III. Mannschaft 2016/17

Saison 2016/17: Bezirksklasse, Schachbezirk Herne-Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

Pl.Mannschaft12345678Sp.MPBP
1SV Erkenschwick 3**5,03,54,04,06,54,55,071032.5
2SK Ickern 23,0**1,55,05,05,05,54,571029.5
3SC Recklinghausen Altstadt 24,56,5**5,04,03,55,02,07930.5
4SV Recklinghausen-Süd 24,03,03,0**6,03,55,05,07729.5
5SG Drewer 24,03,04,02,0**5,04,05,07727.0
6SV Unser Fritz 31,53,04,54,53,0**3,55,57625.5
7SV Königsspringer Haltern 23,52,53,03,04,04,5**4,57525.0
8SV Waltrop 33,03,56,03,03,02,53,5**7224.5

 

Runde 1: KS Haltern II - Erkenschwick III 3,5 - 4,5

Glücklicher Sieg gegen Haltern 2

Bericht von Lukas Lojewsky

Es ist Mitte September und nach einer langen und ereignisreichen Sommerpause steht endlich Schach auf der Agenda. Unsere dritte Mannschaft trat vergangenen Sonntag den Weg nach Haltern an, um die zweite Truppe unserer Schachfreunde von Königsspringer zum Saisonauftakt in der Bezirksklasse zu fordern.
Die beiden Teams traten ersatzgeschwächt an. Während Haltern auf das erste und das sechste Brett verzichten musste, fehlten uns mit Martin und Armin unsere topgesetzten Spieler. Zudem waren unsere Ersatzleute Christian und Rolf verhindert. Daher sprangen Christian Scholtholt und Dennis Schwedhelm ein, an die an dieser Stelle ein herzlicher Dank gerichtet wird.
Die Partien begannen ausgeglichen und gemählich. Einzig Dennis musste schnell gegen seinen deutlich höher eingestuften Gegner das klassische Lehrgeld bezahlen und verlor früh eine Leichtfigur und diverse Bauern. Nachdem er sich mit wenigen Bauern der Übermacht aus einem Turm und Mehrbauern gegenüber sah, gab er sich geschlagen.
Angelika stand nach der Eröffnungsphase besser. Sie konnte sich nicht entscheiden, am Damen- oder Königsflügel anzugreifen, als ihr Gegner im bereits im 20. Zug Remis bot. Währenddessen konnte eines unser zwei neuen Mannschaftsmitglieder, Abdulhadi, den ersten Bauern seines Gegners abräumen. Ich fühlte mich in meiner Stellung nach 15 Zügen ganz wohl, auch wenn sich noch nicht viel getan hatte. Auch Günter, Christian und unser zweiter Neuling, Maxi, ließen die Saison noch ruhig angehen. Dinar brachte sich dafür schon in Stellung, um die Bauernstruktur seines Gegners zu testen.
Nun unterlief mir ein schwerer Fehler. Anstatt meinen Springer, den ich zwecks eines Abtauschs an den Rand geschickt hatte, einfach wieder zentraler zu orientieren, entschied ich mich, meine Bauernstruktur zu stärken, übersah dabei jedoch eine Gabel und verlor eben jenen Springer. Kurze Zeit später nahm Maxi in leicht schwächerer Stellung das Remisgebot seines Gegners an, während Christian zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ohne Fehler, aber ohne echten Angriff durch seine Partie navigierte.
Angelika hatte das Remisangebot trotz der 250 DWZ mehr auf Seiten ihres Gegners abgelehnt, da wir zu diesem Zeitpunkt noch hinten lagen. Nach ein paar Zügen war ihr Vorteil jedoch verwirkt und sie bot Remis. Unterdessen hatte Abdulhadi mittlerweile zahlreiche Mehrbauern. Er konnte sogar den Verlust einer Qualität verkraften und streichte seinen ersten Sieg ein.
Ich bemühte mich nach Kräften um Rückgewinn der Leichtfigur und war dankbar, dass mein Gegner nicht die Damen tauschen wollte. Ich konnte seine Figuren effektiv binden und schließlich gelang es mi zunächst den Figurenrückstand in einen Qualitätsverlust zu wandeln und schließlich für Ausgleich zu sorgen. Dann fiel mir auch noch ein starker Angriff in die Schuhe und mein Gegner gab schließlich in irrtümlicher Erwartung des Matts, aber auch in schwächerer Stellung auf.
Günter konnte fast gleichzeitig seinen Sieg verbuchen. Er hatte seinen Gegner mit fortschreitender Partiedauer vor immer mehr Probleme stellen können und konnte dem Druck nicht mehr standhalten. Christian und sein Gegenüber teilten sich ohne ersichtliche Chancen auf beiden Seiten friedlich den Punkt. Damit stand es 4:2 für uns.
Natürlich nahm Angelikas Gegner angesichts dieses Spielstands das Remisgebot unserer Mannschaftsführerin nicht mehr an,aber Dinar hatte es mittlerweile geschafft, einen Bauern zu erobern. Angelika geriet nun in Zeitnot und ihrem Gegner gelang auf dem Königsflügel ein Durchbruch. Deshalb machte Dinar den Mannschaftssieg mit seinem Remis perfekt. Angesichts der Stellung blieb seinem Gegenspieler keine andere Wahl. So war zwar Angelika über ihre Niederlage enttäuscht, aber der Mannschaftssieg konnte ihre Laune deutlich verbessern, insbesondere wenn man die angespannte Personalsituation betrachtete.
Was letzte Saison eine gefühlte Ewigkeit dauerte, ist nun bereits am ersten Spieltag vollbracht. Die dritte Mannschaft hat mit einem 4,5:3,5 gegen KS Haltern II ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Damit reiht sie sich in die Reihe guter Auftaktergebnisse der Stimbergstädter Schachmannschaften ein. Der vorgezogene 2. Spieltag am 23.10. schickt uns zur SG Drewer 2, die nach ihrer 2:6-Auftaktniederlage gegen Recklinghausen-Süd 2 den vollendeten Fehlstart vermeiden will. Wir möchten uns dagegen für die 2,5:5,5-Niederlage aus der letzten Saison revanchieren.

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Runde 2: Drewer II - Erkenschwick III 4,0 - 4,0

glückliches Unentschieden gegen Drewer II

Bericht von Armin Gasper

In der zweiten Runde der Bezirksklasse mussten die Mannen um Angelika zum zweiten Auswärtsspiel nach Marl. In unseren Reihen fehlte Maxi, der von Christian ersetzt wurde, die Hausherren griffen auf insgesamt 3 Ersatzspieler zurück.
Bei schönstem Herbstwetter ging es direkt zur Sache: Christian stand am achten Brett früh unter Druck, konnte den Verlust einer Leichtfigur nicht kompensieren und konnte nur noch dem Gegner gratulieren.
An Brett 5 einigte sich Lukas in einer ausgeglichenen und festgefahrenen Stellung auf ein Unentschieden, so dass wir uns weiterhin im Rückstand befanden. Hieran änderten die folgenden Ergebnisse nicht, vielmehr gelang es den Hausherren, den Vorsprung auszubauen.
Dinar hatte sich an Brett 4 am Königsflügel einen Bauern sichern können, hatte aber aufgrund einer ausgelassenen Rochade keinen sicheren Platz für seinen König finden können, was ihm schließlich zum Verhängnis wurde. Einen weiteren vollen Punkt eroberten die Hausherren an Brett 6, nachdem Günter die weit vorgerückten Bauern seines Kontrahenten nicht mehr aufhalten konnte 0,5 : 3,5.
Den ersten vollen Punkt für die Erkenschwicker besorgte unser Neuzugang an Brett 7. Abdulahdi hatte während der gesamten Partie seinen Gegner unter Druck gesetzt und die Rochade verhindert, so dass gegnerische König in der Mitte stehend Abdulhadis Angriffen ausgeliefert war, was sich schließlich in einen Sieg ummünzen ließ.
Die wachgewordenen Erinnerungen an die deutliche Niederlage der vergangenen Saison konnte Angelika mit Ihrem Sieg an Brett 3 wieder ein wenig vertreiben. Nachdem sich die gegnerischen Figuren am Damenflügel festgelegt hatten, konnte Angelika am Königsflügel einen Mattangriff starten, der nach einem Turmopfer zum Erfolg führte 2,5 : 3,5.
An den beiden Spitzenbrettern waren unsere Aussichten eher durchwachsen: Martin war am ersten Brett ansehnlich aus der Eröffnung gekommen, sah sich allerdings in Zeitnot einem engagierten Gegenangriff ausgesetzt, wohingegen ich in Zeitnot versuchte, meine unterentwickelte Stellung zusammenzuhalten.
Doch im Gegensatz zur Vorsaison war uns das Glück mehr als hold: Martin wickelte seine Stellung überlegt zum Unentschieden ab und ich konnte nach einem fehlgeschlagenen Qualitätsopfer meines Kontrahenten nach überstandener Zeitnotphase einen vollen Punkt verbuchen, so dass wir uns nach zwischenzeitlich recht trostlosen Aussichten über ein 4:4 freuen konnten.
Nach einer Spielpause im November geht für uns im Dezember gegen Recklinghausen Altstadt weiter.

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Runde 3: Erkenschwick III - Altstadt II 3,5 - 4,5

knappe Niederlage gegen Altstadt

Bericht von Armin Gasper

In der dritten Runde bekamen es die Mannen um Angelika mit den zweiten Mannschaft des SC Recklinghausen Altstadt zu tun. Die Gäste mussten zwei Stammspieler ersetzen, bei den Erkenschwicker fehlten Lukas, Günter und Maxi und wurden durch Christian, Marius und Jerry vertreten.
Leider sollte es nicht der Nachmittag der Hausherren werden: Jerry musste am achten Brett bei seinem Saisondebüt gratulieren, ebenso wie Christian an Brett 6.
Nach dem Sieg von Marius an Brett 7, der seinen Gegner konsequent unter Druck gesetzt und fast keine Luft zum Atmen gelassen hatte, flammte etwas Hoffnung auf. Nach dem Remis von Dinar und der Niederlage von Angelika wurde diese Hoffnung durch Abdulhadis Sieg weiter genährt: Abdulhadi hatte im Endspiel die Nerven behalten und seinen Vorteil in einen vollen Punkt verwandelt.
Martin hatte sich an Brett 1 tapfer verteidigt und Armin an Brett 2 ein an sich brauchbare Stellung mit Vorteilen erarbeitet, die er allerdings mit einem Einsteller in Zeitnot ruiniert, so dass die Gäste mit 4,5 Brettpunkten uneinholbar vorn lagen. Der volle Punkt von Martin war damit am Ende leider nur noch Ergebniskosmetik.
Nun gilt es in den kommenden Spielen nach dem Unentschieden der letzten Runde und dieser Niederlage wieder etwas für das Punktekonto zu tun.

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Runde 4: Waltrop III - Erkenschwick III 3,0 - 5,0

Arbeitssieg gegen Waltrop 3

Bericht von Lukas Lojewsky

Zum vierten Spieltag der Bezirksklasse reiste die dritte Mannschaft des Schachvereins Erkenschwick nach Waltrop. Die dritte Mannschaft des SV Waltrop lud zum Stelldichein in ihre schönen Räumlichkeiten am Lehnemannshof. Bis auf die Abwesenheit von Maxi Funke am 7. Brett, für den Christian Verkooyen einsprang, traten wir in Bestbesetzung an. Bei den Waltropern fehlten die Bretter 3 und 8, für die Ersatzspieler antraten.
Alle Partien starteten verhalten. Am schnellsten spielte Abdulhadi, dessen Bauernstruktur jedoch unter Druck geriet. Das erste Ergebnis lieferte nach 1 Stunde Dinar. Ihm gelang es zwar durch einen unterwarteten Turmzug, seinen Gegner in Schwitzen zu bringen. Dieser fand jedoch eine Lösung und beide sahen keine Chancen mehr. Daher einigte man sich auf Remis. Für den ersten Paukenschlag sorgte Armin. In ausgeglichener Stellung übersah sein Gegner seine schwache Königsstruktur, die den Verlust eines Läufers bedeutete. Da ohnehin nicht mehr viel Material auf dem Brett war, gab er sofort auf. Angelika hatte währenddessen schon in ein Bauernendspiel abgewickelt und Martin erkämpfte sich einen Mehrbauern. Bei Lukas stand es noch ausgeglichen, wogegen Günter Zug um Zug unter Druck geriet. Besonders aussichtsreich sah es für Christian aus. Zwar konnte er keinen materiellen Vorteil für sich verbuchen, aber er entdeckte auf einmal den Angriffsspieler in sich und bearbeitete den Königsflügel seines Gegners.
Während Abdulhadi mittlerweile zwei Bauern verloren hatte, brachte Christians Angriff bereits den zweiten vollen Punkt für die Gäste. Sein Gegner konnte dem Druck nicht standhalten und sah sich erheblichem Materialverlust gegenüber. Angelika und ihr Gegner waren mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt, dass die Stellung nichts mehr hergab und schlossen daher Frieden. Martin setze seine Gegnerin nun auch zeitlich unter Druck, doch sie kämpfte und machte es ihm nicht leicht. Lukas‘ Stellung war ausgeglichen. Er wickelte jedoch falsch ab und übersah eine Fesselung, die ihn einen Bauern kostete. Nun unter erheblichem Zeitdruck verschlechterte sich seine Stellung erheblich. Sein Gegner übersah jedoch eine klare Gewinnmöglichkeit und ermöglichte Lukas 23 Sekunden vor der Zeitkontrolle mit dem 40. Zug den Rückgewinn des Bauern, sodass diese Partie Remis endete. Günter geriet immer mehr unter Druck und konnte die Stellung schließlich nicht mehr halten, so dass die Gastgeber ihren ersten vollen Punkt verbuchen konnten.
In der Schlussphase des Mannschaftskampfes konnte Martin sich mühsam Stellungsvorteil erkämpfen, der schließlich zur Aufgabe seiner Gegnerin führte. Sein Sieg bedeutete das 4,5:2,5 für uns und entschied damit den Mannschaftskampf. Nun spielte nur noch Abdulhadi. Ihm gelang es seinen König zu aktivieren und einen Bauern zurückzugewinnen. Sein Gegner sperrte im Bemühen, einen Bauern umzuwandeln, seine Dame ein. Dies ermöglichte Abdulhadi Dauerschach und damit Remis. So endete der Mannschaftskampf 5:3 für uns.
Mit nun 5 Mannschaftspunkten findet sich die 3. Mannschaft auf dem 4. Tabellenplatz wieder. Bereits am 12. Februar geht es Zuhause gegen SV Recklinghausen-Süd II weiter. Das Ergebnis dieses Mannschaftskampfes entscheidet, ob wir noch in den Kampf um den Aufstieg eingreifen können oder ob wir uns im Mittelfeld wiederfinden.

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Runde 5: Erkenschwick III - Recklinghausen-Süd II 4,0 - 4,0

Bis zum bitteren Ende

Bericht von Armin Gasper

In der fünften Runde der Bezirksklasse ging es im Heimspiel der Dritten gegen die zweite Mannschaft aus Recklinghausen-Süd. Bei den Erkenschwickern trat Christian an Stelle von Maxi an, die Gäste boten bis auf einen Ersatzmann ihre stärkste Formation auf. Beide Mannschaften hatten in der letzten Runde gewonnen und waren bestrebt, diesen positiven Trend fortzusetzen.
Den Anfang machte eine Punkteteilung an Brett 5 von Lukas, der nach Abtausch vieler Figuren in seiner Stellung keine Perspektive auf einen vollen Punkt sah. In der Folge fielen eine Reihe von Entscheidungen, die die Hausherren in Rückstand geraten ließen: Christian war am achten Brett eine Leichtfigur abhanden gekommen, was zur Aufgabe führte und Dinar hatte nach ordentlichem Beginn und aussichtsreichem Vorteil zur Zeitkontrolle einen Turm und damit die Partie eingestellt. Günter hatte druckvoll begonnen, aber den Sack zwischenzeitlich nicht zugemacht, so dass am Ende eine Punkteteilung blieb.
Dem stand nur ein voller Punkt von Abdulhadi entgegen, der mit nunmehr 4,5 aus 5 möglichen Punkten von der Spitze der Topscorerliste grüßt. Abdulhadi hatte kontinuierlich Druck aufgebaut, am Damenflügel eine Leichtfigur erobert und machte sich daran, den Eroberungsfeldzug humorlos am Königsflügel fortzuführen, was sein Gegner nur durch Aufgabe verhindern konnte.
Den Rückstand von 2:3 glich Angelika am dritten Brett aus, die – obwohl schwer in Zeitnot – noch die Zeit fand, ihrem Kontrahenten einen vergiften Bauern unterzuschieben, dessen Verzehr in Material- und schließlich Partieverlust mündete.
Beim Stand von 3:3 lag das Schicksal damit in den Händen der beiden Spitzenbretter: Martin hatte eine verwickelte Stellung mit einer Qualität weniger aber brauchbarem Zusammenspiel der Leichtfiguren, Armin hatte seine optisch ansprechende Stellung in Zeitnot verschlechtert und fand sich in bedrängter Position wieder.
Da Armins Gegner seine Möglichkeiten auf den vollen Punkt zum Glück der Heimmannschaft nicht nutzte, konnte hier ein nach etwas mehr als fünfeinhalb Stunden das 4:3 verbucht werden. Martin mühte sich am Spitzenbrett redlich bis fast zur letzten Sekunde der Bedenkzeit, konnte aber die komplexe Stellung in der Kürze der Zeit nicht mehr halten, so dass das Unentschieden um kurz vor acht besiegelt war.
Durch das Remis sind die Erkenschwicker unverhofft auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt, könnten aber gleichzeitig auch noch absteigen. In den kommenden Spielen gitl es nun, die gute Ausgangsposition zu nutzen und den Klassenerhalt zu sichern.

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Runde 6: Ickern II - Erkenschwick III 3,0 - 5,0

Ein leichter Sieg!

Bericht von Armin Gasper

Die vorletzte Runde der Bezirksklasse führte die Mannen um Mannschaftsführerin Angelika nach Ickern. Am achten Brett half Jerry aus, ansonsten traten wir in unserer eingespielten Formation an, die Gastgeber boten drei Ersatzspieler auf. Das frühlingshafte Wetter schien bei den Hausherren den einen oder anderen von den Brettern ferngehalten zu haben, so dass Lukas und Dinar kampflos die Sonne genießen konnten.
Anfängliche Zweifel, ob die Führung ein schlechtes Omen war – in der Vorsaison hatten wir mit einer kampflosen 2:0 Führung am Ende noch knapp verloren – sollten sich nicht bewahrheiten. Zunächst verkürzten die Hausherren durch einen vollen Punkt am achten Brett, da Jerry zwar Materialvorteil erlangt hatte, das Matt indes nicht mehr verhindern konnte.
Im Wissen um die aussichtsreichen Stellungen an den Brettern 6 und 7 einigten sich Angelika und Armin an den Brettern 2 und 3 in ausgeglichenen Partien jeweils auf ein Unentschieden. Am sechsten Brett holte Günter den ersten erkämpften vollen Punkt für die Erkenschwicker. Im Duell der Schwerfiguren behielt er den Überblick, gewann einen Turm und damit die Partie.
Auf unseren Topscorer Abdulhadi war am siebten Brett auch an diesem Spieltag Verlass: gekonnt nutzte er die Tatsache, dass der König seines Kontrahenten nicht in den sicheren Hafen der Rochade geflüchtet war, zum Angriff und Gewinn einer Leichtfigur. Nach Vereinfachung der Stellung blieb seinem Gegenüber nur die Aufgabe, was den Sieg für uns bei einem Zwischenstand von 5:2 bedeutete.
Um den letzten zu vergebenden Punkt kämpfte Martin an Brett 1. Sein nach Wertungszahl weit überlegener Gegner hatte anfangs Bauern gegeben, um Spiel zu erlangen. Zwar verteidigte Martin sich geschickt und erreichte eine vorteilhafte Position, brachte sich aber durch einen Einsteller in akuter Zeitnot um die möglichen Früchte seiner Bemühungen.
Mit diesem 5:3 Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer konnten wir uns auf dem zweiten Platz behaupten, den es nun im letzten Spiel zu verteidigen gilt.

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Runde 7: Erkenschwick III - Unser Fritz III 6,5 - 1,5

Meister in der Bezirksklasse mit souveränem Sieg

Bericht von Armin Gasper

Das letzte Saisonspiel in der Bezirksklasse bot den Erkenschwickern eine vor der Saison nicht für möglich gehaltene Perspektive: Siegen und Aufsteigen.
Um diese Chance zu nutzen, wurden für die ausgefallenen Stammkräfte Maximilian und Lukas aus der vierten Mannschaft Max und Harald aufgestellt, die zuvor schon zur Stammbesetzung gehört hatten. Die Gäste aus Herne waren mit drei nominellen Ersatzspielern angereist.
Schnell stellten die Erkenschwicker die Weichen auf Sieg: Martin gewann an Brett 1 zunächst einen Bauern und im Anschluss die Partie. Das 2:0 besorgte unser Topscorer Abdulhadi an Brett 6. Er drang am Königsflügel ein, gewann Material und zerlegte im Anschluss auch den Damenflügel, was im vollen Punkt endete. In einer vorteilhaften Stellung einigte sich Angelika an Brett 3 mit ihrem Kontrahenten auf ein Unentschieden, da es an den anderen Brettern aussichtsreich aussah.
Zwar gelang den Gästen durch einen Sieg an Brett 5 der zwischenzeitliche Anschluss, nachdem Günter die vorstürmenden Bauern nicht hatte aufhalten können. Durch einen mehr als glücklichen Sieg in Zeitnot in Brett 2 konnte Armin den alten Vorsprung wiederherstellen und Dinar machte mit seinem Sieg nicht nur den Mannschaftserfolg, sondern auch den Aufstieg perfekt. Dinar hatte sich einen Vorteil von zwei Leichtfiguren erarbeitet, die die beiden Freibauern seines Gegners in Schach hielten und in einem vollen Punkt mündeten.
Das Ergebnis schraubten Harald und Max an den Brettern 7 und 8 in die Höhe: Max nutzte seine Bauernmehrheit am Damenflügel und konnte nach einem Einsteller die Gratulationen entgegennehmen. Auch Harald hatte sich einen Bauernvorteil am Damenflügel erarbeitet und bearbeitete beharrlich die Verteidigungsstellung seines Gegners, bis ihm der Durchbruch gelang.
Mit diesem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage des bisherigen Tabellenführers Ickern II gegen Altstadt schafften die Erkenschwicker nicht nur den Aufstieg, sondern errangen auch den Meistertitel in der Bezirksklasse.
Der Dank der Mannschaft gilt unserer Mannschaftsführerin Angelika, die das Team zusammengehalten hat sowie den Ersatzspielern, die parat standen, wenn Not am Mann war. Besonders hervorzuheben ist die Leistung unserer „Lebensversicherung“ Abdulahdi, der als Neuzugang 6,5 aus 7 Punkten holte und damit zum Saisonende von der Spitze der Topscorerliste grüßt.

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