In der Saison 2011/12 spielt die I. Mannschaft in der Oberliga NRW des Schachbundes Nordrhein-Westfalen
Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle
08.01.2012
Mannschaft vergibt Chance gegen Ligafavoriten Solingen 2!
Am fünften Spieltag der Oberliga-NRW stand das Spiel gegen den Ligafavoriten SG Solingen 2 auf dem Programm. Vom Papier her sind die Gäste aus der Klingenstadt das stärkste Team der Liga.
Auch wenn kurzfristig ein Solinger Spieler wegen Erkrankung ausfiel und für Erkenschwick dadurch Alexander van Beek ohne Kampf einen Vollen Punkt holte, änderte sich an der Ausgangslage nichts. Zu deutlich ist der Gästevorteil insbesondere an den letzten Brettern.
Dennoch konnte Frank Strozewski am achten Brett dank einiger ungenauer Züge seines Gegners, der die Stellung falsch einschätze, eine vorteilhafte Stellung erreichen. Ein Figurenopfer vereinfachte aber die Stellung. Da der gewonnene Mehrbauer dann nicht zu halten war, endete die Partie mit einer Punkteteilung.
Ähnlich verlief die Partie von Guust Homs an Brett fünf. Nach ungenauen Zügen seines Gegners gelang es ihm nicht, seinen Vorteil zu sichern. So war auch hier ein Unentschieden das Ergebnis.
Dann konnten die Gäste in Führung gehen: Frank Erwich hatte am dritten Brett nach einer schwierigen Eröffnung seine Stellungsprobleme nicht lösen können, da er sich zu spät von seinem gewonnenen Bauern trennte. Auch durch das Opfer zweier Figuren konnte er mit seiner Dame kein Dauerschach erzwingen und musste die Partie aufgeben.
Frank Eggenstein gelang es an Brett sieben nicht, seinen Damenflügel zu entwickeln. Nach Materialverlust verlor er dann durch Überschreiten seiner Bedenkzeit.
Doch noch war der Kampf nicht verloren: Christoph Krings hatte eine Figur gewonnen, Thomas Willemze ein ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett und Ali Bitalzadeh kämpfte in gedrückter Stellung bei knapper Bedenkzeit. An Brett zwei verflachte die Stellung weiter und Thomas Willemze wollte kein Risiko mehr eingehen. Mit dem Remis lautete die Gästeführung nun 3,5:2,5. Ali Bitalzadeh am ersten Brett konnte zunächst im Zeitnotduell mittels einiger Schachgebote seiner Springen einen Bauern gewinnen. Mit dem letzen Zug vor der Zeitkontrolle führte er aber zum dritten Mal die selbe Stellung herbei, sodass sein Gegner erfolgreich auf Remis reklamieren konnte. Beim Stand von 4:3 musste Christoph Krings an Brett sechs in der letzten Partei des Tages daher auf Gewinn spielen. Er hatte zwischenzeitlich zwar seine Mehrfigur wieder verloren, aber wegen des Mehrbauern ein vorteilhaftes Endspiel Turm / Läufer gegen Dame erreicht. Das wickelte er auch in ein gewonnenes Bauernendspiel ab, sodass das Team erfreut auf ein Unentscheiden im Mannschaftskampf hoffte. Doch dann blickten die Mannschaftskollegen ungläubig auf das Brett. Er hatte einen Blackout und zog seinen König in die Mitte des Brettes anstatt einfach die beiden Bauern am Königsflügel und damit den vollen Punkt zu gewinnen. Nach einem weiteren falschen Königszug war dann sogar die Partie verloren, da sein Gegner nun am Damenflügel ein Bauern zur Dame umwandeln konnte. Die 3:5 Niederlage war besiegelt.
Auch wenn die Konkurrenz noch für das heimische Team spielte und es weiter auf Platz sieben liegt, muss man sich allmählich Sorgen machen. So viele Chancen bekommt man in dieser starken Liga nicht. Wenn man seine Chancen nicht nutzt und nicht punktet, ist der Abstieg die logische Folge. Nun stehen die beiden entscheidenden Spiele gegen die Tabellennachbarn auf dem Programm. Am 5. Februar beim Aachener SV und am 4. März gegen den SK Münster. Dort müssen die Punkte geholt werden, um nicht sofort wieder die Oberliga verlassen zu müssen.
04.12.2011
Mannschaft erwischt rabenschwarzen Tag in Porz: 2,5:5,5 Niederlage!
Am vierten Spieltag der Oberliga-NRW stand das Auswärtsspiel bei der SG Porz 2 auf dem Programm. Das Team erwischte einen rabenschwarzen Tag und verlor die Begegnung völlig verdient mit 2,5:5,5.
Dabei war die Ausgangslage nicht so eindeutig. Die Gastgeber verzichteten auf Verstärkung aus dem Kader ihrer Zweitligamannschaft und traten mit ihrer Stammbesetzung an. Somit waren die Mannschaften von der Papierform gleichwertig.
Es ging zunächst auch gut los: Frank Strozewski konnte in der Eröffnung neben einer vorteilhaften Stellung zusätzlich einen Bauern gewinnen. Thomas Willemze gewann sogar eine Figur und brachte die Mannschaft schnell mit 1:0 in Führung. Diese Führung baute Frank Strozewski dann auf 2:0 aus. Nachdem sein Gegner zwei Springer für einen Turm verloren hatte, war das Endspiel nicht mehr lange zu halten.
Diese Führung war aber offensichtlich zu einfach. Nahezu der gesamte Rest der Mannschaft erwartete wohl ebenfalls einfache Erfolge und ließ es an der notwendigen Konzentration fehlen. Die eigentlich guten Stellungen wurden in wenigen Züge ruiniert. Schnell war so die Führung dahin und der Kampf für die Gastgeber gewonnen. Hintereinander verloren Ali Bitalzadeh, Alexander van Beek, Guust Homs, Frank Erwich und Christoph Krings. Lediglich Ersatzspieler Max Schawacht ließ sich nicht negativ vom Stammpersonal beeinflussen und hielt seine Stellung immer ausgeglichen. Am Ende hatte er sogar ein vorteilhaftes Turmendspiel erreicht; verzichtete aber auf Gewinnversuche und einigte sich mit seinem Gegner auf ein Remis zum 2,5:5,5 Endstand.
Damit ist die Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt angekommen, auch wenn sie mit 3 Punkten zurzeit noch auf Platz 6 der Tabelle steht. In der nächsten Runde am 8. Januar ist allerdings mit dem Absteiger SG Solingen 2 eine Mannschaft zu Gast, die den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga anstrebt und vom Papier das stärkste Team in der Liga stellt. Somit droht dann wirklich ein Abrutschen in die Abstiegsränge.
13.11.2011
Wieder gute Chancen ausgelassen: Punkteteilung mit der SG Bochum 2!
In der dritten Runde der Oberliga NRW stand das Duell gegen den Mitaufsteiger SG Bochum 2 auf dem Programm. Die Gäste traten mit einer starken Mannschaft an, waren sie in der Saison bisher doch noch ohne Punktgewinn.
Am ersten Brett kam es bereits zu Ende der Eröffnungsphase zu einem großen Abtausch der Figuren, wonach sich Marc Erwich mit einem Remis zufrieden gab. Den zweiten schnellen halben Punkt steuerte Christoph Krings bei, nachdem auch in seiner Partie die Leichtfiguren vom Brett verschwunden waren.
Danach war es an Frank Erwich die Mannschaft in Führung zu bringen. Von Beginn an war es ihm gelungen, seinen Gegner daran zu hindern seine Figuren zu entwickeln. So gab es schließlich keine Verteidigungszüge mehr. Frank Erwich gewann dann erst Material und kurz darauf den vollen Punkt.
Nach der Zeitkontrolle kamen die Gäste allerdings zum Ausgleich. Frank Eggenstein kam nicht vernünftig aus der Eröffnung. Seine Stellung litt unter Raummangel, der in Zeitnot zum Verlust eines Läufers führte. Die geöffnete gegnerische Stellung bot in der Folge aber keine ausreichenden Angriffsziele, sodass der Materialnachteil entscheidend war.
Auch Alexander van Beek war unzufrieden mit der Eröffnung. Er konnte seine Figuren nicht richtig zur Entfaltung bringen und den Abtausch des meisten Materials nicht verhindern. Damit verflachte die Partie und ein Remis war die Folge.
Das stand am Ende auch bei Frank Strozewski auf dem Formular. Er hatte zwar zunächst eine Qualität gewonnen und den gegnerischen König vielversprechend in die Brettmitte getrieben. Wegen der fehlenden Bedenkzeit fand er vor der Zeitkontrolle dann nicht die Gewinnkombination, sodass sein Gegner den Angriff abwehren konnte. Da er seinen eigenen König nicht ausreichend vor möglichen Angriffen schützen konnte, musste sich Frank Strozewski mit einer Punkteteilung durch eine dreifache Stellungswiederholung begnügen.
Die nächste Chance zu Punkten ließ Thomas Willemze aus. Er hatte ein Turmendspiel erreicht, indem er einen Bauern gewinnen konnte. Allerdings wäre bei dieser Fortsetzung nicht mehr genügend Material auf dem Brett verblieben, um die Partie noch gewinnen zu können. Daher entschied er sich gegen diese Partiefortsetzung. Nun konnte er aber seinen Turm nicht wie gewünscht aktivieren und verlor selbst einen Bauern. Sein Gegner konnte den Vorteil zum vollen Punktgewinn ausbauen.
Abschließend führte Guust Homs seine Partie sicher zum Sieg. In Zeitnot und sehr schwieriger Stellung hatte sein Gegner zwei Bauern eingebüßt. Das war im Doppelturm-Springerendspiel entscheidend.
Die Mannschaft liegt nun mit 3:3 Punkten im Mittelfeld auf Platz 5 der Tabelle. Diesen gilt es im Auswärtsspiel am 4. Dezember bei der SG Porz 2 zu sichern und ein Abrutschen in die Abstiegsränge zu verhindern.
09.10.2011
Beste Chancen ausgelassen: Niederlage im 2. Oberligaspiel!
In der zweiten Runde der Oberliga NRW war die Manschaft zu Gast bei der Reserve des SV Wattenscheid. Die Gastgeber traten mit einer deutlich stärkeren Mannschaft als zum Saisonauftakt an und waren somit klarer Favorit, zumal beim heimischen Team sowohl Ali Bitalzadeh als auch Alexander van Beek verhindert waren. Dafür war Jimmy van Zutphen eingesprungen.
In seiner Partie ereignete sich wenig. Nach Abtausch der meisten Figuren war der Remisschluss die logische Folge. Frank Eggenstein hatte eine aussichtsreiche Position erreicht, allerdings wieder viel Bedenkzeit verbraucht. Da die Partien an den Spitzenbrettern und von Christoph Krings sehr vielversprechend aussahen, war auch er mit einer Punkteteilung zufrieden.
Dann lief es aber nicht mehr wie geplant. Christoph Krings verpasste nach einem aussichtsreichen Figurenopfer die gewinnbringende Fortsetzung. Der Materialnachteil entschied daher die Partie zu Gunsten der Gastgeber. Frank Strozewski hatte seine Stellung bereits in der Eröffnung zu weit geöffnet. Mit knapper Bedenkzeit wollte er seine Figuren im Mittelspiel aktivieren und löste die schützende Bauerkette auf. Das ermöglichte dem Gegner aber entscheidend in die Stellung einzudringen. Die Wattenscheider lagen danach mit 3:1 in Führung. Aber noch war das heimische Team optimistisch, zumal Frank Erwich seinen Freibauern gewinnbringend aktivieren konnte und auf 2:3 verkürzte.
Wie schon in der ersten Runde verzichtete Guust Homs auf eine riskante Fortsetzung und gab sich mit einem Remis zufrieden, da auch er von Erfolgen an den Spitzenbrettern ausging. Damit wäre der zweite Saisonsieg noch Realität geworden. Doch es lief einfach nichts zusammen. Marc Erwich verbrauchte am 1. Brett sehr viel Bedenkzeit. So war er bemüht mit einigen Turmschachs Züge auszuführen, die durch die Bonuszeit ein kleines Zeitpolster bringen sollten. Dabei übersah er allerdings eine dreifache Stellungswiederholung. Sein Gegner konnte so mit einem Remisantrag einen halben Punkt retten. Noch war ein Unentschieden möglich. Aber in der letzten Partie des Tages konnte Thomas Willemze seinen Mehrbauern nicht zur Umwandlung führen. Nach fast sieben Stunden Spielzeit konnte dann sein Gegner im Damenendspiel ein Dauerschach herbeiführen. Damit war der Kampf knapp mit 3,5:4,5 verloren.
Die Mannschaft liegt nun mit 2:2 Punkten im Mittelfeld. Damit sich das nicht ändert, sollte in der nächsten Begegnung am 13.11. gegen die SG Bochum 2 zuhause gepunktet werden.
18.09.2011
Gelungener Saisonstart in der Oberliga NRW!
Mit einem klaren Sieg ist die Mannschaft in ihre erste Oberligasaison gestartet. Gegen den PSV Duisburg gab es einen ungefährdeten 5:3 Erfolg.
Die Gäste waren in Bestbesetzung angetreten, während das heimische Team auf Frank Eggenstein verzichten musste, der von Max Schawacht vertreten wurde. Darüber hinaus fehlte Thomas Willemze, der als Coach der Holländischen Jugend bei der EM in Bulgarien im Einsatz ist. Der Saisonplanung entsprechend spielte daher Ali Bitalzadeh.
Nach drei Stunden Spielzeit zeichnete sich ab, dass an den vorderen Brettern vorteilhafte Stellungen erspielt waren. So konnte Guust Homs an Brett fünf auf eine riskante Fortsetzung verzichten und sich mit der Punkteteilung begnügen. Christoph Krings brachte dann die Mannschaft mit seinem Sieg in Führung. Durch ein Bauern und später durch ein Turmopfer konnte er die Stellung des Gegners entscheidend öffnen.
Zur ersten Zeitkontrolle fiel dann bereits die Entscheidung. Am ersten Brett konnte Marc Erwich die passive Verteidigung seines Gegners zum Einbruch in die Stellung nutzen. Ali Bitalzadeh an Brett zwei und Alexander van Beek an Brett vier hatten ihre Stellungen Zug um Zug verbessert. Gegen ihren Königsangriff gab es dann keine Verteidigung mehr.
Mit dem 4,5 : 0,5 Zwischenstand waren somit die beiden ersten Mannschaftspunkte gewonnen. So spielte es keine Rolle mehr, dass Frank Erwich in schwieriger Stellung und bei knapper Bedenkzeit erste mehrere Bauern und schließlich die Partie verlor. Max Schawacht spielte bei seinem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft zu passiv. Nachdem er es versäumt hatte am Damenflügel die Stellung zu öffnen und seine Figuren zu aktivieren, konnte sein Gegner die Königsstellung sprengen und nach Figurengewinn den vollen Punkt ernten. Abschließend einigte sich Frank Strozewski mit seinem Gegner auf ein Remis. Nachdem er Vorteile aus der Eröffnung nicht realisiert hatte, verteidigte er im Endspiel den halben Punkt.
Nach dem gelungenen Start steht für die Mannschaft am 9. Oktober das Gastspiel bei der Bundesligareserve des SV Wattenscheid auf dem Programm. Hier wird viel davon abhängen mit welcher Besetzung die Gastgeber antreten werden.