I. Mannschaft

Saison 2018/19: Oberliga NRW, Schachbund Nordrhein-Westfalen

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1SV Dinslaken 1**5,06,02411.0
2SC Siegburg 1**4,55,0249.5
3SK Münster 13,5**5,5229.0
3SV Erkenschwick 1**3,55,5229.0
5SG Porz 13,0**5,5228.5
6Klub Kölner SF 12,5**5,0227.5
7SV Wattenscheid 12,54,5**227.0
7SG Bochum 12,5**4,5227.0
9Bahn-SC Wuppertal 13,03,5**206.5
10SF Gerresheim 12,03,0**205.0

16.09.2018: Klarer Sieg gegen SG Bochum

Gelungener Start in der Oberliga NRW!

Zum Auftakt der Saison hatte die Mannschaft nach dem Wiederaufstieg in die Oberliga NRW den langjährigen 1. und 2. Bundesligisten SG Bochum zu Gast. Der war zwar nach dem Abstieg in die Oberliga NRW nicht mehr so stark besetzt wie in den Vorjahren, aber nicht zu unterschätzen.
Nachdem der Schiedsrichter die Aufstellungen eingetragen hatte, war klar, dass das heimische Team leichter Favorit an diesem Tag war, da die Gäste ohne zwei Stammspieler am Start waren. Auf Seiten der Gastgeber musste nur kurzfristig Peter Trzaska für Jimmy van Zutphen einspringen.
Der Kampf entwickelte sich wunschgemäß. Guust Homs, der den größten ELO-Vorsprung hatte, konnte früh im Mittelspiel Material gewinnen und einen starken Königsangriff aufbauen. Mit einem Springeropfer schloss er dann den Mattangriff ab. Zuvor hatte es am Spitzenbrett eine Punkteteilung gegeben. Jelmer Jens hatte sich eine aussichtsreiche Stellung aufgebaut. Die konnte sein Gegner mit einem Figurenopfer zerstören und eine Stellungswiederholung erzwingen.
Die Führung baute danach Peter Trzaska aus. Sein Gegner verpasste beim Übergang ins Mittelspiel die richtige Fortsetzung. Dadurch verlor er einen Bauern und geriet auch noch in eine schlechtere Stellung. Da er seine Figuren nicht mehr ins Spiel bringen konnte, gab er schließlich auf.
Dann folgte am zweiten Brett die zweite Punkteteilung. Robert Ris hatte eine Stellung erreicht, die nach einem Erfolg aussah. Sein Gegner verteidigte sich aber geschickt. Mit einem Figurenopfer konnte er die Königsstellung von Robert Ris öffnen. Da er mit diversen Schachgeboten nach und nach drei Bauern einsammeln konnte, folgte eine Stellungswiederholung zum Remis.
Vor der Zeitkontrolle bedeutete das dritte Unentschieden dann mehr als eine Vorentscheidung. Frank Strozewski, der als einziger gegen einen Gegner mit einer deutlich besseren ELO-Zahl spielte, hatte sich zäh verteidigt. Durch ein Bauernopfer konnte er verhindern, dass sein Gegner seine Figuren gut aufstellen konnte. Der verbrauchte in der Folge sehr viel Bedenkzeit ohne den richtigen Angriffsplan zu finden. In hoher Zeitnot nahm er daher das Remisangebot an. Damit führte das Team vom Stimberg nach vier Stunden mit 3,5:1,5 und es sah nicht so aus, als ob noch eine Partie verloren gehen sollte.
Dies trat dann auch so ein. Alexander Langers musste zwar mit Turm und drei Bauern gegen Läufer, Springer und zwei Bauern kämpfen. Doch sein Gegner traute sich nicht, die Partie aggressiv fortzusetzen. So gab es an diesem Brett die dritte Stellungswiederholung mit erneuter Punkteteilung.
Alexander van Beek hatte es mit demselben Gegner wie vor zwei Jahren zu tun, als die Reserve von Bochum am Stimberg gastierte. In dieser Partie verhinderten die ungleichfarbigen Läufer, dass er seine vorteilhafte Stellung gewinnen konnte. Vielleicht war dies aus dem Unterbewusstsein der Grund, warum er diesmal den Läufertausch vollzog. Doch das Turmendspiel mit einem Mehrbauern war danach nicht mehr einfach gewonnen. Am Ende war dies das fünfte Unentschieden des Spieltags. Gleichzeitig konnte Frank Erwich seine Partie durch ein überraschendes Matt gewinnen. Sein Gegner nahm für einen Bauerngewinn eine schlechte Figurenstellung in Kauf. Dies konnte Frank Erwich zum Endstand von 5,5:2,5 ausnutzen, indem er durch Öffnung der h-Linie seinem Turm den Weg zum Grundreihenmatt frei machte.
Mit dem ungefährdeten Sieg ist das Team optimal gestartet. Am 14. Oktober ist mit dem SV Wattenscheid die zweite Mannschaft aus dem Ruhrgebiet zu Gast, die ihr Auftaktspiel gegen den SK Münster mit dem gleichen Ergebnis verloren hat. Wenn auch hier ein Erfolg gelingt, sollte ein sorgenfreier Verlauf der Saison möglich sein.

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14.10.2018: Bittere Niederlage gegen SV Wattenscheid

3,5:4,5 Niederlage nach harter Schiedsrichterentscheidung!

In der zweiten Runde der Oberliga NRW hatte das Team den SV Wattenscheid zu Gast. Die Erwartung auf eine spannende und umkämpfte Begegnung wurde dabei anders erfüllt, als es im Vorfeld zu erwarten war. Ein Blick auf die Aufstellungen zeigte, dass die Gäste ganz leicht die besseren ELO-Zahlen hatten. Der Vorteil an den Brettern 5 bis 8 war ein wenig größer, als die besseren Zahlen der Heimmannschaft an den Brettern 1 bis 4.
Die erste Partie war am siebten Brett von Christoph Krings mit einem Remis zu Ende. In einer ihm nicht bekannten Variante fand er die richtigen Züge. Nach Abtausch der Leichtfiguren war dann keine Perspektive mehr zu sehen.
Dann folgte der wie sich am Schluss herausstellte entscheidende Eingriff durch den Schiedsrichter. Ali Bitalzadeh hatte nach Rückgabe der gewonnenen Qualität ein ausgeglichenes Damenendspiel mit leicht besserer Bauernstruktur erreicht. Ohne sich die mögliche Konsequenz bewusst zu machen, verließ er dann den AWO-Treff in Richtung seines davor abgestellten Autos, um seiner Frau den Autoschlüssel zu übergeben. Diesen Regelverstoß monierte der Mannschaftsführer der Gäste beim Schiedsrichter. Völlig überraschend endschied dieser dann umgehend auf Partieverlust. In seinem Auto hätte er mittels der vorhandenen Technik wie Navi oder Handy unzulässige Hilfsmittel (Schachprogramme) nutzen können. Die Verhängung der maximalen Strafe für diesen leichteren Regelverstoß muss der SV Erkenschwick aber wohl akzeptieren, da der Schiedsrichter im Rahmen seine Ermessens gehandelt hat.
Nun galt es also weiter zu kämpfen, um diesen unerwarteten Rückstand noch aufzuholen. Das gelang aber nicht. Alexander Langers, der in der letzten Saison noch einer der beiden Topscorer war, übersah ein Läuferopfer seines Gegners. Danach konnte er nicht mehr ausreichende Kompensation erreichen. In verlorener Stellung überschritt er schließlich die Bedenkzeit zum 0,5:2,5 Zwischenstand.
Da in der Folge Marc Erwich am dritten Brett seinen Mehrbauern im Doppelturmendspiel nicht verwerten konnte, endete diese Partei auch mit einer Punkteteilung und dem Zwischenstand von 1:3.
Nach der Zeitkontrolle verflog aber langsam die Hoffnung, den Tag noch erfolgreich gestalten zu können. Frank Strozewski hatte nach einem zweifelhaften Bauernopfer seines Gegners den Vorteil nicht erhalten können. Nach überstandener Zeitnot hatte sein Gegner im Damenendspiel den gefährlichen Freibauern eliminieren können. Nach wechselseitigen Damenschachgeboten war dann der Remisschluss nicht mehr zu vermeiden.
Als danach im Leichtfigurenendspiel von Guust Homs der Minusbauer immer bedenklicher wurde, nahte die Entscheidung. Der Gegner fand die richtige Fortsetzung, die den vollen Punkt und damit den Sieg der Gäste brachte.
Daran konnten auch die Siege in den beiden letzten Partien nicht mehr ändern. Dennis de Vreugt hatte in der Eröffnung zwei Bauern für Angriffoptionen geopfert. Da er verhindern konnte, dass sein Gegner den König mit der Rochade in Sicherheit brachte, war der volle Punkt der Lohn. Den erntete auch Frank Erwich. Mit seinem Turmpaar lähmte er das Zusammenspiel der gegnerischen Figuren. Mit Unterstützung seines Königs konnte er abschließend seinen Freibauern zur Umwandlung bringen. Das wollte sich sein Gegner aber nicht mehr zeigen lassen und gab die hoffnungslose Stellung auf.
In der nächsten Runde am 18. November ist das Team beim Ligafavoriten SC Siegburg zu Gast.

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