Gastgeber zum 1,5:0,5 Zwischenstand.

Doch damit wurde es erst so richtig spannend. Am Spitzenbrett hatte Dennis de Vreugt seine Figuren zum Königsangriff postiert. Durch einen ungenauen Damenzug ließ er aber eine Konterdrohung seines Gegners zu. Diese Gefahr schätzte er falsch ein. Anstatt zunächst die Drohung zu entschärfen, forcierte er seinen Angriff. Nach einem Zwischenzug der gegnerischen Dame musste er dann bei fast abgelaufener Bedenkzeit realisieren, dass sein König sich in einem Mattnetz befand. Aus diesem konnte er sich nicht mehr befreien. Die Gastgeber erhöhten auf 2,5:0,5.

Doch postwenden gelang der Anschlusspunkt. Ali Bitalzadeh hatte den gegnerischen Angriff pariert und einen Bauern eingesammelt. In höchster Zeitnot verlor sein Gegner dann vollkommen die Übersicht und stellte nach der Zeitkontrolle im 40 Zug fest, dass er bei dem Manöver einen ganzen Turm verloren hatte. Somit gab er die Partie auf: 2,5:1,5.
Frank Erwich war es in der gesamten Partie nicht gelungen, einen wirklichen Vorteil zu erzielen. Mit der Zeitkontrolle waren bis auf jeweils ein Turm sämtliche Figuren vom Brett verschwunden. Da danach auch nur noch Bauern auf dem Königsflügel verblieben, endete die Partie am vierten Brett mit einem Remis zum 3:2 Zwischenstand. Dennoch waren die Aussichten auf einen doppelten Punktgewinn noch in Ordnung. Die verbliebenen Partien boten genügend Potenzial.

So war es dann an Jelmer Jens den Ausgleich herzustellen. Ihm war es gelungen die gegnerischen Figuren durch seine Bauern entscheiden einzuengen. Nachdem er dann alle seine eigenen Figuren gegen den gegnerischen König wenden konnte, war dieser nicht mehr zu verteidigen. Sein Gegner gratulierte zum 3:3.

Alexander Langers brachte danach das Team vom Stimberg erstmalig in Führung. Sein Gegner hatte seine sicherlich vorteilhafte Stellung überschätzt und eine Figur geopfert. Ein mögliches Dauerschach hatte er aber nicht gegeben. In der Folge musste er dann feststellen, dass das Springerpaar von Alexander Langers einen soliden Schutz für den König bot. Der Angriff war verpufft und die geopferte Figur nicht mehr auszugleichen. Der Zwischenstand lautete somit 3:4.

Nun musste die Entscheidung in der letzten Partie am Brett von Christoph Krings fallen. Aus der Eröffnung heraus konnte Christoph Krings eine vorteilhafte Stellung erreichen. Allerdings fand er keine Fortsetzung, die diesen Vorteil erhielt oder gar ausbaute. Schließlich versuchte er durch Figurenabtausch die Partie in den Remishafen zu lenken und erreichte ein Läuferendspiel mit jeweils drei Bauern. Sein Gegner ließ in dieser Phase gute Möglichkeiten zu einem vielleicht entscheidenden Bauerngewinn aus. Da nur noch wenig Material im Spiel verblieben war und beide Seiten über gefährliche Freibauern verfügten, die keinem ein aktives Spiel gestatteten, sollte das Unentschieden nicht mehr weit entfernt sein. Die Spannung stieg dennoch weiter und erreichte den Höhepunkt, als der Düsseldorfer Spieler einen letzten Gewinnversuch unternahm. Diesen untauglichen Versuch sollte und wollte Christoph Krings dann bestrafen. Nach fast sechs Stunden Spielzeit und knapper werdender Bedenkzeit wählte er leider die falsche Zugfolge. Da er den gegnerischen Bauern dadurch nicht mehr stoppen konnte, musste er seinen Läufer opfern und nach wenigen weiteren Zügen die Partie aufgeben.

Somit lautete der Endstand 4:4, was sich trotz des wechselnden Spielverlaufs eher als Punktverlust darstellt. In den nächsten Runden muss die Mannschaft konzentrierter zu Werk gehen, damit sich nicht der Verlauf des letzten Jahres wiederholt. Da hatte es durch vermeidbare Punkteteilungen am Ende nicht zum ersten Platz, der einzig den Aufstieg sichert, gereicht. Am 15. Oktober ist das nächste Spiel bei den SF Brackel in Dortmund. Dies ist auch ein Aufsteiger, der nicht zu unterschätzen ist.

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15.10.2017: Knapper Sieg beim Aufsteiger SF Brackel

Knapp, aber dennoch ungefährdeter erster Saisonsieg

Am zweiten Spieltag der NRW-Klasse musste die Mannschaft beim Aufsteiger SF Brackel in Dortmund antreten. Diese hatten am ersten Spieltag in Emsdetten klar gewonnen und waren natürlich hoch motiviert. Das heimische Team konnte ihnen jedoch ihre Grenzen aufzeigen.

Sehr schnell war an den vorderen Brettern zu erkennen, dass sich der in der Wertungszahl angezeigte Spielstärkeunterschied bemerkbar machen wird. Bereits in der Eröffnung konnte sich Frank Erwich einen klaren Vorteil gegen die schwache Königsstellung seines Gegners verschaffen. Der konnte nur noch zusehen, wie sich die Schlinge zuzog: 1:0.
Am zweiten Brett hatte Jelmer Jens seinen Vorteil Zug um Zug ausgebaut. Das brachte dann die 2:0 Führung. In der sich anbahnenden Zeitnot fielen dann die nächsten Entscheidungen. Alexander Langers konnte die positionellen Schwächen der gegnerischen Stellung nutzen und nach Materialgewinn zum entscheidenden Königsangriff ansetzen: 3:0. Nahezu zeitgleich schafften die Gastgeber den Anschluss. Frank Eggenstein hatte aus der Eröffnung heraus das aktive Spiel seines Gegners nicht unterbinden können. Nachdem ein gegnerischer Springer in seine Stellung einbrach, war die Partie verloren.

Zur Zeitkontrolle lautete der Spielstand also 3:1. Die verbliebenen Bretter zeigten so gute Stellungen, dass der Gesamtsieg kein Problem sein sollte. Doch die Gastgeber kämpften. So schafften sie nach fünf Stunden Spielzeit den zweiten Punktgewinn. Christoph Krings hatte im gesamten Spielverlauf immer eine leicht schlechtere Stellung. Schließlich konnte er die Umwandlung des gegnerischen Freibauern im Turmendspiel nicht mehr verhindern. Unmittelbar darauf folgte die einzige Punkteteilung des Tages. Robert Ris hatte in seinem ersten Einsatz für Erkenschwick nach 10 Jahren Ausflug in die 1. und 2. Bundesliga für die Schachfreunde Katernberg ein nicht mehr zu entscheidendes Leichtfigurenendspiel erreicht: 3,5:2,5.
Die beiden letzten Partien mussten die Entscheidung bringen. Die erzwang Guust Homs. Nach langem Lavieren in einer geschlossenen Stellung konnte er die gewonnene Qualität so geschickt zurückopfern, dass er ein klar gewonnenes Turmendspiel erreicht hatte. Das verwandelte er danach mit sauberer Technik.
Den Schlusspunkt zum 4,5:3,5 ernteten dann doch noch die Gastgeber. Frank Strozewski hatte ein sehr vorteilhafte Stellung erreicht, konnte jedoch unmittelbar vor der Zeitkontrolle nicht den entscheidenden Schlag ansetzen. In einem sehr komplizierten Turm-/Läuferendspiel übersah er dann nach mehr als sechs Stunden Spielzeit, dass sein Gegner seinen Turm einsperren konnte. Dies brachte dann die Entscheidung.

Nach dem zweiten Spieltag ist kein Team in der Gruppe mehr ohne Punktverlust. Am 19. November sind die SF Lieme zum ersten Mal Gast am Stimberg. Nach dem Spiel gegen den NRW-Pokalsieger wird sich zeigen, ob der Aufstieg in die Oberliga angepeilt werden kann.

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19.11.2017: 5:3 Erfolg gegen NRW-Pokalsieger SF Lieme

Erfolgreiches Heimspiel im Rahmen des „Großkampftags“

Am letzten Sonntag stand für den Schachverein der erste „Großkampftag“ in dieser Saison auf dem Programm. Im Hotel Stimbergpark fanden gleichzeitig vier Begegnungen in verschiedenen Spielklassen statt und dass mit einem riesen Ergebnis:
drei Mal konnten sich die heimischen Teams durchsetzen; die vierte Begegnung endete unentschieden.
Die erste Mannschaft traf zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auf die Schachfreunde Lieme aus Lemgo, immerhin der NRW-Pokalsieger. Dieser Gegner stellte sich nicht als Stolperstein heraus. Nach und nach zeigten sich Tendenzen, die in der Folge dann zum größten Teil in die erwarteten Ergebnisse mündeten.
Am ersten Brett hatte es Thomas Willemze mit einem sehr starken Nachwuchstalent zu tun, gegen das es ihm mit den schwarzen Steinen nicht gelang, den Nachzugsnachteil in der Eröffnung auszugleichen. Danach verschlechterte sich die Stellung immer weiter, sodass nach rund drei Stunden Spielzweit der erst volle Punkt an die Gäste aus Ostwestfalen ging. Zuvor hatte sich bereits Guust Homs mit seinem Gegner auf ein Remis geeinigt. Nach Abtausch der meisten Figuren bot die Stellung keinerlei Gewinnperspektive mehr.
Mit der Zeitkontrolle nach vier Stunden fiel die Vorentscheidung. Zwar konnte die Gäste zunächst ihre Führung zum 2,5:0,5 ausbauen. Frank Strozewski hatte sich beim Übergang ins Mittelspiel für eine sehr scharfe Partieanlage entschieden, da er auf die Rochade verzichtete. Seinem Gegner bot sich damit die Angriffsmöglichkeit gegen den König in der Brettmitte. Zwar konnte der den geopferte Bauer zurück gewinnen, mehr war aber zunächst nicht möglich. Erst die ungenaue Abwicklung in Zeitnot ließ den entscheidenden Mattangriff zu.
Damit waren die Geschenke aber verteilt. An Brett zwei hatte Robert Ris seine Lieblingsvariante auf dem Brett, die er ausführlich in einem Lernvideo beschrieben hat. Für die ersten 30 Züge verbrauchte er fast keine Bedenkzeit. Danach konnte er aus einer komfortablen Stellung heraus schnell einen entscheidenden Vorteil und damit den vollen Punkt erreichen. Den Ausgleich stellte fast zeitgleich Alexander van Beek her. Er hatte mit seinem vorgestoßenem E-Bauern Raumvorteil erzielt. Mit einem Qualitätsopfer konnte er dann die gegnerische Stellung zerschlagen.
Die Führung besorgte anschließend Alexander Langers. In komplizierter Stellung hatte er zwei Bauern gewinnen und alle Drohungen seines Gegners abwehren können. Nach Ausführung des 40. Zugs waren auch die Zeitnot und die Gefahr von damit verbundenen Fehlern überstanden, sodass sein Gegner aufgab. Alexander Langers liegt damit in der Topscorerwertung mit 3:0 Punkten in der Spitzengruppe!
In den verbleibenden beiden Partien sollte nun auch nichts mehr anbrennen. Beide Stellungen waren vorteilhaft. Das sah der Gegner von Frank Erwich auch nach wenigen Zügen ein. Im Damen-Leichtfigurenendspiel gab es gegen die zwei freien Mehrbauern am Damenflügel kein Rezept. 4,5:2,5 und der Mannschaftserfolg stand fest.
Abschließend teilte sich Frank Eggenstein mit seinem Gegner den Punkt zum 5:3 Endstand. Er hatte zunächst in beiderseitiger Zeitnot sehr exakt gespielt und neben einem Stellungvorteil noch einen Bauern gewonnen. Danach fand er aber nicht den richtigen Plan, um diesen Vorteil um zu setzen.
Am 17. Dezember reist die Mannschaft nun zum Königsspringer Iserlohn. Im Spitzenspiel der aktuellen Runde gab es für den eine deutliche 2:6 Niederlage beim Düsseldorfer SK 2. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt rangiert daher mit 1,5 Brettpunkten mehr als das heimische Team an der Tabellenspitze.

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17.12.2017: Klarer Erfolg beim Absteiger SK KS Iserlohn

Ungefährdeter Sieg zum Jahresende

Am letzten Spieltag in diesem Jahr reiste die Mannschaft zum Oberligaabsteiger SV KS Iserlohn. Vor zwei Jahren hatte es dort noch eine knappe und überflüssige Niederlage gegeben. In diesem Jahr machte es das Team deutlich besser.
Bereits von Anfang an standen die Zeichen auf Sieg. Die Gastgeber brachten nur sieben Spieler ans Brett, sodass der kampflose Punkt von Guust Homs die Führung bedeutete. Diese sollte auch nicht mehr abgegeben werden.

Mit offenem Visier kämpfte Jelmer Jens am zweiten Brett. Auch sein Gegner scheute kein Risiko und opfert zwei Leichtfiguren. Dann verzichteten aber beide Spieler auf riskante Fortsetzungen und wichen einem Dauerschach zur Punkteteilung nicht mehr aus.
Ein Remis erreichte auch Peter Trzaska am achten Brett. In deutlich besserer Stellung wollte er kein Risiko mehr eingehen, das er noch in den gegnerischen Freibauern sah, und bot die Punkteteilung an. Damit lautete der Zwischenstand 2:1.

Kurz vor der Zeitkontrolle viel dann die Entscheidung. Alexander Langers nutzte die unterentwickelte gegnerische Stellung zum Figurengewinn. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel führt er nun alleine die Topscorerwertung der Liga an.
Alexander van Beek hatte ein starkes Bauernzentrum errichtet. Unter Figurenopfer konnte er den entscheidenden Vormarsch dieser Bauern organisieren. In höchster Zeitnot ließ er dann zwar die optimale Partiefortsetzung aus, doch sein Gegner verpasste die mögliche Konterchance. Mit dem folgenden Rückgewinn der Figur, war dann die Partie entschieden. Die Führung lautete nun 4:1.

Da Dennis de Vreugt ein Endspiel mit 2 Mehrbauern erreicht hatte, waren die Punkte praktisch eingefahren. Zwar reichten diese Mehrbauern schließlich nicht mehr zum Gewinn, da mit unterschiedlich farbigen Läufern der Vormarsch nicht mehr unterstützt werden konnte. Mit 4,5:1,5 war der Vorsprung des Teams aber nicht mehr aufhol bar.

Die einzige Niederlage des Tages musste Frank Eggenstein quittieren. Er hatte zu früh den Königsflügel geöffnet und damit seinen Gegner zum Angriff eingeladen. Es gelang ihm sogar noch, alle Mattdrohungen abzuwehren. Dabei verschlechterte sich die Stellung seiner Figuren so sehr, dass der Gegner in ein gewonnenes Endspiel abwickeln konnte. Die beiden verbliebenen Leichtfiguren konnten die gegnerischen Bauern im Verbund mit einem Turm nicht mehr aufhalten.

Den Schlusspunkt erzielte dann Frank Erwich, der damit mit 3,5 Punkten auch den zweiten Platz in der Topscorerwertung erreicht hat. Durch druckvolles Spiel konnte er zunächst ein Qualität gewinnen und danach die meisten Figuren abtauschen. Er hatte damit ein Endspiel mit zwei Minusbauern aber einer Mehrqualität – Turm gegen Läufer – erreicht. Das wickelte er sauber zum Punktgewinn und zum Endstand von 5,5:2,5 ab.

Die Mannschaft liegt damit weiter nur einen Brettpunkt hinter dem Tabellenführer Düsseldorfer SK 2 auf dem zweiten Platz. Es bleibt abzuwarten, wie es in diesem Fernduell weitergeht.
Am 28.01.18 ist in der nächsten Runde die SG Niederkassel zu Gast am Stimberg. Im letzten Jahr gab es in dieser Begegnung nur eine Punkteteilung.

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28.01.2018: Deutlicher Sieg gegen SG Niederkassel

Höchster Saisonsieg zum Jahersbeginn

Am ersten Spieltag in diesem Jahr hatte die Mannschaft die SG Niederkassel zu Gast. In den letzten Begegnungen hatte sich der Gegner immer als unangenehm erwiesen und Punkte ins Rheinland mitgenommen. Dieses Mal lief jedoch alles wunschgemäß.

Den positiven Start lieferte Thomas Willemze. In einer lehrbuchmäßig geführten Partie zeigte er, wie aus einem Bauerngewinn in der Eröffnung ein voller Punkt wird. Dem Gegner ließ er keine Chance. Anschließend folgte eine Punkteteilung durch Frank Erwich. Er hatte für einen geopferten Bauern Gegenspiel erhalten. Das reichte aber schließlich nicht aus, um über ein Unentschieden hinaus zu kommen.
Alexander van Beek baute danach die Führung auf 2,5:0,5 aus. In komplizierter Stellung verlor sein Gegner die Übersicht und dadurch Material. Dadurch war die Partie entschieden.

Vor der Zeitkontrolle konnten die Gäste ihren einzigen Erfolg verbuchen. In hoher Zeitnot opferte der Gegner von Frank Eggenstein eine Figur. Da er danach alle richtigen Züge trotz der wenigen Zeit fand, schlug der Königsangriff durch.

Nach der Zeitkontrolle war klar, dass das Team auf der Siegesstrasse eingebogen war. Frank Strozewski hatte fast alle Figuren vom Brett tauschen können. So verbleib nur jeweils ein Läufer, der aber trotz eines Minusbauer wegen der unterschiedlichen Farbe zum halben Punkt reichte.

Den vierten Punkt sicherte dann Rolf Jungbluth, der als Ersatzspieler aus der Zweiten eingesprungen war. Umsichtig baute er seine Stellung aus. Gewann immer mehr Raum und konnte letztlich einen Bauern entscheidend zur Umwandlung auf die gegnerische Grundreihe führen.
Den Sieg stellte fast zeitgleich Alexander Langers sicher. Damit ist er mit 5 Punkten weiter Topscorer der Liga. Nach einer spannenden Zeitnotphase hatte er eine Qualität mehr. Damit konnte er zunächst seine Stellung konsolidieren und danach entscheidend in die gegnerische Stellung eindringen.

Den Schlusspunkt erzielte Dennis de Vreugt nach sechs Stunden Spielzeit am ersten Brett. Lange musste er mit einem Mehrbauern die gegnerische Stellung belagern, bevor am Ende mit schwindender Bedenkzeit seinem Gegner die Verteidigungszüge ausgingen.

Mit diesem 6:2 bleibt die Mannschaft dem Tabellenführer aus Düsseldorf auf den Versen, der mit dem identischen Ergebnis den SC Rochade Emsdetten – nächster Gegner am 18. Februar – distanzierte. Der Unterschied beträgt somit weiter nur ein Brettpunkt. Dritter im Aufstiegsrennen bleibt Dortmund Brackel mit einem Mannschaftspunkt weniger. Da ab Platz vier alle Mannschaften um den Klassenverbleib kämpfen müssen, steigt die Spannung. Vielleicht fällt auch erst in der letzten Runde die Entscheidung über den Aufstieg. Denn erst dann muss Dortmund in Düsseldorf antreten.

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18.02.2018: Enttäuschende Punkteteilung beim SC Rochade Emsdetten

Erst Chancen ausgelassen – dann mit Glück zum Unentschieden, Pokalteam wieder auf NRW-Ebene

In der sechsten Runde der NRW-Klasse musste die Mannschaft wieder einmal nach Emsdetten reisen. Vor fast genau zwei Jahren hatte es hier die letzte Niederlage in der NRW-Klasse gegeben. Offensichtlich war dies nun schon zu lange her, denn das Team agierte unkonzentriert und ließ mehrere gute Möglichkeiten aus. Am Ende gelang dann nur noch glücklich eine Punkteteilung.
Zunächst lief alles nach Plan. Frank Strozewski konnte den überforderten Ersatzmann der Gastgeber leicht überspielen und bereits nach zwei Stunden die 1:0 Führung sichern. Dass danach Frank Erwich nicht über eine Punkteteilung hinaus kam – der Generalabtausch der Figuren ließ nicht mehr zu – schien noch kein Problem zu sein. Da die weiteren Stellungen an den Spitzenbrettern auf weitere Siegen hoffen ließen.
Doch auf einmal kippte die ganze Begegnung. Robert Ris hatte eine dreizügige Kombination des gegnerischen Springers übersehen. Dies kostete entscheidend Material, sodass er sofort aufgab. Guust Homs hatte zwar einige Problem aus der Eröffnung zu lösen, die Materialverteilung mit ungleichfarbigen Läufern sollte aber ein Remis ermöglichen. Da er aber seinen König in die Brettecke drücken ließ, verlor er seinen Läufer. Emsdetten ging mit 2,5:1,5 in Führung.
Entgegen den Erwartungen konnte dann Alexander van Beek nicht den Ausgleich erzielen. Nach dem Damengewinn ließ er zu, dass sein Gegner Turm und alle Bauern am Damenflügel tauschen konnte. Danach war die Festung aus Turm, Springer und Bauern am Königsflügel nicht mehr zu knacken. Der Zwischenstand von 2:3 ließ die Gesichter des heimischen Teams länger werden, zumal auch Alexander Langers seine vorteilhafte Stellung in Zeitnot nicht behaupten konnte.
Nach der Zeitkontrolle wurde gerätselt, wo sollen die Punkte nun herkommen. Nach einem Blick ins Ergebnisportal, der zeigte, dass die Konkurrenten aus Düsseldorf auch Probleme hatten und Dortmund sogar bereits uneinholbar zurück lag, hellten sich die Gesichter wieder etwas auf.
Das lag vor allem an Jimmy van Zutphen. Er hatte einen Bauern kassiert, dafür aber eine sehr gedrückte Stellung in Kauf genommen. Und die überzog sein Gegner, als er eine Qualität opferte. Mit Dame und Springer nötigte er Jimmy van Zutphen zwar zu sehr genauem Spiel. Nur so war ein Dauerschach oder sogar Schlimmeres zu verhindern. Am Ende war der Materialnachteil aber nicht mehr auszugleichen. Der Zwischenstand lautet nun 3:3.
Da Frank Eggenstein im Damenendspiel alle wichtigen Felder kontrollierte, spielte der Minusbauer keine Rolle. Nach verschiedensten Versuchen, sah dies auch sein Gegner ein: 3,5:3,5.
Nun musste die letzte Partie entscheiden. Nach der Zeitnot hatte Alexander Langers mittlerweile sogar einen Bauern verloren. Das Turmendspiel sollte aber dennoch keinen Sieger mehr sehen. Die Spieler machten es aber spannend. Sein Gegner verbrauchte fast seine gesamte Bedenkzeit, um doch noch eine Fortsetzung zu finden, die den Gastgebern zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf sicherten. Das gab jedoch die Stellung einfach nicht her. Dachten zu mindestens alle. Doch Alexander Langers setzte alles auf eine Karte, seinen Freibauern am Damenflügel. Zur Unterstützung führte er seinen König in diese Richtung. Er hoffte, dass sein Gegner mit der verbliebenen Bedenkzeit nicht mehr die notwendigen Züge fand, um die Bauernumwandlung zu verhindern. Der schien nur darauf gewartet zu haben. Er konterte sofort mit einem Bauernvorstoß am Königsflügel. Die Zuschauer realisierten: dieser Konter ist nicht mehr aufzuhalten. Dann jedoch die erneute Wendung, wohl der sehr knappen Zeit geschuldet. Durch ein Ablenkungsturmopfer konnte der Mannschaftsführer der Gastgeber seinen Randbauern zur Dame umwandeln. Es fehlte in Folge aber ein Tempo, um den Bauern von Alexander Langers zu stoppen. Die Partie endete mit einem Dauerschach zum 4:4 Endstand.
Damit konnte die Mannschaft am Ende doch noch verhindern, dass sich die Lage an der Tabellenspitzen entscheiden verändert. Da auch Düsseldorf nur unentschieden spielte, bleibt es bei dem Brettpunkt Rückstand. Dortmund Brackel ist durch die knappe Niederlage gegen Iserlohn nun sogar zwei Mannschaftspunkte zurück. Weiter geht es am 11. März gegen den Brühler SK.

Der Viererpokal auf Bezirksebene wird im Schnellschach ausgetragen. Am Samstag waren in Haltern vier Mannschaften am Start, die etwa gleich stark eingeschätzt werden konnten. Dazu kam noch der Ausrichter mit Außenseiterchancen. Da der diese nicht nutzen konnte, waren neben der Mannschaft von Schachverein Erkenschwick noch die Teams vom Titelverteidiger SK Sodingen / Castrop, SV RE-Süd und SV Waltrop im Halbfinale.
Das Los sorgte für ein Ostvest-Duell. Das war spannend bis zur letzen Sekunde. Nach einer ereignislosen Punkteteilung am ersten Brett durch Guust Homs, brachte Marc Mathea mit einem stark vorgetragenen Königsangriff am vierten Brett das Team in Führung. Da bei einem 2:2 die Berliner Wertung zum Einsatz kommt – die bedeutet eine höhere Wichtung des höheren Brettes – musste zum Finaleinzug noch ein Punkt her. Peter Trzaska an Brett drei nahm deshalb das Remisangebot seines Gegners nicht an. Er verdichtete seinen minimalen Vorteil, in dem er in riskanter Stellung einen Bauern opferte. Sein Gegner konnte dann die gefährdete Königsstellung weder zu einem Mattangriff noch Dauerschach nutzen. Damit war der Sieg und Finaleinzug gesichert. Die abschließende Niederlage von Frank Eggenstein zum 2,5:1,5 war somit ohne Wirkung.
Da sich der SK Sodingen / Castrop beim 2:2 gegen den SV RE-Süd durch Siege am ersten und zweiten Brett die bessere Wertung gesichert hatte, kam es zur Wiederauflage des Endspiel der Vorsaison. Auch das Finale war knapp, leider aber mit unglücklichem Ausgang. Frank Eggenstein gewann durch einen Turmeinsteller bei knapper gegnerischer Bedenkzeit seine Partie. Nach dem Unentschieden von Peter Trzaska schien der Titel zu greifen nahe. Marc Mathea hatte zwar eine Figur eingestellt, trotzdem aber immer noch eine Gewinnstellung dank der vorgerückten Freibauern. Dann der fatale Fehler. Nach einem Schachgebot stellte er den König in ein Selbstmatt. Zwar gab es noch eine kleine Hoffnung, dass Guust Homs mit ungleichfarbigen Läufern die gegnerischen Bauern noch halten könnte. Doch sein Gegner wickelte das Endspiel exakt zum 2,5:1,5 für den SK Sodingen / Castrop ab. Trotz der Finalniederlage wurde die angestrebte Qualifikation für das NRW-Turnier wie in den Vorjahren geschafft. Hier geht es am 21. / 22. April mit der Vorrunde weiter.

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11.03.2018: Tabellenführung nach klarem Sieg gegen den Brühler SK

Punktverlust von Düsseldorf und 6:2 Sieg bringt Tabellenführung

In der siebten Runde der NRW-Klasse war der Brühler SK zu Gast. Es war das erste Duell mit dieser Mannschaft in der Vereinsgeschichte. Die Ausgangslage war klar: Der Gast wollte Punkte im Abstiegskampf sammeln, das heimische Team nicht noch einmal Punkte wi ein EMsdetten liegen lassen. Gleichzeitig ging der Blick zum Konkurrenten nach Düsseldorf, der das Tabellenschlusslicht SV Sundern zu Gast hatte. Verknüpft mit der Hoffnung, dass der Abstand nach Brettpunkten nicht wächst.
Für die Gäste stand die Begegnung von Anfang an nicht unter einem guten Stern. Sie hatten einige Probleme mit der Anreise, sodass die halbe Mannschaft erst mit einer Verspätung von 15 Minuten im Hotel Stimbergpark eintraf. Vielleicht war auch dieser Zeitmalus entscheidend für den Verlauf.
Der war aus heimischer Sicht optimal. Sehr schnell zeigten sich an vielen Brettern die ersten Vorteile. So konnte Jelmer Jens einer Punkteteilung zustimmen. Die für einen Angriff erforderliche Umgruppierung der Figuren hätte dem Gegner Gegenspiel erlaubt.
In der vierten Stunde folgten dann vier Siege zum Gesamterfolg. Den ersten brachte Guust Homs zustande. Sein Gegner überschätze seinen Königsangriff, der den Figurenverlust nicht ausgleichen konnte. Dann schlug Frank Erwich einmal mehr zu. Im Gegensatz zu seinem Gegner konnte er alle seine Figuren in den Angriff einschalten. So brachte er den gegnerischen König in der Brettmitte zur Strecke.
Die Führung baute dann sein Bruder Mark bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison auf 3,5:0,5 aus. Im Mittelspiel konnte er einen Zentrumsbauern gewinnen. Zusätzlich konnte er seine Figuren druckvoll ins Spiel bringen und den Gegner zum Abtausch zwingen. Danach war der Mehrbauer nicht mehr aufzuhalten.
Den Sieg sicherte dann Dennis de Vreugt. Sein Gegner überzog seine vorteilhafte Stellung mit einem unberechtigten Qualitätsopfer. Danach verschwanden mit den Figuren nach und nach die Angriffsoptionen. Mit dem Rückopfer der Qualität konnte Dennis de Vreugt in ein gewonnenes Endspiel abwickeln.
Damit war das erste Ziel erreicht. Die Mannschaftspunkte waren gesichert. Nun schaute man auf das Brettpunktkonto und das Ergebnis des Tabellenführers Düsseldorfer SK 2. Der tat sich gegen den Tabellenletzten offensichtlich schwer. Im Ergebnisportal wurde nur ein Sieg notiert. Danach folgte ein Remis nach dem anderen. Nach der Zeitkontrolle war dort eine 4:3 Führung zu lesen.
Somit stand fest, dass sich nach der Punkteteilung von Alexander Langers, der weiterhin als Topscorer in der Liga geführt wird, der Abstand der Mannschaften an der Tabellenspitze nicht vergrößern konnte. Alexander Langers haderte zwar ein wenig mit seinem Partieergebnis. Er hatte eine Figur gewonnen, dafür aber einige Bauern geben müssen. Durch eine falsche Abwicklung in Zeitnot eröffnete er seinem Gegner Gegenchancen. Um in komplizierter Stellung nicht noch in Verlustgefahr zu geraten, gab er seine Dame für die gegnerischen Türme. Bei der Materialverteilung Turm, Läufer, Springer und zwei Bauern gegen Damen und drei Bauern war dann kein Gewinn mehr möglich.
Noch mehr haderte aber Frank Eggenstein mit seinem Remis. Er hatte seinen Gegner völlig überspielt, bei knapper Bedenkzeit aber auf eine riskante Fortsetzung verzichtet. In der Folge unterschätze er den gegnerischen Freibauern, der ihn so seine letzte Figur kostete. Danach war trotz der gefährlichen eigenen Bauern kein Sieg mehr möglich. Der Springer des Gegners konnte letztendlich die Bauernumwandlung verhindern.
Nach sechs Stunden endete dann die letzte Partie auch noch mit einem Unentschieden. Christoph Krings hatte zwar in der Eröffnung zunächst drei Bauern gewonnen, konnte aber dafür seinen König nicht aus der Brettmitte bringen. So musste er nach und nach die Bauern zurückgeben, um die Angriffsfiguren seines Gegners abtauschen zu können. Am Ende stand ein nicht zu gewinnendes Turmendspiel auf dem Brett. Das wollte sein Gegner aber erst nach zwei Stunden einsehen.
Mit dem 6:2 Erfolg stand fest, dass der Brettpunkt auf den Tabellenführer aufgeholt war. Dann war der Jubel aber noch größer. Düsseldorf hatte die letzte Partie zum 4:4 verloren. Somit ist das Team vom Stimberg nun mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung Tabellenführer. Zusätzlich hat auch noch der Tabellendritte SF Brackel mit seiner Niederlage in Bielefeld gepatzt.
Das Tor zur Oberliga ist offen. Aus eigener Kraft kann mit zwei Siegen die Tabellenführung behauptet werden. Die Brettpunke spielen dann keine Rolle mehr.
Beim Auswärtsspiel am 8. April beim praktisch als Absteiger feststehenden SV Sundern ist das Ergebnis von Düsseldorf eine Warnung. Es muss weiter konzentriert gearbeitet werden.
Am 21. / 22. April steht die Viererpokalvorrunde in Südlohn auf dem Programm. Mit dem Schwung aus der Liga soll es in diesem Jahr auch im Pokal weiter gehen als im Vorjahr. Die Vorrundengruppe mit den Gegnern SV Südlohn, DJK Coesfeld und Uedemer SC sollte machbar sein.

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08.04.2018: Kantersieg beim SV Sundern

Tor zur Oberliga NRW steht weit offen!

In der achten Runde der NRW-Klasse reiste die erste Mannschaft ins Sauerland zum SV Sundern. Die Gastgeber hatten in der Runde zuvor dem heimischen Team einen großen Dienst erwiesen, in dem sie dem Konkurrenten Düsseldorfer SK 2 ein Unentschieden abgetrotzt haben. Die Warnung war angekommen. Von Anfang an wurde konzentriert zu Werk gegangen, damit dem Underdog nicht erneut die Möglichkeit zu einem Punktgewinn geboten wird. Auch wenn der SV Sundern bereits vor dieser Runde praktisch bereits als Absteiger feststand, wollte er die Punkte nicht kampflos abgeben.
Doch schnell zeigte sich, dass es diesmal nicht zu einer Überraschung reichen würde. Nach zwei Stunden waren die Vorteile für den Tabellenführer vom Stimberg so klar, dass nur noch die Höhe des Sieges die Frage war.
Den ersten Punkt lieferte wieder Guust Homs ab. Sein Gegner hatte die Eröffnung misshandelt, sodass die Stellung schnell zusammenbrach. Dann erhöhte Frank Erwich auf 2:0. Er hatte seinen Gegner mit dem Übergang ins Mittelspiel überspielt.
Danach gelang den Gastgebern der einzige Erfolg des Tages. Frank Eggenstein hatte die Schwächen seiner Stellung unterschätzt, die sein Gegner mit einem schönen Springermanöver nachwies.
Dann stellten noch vor der Zeitkontrolle Alexander van Beek und Christoph Krings den Zwischenstand auf 4:1. Alexander van Beek konnte im Königsangriff einen Bauern gewinnen. Diesen verwertete er mit sauberer Technik im Damenendspiel. Im Wettlauf wer den schnellsten und wirksamsten Königsangriff hinbekommt, war Christoph Krings immer eine Nasenlänge voraus. Am Ende konnte sein Gegner das Matt nur unter Materialverlust verhindern, sodass er aufgab.
Zu diesem Zeitpunkt zeigten die Zwischenstände im Ergebnisportal, dass sich die Tabelle weiter zum Vorteil des SV Erkenschwick entwickeln wird. Der Konkurrent Düsseldorfer SK 2 konnte in Bielefeld nicht in Bestbesetzung antreten und musste wieder um den Erfolg bangen.
Den Sieg in Sundern stellte dann Jelmer Jens sicher. Er musste zunächst eine intensive Stellungbewertung vornehmen. Diese ergab, dass das Figurenopfer seines Gegners wohl nicht ausreichend war. Nach Abtausch der meisten Figuren konnte er dann den Materialvorteil realisieren.
Frank Strozewski verzichtete in seiner Partie auf jedes Risiko. So sah er von einem möglichen Figurengewinn ab, um dem Gegner kein Gegenspiel zu erlauben. Stattdessen schränkte er die Beweglichkeit der gegnerischen Figuren immer weiter ein. Nach der Zeitkontrolle konnte er dann zwei Bauern gewinnen ohne dem Gegner mehr Bewegungsmöglichkeiten zu verschaffen. Nach Abtausch der Damen gab der dann die Partie zum 6:1 auf.
In der letzten Partie gab es dann das einzige Unentschieden der Begegnung. Topscorer Alexander Langers hatte frühzeitig einen Bauern geopfert um Initiative zu erlangen. Das reichte aber schließlich nicht zum Gewinn, sodass er sich mit seinem Gegner auf eine Punkteteilung zum 6,5:1,6 Endstand einigte.
In Bielefeld lag zu diesem Zeitpunkt Düsseldorf mit 4:3 in Führung, sodass feststand, dass es keine vorzeitige Meisterschaft geben konnte. Aber nach rund einer weiteren Stunde gab es Grund zum Jubeln. Bielfeld erreichte mit einem 4:4 eine Punkteteilung. Damit ist der Abstand auf den Verfolger aus der Landeshauptstadt vor der letzten Runde auf zwei Mannschaftspunkte und dreieinhalb Brettpunkte gewachsen. Das bedeutet, dass sich die Mannschaft bei einem Sieg von Düsseldorf am 29. April eine Niederlage mit 3,5 Brettpunkten weniger gegen den Bielefelder SK leisten dürfte. Nur wenn Düsseldorf mit mehr als 7 Brettpunkten gegen die SF Brackel gewinnt, darf die Mannschaft nicht verlieren. Bei dieser Ausgangslage darf der Sekt schon kalt gestellt werden. Die Rückkehr in die Oberliga NRW ist in greifbarer Nähe.

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29.04.2018: Rückkehr in die Oberliga NRW nach knappem Sieg gegen Bielefelder SK

Aufstieg in die Oberliga NRW und Viererpokalzwischenrunde erreicht!

Besser kann ein Spieltag nicht verlaufen. Drei „Endspiele“ standen im Hotel Stimbergpark auf dem Programm. Und alle drei wurden erfolgreich beendet:
In der neunten und letzten Runde der NRW-Klasse war der Bielefelder SK zu Gast. Da der Vorsprung auf den Verfolger Düsseldorfer SK 2 zwei Mannschaftspunkte betrug, reichte ein Unentschieden zur Meisterschaft. Wahrscheinlich war auch bei einer knappen Niederlage die Tabellenführung nicht gefährdet, da zusätzlich auch 3,5 Brettpunkte mehr auf dem Konto standen. Auch für die Gäste war noch nicht alles entschieden. Eine hohe Niederlage könnte zum Abrutschen auf den Relegationsplatz führen.
Nach einer knappen Stunde wurde die erste Partie beendet. Alexander Langers einigte sich nach einer wenig ereignisreichen Partie mit seinem Gegner auf ein Remis, nachdem fast alle Figuren abgetauscht waren. Er bleibt damit in der gesamten Saison ungeschlagen und mit 7 Punkten Topscorer der Liga.
Eine Stunde später folgte die zweite Punkteteilung. Christoph Krings konnte aus der Eröffnung kein Kapital schlagen und musste sich daher mit dem Remis begnügen. Danach brachte Guust Homs das Team in Führung. Seinem Gegner war es nicht gelungen seinen gefährdeten König aus der Brettmitte in Sicherheit zu bringen. Dort wurde er dann von den Schwerfiguren zur Strecke gebracht.
Danach erhöhte Frank Eggenstein auf 3:1. Seine Gegnerin hatte unberechtigt eine Figur geopfert. Danach musste Frank Eggenstein nur noch seine Figuren passend gruppieren um das gewonnene Material in einen vollen Punkt zu verwandeln.
Doch die Gäste waren noch nicht geschlagen. An den vorderen Brettern waren kritische Stellungen entstanden. Thomas Willemze gelang es nicht mehr seinen Königsflügel zu stabilisieren. Die mehrfachen Drohungen des Gegners führten zum Figuren und anschließendem Partieverlust zum 3:2.
In den verbleibenden Partien spielte die knappe Bedenkzeit eine entscheidende Rolle. Alexander van Beek hatte einen Königsangriff gestartet. Beim gegnerischen Konter fand er dann nicht die Verteidigungszüge, die seinen Vorteil behauptet hätten. Nach Materialverlust musste er deshalb zum 3:3 Ausgleich aufgeben.
Am zweiten Brett war der Partieverlauf umgekehrt. Die Königsstellung von Jelmer Jens wurde von seinem Gegner scharf angegriffen. Und auch hier wurde der Konter unterschätzt. Nach Abtausch der Damen konnte Jelmer Jens durch ein Grundreihenschach den Angriff erfolgreich abschlagen und in ein gewonnenes Endspiel abwickeln. Mit dem 4:3 war der für die Meisterschaft erforderliche Mannschaftspunkt gesichert.
In der letzten Partie gab es dann keinen Sieger mehr. Frank Erwich hatte zwar deutlichen Raumvorteil, aber angesichts der nur noch verbliebenen ungleichfarbigen Läufer keine Gewinnchancen mehr. Mit dem Remis stellte er nicht nur den 4,5:3,5 Erfolg für die Mannschaft sicher, sondern schob sich auch noch in der Topscorerwertung nach vorne. Wie Alexander Langers hat er auch 5 Siegen und 4 Unentschieden in der Saison erreicht.
Mit dem 20. Ligaspiel ohne Niederlage in Folge hat die Mannschaft ihre NRW-Klassengruppe klar gewonnen und ist nach vier Jahren in die Oberliga NRW zurückgekehrt. 16 Mannschaftspunkte und 46 Brettpunkte stehen am Saisonende auf dem Konto. Das beste Ergebnis in der Geschichte des Schachvereins. Da der Kader auch in der nächsten Saison zur Verfügung steht, sollte das Team auch in der dritthöchsten Liga bestehen können.


v.l.n.r.: Alexander Langers, Frank Strozewski, Thomas Willemze, Jelmer Jens, Frank Erwich, Guust Homs, Frank Eggenstein, Alexander van Beek, Christoph Krings

Im Viererpokal geht es am Wochenende nach Pfingsten in Herford weiter. In der Vorrunde in Südlohn gab es ein spannendes Pokalwochenende. Am Samstag wurde zunächst der Gastgeber Südlohner SV ausgeschaltet. Marc Erwich nutze am Spitzenbrett die schwach Königsstellung in der Brettmitte aus. Sein Gegner konzentrierte sich auf einen Figurengewinn und vernachlässigte so die Sicherheit seines Königs. Um das Matt zu verhindern, gab der Gegner das gewonnen Material zurück und landete in einem verlorenen Endspiel. Das 2:0 stellte dann Peter Trzaska am vierten Brett her. Er konnte im Mittelspiel die Bauernstruktur seines Gegners zertrümmern. Im Läuferendspiel wurden danach die Bauernruinen abgeräumt. Zum Weiterkommen fehlte aber noch ein halber Punkt. Nach der Niederlage von Frank Eggenstein, der Möglichkeiten zum Gegenspiel ausließ, und schließlich seinen Königsflügel nicht mehr verteidigen konnte, wollte Frank Strozewski kein Risiko mehr eingehen. Bei wenig Bedenkzeit verzichtete er auf einen möglichen Materialgewinn, damit seine Königsstellung nicht gefährdet wurde. Nach der Zeitkontrolle hatte er dann ein vorteilhaftes Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern erreicht, da er über einen gefährlichen freien Mehrbauern verfügte. Er musste aber noch fast zwei Stunden konzentriert arbeiten, bis der Gegner nach Verlust des letzten Bauern aufgab. Mit dem 3:1 war das Endspiel erreicht.
Das war dann nichts für schwache Nerven. Zunächst lief alles nach Plan. Marc Erwich gewann in der Eröffnung zwei Bauern und schien wieder auf der Siegesstrasse. Daher war das frühe Remis an Brett 2 durch Guust Homs und die folgende Punkteteilung an Brett 3 von Peter Trzaska noch in Ordnung. Doch dann drohte plötzlich das Ausscheiden. Marc Erwich hatte einen Bauern eingestellt und in einem Schwerfigurenendspiel Schwierigkeiten den Bauernvorteil zu verwerten. Während Peter Broszeit am 4. Brett sein Läuferpaar falsch aufgestellt hatte und so einen Bauernverlust nicht mehr verhindern konnte. In beiderseitiger Zeitnot fand er dann nicht den richtigen Plan, um in ein Turmendspiel abzuwickeln, das auch mit Minusbauern zu verteidigen gewesen wäre. Aber die Zeitnot wirkte auch bei seinem Gegner. Der bot überraschend ein Remis an, da er glaubte, dass sein Springer verloren ging. Nach der dritten Punkteteilung stand es somit 1,5:1,5 und Marc Erwich mühte sich noch mehr als zwei Stunden, um doch noch zu gewinnen. Sein Gegner verteidigte sich aber sehr genau, sodass nach dem 2:2 die Entscheidung in zwei Blitzdurchgängen fallen musste.
Im ersten Durchgang war das Team vom Stimberg noch nicht im „Blitzmodus“. An allen Brettern wurden zwar deutliche Vorteile erspielt, allerdings auf Kosten der Bedenkzeit. Das war entscheidend. Guust Homs stellte die Partie ein, die anderen konnten sich noch in eine Remi retten. Mit 1,5:2,5 ging es somit in den zweiten Durchgang mit wechselnden Farben. Das war wohl der Weckruf. Denn wieder wurden an allen Brettern vorteilhafte Stellungen erspielt, diesmal aber auch mit Zeitvorteil. Marc Erwich glich zum 2,5:2,5 aus. Während der Gegner von Guust Homs noch die Punkteteilung durch Dauerschach erzwang, verwandelte Peter Broszeit seine Mehrbauern zur 4:3 Führung. In der letzten Partie nahm Peter Trzaska zum Entsetzen der Teamkollegen zunächst ein Remisgebot nicht an, da er den Zwischenstand nicht kannte. Doch dann folgte eine dreifache Stellungswiederholung zum 4,5:3,5 Endstand in der Blitzwertung. Damit ist die Zwischenrunde am 26. Und 27. Mai in Herford erreicht. In dieser Gruppe tritt außerdem noch der Titelverteidiger SF Lieme und der SK Münster an. Somit sind reizvolle Paarungen zu erwarten, wobei das heimische Team nicht ohne Chancen ist.

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