III. Mannschaft 2015/16

Saison 2015/16: Bezirksklasse, Schachbezirk Herne-Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

8.5.2016 – knapper Sieg zum Saisonende

Bericht von Armin Gasper

Das letzte Saisonspiel der Tabellennachbarn fand bei strahlendem Sonnenschein in Herne gegen SK Sodingen/Castrop V statt. Bei uns fehlten Günter und Dinar, dafür sprangen Tim und Kai in die Bresche. Mit einer kampflosen Führung im Rücken – Brett 8 der Hausherren blieb unbesetzt – waren die Vorteile zunächst bei den Erkenschwickern. Rolfs Unentschieden an Brett 6 änderte zunächst nichts an der Führung, bis Lukas an Brett 4 nach einem Rechenfehler wegen Materialverlust die Segel streichen musste.
Routinier Harald zeigte an Brett 3 zum Abschluss der Saison noch einmal seine Klasse und konnte Dank seines furiosen Läuferpaares am Ende einen vollen Punkt für uns verbuchen. Nach einer Unachtsamkeit meines Kontrahenten wurde die Führung auf 2 Zähler ausgebaut, bevor die Hausherren durch Tims Niederlage in Zeitnot an Brett 7 noch einmal verkürzen konnten.
Die beiden letzten Partien von Christian und Angelika an den Brettern 5 und 2 endeten jeweils unentschieden. Christian hatte seinen Vorteil zum Ende schon verspielt, als sein Gegner, sich in Zeitnot wähnend, das Remisangebot annahm. In Angelikas Partie konnte im Endspiel Springer gegen Läufer hatte keine Seite Möglichkeiten zum entscheidenden Durchbruch, so dass auch hier der Friedensschluss angesagt war.
Durch den Sieg wurde der vorletzte Tabellenplatz gesichert. Nun bleibt abzuwarten, ob dies auch um Klassenerhalt reicht.
Zu danken ist an dieser Stelle allen Ersatzspieler, die uns bei Ausfällen des Stammpersonals unter die Arme gegriffen haben.

3.4.2016 – Klatsche gegen Unser Fritz III

Bericht von Lukas Lojewsky

Die 3. Mannschaft empfing am 8. Spieltag Unser Fritz 3 aus Herne. Nach dem ersten Saisonsieg am letzte Spieltag war die Mannschaft guter Dinge, um das Abstiegsgespenst endültig zu verscheuchen.
Der Tag begann auch positiv, da die Gäste mit zwei Spielern weniger antreten mussten. Angelika und Dinar konnten ihre Punkte kampflos verbuchen. So hieß es nach einer halben Stunde 2:0. Rolf und Christian standen bald sehr gut und schlugen auch Remisgebote aus. Ich für meinen Teil hatte einen Gambitbauern weniger und bemühte mich um Gegenspiel. Armin und Günter standen ausgeglichen. Einzig Harald bereitete uns Sorgen, da er gleich zu Beginn unter Druck stand. Sehr überraschend gab Rolf danach seine Partie trotz drückender Überlegenheit her. Auf der Suche nach dem entscheidenden Dolchstoß übersah er ein Zwischenmatt. Als nächstes musste Harald dem starken Druck seines Gegners nachgeben und seine Partie verloren geben. Ich hatte währenddessen mein Gegenspiel nicht in Gang gebracht und gab noch einen zweiten Bauern. Günter hatte eine Leichtfigur für Gegenspiel geopfert und sein Gegner bot ihm vier Züge später ebenfalls Remis. Dieses schlug Günter aus. Christians starke Stellung ging durch eine falsche Abwicklung, die ihn einen Turm kostete, in die Brüche. Dies war das 2:3 für unsere Gäste und das Drama hatte seinen Lauf genommen. Günter versuchte nocht einen letzte Impuls zu setzen, aber der Rückgewinn der Leichtfigur auf Kosten eines Bauerns konnte auch seine Partie nicht mehr retten, denn der Bauer wurde zu stark. Auch Armin versuchte noch zu retten, was zu retten war, kämpfte aber nun gegen zwei Mehrbauern. Ich bemühte mich mit aller Kraft, die Partie Remis zu halten. Mein Gegner konnte seine Bauern jedoch in Bewegung setzen und diese waren nicht aufzuhalten. Damit war der Mannschaftskampf verloren. Armin gab schließlich auf, nachdem er auch seinen dritten Bauern verloren hatte.
Dies war ein gebrauchter Nachmittag für die 3. Mannschaft. Nun müssen am letzten Spieltag noch einmal alle Kräfte gegen die direkte Konkurrenz von Sodingen/Castrop gebündelt werden.

28.2.2016 – klarer Sieg gegen Altstadt

Bericht von Lukas Lojewsky

Unsere 3. Mannschaft stattete am 7. Spieltag der Bezirksklasse dem Nachbarn Recklinghausen-Altstadt 2 einen Besuch ab. Endlich sollte der erste Saisonsieg eingefahren werden. Hierfür musste man aber kurzfristig Dinar durch Christian Scholtholt wegen Krankheit ersetzen. Hierfür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Christian für seine kurzfristige Bereitschaft.
Beide Mannschaften gingen konzentriert in die Eröffnung. Einzig Armin verrechnete sich frühzeitig und stellte dadurch eine Leichtfigur ein. Christian Verkooyen setzte seinen Gegner alsbald unter Druck. Ihm gelang es zunächst die Rochade seines Gegners zu verhindern und im Anschluss eine Qualität sowie einen Bauern zu gewinnen. Als auch noch eine Leichtfigur auf der anderen Seite verloren ging, war der erste Punkt für die Stimbergstädter nicht mehr zu verhindern. Auch Rolf und Günter konnten sich gegen ihre Gegner von Anfang an eine starke Stellung erarbeiten. Ich für meinen Teil fand mich mit Weiß im Budapester Gambit wieder. Die Eröffnungsphase verlief recht ausgeglichen, doch alsbald opferte mein Gegner einen Bauern für starkes Gegenspiel. Unserem Ersatzmann erging es zunächst ähnlich. Bei Angelika und Harald entwickelte sich die Partie sehr taktisch ohne nennenswerte Vorteile.
Rolf war es, der den nächsten Punkt für uns einstreichen konnte. Sein Gegner verlor nach und nach Material, sodass die Partie am Ende aus seiner Sicht hoffnungslos war. Schon kurze Zeit später konnte auch Christian Scholtholt Glückwünsche entgegennehmen. Das Gegenspiel seines Gegners konnte er souverän abwehren und im Endspiel seinen Mehrbauern voll ausnutzen.
Mein Gegner hatte inzwischen einen zweiten Bauern ins Geschäft gesteckt. Jedoch passte ich für einen Moment nicht auf und gab diesen wieder her, konnte allerdings einen Qualitätsverlust abwehren. So nahm ich das Remisgebot meines Gegners in halbwegs ausgeglichener Stellung mit einem Mehrbauern an. Armin setzte alles daran, trotz seines materiellen Rückstandes die Partie offen zu gestalten. Sein Gegner machte jedoch abgesehen von einem Bauernverlust kaum Fehler und tauschte die übrigen Figuren ab. Die Partie war dadurch nicht mehr zu halten.
Beim Stand von 1,5:3,5 zu Gunsten der Gäste versuchten die Recklinghäuser noch einmal alles. Günter hatte jedoch zunächst zwei Bauern gewonnen und zwischendurch sogar eine Leichtfigur, die er jedoch wieder hergeben musste. Nichtsdestotrotz reichten die zwei Bauern im Turmendspiel aus, um nach zäher Gegenwehr die Partie zu gewinnen. Damit war der Mannschaftskampf für Erkenschwick gewonnen. Dennoch entwickelten sich Angelikas und Haralds Partie spannend weiter. Angelika stand zwischendurch erheblich unter Druck und konnte sich befreien. Harald lieferte sich eine echte Taktikschlacht und konnte sich nach und nach kleine Vorteile erarbeiten. Unsere Mannschaftsführerin konnte sich zwar befreien, geriet jedoch in einen Mattangriff, der nicht abzuwehren war. Harald konnte durch eine Mattdrohung einen Turm gewinnen. Als auch noch sein Bauer die Grundlinie erreichte, gab seine Gegnerin schließlich auf. Der Endstand betrug somit 2,5:5,5 für die dritte Mannschaft des SV Erkenschwick.
Mit unserem ersten Saisonsieg können wir nun endlich etwas Luft im Abstiegskampf schnappen. Man konnte den Stein, der allen Teammitgliedern vom Herzen fiel, als der Sieg klar war, durch das gesamte Kolpinghaus hören. Trotzdem sind sich alle bewusst, dass noch zwei schwere Mannschaftskämpfe bevorstehen, die letztlich über Wohl und Wehe der dritten Mannschaft entscheiden.

31.1.2016 – klare Niederlage gegen SG Drewer II

Bericht von Armin Gasper

Bei jeder Serie stellt sich irgendwann die bange Frage, wie lange die Serie hält oder wann sie reißt. Für die Dritte aus Erkenschwick brachte die 6. Runde in der Bezirksklasse die Gewissheit, dass auch der Jahreswechsel das Gesetz der Serie nicht brechen konnte. Nahtlos fügt sich das Ergebnis gegen SG Drewer im ersten Heimspiel des Jahres an das letzte Spiel an.
Für Lukas sprang an Brett 8 Jerry Stass ein, der damit sein Debüt in der dritten Mannschaft feiern konnte. Trotz eines furiosen Beginns, bei beim er seinem Gegner eine Qualität abknöpfen konnte, musste er doch der mangelnden Erfahrung seiner Jugend am Ende Tribut zollen und seinem Kontrahenten gratulieren.
Rolf und Dinar schienen beide einen gebrauchten Tag erwischt zu haben, was zu zwei weiteren Niederlagen und dem Zwischenstand von 0:3 nach zwei Stunden führte. In Angesichts dessen sprach Mannschaftsführerin Angelika ein Remisverbot aus, so dass Günter an Brett 5 erst beim nackten König das Unentschieden akzeptierte.
Ein Lichtblick war die Partie von Harald an Brett 4, der sein Gegenüber im Duell der Schwerfiguren Stück für Stück überspielen und damit routiniert einen Sieg einfahren konnte. Meine Niederlage an Brett 1 nach Figurenverlust sorgte schließlich für die Entscheidung und brachte den Gästen den Sieg. In der Folge musste sich auch Christian an Brett 6 geschlagen geben: Christian hatte angesichts des zwischenzeitlichen Remisverbots weiter gekämpft und resümierte am Ende kurz und knapp: „Der vorletzte Fehler gewinnt“.
Der Schlusspunkt blieb Angelika an Brett 3 vorbehalten, die in einer spannenden Partie am Ende den schnelleren Freibauern ihr Eigen nennen konnte und damit auf 2,5:5,5 verkürzen konnte.
Trotz der beiden Lichtblicke durch die Siege von Harald und Angelika entwickelt sich das Gesetz der Serie zum regelrechten Fluch für die Dritte.

13.12.2015 – Pleite gegen Rochade Disteln

Bericht von Armin Gasper

Am dritten Advent trat die Dritte auswärts gegen die Erste von Rochade Disteln an. Die Hausherren boten ihre Bestbesetzung auf, bei uns wurde Dinar von Maximilian Funke vertreten. Für uns ging es nach den fahrlässig verschenkten Punkten des letzten Spiels um Wiedergutmachung, wohingegen Rochade Disteln den Kontakt zur Spitzengruppe halten wollte.
Und diesem Plan ließen die Hausherren gleich Taten folgen: Christian konnte sich an Brett sechs nicht der Freibauern seines Gegners erwehren, so dass wir mit 0:1 hinten lagen. Rolf ging in seinem Angriffswirbel eine Leichtfigur verloren, was sein Kontrahent im Endspiel zum 2:0 verwerten konnte.
In der Folge einigte sich Lukas an Brett fünf mit seinem Gegner auf ein Unentschieden, da die Stellung völlig ausgeglichen war und beiden Spielern keine Gewinnmöglichkeiten ließ.
Günter hatte sich an Brett vier zwar eine Dame gegen Turm und Leichtfigur gesichert, konnte aber einem von seinem Gegner gesponnenem Mattnetz nur durch ein Dauerschach entgehen, so dass ein voller Punkt für die Stimbergstädter noch ausstand. An Brett zwei sah sich Angelika einem druckvollen Figurenspiel ihres Gegenübers ausgesetzt: verdoppelte Türme zielten über eine freie Linie ins Herz ihrer Stellung und mangels aktiven Spiels war die Stellung letztlich nicht mehr zu halten.
Nach Haralds Remis in noch ausgeglichener Stellung, in der sein durch ein Bauernopfer erlangtes aktives Spiel ausgereizt schien, war der Kampf für uns verloren. Mein voller Punkt am ersten Brett half auch nicht weiter: ich hatte meinen Gegner unter Druck gesetzt und konnte nach einem Qualitätsopfer mit den Schwerfiguren das Spiel gewinnen, da meinem Gegenüber ein Tempo fehlte, um seinerseits ins Spiel zu kommen.
Den (halben) Schlusspunkt setzte nach tollem Kampf Maximilian am achten Brett, der noch ein Unentschieden beisteuerte: er hatte zwar eine Leichtfigur weniger, dafür aber Kompensation in Bauern und brauchbarer Stellung erhalten. Nachdem sein Gegner die Zeitnotphase überstanden hatte, einigte man sich friedlich zum 5:3 Endstand für die Gastgeber.
Für die Erkenschwicker heißt es nun in den kommenden Spielen gegen die direkte Konkurrenz endlich die ersten Punkte in der Bezirksklasse einzufahren.

22.11.2015 – gegen Ickern II Sieg verschenkt

Bericht von Lukas Lojewsky

Die dritte Mannschaft empfing am 3. Spieltag der Bezirksklasse SK Ickern II. Da parallel auch die erste Mannschaft spielte, konnte man hinten im großen Konferenzsaal des Stimberghotels spielen. Während Günter leider kurzfristig ausfiel und Lukas Möbius als Ersatz herangezogen wurde, musste Ickern auf zwei Leute ganz verzichten und griff zudem auf den ersten Ersatzmann zurück. Daher hieß es nach einer halben Stunde 2:0 für uns als Gastgeber.
Die Partien starteten sehr ruhig und ausgeglichen. Für die Zuschauer war der weit fortgeschrittene Kampf der ersten Mannschaft wesentlich spannender. Nach ca. anderthalb Stunden fand Dinar sich in einer angenehmen Stellung wieder, die Aussicht auf den Gewinn eines Bauern bot. Armin musste viele Möglichkeiten seiner Gegners durchrechnen und verlor sehr viel Zeit. Die übrigen Spieler fanden sich in ausgeglichenen Stellungen wieder.
Die Stellungen waren insgesamt so ausgeglichen, dass Christian, der gesundheitlich leicht angeschlagen war, in einer leicht vorteilhaften Stellung wenig Chancen sah und mit seinem Gegner Remis vereinbarte. Da war noch nicht abzusehen, welches Drama sich später abspielen würde.
Rolf wähnte sich dann in einer vorteilhaften Stellung. Er versuchte einen Mattangriff, scheiterte jedoch. Dadurch war die Stellung nicht mehr zu retten und er konnte nur noch aufgeben. Kurze Zeit später glaubte Harald, er könne die Dame seines Gegners gewinnen. Dabei übersah er jedoch eine Deckungsfigur seines Gegners und verlor mithin eine Figur. Die Stellung war ebenfalls kaputt. Damit hatten die Gäste ihr Handicap von zwei Punkten wieder ausgeglichen.
Dinar verzettelte nun seine anfangs gute Stellung. Als nur noch vier Bauern auf jeder Seite blieben, wurde ihm ein entfernter Freibauer zum Verhängnis. Angelikas Stellung verschlechterte sich währenddessen zunehmends. Das Opfer einer Leichtfigur brachte ihrem Gegner schließlich den entscheidenden Angriff, denn die Figuren unserer Mannschaftsführerin waren zu weit weg vom eigenen König, um für eine solide Verteidigung zu sorgen. Mit ihrer Niederlage war gleichzeitig die der Mannschaft besiegelt.
Trotzdem kämpfte Armin verbissen um Ergebniskorrektur. Vor der Zeitkontrolle hatte er nur noch ewnige Sekunden auf der Uhr. Sein Aufwand wurde mit einem Bauerngewinn belohnt. Nachdem neben den Bauern nur noch sein Springer einem Läufer gegenüberstand, konnte eine Umwandlung nicht mehr verhindert werden und Armin durfte nach einem langen Nachmittag die Gratulation seines Gegners entgegennehmen.
Damit rutscht die dritte Mannschaft auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Es ist nun endgültig klar, welche Stunde geschlagen hat und dass jeder Punkt hart am Brett erkämpft werden muss. Hierzu bietet sich vor Weihnachten gegen Rochade Disteln I die nächste Möglichkeit.

18.10.2015 – trotz harten Kampfes keine Punkte

Bericht von Armin Gasper

Auch in der zweiten Runde der Bezirksklasse gab es auswärts für die Stimbergstädter keine Punkte zu holen. In Bestbesetzung angereist erwarteten die Mannen um Angelika Schulz die nominell stärkeren Hausherren, die auf ihr erstes Brett verzichten mussten.
Der Start war recht vielversprechend, da Angelika an Brett 3, nachdem sie mit ihrer Dame am Damenflügel einbrechen konnte, entscheidend Material und damit die Partie gewann und Rolf an Brett 8 gekonnt den in der Mitte stehenden König seines Kontrahenten ebenfalls in einem vollen Punkt ummünzen konnte. Doch leider sollte dies trotz zum Teil vielversprechender Aussichten die beiden einigen vollen Punkte des Tages für die Erkenschwicker bleiben.
Zunächst musste Dinar an Brett 2 dem Figurenzusammenspiel seines Gegenübers Tribut zollen und gratulieren, da Materialverlust und eine vollkommen desolate Stellung nicht mehr zu vermeiden waren. An Brett 7 konnte Christian eine Mattdrohung in an sich brauchbarer Stellung nur durch Materialverlust abwehren, so dass ihm schlussendlich nur die Aufgabe blieb. Günther hatte sich an Brett 5 um Angriff bemüht, sah sich aber einer Bauernübermacht und Schwerfiguren auf den freien Linien ausgesetzt, die zum Verlust führten, so dass aus dem frühen 0:2 zu unseren Gunsten nun eine Führung der Hausherren mit 3:2 geworden war. Und Besserung war leider nicht in Sicht, da auch Harald an Brett 4 nach Damenverlust die Segel streichen musste.
Um noch zumindest das Unentschieden zu retten, mussten noch zwei Siege her und an Brett 6 sah es bei Lukas auch recht vielversprechend aus: zwischenzeitlich hatte Lukas sich vier Mehrbauern erarbeitet, musste sich aber immer wieder gegen die Angriffe seines Kontrahenten zur Wehr setzen, der nichts unversucht lies, um Lukas unter Druck zu setzen.
Bei mir hatte sich, nachdem ich meinen Gegner förmlich eingeladen hatte, seine Figuren zu entfalten, eine Stellung ergeben, die bestenfalls nach Unentschieden und nicht nach Gewinn aussah, so dass die Versuche, noch irgendwie einen vollen Punkt zu ergattern, in einer Niederlage endeten, so dass der Kampf damit verloren war.
Zu guter Letzt stand Lukas Unentschieden fast schon sinnbildlich für die vergebenen Möglichkeiten des heutigen Spieltages, der mit einem sicherlich verdienten, wenn auch etwas hohen Sieg der Hausherren endete.
Nun heißt es für die Dritte sich auf das kommende Spiel gegen Ickern II zu konzentrieren, um das Punktekonto endlich zu füllen.

27.9.2015 – deutliche Niederlage gegen Waltrop 2

Bericht von Lukas Lojewsky

Am ersten Spieltag in der Bezirksklasse empfing die dritte Mannschaft des SV Erkenschwick 1923 mit SV Waltrop II gleich ein großes Kaliber. Während die Gäste in Bestbesetzung antraten, musste der Aufsteiger Christian Verkooyen ersetzen. Für ihn spielte Christian Scholtholt, dafür an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön.
Bei bestem Wetter fand man sich im neuen Spiellokal des SV Erkenschwick ein, dem Stimbergparkhotel. Die Partien starteten pünktlich und es war auch lange Zeit ruhig um alle Bretter. Einzig ein wenig Musik aus dem Hinterhof und der freundliche Kellner konnten vernommen werden. Nachdem Harald jedoch seine Eröffnung falsch spielte, stand er alsbald mit zwei Bauern weniger dar. Keine gute Ausgangsposition. Die konnte sich dagegen Rolf erarbeiten, indem er seinerseits einen Bauern gewinnen konnte. Auf den anderen Brettern entwickelte sich noch nichts Eindeutiges. Harald war es dann auch, der sich als erster geschlagen geben musste. Er konnte dem druckvollen Spiel seines Gegners nicht mehr standhalten.
Kurze Zeit später trennten sich Dinar und sein Gegenüber friedlich mit einem Remis. Beide hatten die Eröffnung sauber gespielt und sie konnten keine Ansätze sehen, um die Partie zu gewinnen. Unser Ersatzspieler Christian machte dagegen einen schwerwiegenden Fehler, stellte die Dame ein und gab folgerichtig auf. Ich war mit einer relativ ausgeglichenen Stellung aus der Eröffnung gekommen. Allerdings konnten meine Springer sich nicht richtig entfalten. Bei Armin und Angelika sah es zunächst noch ausgeglichen aus.
Rolf konnte seinen Mehrbauern nicht in Zählbares ummünzen. Daher einigte auch er sich mit seinem Gegner auf eine Punkteteilung. Ein beachtliches Ergebnis, wenn man die große DWZ-Differenz zugrunde legt. Günter lieferte sich unterdessen mit seinem Gegner einen munteren Schlagabtausch, der zu vielen Remisangeboten und -ablehnungen führte. Das wurde zu einer Art „Running-Gag“ des Tages und führte zu jeder Menge Erheiterung. Schließlich mussten beide doch die Ausgeglichenheit der Stellung anerkennen und man einigte sich auf remis.
Ich stellte einen Bauern ein und ermöglichte seinem Gegner damit eine bessere Stellung. Nachdem ein zweiter Bauer verloren ging und die gegnerischen Bauern kurz vor der Umwandlung standen, gab ich schließlich auf.
Der Mannschaftskampf war nun längst entschieden, aber Angelika und Armin wollten es ihren Gegnern noch so schwer wie möglich machen. Leider überzog Angelika ihre Stellung. Im Angesicht eines Mattangriffs ließ sie ihren Gegner einen Bauern umwandeln. Der fand jedoch eine Verteidigungsmöglichkeit und daher musste Angelika sich geschlagen geben. Armin verlor einen Bauer, kämpfte aber nach Kräften. Dies wurde belohnt, denn am Ende des Tages blieb zwar der Mehrbauer samt Königen auf dem Feld, aber es handelte sich um einen nicht verwertbaren Randbauern. Als beide sich auf Remis einigten, war es 19:30 und ein langer Tag ging zu Ende.
Mit diesem 6:2-Erfolg hat die zweite Mannschaft der Waltroper damit dem Aufsteiger erst einmal gezeigt, wo der Hammer in der Bezirksklasse hängt. Nun gilt es, die richtigen Lehren aus den Niederlagen zu ziehen und es am 18.10. bei SV Königsspringer Haltern 2 besser zu machen.
Nun noch einige Stellungen
Nach dem 26. Zug stand Rolf Zier fast auf Gewinn.

Paris - Zier 26w

Es folgte 26 Lh6 Dd8 27 Txe6 Txd3 28 Dc1 fxe6 29 Lxf8 Td2+ Stärker war 29 … Dxf8 30 Df4 Txc3, denn 31 Dxe5 scheitert an Tc2+ 32 Kh1 Df3+ nebst Matt 30 Kh1

Paris - Zier 30s

Jetzt wäre der stärkste Zug 30. … Dd3 gewesen und Weiß muß die Dame geben, um nicht matt zu werden. Rolf hatte allerdings ein anderes Mattbild im Sinn und spielte 30. … Sf3, wonach Weiß sich noch mit 31. Ta2 verteidigen konnte. 31. … Txa2 32. Sxa2 Dxf8 33. De3 Sd4 34. Kg2 a5 35. a4 Df6 36. e5 Df5 37. Sc1 Dc2+ 38. Kf1

Paris - Zier 38s

38. …Kg7 Erst dieser Zug vergibt den Gewinn, der durch das Manöver 38. … Dh2 39. g4 Dh1+ 40. Kf2 b6 erreicht werden konnte, denn jetzt ist Weiß im Zugzwang und verliert Material. So aber endete die Partie mit einem Dauerschach.
Dinar hatte nach dem 15. Zug ebenfalls eine sehr gute Stellung erreicht, denn seine Figuren stehen viel wirksamer als dies schwarzen. Der Läufer auf h2 ist wegen der Bauernstruktur d5-e6-f5 ein schwarzer Riese und nicht leicht zu neutralisieren. Hier merkt man nichts von der DWZ-Überlegenheit seines Gegners.

Abulhanov - Arlt 16w

Der richtige Plan wäre jetzt mit b5 am Damenflügel anzugreifen und die schwarzen Figuren weiter einzuengen.Wenn sich die b-Linie öffnet, kann Schwarz wegen des Lh2 schwerlich opponieren. Stattdessen sicherte sich Dinar mit 16. Se5 Se4 17. Sxd7 das Läuferpaar, aber es gelang ihm nicht, die Stellung zu öffnen. In der Schlußstellung nach dem Remisangebot stand Weiß wieder fast auf Gewinn.

Abulhanov - Arlt 25w

Hier kann Weiß 25. c6! bxc6 26. Da6 spielen und der schwarze Damenflügel fällt auseinander.
Der größte Pechvogel war Angelika. Beim Stand von 1,5 : 4,5 war sie immer noch auf der Jagd nach dem ganzen Punkt. Nach 44. … Lc8+ 45. g4 war sie am Zug.

Harde - Schulz 45s

Hier hätte sie sich mit 45. … h5! Vorteil sichern können, da 46. … fxg4 Matt droht. Weiß kann mit 46. Se5 Txe5 47. d7 Lxd7 48. Tf7+ Kh6 zwar den Figurenverlust abwehren, aber nach 49. Txd7 Te3+ 50. Kg2 h4 kann nur Schwarz auf Gewinn spielen.
Stattdessen folgte 45. … Lb7 und nach 46. d7 war die Messe gelesen.