II. Mannschaft 2016/17

Saison 2016/17: Verbandsklasse, Schachverband Ruhrgebiet

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1SF Katernberg 4**3,05,54,06,06,54,54,55,56,591546.0
2SC Mülheim 15,0**3,54,55,54,05,05,54,05,591442.5
3SV Erkenschwick 22,54,5**5,54,04,03,54,04,56,091138.5
4SG Mengede 14,03,52,5**5,05,54,03,56,57,091041.5
5SW Oberhausen 12,02,54,03,0**4,05,04,55,06,091036.0
6SG Höntrop 11,54,04,02,54,0**4,52,55,56,59935.0
7SF Brackel 33,53,04,54,03,03,5**4,06,07,09838.5
8SV Horst-Emscher 23,52,54,04,53,55,54,0**3,04,59835.0
9Weiße Dame Borbeck 22,54,03,51,53,02,52,05,0**5,09529.0
10Recklinghäuser SG Läufer-Ost 11,52,52,01,02,01,51,03,53,0**9018.0

 

Runde 1: RSG - Erkenschwick II 2,0 - 6,0

Leichter Sieg gegen die RSG

Bericht von Florian Schicktanz

Beim Auftaktmatch im neuen Spiellokal der RSG-Läufer/Ost konnte die II. Erkenschwicker Schachmannschaft einen 6:2 Auftaktsieg einfahren. Während die Gastgeber in der Stammbesetzung antraten, half bei uns Armin Gasper aus der III. Mannschaft aus. Bei hochsommerlichem Wetter und Temperaturen von 31 Grad, was eher zum Badengehen denn Schachspielen einlädt, begann der Kampf pünktlich. Alle Spieler spielten hochkonzentriert und engagiert. Für die Stimbergstädter gab es nur ein Ziel; es sollten die ersten zwei Punkte zum Auftakt eingefahren werden.
Die große Überlegenheit in Bezug auf die Wertungspunkte an fast allen Brettern sollte sich so langsam aber sicher bemerkbar machen. Franz Schulze Bisping an Brett 2 konnte sich zunächst eine gute Stellung erspielen, aber sein Gegner hielt mit offenem Visier dagegen. Am Ende einigten sich beide Spieler auf Remis; 0,5-0,5. Den ersten vollen Punkt steuerte Dirk Broksch bei. Er konnte sich aus seiner recht gedrückten Mittelspielstellung Luft verschaffen und mit starkem Vorteil ins Endspiel abwickeln; 1,5-0,5. Florian Schicktanz an Brett 7 wählte als Spieler mit den weißen Steinen die Englische Eröffnung. Wegen der eher passiven Vorgehensweise seines Gegners konnte er relativ früh dessen Schwächen aufdecken und mit konsequenten Vorstößen einen Bauern gewinnen. Nach weiterem konzentrierten und druckvollem Spiel gab Florians Gegner nach zähem Kampf letztlich auf; 2,5-0,5.
Nun richteten sich unsere Blicke natürlich auch auf unsere beiden Neuzugänge Peter Trzaska am ersten Brett (s. Foto) und Rolf Jungbluth am vierten Brett. Peter spielte gegen einen starken Nachwuchsspieler der Recklinghäuser, sodass er die positionelle Spielstrategie wählte. Seine Überlegenheit und Erfahrung sollten sich aber auszahlen. Er zwang seinen Gegner zu immer mehr Schwächen, sodass diesem nur noch die Aufgabe blieb; 3,5-0,5.
Am zweiten Brett fand das Duell der beiden `Youngster` statt. Marcel Strohmann erspielte sich dabei zunächst leichte Vorteile, aber es langte nur zum Remis. Zum Schluss entstand eine Stellung, in der beide Spieler die gleiche Anzahl an Bauern hatten und Läufer gegen Springer, was letzlich keinen gewinnbringenden Effekt nach sich zog. Mit dem zweiten Remis des Tages stand es somit 4,0-1,0, sodass den Erkenschwickern das Mannschaftsunentschieden nicht mehr zu nehmen war.
Inzwischen stand aber außer Frage, welche Mannschaft als Sieger nach Hause gehen würde. Martin Stötzel konnte seinen Gegner mit fortschreitender Spieldauer immer mehr vor Probleme stellen. Er eroberte einen Bauern und sein Gegner kam in Zeitnot. Als Martin zum Schluss abwickelte, indem er seine Dame gegen zwei Türme tauschte, konnte er seinen Mehrbauern gewinnbringend einsetzen. So machte Martin Stötzels Sieg den Auftaktsieg perfekt; 5,0-1,0. Zuguterletzt konnte auch Rolf Jungbluth souverän sein erstes Spiel gewinnen. Im Laufe seiner Partie konnte er überraschend früh Vorteile erlangen, eine ganze Figur gewinnen und einen schönen Angriff auf den gegnerischen König starten, sodass sein Gegner letztlich chancenlos blieb; 6,0-1,0.
Nur Armin Gasper musste zum Schluss aufgeben. Sein Spiel gestaltete sich eigentlich zunächst ausgeglichen bis zum Schluss ein Turmbauernendspiel entstand. Hier aber hatte sein Gegner aktiveres Spiel und zwang Armin dazu, sich nur noch zu verteidigen, zumal er an einen schwachen Bauern gebunden war. Dieser verlor anschließend Bauern und konnte letzlich nicht mehr verhindern, dass sein Gegner einen Bauern durchmarschieren lassen konnte; 6-2. Diese einzige Niederlage hatte jedoch nur noch statistischen Wert und änderte am verdienten Erfolg der Erkenschwicker nichts. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten wir den so wichtigen Erfolg zum Saisonbeginn einfahren. Ob es weiterhin so gut laufen wird in den noch kommenden acht Spielen, wird sich zeigen, Fakt ist: Es war lediglich der Anfang. Für uns ist es wichtig, weiterhin so konzentriert wie möglich zu spielen und gegen alle Gegner, welche zum Teil wesentlich schwerere Kaliber sein werden, unser Potenzial so gut es geht abzurufen.
Trzaska

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Runde 2: Erkenschwick II - WD Borbeck II 4,5 - 3,5

knapper Sieg gegen WD Borbeck II

Bericht von Florian Schicktanz

Am zweiten Spieltag in der Verbandsklasse konnte die zweite Erkenschwicker Schachmannschaft einen knappen Sieg gegen die zweite Mannschaft von Weiße Dame Borbeck einfahren. Beim SV Erkenschwick fehlte Rolf Jungbluth, aber auch unser Gegner musste auf einen Ersatzmann zurückgreifen.
Während unsere Zweite ihren Auftaktsieg souverän eingefahren hatte, standen die Borbecker bereits mit dem Rücken zur Wand: Sie verloren ihr Auftaktspiel gegen Mengede (die dwz-stärkste Mannschaft der Liga) überraschend hoch und so wollten sie natürlich alles dransetzen, uns zu schlagen. Bei angenehmen Herbsttemperaturen fand der Mannschaftskampf im Großen Hintersaal im Stimberghotel statt, wo auch Erkenschwicks Erste in der NRW-Klasse sowie die V. aus der Kreisklasse ihren Kampf austrugen. Es herrschte also im wahrsten Sinne des Wortes ein Großkampf!
Alle Spieler waren hochmotiviert und gingen entsprechend konzentriert zur Sache. Es dauerte sehr lange, vorteilhafte Stellungen zu erlangen, man neutralisierte sich zunächst eine ganze Weile. So war es kein Wunder, dass Peter Trzaska, unser Spitzenbrett, für das erste Remis des Tages sorgte; beide Kontrahenten spielten recht solide, sodass der halbe Punkt die logische Folge war. Es war nur der Anfang eines Geduldspiels.
So langsam, aber sicher konnte man erkennen, dass bei weitem nicht alle Stellungen unbedingt günstig für uns aussahen, insbesonderne die von Marcel Strohmann an Brett 2 und Marc Mathea an 5 gaben in gewisser Weise Anlass zur Sorge. Dirk Broksch und Peter Broszeit standen durchweg recht druckvoll, brauchten aber lange, um ihren Druck auch gewinnbringend einzusetzen. Leider war es Marcel, der als erster Spieler aufgeben musste. Zwar spielte er zunächst gewohnt solide, aber sein Gegner übte sehr viel Druck auf seine Stellung aus, und stellte ihn zunehmend vor unlösbare Probleme. Marcel wehrte sich, doch am Ende war die Niederlage leider nicht mehr abwendbar, sodass wir zunächst in Rückstand gerieten; 0,5-1,5 hieß es nach etwa drei Stunden. Doch die Freude unseres Gegners hielt nicht lange, denn als nächstes konnte Dirk Broksch den wichtigen vollen Punkt einfahren, sein Druck auf die Stellung war zu groß, sein Gegner verlor Material und Dirk konnte alle Gratulationen entgegennehmen; 1,5-1,5! Kurze Zeit später gewann auch Peter Broszeit, der sich für sein beherztes Angriffsspiel belohnte und die Erkenschwicker in Front brachte; 2,5-1,5. Als nächstes richteten sich die Blicke auf die Partien von Franz Schulze Bisping, Martin Stötzel und Marc Mathea. Insbesondere letzterer hatte eine sehr interessante Partie auf dem Brett. Er und sein Gegner lieferten sich einen ungemein intensiven Kampf. Zunächst ließ Marc eine mögliche Gewinnchance aus, spielte einen Königsangriff nicht konsequent genug zu Ende, was seinen Gegner, der körperlich ein Riese war und schachlich nominell stärker, zu einem Konterangriff zuließ und Marc sogar eine ganze Qualität verlor. Doch er hielt dem Druck stand, hatte sogar einen nicht zu unterschätzenden Freibauern auf dem Brett und war trotz Materialnachteil immer unangenehm. Gegen Ende konnte er sogar noch Bauern einkassieren und dafür sorgen, dass sein Gegner keine gewinnbringenden Angriffe mehr starten konnte und dieser in das Remisangebot einwilligte; hier kann jeder sagen:“Hut ab!“, denn es war eine sehr kompliziert zu spielende Endspielpartie! So bauten die Erkenschwicker ihre Führung auf 3,0-2,0 aus.
Martin Stötzel an Brett 7 spielte zwar keine so spektakuläre Partie wie Marc Mathea, aber am Ende war das Remis eine nahezu logische Folge. In einem Turm-Springerendspiel konnten keine Gewinnversuche vollbracht werden.
Dies galt auch für Franz Schulze Bisping an Brett 4 und seinem etwa gleichstarken Gegner, die sich über weite Strecken neutralisert hatten. Zwar hatte Franz leichte Vorteile, aber ein Sieg konnte nicht erspielt werden. So hatten wir am Ende doch mit dem zwischenzeitlichen 4,0-3,0 ein Mannschaftsremis bereits sicher. Wie so oft spielte Florian Schicktanz mal wieder die längste Partie des Tages und es sollte auch die entscheidende werden: Er wählte mit c4 die Englische Eröffnung und wollte vor allem am Königsflügel mit Springer und Läufer viel Druck entwickeln. Jedoch kam er auf der h-Linie nicht entscheidend durch. Im Mittelspiel wurden die Damen getauscht und es entwickelte sich ein Duell, indem beide Spieler verschiedene Angriffsversuche unternahmen, aber ein wirklicher Vorteil war nicht ersichtlich. Nachdem die Türme getauscht wurden, entstand noch ein Bauernendspiel mit jeweils drei Offizieren, wobei Florian das Läuferpaar hatte. Zum Schluss hatten beide Spieler neben ein paar Bauern nur noch einen Springer zur Verfügung. Nach diversen Versuchen, einen gewinnbringenden Vorteil zu ergattern, sah man ein, dass diese Partie nicht über ein Remis hinaus kommen konnte. Somit war um 18:50 der knappe Sieg 4,5-3,5-Sieg perfekt und damit ein unter dem Strich für die Stimbergstädter erfolgreicher Sonntag Nachmittag.
Bis jezt ist der Saisonauftakt für die II. Mannschaft mit 2 Siegen aus 2 Spielen gut gelaufen und es gilt, genau an diesen positiven Erkenntnissen anzuknüpfen, um mit den starken Gegnern in der Verbandsklasse, die ja noch definitiv kommen werden, mitzuhalten. Am 30. Oktober kommt es zum Topspiel zwischen dem aktuellen Tabellenführer aus Oberhausen und Erkenschwick 2. Die Erkenschwicker haben heute wichtige Punkte für den Klassenerhalt eingesammelt und fahren mit breiter Brust nach Oberhausen. Vielleicht gelingt auch dort eine Überraschung, die sicherlich nicht ganz auszuschließen ist.

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Runde 3: SW Oberhausen - Erkenschwick II 4,0 - 4,0

Spannendes Duell endet mit einem Unentschieden

Bericht von Florian Schicktanz

In der dritten Runde der Verbandsklasse war die zweite Mannschaft vom Schachverein Erkenschwick zu Gast beim Tabellenführer SW Oberhausen I. Die Stimbergstädter, nach zwei Siegen vorläufig Tabellenzweiter, mussten sowohl auf Rolf Jungbluth als auch Marc Mathea verzichten, dafür sprang Dinar Albulanov aus der dritten Mannschaft ein. Die Gastgeber dagegen setzten auf die gleiche Aufstellung wie in ihren ersten beiden Spielen. Für Oberhausen gab es möglichst ein Ziel: Sie wollten natürlich gegen uns gewinnen, um ihre Tabellenführung zu wahren. Dementsprechend hart dagegen halten wollte natürlich unserer Team, die im Falle eines Sieges gar die Spitze der Tabelle erobern würde. Es sollte von Beginn an ein durchweg spannender, intensiver und fairer Kampf werden. Auch bot das Spiellokal, das „Cafe Lunchström“ in der Oberhausener Innenstadt durchaus gute Spielbedingungen und reichlich Platz. Einzig die Parkmöglichkeiten waren an diesem verkaufsoffenen Sonntag rar.
Der Kampf begann mit ein wenig Verzögerung und von Minute zu Minute schien das Spiel spannender zu werden. Zwar waren die Gäste aus Oberhausen den Erkenschwickern DWZ-mäßig fast an allen Brettern ein wenig überlegen, doch war der Kampf zunächst sehr lange ausgeglichen. Kein echter Vorteil war zunächst auf beiden Seiten zu erkennen. Überraschenderweise war es Martin Stötzel, der als erster fertig wurde und einen vollen Punkt beisteuerte. Er spielte sehr druckvoll, profitierte aber am Ende vdavon, daß sein Gegner einen Turm einstellte, wonach seinem Gegner wenige Züge später nur die Aufgabe blieb. Somit stand es nach etwa 3 Stunden schon 1-0. Unser Mannschaftsführer Franz Schulze Bisping schien einem sicheren Sieg entgegen zu steuern, denn er spielte druckvoll und hatte sich großen Vorteil erarbeitet. Dummerweise stellte er die Partie ein, allerdings nahm sein Gegner das Remisangebot an, da er erst später in der Anlyse den Gewinnzug sah 1,5-0,5. Marcel Strohmann an Brett zwei spielte gegen den stärksten Oberhauseer sehr solide. Zum Schluss war bei ihm ein Turmbauernendspiel entstanden, sodass ein Remis auch hier die logische Folge war. Den nächsten halben Zähler steuerte Dirk Broksch bei. Auch er spielte sehr solide, hatte gegen Ende hin sogar leicht vorteilhafte Stellung, was aber letzlich auch nicht mehr zu einem Sieg gereicht hat 2,5-1,5.
Leider musste Dinar wenig später aufgeben. Zwar spielte er seine Eröffnungs relativ solide, hielt im Mittelspiel gut mit, offenbarte aber letzlich einige Schwächen am Königsflügel, was seinen Gegner dazu einlud, mit Dame und Türmen einen Angriff zu starten. Da musste Dinar letzlich die Waffen strecken, dennoch hat er sein Bestes gegeben gegen einen Gegner, der eben schon deutlich mehr Erfahrung hatte 2,5-2,5.
Es liefen also nur noch die Partien von Peter Trzaska, Peter Broszeit und Florian Schicktanz. Florian hatte in seiner Eröffnung, die er zum Teil einstudiert hatte, sehr lange eine solide Stellung auf dem Brett. Er schaffte es nach dem Damentausch sogar, einen Vorteil zu erlangen. Im Endspiel offenbarte sein Gegner einige Schwachpunkte, worauf er sich zum Schluss hartnäckig verteidigen musste. Florian gewann einen Bauern und in einem Läufer- gegen Springerendspiel versuchte er, seinen Mehrbauern gewinnbringend einzusetzen.
Peter Trzaska hatte sich eine gute Stellung erarbeitet, so daß sich sein Gegner die größte Zeit der Partie über zäh verteidigen musste.Peter Broszeit hinegen hatte in der Eröffnung einen Bauern geopfert, den er später nicht zurück bekam. Peter Trzaskas Stellung war zum Schluss ausgeglichen, während Peter Broszeit zwei Bauern weniger hatte, dafür aber ein ungleichfarbiges Läuferendspiel. Da in allen drei noch offenen Partien kein wirklicher Gewin zu erkennnen war und kein Spieler dasRiskio von Gewinnversuchen unternehmen wollte, einigte man sich deshalb auf Remis, sodass der Endstand 4,0-4,0 um 19:10 Uhr fest stand.
Insgesamt war dieses Unentschieden gegen Oberhausen ein leistungsgerechtes Ergebnis zwischen zwei Mannschaften, die voraussichtlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Sicherlich wäre, betrachtet man die Partien von Franz und mir, unter Umständen sogar ein Sieg möglich gewesen, aber wir haben in dieser bis dato erfolgreichen Saison schon wichtige Punkte eingefahren, sodass wir in jedem Falle optimistisch in Richtung Klassenerhalt denken können. Am 13. November empfangen wir im Stimberghotel den aktuellen Tabellenführer aus Essen-Katernberg, mit vielen leistungsstarken Jugendlichen ein schwerer Gegner. Wenn wir weiterhin so konzentriert spielen, dann können wir auch gegen diesen Gegner bestehen.

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Runde 4: Erkenschwick II - SF Katernberg IV 2,5 - 5,5

deutliche Niederlage gegen Katernberg

Bericht von Franz Schulze Bisping
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Am Sonntag stand ein Großkampftag an – gleich fünf Erkenschwicker Mannschaften von der NRW-Klasse bis zur 2. Kreisklasse hatten ein Heimspiel. Die Bedingungen im Seminartrakt des Stimberghotels waren sehr gut; man konnten bei vielen Partien zuschauen.
Bei uns fehlten Marc Mathea und Rolf Jungbluth, so daß Abdulhadi Al Marawi aus der 3. Mannschaft aushelfen mußte. Auch Katernberg trat mit Ersatz an, da Nikita Gorainow fehlte. Für uns war klar, daß ein Punktgewinn eine schwere Aufgabe war, denn die Katernberger (vor allem die Jugendlichen) sind sehr spielstark und hatten in der 1. Runde schon mit der SG Höntrop einen Favoriten geschlagen. Nach einer Stunde sah es noch halbwegs freundlich für uns, obwohl Abdulhadi Al Marawi am 8. Brett schon strategisch bedenklich stand. Ich bot nach gut zwei Stunden in einer ausgeglichenen Stellung remis, was von meinem Gegner angenommen wurde 0,5-0,5. Danach befanden wir uns aber langsam auf der Verliererstrasse. Peter Broszeit hatte lang rochiert, um am weißen Königsflügel angreifen zu können. Da sein Gegner aber den schwarzen Damenflügel öffnete, geriet er unter Druck und und nach einem weiteren Fehler stand er unrettbar auf Matt 0,5:1,5. Auch Martin Stötzel hatte seine gute Stellung nach der Eröffnung durch ein Bauernopfer verdorben. Die ungleichfarbigen Läufer begünstigten den Katernberger und nach einem weiteren Bauernverlust gab Martin die hoffnungslose Partie auf 0,5:2,5. Peter Trzaska am 1. Brett hatte Lukas Schimnatkowski gut neutralisiert, aber mehr als ein Remis war auch für ihn nicht möhglich. So stand es um 16 Uhr 1,0:3,0.
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In den verbleibenden vier Partien standen unsere Spieler schlechter. Als nächsten erwischte es Marcel Strohmann am 2. Brett. Nachdem er seinem Gegner ein Turmschach auf der 1. Reihe gestattet hatte, geriet sein Springer in eine Fesselung. Der Zugzwang tat sein Übriges und so blieb ihm um 16:45 nur die Aufgabe 1,0:4,0. Einzig Abdulhadi hatte seinen Minusbauern in einen Mehrbauern verwandeln können und stand im Endspiel mit 3 gegen 2 Bauern am Königsflügel besser, aber nicht auf Gewinn. Dirk an Brett 5 hate eine gedrückte Stellung und gab zunächst eine Qualität, um etwas Gegenspiel zu erhalten. Aber sein Gegner konnte seine Türme gut in Szene setzen und durch eine Umgehung eine unparierbare Mattdrohung aufstellen 1,0:5,0. Abdulhadi hatte zwar keine großen Fortschritte gemacht, aber seine Sticheleien mit dem Springer führten dazu, daß seine Gegnerin in ihrem Bemühen, durch einen Turmabtausch dem Remis näher zu kommen, im 78. Zug eine Springergabel übersah 2,0:5,0 und wir so einen Sieg verzeichnen konnten. In Florians Partie ging es zwischendurch drunter und drüber und der Vorteil wechselte mehrmals die Seiten. Letztendlich gelang es seinem Gegner nicht, substantielle Fortschritte zu machen und so endete die Partie gegen 18:15 mit einem gerechten Remis 2,5:5,5.
Unsere Niederlage war verdient, denn die Katernberger waren uns deutlich überlegen. So bleibt uns nur der Blick nach vorne und die Hoffnung, am 18.12. gegen Horst-Emscher II die Scharte wieder auszuwetzen.

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Runde 5: Horst-Emscher II - Erkenschwick II 4,0 - 4,0

Erkenschwick II nach wichtigem Punktgewinn auf Tabellenplatz 5

Bericht von Florian Schicktanz

Am 18. Dezember 2016 war Erkenschwicks Zweite zu Gast beim Gelsenkirchener Schachverein Horst-Emscher. Beide Mannschaften traten mit ihrer Stammbesetzung an, sodass es keine nennenswerten Überraschungen gab. Jeder von uns hatte im Vorfeld ein spannendes Duell zweier Mannschaften erwartet, deren Ziel ganz klar der Klassenerhalt ist. Diese Annahme sollte sich auch bestätigen.
Bei bewölktem, aber relativ mildem Dezemberwetter begann der Kampf pünktlich um 14 Uhr. Wie immer ging es fortan an allen Brettern hochkonzentriert zur Sache. Wir wollten nach Möglichkeit unserem Gegner zwei Punkte abknüpfen. Und das erste – und vor allem aus unserer Sicht als Achtungserfolg zu betrachtende – Ergebnis ließ nicht allzulange auf sich warten: Peter Broszeit an Brett 3 spielte Remis gegen Dorota Weclawski, die Fide-Meisterin (WFM) ist und auch schon in der Frauen-Bundesliga gespielt hat. So stand es nach einer halben Stunde Unentschieden. Nach einer weiteren halben Stunde steuerte unser Spitzenspieler Peter Trzaska das nächste Remis bei – er spielte gegen seinen ehemaligen Schüler Jörg Patzer. Zwar spielte „Pete“ wie gewohnt druckvoll und solide, aber der augenscheinliche Vorteil ließ sich letzlich nicht in einen Sieg ummünzen, sodass die nächste Punkteteilung feststand 1,0-1,0.
Eien Stunde später konnten wir den ersten Sieg einfahren, denn Dirk Broksch an Brett 6 konnte in einer anfänglich etwas zerfahrenen Partie entscheidend Material gewinnen, sodass es 2,0-1,0 für uns stand. Nun konnte man dem Spielverlauf durchaus optimistisch entgegenblicken, weil die anderen Bretter zumindest nicht nachteilig aussahen. Marcel Strohmann an Brett 2, der wie gewohnt solide spielte, erreichte um 16:30 ein Remis. In einem Turmbauernendspiel mit Materialgleichheit konnte schlussendlich kein Sieger ermittelt werden. In einer ähnlichen Situation befand sich unser Mannschaftsführer Franz Schulze Bisping, der seinem Gegner um 16:55 Remis anbot, was dieser auch annahm. So lagen die Stimbergstädter weiterhin mit 3,0-2,0 in Front. Es liefen aber noch drei Partien und die Spannung stieg. Leider konnten wir unsere Führung nicht beibehalten. Martin Stötzel hatte bereits in der Eröffnung einen Bauern eingestellt. Sein Gegner kam immer besser ins Spiel und deckte Martins Schwächen konsequent auf. So stand es um 17:30 3,0-3,0.
Marc Mathea war schlecht aus der Eröffnung herausgekommen und hatte spürbaren Nachteil. Ihm gelang es nicht, kurz vor der Zeitkontrolle einen versteckten Remisweg zu finden. Sein Gegner wickelte in ein gewonnenes Turmendspiel ab und um 18 Uhr blieb Marc nur noch die Aufgabe 3,0-4,0. Nun kämpfte nur noch Florian, um mit einem möglichen Sieg das Unentschieden für uns zu retten. Er hatte im Mittelspiel Vorteile angesammelt, dann aber ungenau fortgesetzt, wodurch sein Gegner wieder zu Gegenspiel gekommen war. Am Ende hatte Florian zwar einen Bauern weniger, aber dem gegnerischen König drohte ein Mattangriff mit Turm und Läufer, während gleichzeitig Florians b-Bauer zur Umwandlung vorrückte. Seinem Gegner gelang es nicht, alle Drohungen parieren. Um 18:35 hatte Florian gewonnen und wir konnten uns über diesen wichtigen Punktgewinn freuen und können vorerst auf dem fünften Platz „überwintern“.
Mit diesem Mannschaftsunentschieden hat der SV Erkenschwick II aber weiterhin gute Voraussetzungen, den Klassenerhalt zu schaffen. Im neuen Jahr geht es am 29. Januar weiter gegen den Tabellenzweiten Mülheim I, der überraschend den Spitzenreiter Katernberg IV geschlagen haben. Es wird schwer werden, gegen diese Mannschaft einen Punktgewinn zu erreichen!

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Runde 6: Erkenschwick II - SC Mülheim 4,5 - 3,5

Sieg gegen den Tabellenführer SC Mülheim

Bericht von Florian Schicktanz

Die 6. Runde lief für den SV Erkenschwick II in der Verbandsklasse äußerst erfolgreich: nachdem bereits die erste Mannschaft in der NRW-Klasse vergangene Woche gegen SV Letmathe gewonnen hatte, konnte die Zweite den starken Mülheimern ebenfalls zwei Punkte abknöpfen.
An diesem Sonntag kam es zu einem spannenden Duell: Die Stimbergstädter (5. Tabellenplatz) empfingen den Tabellenzweiten SC Mülheim, die DWZ-stärkste Mannschaft dieser Gruppe und deshalb ein Kandidat für die zwei Aufstiegsplätze, ebenso wie Katernberg IV und DO-Mengede.
Beide Mannschaften traten mit ihrer Stammbesetzung an. Wie in den Runden zuvor sollte sich auch gegen Mülheim ein spannendes und mitreißendes Duell entwickeln. Bei nicht allzu kaltem Januarwetter begann der Kampf pünktlich um 14 Uhr und die spannende Frage kam auf: Kann der SV Erkenschwick II wichtige Punkte sammeln, um den Klassenerhalt schaffen zu können?
Tatsächlich ließ das erste Erfolgserlebnis nicht lange auf sich warten: Dirk Broksch an Brett 6 konnte das fehlerhafte Spiel seines Gegners ausnutzen. Zum Schluss konnte er viele Drohungen aufstellen und Material gewinnen, wonach der Gegner aufgab. Mit diesem Sieg hat Dirk nicht nur den ersten wichtigen Punkt geholt, zudem ist er nun auch noch Topscorer in unserer Mannschaft, herzlichen Glückwunsch! Es dauerte eine Weile, bis das nächste Resultat feststand. Peter Broszeit an Brett 3 spielte eine Partie, in der er bei korrektem Spiel seines Gegners einen wichtigen Bauern hätte verlieren müssen. Da dieser aber falsch abwickelte, konnte er die Partie halten. Als zum Schluß ein Läuferendspiel mit gleicher Bauernzahl auf dem Brett war, einigten sich die Spieler auf remis 1,5-0,5. Auch Peter Trzaska an Brett 1 trug mit einem Remis zum Mannschaftserfolg bei. Zwar spielte er wie immer gewohnt solide, hatte dieses Mal aber einen starken Gegner vor der Brust. In einer scharfen Stellung fand „Pete“ die richtigen Verteidigungszüge und parierte die Drohungen. In der Schlußstellung stand er sogar besser. Weil aber keine Seite einen klaren Gewinnweg sah, war die Punkteteilung angesagt 2,0-1,0. Die nächsten wichtigen halben Zahler holten Martin Stötzel an Brett 7 und ich an Brett 8. Zwar stand Martin zwischenzeitlich etwas besser, weil aber weder er noch sein Gegner nennenswerte Vorteile herausspielen konnte, einigte man sich hier ebenfalls auf Remis. Wie so oft wählte ich die Englische Eröffnung. Ich konnte am Königsflügel Druck aufbauen, was mein Gegner durch andere Drohungen parierte. Mein im Zentrum postierter Springer konnte gegnerische Angriffe weitgehend unterbinden. Meine Partie endete durch Zugwiederholung remis 3,0-2,0. Alles in allem sah es für uns bis dahin relativ vielversprechend aus.
Leider mußte Marcel Strohmann an Brett 2 seine Partie aufgeben. Er übersah im Mittelspiel ein wichtiges Zwischenschach, das ihm eine bessere Stellung beschert hätte. Stattdessen verlor er einen wichtigen Bauern. Im Doppelturmendspiel unterliefen ihm weitere Ungenauigkeiten, so daß sein Gegner entscheidend Material gewinnen konnte 3,0-3,0. Da aber Franz Schulze Bisping an Brett 4 gut stand und Marc Mathea an Brett 5 ein ausgeglichenes Läuferendspiel verwaltete, konnten wir dem restlichen Spielverlauf allerdings optimistisch entgegenblicken.
Derweil stand unser Mannschaftsführer Franz zunehmend besser, da die gegnerischen Figuren nicht zusammenspielten und der freie a-Bauer eine ernste Drohung darstellte. Trotz Figurenverlust versuchte sein Gegner noch einen Gegenangriff, allerdings konnte Franz diese Drohungen abwehren und seinerseits einen Mattangriff starten. Um 18:30 gab sein Gegner endlich auf, da er im nächsten Zug mattgesetzt worden wäre 4,0-3,0. Nach diesem Sieg wurde auch an Brett 5 sofort Frieden geschlossen, da keine Seite Gewinnmöglichkeiten hatte und damit war unser 4,5-3,5 perfekt.
Mittlerweile sind schon zwei Drittel der Saison vorüber und wir können ein positives Fazit ziehen. Mit acht Punkten belegt der SV Erkenschwick II von den Mannschaftspunkten her den geteilten zweiten bis fünften Tabellenplatz. Und mit dem SC Mülheim haben wir einen starken Gegner geschlagen, gegen den der neue Tabellenführer Katernberg 4 in der letzten Runde deutlich verloren hatte.
Wahrscheinlich werden Katernberg 4 und Mengede aufsteigen, da sie das leichteste Restprogramm haben und die beiden stärksten Mannschaften sind. Mit einem weiteren Mannschaftspunkt (aus 3 Spielen) sind wir ganz sicher aller Abstiegssorgen ledig. Mit entsprechendem Glück können wir möglicherweise sogar um einen Aufstiegsplatz mitmischen. Im Februar geht die Mission Verbandsklasse weiter gegen die SG Höntrop, die in der Tabelle hinter uns rangieren.

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Runde 7: SG Höntrop - Erkenschwick II 4,0 - 4,0

Klassenerhalt ist amtlich

Bericht von Florian Schicktanz

Am 7. Spieltag in der Verbandsklasse erreichte Erkenschwick II gegen die 1. Mannschaft der SG Höntrop ein Unentschieden, welches den vorzeitigen Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen konnte.
Der Tag begann zunächst nicht plangemäß, denn Marcel Strohmann sagte krankheitsbedingt ab. Doch glücklicherweise konnte unser neues Vereinsmitglied Marco Schröter in unserer Mannschaft aushelfen. Unser Gegner aus Bochum dagegen trat mit seiner üblichen Besetzung an.
Die Mannschaft aus Höntrop, welche noch um den Klassenerhalt bangen musste, wollte uns natürlich Paroli bieten. Die Stimbergstädter dagegen waren in diesem Duell nach ihrem überraschenden Sieg gegen die Mülheimer leicht favorisiert. Dass an diesem Tag an allen acht Brettern die Punkte geteilt wurden, hatten wohl die allerwenigsten erwartet. Der erste war Peter Trzaska an Brett 1, der gegen den stärksten Höntroper Spieler um 14:30 ein Remisangebot annahm. Gegen 15:00 endete Peter Broszeits Partie mit einem Remis, der seine gute Stellung mit einem unbedachten Zug eingestellt hatte. Dirk Broksch hatte nach einem unbedachten Springerzug einen Einschlag auf e3 übersehen und so einen wichtigen Bauern verloren. Sein Gegener nahm Dirks Remisangebot um 15:50 an. Das nächste Remis ergab sich bei Marc Mathea um 16:30. In den verbleibenden vier Partien standen wir leicht vorteilhaft. Unser Mannschaftsführer und Marco Schröter besassen jeweils einen Mehrbauern, der aber nicht leicht zu realisieren war. Martin Stötzel hatte einen (nicht leicht zu sehenden) Figurengewinn ausgelassen. Unter diesen Umständen boten wir um 16;50 Remis, das von unseren Gegnern angenommen wurde. Mit diesem 4:4 hatten wir den Klassenerhalt gesichert und auch die Höntroper waren über den Punktgewinn froh. Da Brackel 3 und Weiße Dame Borbeck am 7. Spieltag ebenfalls verloren, haben wir mittlerweile 5 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und sind damit gesichert.
Im März empfangen haben wir SF Brackel 3. Mit einem weiteren Sieg können wir unseren aktuellen vierten Platz noch verbessern, auch wenn es nicht für den Aufstieg reichen wird.

Spielbericht der SG Höntrop

Jedner – Stötzel nach dem 16. weißen Zug
Jedner-Stötzel 16s
Weiß droht mit dem Einschlag auf h7 und das Nehmen des Läufers mit 16… Sxf4 führt zum Matt nach 17. Lxh7+ Kh8 Sxf7#.
Deshalb spielte Schwarz 16… Sf6 17.c4 Dd8 und es wurde Frieden geschlossen.
Mit dem widersinnigen Zug 16… Sg6! hingegen droht Schwarz den Läufer f4 oder den Sg5 und damit die Partie zu gewinnen.
Falls Weiß dies mit 17. g3 verhindert, folgt 17 … Sdxf4 18. gxf4 Sxf4 und der schwache weiße Königsflügel gibt Schwarz starken Angriff.

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Runde 8: Erkenschwick II - SF Brackel III 3,5 - 4,5

Verdiente Niederlage gegen Brackel

Bericht von Franz Schulze Bisping

Am Sonntag stand der vorgezogene Mannschaftskampf gegen Brackel 3 an. Von der Tabellensituation her eine klare Sache für uns: Vierter gegen Achter, 9 Mannschaftspunkte gegen 4. Allerdings fehlten bei uns zwei wichtige Spieler, Marcel Strohmann musste für eine Klausur lernen, Marc Mathea war im Urlaub. Dafür sprangen Angelika Schulz und der Topscorer der dritten Mannschaft Abdulhadi Al Marawi ein. Auch Brackel trat mit einem Ersatzspieler an. Da um 14:00 erst drei gegnerische Spieler anwesend waren, begann der Kampf mit Verspätung. Allerdings zeigte die gegnerische Aufstellung, dass Brackel an fast allen Brettern 100 – 200 DWZ mehr hatte.
Peter Broszeits Partie am 2. Brett endete um 15:12 mit einem Remis durch Dauerschach ½:½, zu diesem Zeitpunkt stand Abdulhadi an Brett 8 bereits schlecht. In einer scharfen Stellung mit heterogenen Rochaden musste er sich gegen einen starken Angriff seines jugendlichen Gegners verteidigen. Auch Angelika hatte mittlerweile einen Bauern verloren und stand schlechter. An den anderen Brettern waren die Stellung ausgeglichen. Um 15:55 gab Abdulhadi seine Partie auf ½:1½. 5 Minuten später endete auch Peter Trzaska Partie an Brett 1 mit einem Unentschieden 1:2. Jetzt zeichnete sich bereits die kommende Niederlage ab. Angelika hatte einen weiteren Bauern verloren. Florian an Brett 6 hatte zwar unternehmungslustig gespielt, war aber in eine schlechtere Stellung geraten. Nur an Brett 3 konnten wir uns Hoffnungen auf den ganzen Punkt machen, da mein Gegner mutwillig eine Qualität geopfert hatte. Dirk an Brett 4 hatte hatte im Mittelspiel eine gute Fortsetzung ausgelassen und stand ausgeglichen. Er reagierte auf einen Bauernvorstoß am Damenflügel falsch und verlor zwei Figuren gegen einen Turm. Wegen der schwarzen Bauernschwächen endete die Partie im 40. Zug mit Remis 1½:2½. Angelika hatte zwar wie eine Löwin weiter gekämpft, aber um 17:15 blieb ihr angesichts der drohenden Umwandlung des gegnerischen Freibauern nur die Aufgabe 1½:3½. 5 Minuten später endete auch Florians Partie mit Remis 2:4. Damit war die Niederlage besiegelt, denn auch Martin Stötzels Stellung war nur ausgeglichen und mit seinem Remis stand um 17:30 der Brackeler Sieg fest 2½:4½. Ich hatte meinen Vorteil weiter ausgebaut und die Damen getauscht. Um 17:35 Uhr überschritt mein Gegner die Zeit, damit war der Endstand 3½:4½.
Unsere Niederlage war verdient und es zeigte sich, dass wir das Fehlen von zwei guten Spielern noch nicht kompensieren können. Allerdings ist der bisherige Saisonverlauf für uns ein großer Erfolg, denn zu Saisonbeginn waren wir die Mannschaft mit dem zweitschlechtesten DWZ-Schnitt. Am 30. April steht das Abschlußspiel gegen die SG Mengede an, in dem wir nur Außenseiter sind.

Zum Abschluss kommen noch drei Partiefragmente aus dem Mannschaftskampf.
Dirk an Brett 4 hatte im 20. Zug eine starke Fortsetzung ausgelassen. Statt 20. Sh4, was die Stellung in der Waage hielt, hätte er 20. d5! spielen sollen.
Broksch-Bense 20s Variante
Schwarz kann es sich nicht leisten, das Bauernopfer mit 20 …exd5 21. Sd4 anzunehmen. Nach z.B. 21…De5 22. f4 Db8 23. Lh5+ g6 24. exd5 rächt sich, daß der schwarze König noch nicht rochiert hat. 24…0-0 25. De6+ Kh8 26. Dxb6.
Auch die Ablehnung mit 20…e5 führt nach 21. a4 bxa4 (Das Vorrücken mit 21…b4 22.a5 Sc8 23. a4 Dxa5 24. Ta1 ist ebenfalls gut für Weiß.) 22. Ta1 a3 23. bxa3 Sbc8 24. Tac1 Sd6 25. Sa4 zum Verlust des Bauern c4 mit deutlichem weißen Vorteil.

Abdulhadi am 8. Brett hatte eine psychologisch unangenehme Stellung. Für den geopferten Bauern hatte Schwarz gutes Spiel, während Weiß noch nicht entwickelt ist.
Al Marawi-Slanina 15w
Hier hätte Abdulhadi mit 15. Lxf4 Lxf4 16. Se2 Dxb2 17. Sxf4 den Bauern zurückgeben und das Läuferpaar halbieren können.
In der Partie folgte 15. Se2 Dg7 16. Sxf4 Lg4 17. De1 Tde8 18. Dc3 Dg5 19. Ld2 Thg8 und jetzt hätte 20. Da5! die Stellung zusammengehalten. Nach 20. Se6? folgte 20… Dd5 und Weiß war pleite.

Florian Schicktanz (Brett 6) hatte wegen der Schwäche e3 eine schlechtere Stellung, da sein Spiel auf dem Damenflügel noch nicht in die Gänge gekommen war. Auch der weiße König auf h1 steht unglücklich. Der richtige Zug wäre 36. b5 gewesen, um in der schwarzen Stellung eine Schwäche zu schaffen.
Schicktanz-Büchle 36w
Mit 36. Db2? stellte er einen Bauern ein. 36… Txf4 37. gxf4 De4+ 38. Dg2 (um auf g6 den verlorenen Bauern zurück zu gewinnen) Dxd3 39. Dxg6 De4+ 40. Dg2 und hier wurde die Partie remis gegeben.
Schicktanz-Büchle 40s
Dummerweise steht Weiß aber auf Verlust wegen 40 … Dxd4!. Nach 41. Tg1 folgt 41… De4 42. Dxe4 Txe4 43. Tg6 Txb4 44. Txh6+ Kg8! und Weiß steht im Turmendspiel sehr schlecht.
Der Übergang ins Bauernendspiel mit 41. exd4 Txe1+ 42. Dg1 Txg1+ 43. Kxg1 führt sofort zum Verlust. 43… Kg7 (43. Kg2? b6!) 44. a5 Kf7 45. Kg2 Ke7 46. Kg3 Kd7 47. Kh4
Schicktanz-Büchle 47w Variante
und jetzt gewinnt Schwarz mit 47… b6! 48. axb6 Kc8!, denn auf 49. Kh5 entscheidet der entfernte Freibauer mit 49… c5 50. bxc5 a5 (50. dxc5 d4! und der schwarze Bauer f5 verhindert, daß der weiße König ins Quadrat kommt.)

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Runde 9: SG Mengede - Erkenschwick II 2,5 - 5,5

Überraschend deutlicher Sieg gegen SG Mengede

Bericht von Franz Schulze Bisping

Am letzten Spieltag ging es gegen die SG Mengede, von der DWZ-Zahl her die zweitbeste Mannschaft der Gruppe. Vor allem ihre oberen Bretter hatten dieser Saison gut gepunktet. Bei uns spielte nach langer Pause Rolf Jungbluth wieder mit, Dirk Broksch pausierte.
Bereits vor der letzten Runde war klar, dass der Tabellendritte einen Stichkampf zum Aufstieg in die Verbandsliga bestreiten durfte. Da Mengede fünf Brettpunkte mehr als wir hatten, langte ihnen ein Unentschieden, während wir auf jeden Fall gewinnen mußten. Allerdings hing es auch vom Ausgang des Kampfes SC Mülheim – SW Oberhausen ab. Uns konnte nur eine Niederlage von Oberhausen helfen.
Caissa war uns wohlgesonnen, denn bei Mengede fehlten sowohl das zweite als auch das dritte Brett, die aus 14 Partien elf Punkte geholt hatten. Da Mengede II zwei gleichzeitig spielte und gegen den Abstieg kämpfte, hatten die Ersatzspieler der 1. Mannschaft nur eine DWZ von 1600 bzw. 1500.
Nach einer guten halben Stunde einigte sich Peter Trzaska mit seinem Gegner auf Remis 0,5:0,5 und wurde damit unser Remiskönig (achtmal!). Auch an den anderen Brettern waren die Stellung ausgeglichen. Marcel Strohmann hatte sich eine aussichtsreiche Stellung erarbeitet, allerdings gelang es ihm nicht, eine Gewinnfortsetzung zu finden. So endete seine Partie um 16 Uhr ebenfalls mit Remis 1:1. zu diesem Zeitpunkt stand nur Florian Schicktanz schlecht, der am Damenflügel angreifen wollte und den König seinem Schicksal überlassen hatte. An Brett 6 besaß Rolf Jungbluth, der einen Bauern für Angriff geopfert hatte, einen fulminanten Mattangriff und um 16:30 gab sein Gegner auf 1:2. Mark Mathea hatte durch einen unüberlegten Zug eine Qualität eingebüßt und kämpfte um Ausgleich. Peter Broszeit hatte eine Figur geopfert, um den gegnerischen König an der Rochade zu hindern, und besaß eine starke Angriffsstellung. Ich hatte mittlerweile die c-Linie mit den Türmen besetzt und den gegnerischen Angriff auf meinen König abgewehrt. Martin Stötzel besaß auf d6 einen starken gedeckten Freibauern und aktiv postierte Türme. Ein Sieg war für uns jetzt im Bereich des Möglichen.
Florian musste musste um 17:00 Uhr seinen hoffnungslosen Kampf aufgeben 2:2, aber Marc Mathea hatte seine Qualität zurückerobert und Martin und ich standen auf Gewinn. Peters Stellung war mittlerweile in den Remisbereich abgeglitten. Um 17:30 nahm Marcs Gegner (bei nur noch drei Minuten Bedenkzeit) das Remisangebot an 2,5:2,5. Ich besaß mittlerweile eine Mehrfigur und einen unaufhaltsamen b-Bauern, sodass mein Gegner um 17:35 aufgab 2,5:3,5. 5 Minuten später hatte auch Martin gesiegt 4,5:2,5. Peters Gegnerin machte in ausgeglichener Stellung einen Fehler und verlor wenige Züge später die Dame. Um 17:55 Uhr gab sie auf und wir hatten 5,5:2,5 gewonnen – ein Ergebnis, mit dem vor dem Spiel niemand von uns gerechnet hatte.
Da gleichzeitig Mülheim gegen Oberhausen gewonnen hatte, waren wir Dritter. Am 28. Mai müssen wir gegen den SV Bönen spielen, der in der bärenstark besetzten Gruppe 2 Dritter wurde. Weiter geht es dann am 2. Juli mit einem Heimspiel gegen den FS Dortmund, der in der Gruppe 1 Dritter war. In dieser Saison haben wir wieder eine sehr gute Leistung gezeigt, was auch am DWZ-Zugewinn der meisten Spieler deutlich wird. Ein wichtiger Grund ist sicherlich der gute Zusammenhalt in unserer Mannschaft und die Kampfbereitschaft unserer Spieler. Ohne Niederlage blieben Peter Trzaska an Brett 1 und ich an Brett 4, zu den Punkthamstern zählten Florian, Martin und Peter Trzaska mit je fünf Punkten (aus 9 Partien) sowie Dirk Broksch (5,5 aus 8) und ich mit 6 Punkten. Unser Dank gilt auch den Ersatzspielern, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.

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Relegation Verbandsliga: SV Bönen - Erkenschwick II 6,5 - 1,5

Klatsche gegen Bönen

Bericht von Franz Schulze Bisping

Guter Dinge fuhren wir nach Bönen, um den Hausherren einen Kampf zu liefern. Zwar fehlte Marc, aber dafür konnte Rolf spielen. Ein Blick auf die gegnerische Aufstellung zeigte: zwei Ersatzleute aus der zweiten Mannschaft. Das ließ uns mit einem guten Gefühl in den Kampf gehen.
Nach einer Stunde standen die Partien noch ausgeglichen, aber es zeigte sich, dass Bönen Oberwasser bekam. Florian an Brett acht machte einen positionellen Fehler und kämpfte von da an für eine verlorene Sache. Peter Trzaska an Brett 1 war der Ansicht, besser zu stehen, und wurde seinem Vorsatz untreu, Remis zu spielen. Das sollte ins Auge gehen. Auch Marcel kam mit seinem Königsinder nicht so richtig in die Gänge. Mein Gegner an Brett 4 wollte mich mit einem Figurenopfer überrennen, aber ich konnte die Stellung halten. Rolf Jungbluth sah einen Bauerngewinn und stellte dabei einen Turm ein – 0:1 um 16:15. Danach brachen bei uns die Dämme oder um Schiller zu zitieren: Ein Schlachten war’s, nicht eine Schlacht zu nennen. Um 16:55 gab Peter Trzaska auf, denn er war von seinem Gegner überspielt worden 0:2. Ich hatte zwar in der Zwischenzeit einen Bauern gewonnen, konnte aber einer Zugwiederholung nicht ausweichen ½:2½. Um 17:20 gab Marcel auf ½:3½. Damit war der Zug abgefahren, denn Florian stand auf Verlust und Peter Broszeit sowie Dirk standen schlechter.
Um 17:25 gab Martin seine Partie remis 1:4. 10 Minuten später erhielt Dirk ein Remisangebot, dass er nicht ablehnen konnte 1½:4½. Peters Stellung hatte sich weiter verschlechtert und so kam um 18:20 seine Aufgabe 1½:5½. Nur Florian kämpfte immer noch unverdrossen weiter. Allerdings wurde sein Kampfgeist nicht belohnt, um 19:10 musste auch er die Segel streichen. Mit dem 1½:6½ ist uns deutlich gezeigt worden, wo der Hammer hängt.
Es bleibt nur zu hoffen, dass wir im nächsten Spiel (am 2.7.) gegen den FS Dortmund wieder unsere alte Stärke zeigen können.

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Relegation Verbandsliga: Erkenschwick II - FS Dortmund 6,0 - 2,0

Ein überzeugender Sieg gegen Dortmund!

Weiß am Zug

An diesem Sonntag hatte ich als Mannschaftsführer zum ersten Mal ein Luxusproblem – ich konnte aus elf Spielern die passenden acht heraus suchen. Als ich um 13:30 Uhr ankam, war bereits alles aufgebaut – mein Dank an Dirk, Florian, Marco und die beiden Peter. Marc Mathea und Florian Schicktanz pausierten, stattdessen spielte Max Schawacht, der nach dreijähriger Abstinenz wieder dabei war. Bei unserem Gegner fehlte das zweite Brett, dafür kam Ersatz aus der Bezirksliga.
Unsere Gäste waren in der komfortablen Situation, dass wir mindestens 5,5-2,5 gewinnen mussten, um aufsteigen zu können. Nach einer Stunde hatten Peter Broszeit am 3. Brett und Dirk Proksch am 6. Brett Vorteile angesammelt, an den anderen Brettern waren die Stellung ausgeglichen. Die erste große Chance vergab Marcel Strohmann an Brett 2, sein Gegner schlug einen vergifteten Bauern auf b2 (siehe Diagramm) und hätte die Dame verlieren müssen, wenn . . . Marcel richtig gespielt hätte. Leider übersah er diese Möglichkeit und musste sich mit einem Minusbauern weiterquälen. Auch Peter Broszeit ließ seinen Gegner wieder ins Spiel kommen. Peter Trazka am 1. Brett war diesmal nicht friedlich gestimmt und hatte es auf eine komplizierte Partie angelegt. Sein Gegner stellte im 18. Zug einen wichtigen Bauern ein. Vier Züge später opferte Pete die Qualität und nach drei weiteren Zügen gab der Gegner auf. Somit stand es um 16:15 1-0. Ich nahm gleichzeitig das Remisangebot meines Gegners an, da meine Stellung ausgeglichen war und es keine aktiven Möglichkeiten gab – 1½:½. Rolf Jungbluths Gegner hatte das sizilianische Flügelgambit ausgepackt und ihn damit auf dem falschen Fuß erwischt. Zu diesem Zeitpunkt musste Rolf schon um das Remis kämpfen, da sein König in der Mitte steckengeblieben war. Allerdings hatte Dirk schon zwei Mehrbauern erwirtschaftet und in ein Endspiel mit Turm und Springer abgewickelt. Marcel hatte nach fehlerhaften Spiel des Gegners seinen Minus- in einen Mehrbauern verwandelt und danach eine Qualität gewonnen. Um 17:32 Uhr gab sein Gegner auf – 2½-½. 2 Minuten später erhöhte Max auf 3½:½, da sein Gegner ein Matt übersehen hatte. Dirk besaß mittlerweile vier Mehrbauern im Springerendspiel und Peter Broszeit stand ebenfalls auf Gewinn. Damit war der Drops fast gelutscht. Den Dortmundern gelang zwar noch ein Anschlusstreffer, da Rolf um 17:55 einen Zug vor dem Matt aufgab 3½:1½. Aber im Gegenzug gewann Dirk um 18:02 – 4½:1½. Martin Stötzel stand schlechter, aber dafür hatte Peter Broszeit ein klar gewonnenes Turmendspiel mit zwei Mehrbauern. Um 18:25 gab sein Gegner auf 5½:1½. Wir hatten es geschafft – wir waren aufgestiegen. Unmittelbar danach wurde die Partie von Martin Stötzel remis gegeben 6:2.
Anschließend haben wir noch noch zusammen gessessen und unseren Sieg gefeiert. Für die zweite Mannschaft ist dies die Krönung einer überragend gelaufenen Saison, denn zwei Aufstiege in Folge sind eine starke Leistung. Dies wäre ohne den guten Zusammenhalt in der Mannschaft und die Kampfbereitschaft unserer Spieler nicht möglich gewesen. Dafür wird es allerdings in der nächsten Saison deutlich schwerer werden, die Klasse zu halten.

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