II. Mannschaft 2015/16

Saison 2015/16: Stichkampfrunde der Bezirkszweiten; Bezirksliga, Schachbezirk Herne-Vest

Stichkampfrunde der Bezirkszweiten

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

22.06.2016 – Sieg gegen Werne, Aufstieg in die Verbandsklasse fast geschafft

Bericht von Florian Schicktanz

Am 22. Mai bestritt SV Erkenschwick II ihr vorgesehenes Relegationsspiel gegen SK Werne I. Die Stimbergstädter hatten Heimrecht und waren leicht favorisert, lediglich an den Spitzenbrettern traten die Gäste verstärkt auf. Bei uns half Ersatzspieler Armin Gasper aus, der normalerweise Stammspieler in der III. Mannschaft ist.
Der Kampf begann verspätet,da unsere Gegne erst kurz nach zwei Uhr eintrafen. Als wir dann alle komplett waren, spielten wir von Beginn an hochkonzentriert und sorgfältig, denn wir wollten uns mit einem Sieg möglichst früh den endgültigen Aufstieg in die Verbandsklasse klarmachen.
Das Match gestaltete sich zunächst ausgeglichen und war an einigen Brettern recht spannend. Es dauerte auch relativ lange, bis das erste Ergebnis feststand: Martin Stötzel gewann, nachdem sein Gegner fehlgegriffen hat, zunächst einen Turm einstellte und danach die Partie aufgab. So führten die Stimbergstädter 1-0, und tatsächlich schienen wir an jenem Sonntag einen guten Tag erwischt zu haben. Denn von nun an hielt die Erkenschwicker Führung durchweg stand. Einige Zeit später war es Peter Broszeit, der den nächsten vollen Zähler einfuhr: Sein druckvolles Spiel gegen die anfällige Stellung seines Gegners zahlte sich aus und er hatte zum Schluss relativ leichtes Spiel; 2-0. Den dritten Sieg in Folge holte Ersatzmann Armin Gasper. Zwar hatte er einen Bauern weniger, doch er übte ebenfalls sehr viel Druck auf den gegnerischen Königsflügel aus. Er fand stets die richtigen Züge und zum Schluss gewann er, bedingt durch zu große Passivität des Gegners, eine Qualität und konnte eine schöne Mattdrohung aufbauen. Hier gab sein Gegner auf, denn es war letzlich nichts mehr zu machen (3-0). Wer hätte gedacht, dass es besonders an den unteren Brettern so gut laufen würde , und der SV Erkenschwick II schon drei klare Siege einfuhr? Zwar stand Florian Schicktanz zunächst nicht ganz so berauschend, nachdem er zwar gut aus der Eröffnung kam, aber später nicht immer die optimalste Fortsetzung fand. Dies ließ seinen Gegner etwas besser ins Spiel kommen, und er musste sich tatsächlich voll auf die Verteidigung konzentrieren. Doch mit möglichst genauem Spiel hatte er stets eine Antwort parat und auf der Gegenseite entstanden deutliche Schwächen, die sich als sehr anfällig erwiesen. Dies konnte sehr effektiv genutzt werden, denn er schaffte es, einen Mehrbauern gewinnbringend einzusetzen und die Damenumwandlung bzw. Materialverlust war nicht mehr zu verhindern. Somit folgte der vierte Streich(!) und ein Unentschieden war uns bereits sicher.
Jetzt war nur noch ein halber Punkt für den Mannschaftssieg nötig. Und es war nur eine Frage der Zeit, bis dieser ergattert wurde. Marcel Strohmann hatte ebenso wie Dirk Broksch am ersten Brett eine schwere Aufgabe vor sich. Obwohl Marcel schlecht stand und relativ wenig Spiel hatte, endete seine Partie durch dreimalige Stellungswiederholung Remis. Sicherlich war dieser halbe Punkt von Marcel gegen einen Gegner von über 2000 DWZ verdient, denn er spielte ziemlich solide. Franz-Schulze Bisping hatte ezbenfalls eine augenscheinlich ausgeglichene Stellung auf dem Brett. Martin Stratmann stand dagegen etwas verdächtig, er musste sich gegen eventuelle Angriffe auf seine offene Königsstellung verteidigen, was er letzlich auch geschafft hat. Die Verteidigung hielt stand und das nächste Remis war in den trockenen Tüchern.
Lediglich Dirk am Spitzenbrett stand extrem gedrückt, er spielte gegen einen 2000+ , der erst kürzlich die Amateur-Weltmeisterschaft auf Kos (Griechenland) mitgespielt hat. Zunächst spielte er ebenfalls solide, doch später wurde er besonders am Damenflügel richtig eingeschnürt, was dazuführte, dass einige Figuren nicht eingebunden werden konnten und er Fesselungen in Kauf nehmen musste. Diesen Nachteil konnte Dirk nie richtig kompensieren und musste später kapitulieren, auch weil eine Mattdrohung nicht mehr zu verhindern war. Da aber unser Mannschaftssieg ohnehin schon feststand, war Dirks Niederlage eher Randnotiz und dass Dirk ebenso wie Marcel einen ohnehin starken Gegner vor sich hatten, milderte den Schmerz deutlich. Zum Schluss remisierte noch Franz. In einem Springer-Dame-Endspiel versuchten beide Spieler bis zum Schluss, irgendwelche Gewinnversuche zu unternehmen, aber letzlich hatte man nach ca. 4 Stunden und 15 Minuten ein Einsehen und trennte sich friedlich.
So stand zum Schluss das Endergebnis von 5,5 – 2,5 fest, womit der SV Erkenschwick auf jeden Fall sehr zufrieden sein kann. Jetzt ist die Verbandsklasse für unsere II. zum Greifen nahe, und es bleibt abzuwarten, ob noch ein weiteres Spiel bestritten werden muss. Da der SV Wattenscheid eine MAnnschaft zurückgezogen hat, sind wir aufsgestiegen.

10.04.2016 SV Datteln I -SV Erkenschwick II 4:4 – Aufstiegsrunde erreicht

Bericht von Florian Schicktanz

Am letzten Spieltag der regulären Saison traten wir als Aufstiegsaspirant bei der ersten Mannschaft von SV Datteln in unserer Stammformation an. Datteln musste auf das regulär dritte Brett verzichten, bot dafür einen sehr erfahrenen und DWZ-starken Spieler aus der vierten Mannschaft auf. Aufgrund einer Verspätung von Dirk und Marcel begann der Mannschaftskampf kulanterweise erst gegen 14.05 Uhr.
Kurz nach Spielbeginn erteilte der gegnerische Mannschaftsführer seinen Mannen die Remisfreigabe. Franz regagierte in der Folge ebenso. Nach und nach einigten wir uns mit unseren jeweiligen Kontrahenten auf eine Punkteteilung.
Mit dem Mannschaftsremis haben wir den zweiten Tabellenplatz verteidigt und nehmen somit an der Aufstiegsrunde zur Verbandsklasse teil (Gegner werden noch ermittelt).
Insgesamt war es für den SV Erkenschwick II eine unterhaltsame und erfolgreiche Saison. Wir haben unser Ziel, mindestens Zweiter zu werden, erreicht. Unser Glückwunsch geht auch an den souveränen Bezirksligameister und direkten Aufsteiger SV Waltrop I (neun Siege in neun Mannschaftskämpfen). Unsere Topscorer waren mit jeweils 5,5 Punkten Franz-Schulze-Bisping (aus 9 Partien) und Marc Mathea (aus 8 Partien). Bedanken möchten wir uns bei den zahlreichen Ersatzspielern, die immer am Brett waren wenn Not am Mann war – ohne Angelika, Dinar, Günter, Christian, Rolf und Maximilian hätte die Saison vielleicht einen anderen Verlauf genommen.

13.03.2016 – Geschlossene Mannschaftsleistung gegen RSG Läufer Ost-II hält SV Erkenschwick II weiter auf Aufstiegskurs

Bericht von Florian Schicktanz

Vergangenen Sonntag empfing die II. Erkenschwicker Schachmannschaft die Mannschaft von RSG Läufer-Ost II. Für beide Mannschaften war es ein durchaus wichtiges Duell: Während die Stimbergstädter ganz klar mit einem Sieg den Aufstieg wahren wollten, bestand für unseren Gegner, der sich aktuell auf dem letzten Tabellenplatz befand, zumindest noch eine kleine Chance, die Saison mit dem Klassenerhalt zu beenden.

Und obwohl mit einem Mann weniger angetreten, konnten sie dem einen oder anderen von uns gewisse Probleme bereiten. Als der Kampf pünktlich um 14 Uhr begann, stellte sich zunächst die Frage, wo denn der Gegner von Martin Stratmann an Brett 5 blieb. Sorgenvoll machte man sich Gedanken, man versuchte vergeblich ihn zu erreichen. Als dieser dann doch noch eintraf (allerdings mehr als eine halbe Stunde verspätet), stellte sich heraus, dass Martins Gegner irrtümlich noch am alten Spiellokal war (Haus Zoranski), welches aber nicht mehr existiert. So hatte Martin schon kampflos den vollen Punkt; 1-0. Von da an hatte unsere II. einen Trumpf in der Hand. An Brett 8 spielte Florian Schicktanz gegen einen jungen Gegner, der in dieser Saison sein erstes Spiel absolvierte. Nachdem Florian zunächst einen Mehrbauern gewann und sich nachhaltig weitere Vorteile erspielen konnte, wurde die Partie im Turmendspiel souverän zu Gunsten von Florian entschieden; 2-0.

Doch an den restlichen Brettern entwickelten sich teils recht interessante Spiele, in denen uns einiges abverlangt wurde. Peter Broszeit an Brett 4 hatte sich zunächst einen Vorteil erspielt und einige Drohungen aufgestellt. Weil sein Gegner aber gekonnt dagegen hielt und keine echte Gewinnchance zuließ, bot dieser nach einer Weile Remis an, was Peter sofort annahm. Wir führten also weiterhin, 2,5-0,5.

Ebenfalls recht druckvoll spielte Marcel Strohmann an Brett 2. Insbesondere am Königsflügel schnürte er seinen Gegner richtig ein. Weil aber auch hier die vorteilhafte Stellung nicht in einen Sieg umgemünzt werden konnte, einigte sich auch Marcel wenig später auf Remis, 3,0 – 1,0.

Während die Partien von Franz Schulze-Bisping und Dirk Broksch recht ordentlich aussahen, gaben die Stellungen von Marc Mathea und Marc Strohmann in gewisser Weise Anlass zur Sorge. Matheas Gegner kam ziemlich gut aus der Eröffnung, spielte druckvoll und konnte die eine oder andere Schwäche aufdecken. Dies führte dazu, dass Marc sehr sorgfältig spielen musste. Doch wie so oft konnte er den Drohungen letztlich standhalten und man einigte sich auch in dieser Partie auf eine Punkteteilung, 3,5-1,5.

Franz-Schulze-Bisping, unser Mannschaftsführer, spielte gegen einen sehr erfahrenen Gegner. In der Partie mit leichten Vorteilen für ihn, entwickelte sich zum Schluss ein Läufer-Endspiel, indem Franz versuchte, einen Gewinnweg herbeizuführen. Allerdings musste er einsehen, dass die Partie von keinem zu gewinnen war trotz zahlreicher Bemühungen. Also hatten beide Spieler ein Einsehen, 4,0-2,0.

Der nächste „Remis-König“ war Dirk Broksch an Brett 1. Auch zwischen ihm und seinem Gegner war zum Schluss kein nennenswerter Vorteil erspielt worden, die nächste Punkteteilung war die logische Konsequenz, welche uns vorzeitig auf die Gewinnerstraße führte; 4,5-2,5.

Die letzte Partie von Marc Strohmann, der sich dankenswerterweise zu seinem ersten Saisoneinsatz bereiterklärt hatte, war somit nur noch von statistischer Relevanz. Er hatte während der Partie tatsächlich mit einigen Problemen zu kämpfen. Schien er anfangs noch recht gutes Spiel bekommen zu haben, so geriet sein König zunehmend immer mehr unter Druck. Insbesondere die offene f-Linie, welche vom gegnerischen Turm unter Beschuss genommen wurde, war für Marcs Stellung problematisch. Die Figuren des Gegners harmonierten gut und so musste sich Marc gegen eine eventuelle Mattdrohung sowie einen Figurenverlust verteidigen. Nachdem dies mit Erfolg letztlich gelang, war es das sechste Unentschieden des Tages in trockenen Tüchern. Marc musste jedoch froh sein, dass der Gegner den Vorteil nicht konsequent ausspielte und der Druck wenig später nachließ. So stand um 18:15 Uhr der Gesamtsieg fest: 5,0 – 3,0!

Mit dem heute so wichtigen Sieg bleibt der zweite Platz weiterhin bestehen, und somit hat die II. Schachmannschaft in der letzten Runde alle Trümpfe in der Hand, den 2. Platz und damit den Wiederaufstieg in die Verbandsklasse zu schaffen. Auch bleibt festzustellen, dass sich unser Gegner trotz Unterzahl achtbar aus der Affäre gezogen hat. Betrachtet man die Partien von Marc Strohmann und Marc Mathea, wird deutlich, dass auch vermeintliche Abstiegskandidaten ein Prüfstein sein können.

Während unsere Mannschaft am letzten Spieltag zum Tabellenvorletzten nach Datteln reist, um den angestrebten Aufstieg amtlich zu machen, gibt es für den Drittplatzierten Drewer und den Viertplatzierten Unser Fritz II ebenfalls noch Chancen, im Aufstiegsrennen mitzumischen. Ein Punkt aus dem letzten Spiel sollte aber auf jeden Fall möglich sein.

 

21.02.16 – Trotz 3-5 Niederlage gegen Waltrop: Erkenschwick II kann aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen, während Waltrop endgültig eine Klasse höher spielt

In der 7. Runde kam es zum absoluten Spitzenduell der Bezirksliga: Der SV Waltrop empfing den SV Erkenschwick, d. h. es spielten der Erstplatzierte gegen den Zweitplatzierten. Es war das Duell, worauf eigentlich jeder von uns schon lange im Vorfeld gewartet hatte. Die Vorzeichen waren klar verteilt: Die bislang ungeschlagenen Waltroper, deren Ziel ganz klar der Aufstieg ist, waren leicht favorisiert. Unsere Mannschaft wies dagegen in sechs Spielen fünf Siege und eine Niederlage auf, der 2. Tabellenplatz ist ganz klar das Ziel der Stimbergstädter.

Trotzdem sollte sich von Anfang an ein relativ spannendes Duell entwickeln, indem einige von uns mit unserem Gegner auf Augenhöhe mithalten konnten. Zwar waren die Waltroper um FIDE-Meister Timo Sträter, einem ehemaligen Bundesligaspieler beim SV Wattenscheid (ein Novum, dass ein Titelträger in der Bezirksliga spielt!) an nahezu allen Brettern DWZ-mäßig überlegen, doch waren wir nicht unbedingt chancenlos.

Bei trübem Februarwetter ging es pünktlich los, alle Spieler gingen konzentriert an die Sache heran. Tatsächlich dauerte es sehr lange, bis das erste Ergebnis feststand:

Als erstes remisierte unser Mannschaftsführer Franz Schulze-Bisping. Mit seinem Gegner bot er ein intensives Spiel. Im Mittelspiel wurden einige Figuren abgetauscht. Weil sich keiner einen nennenswerten Vorteil erspielen konnte, einigte man sich auf ein Unentschieden. Bislang konnte man noch zufrieden sein, weil wir an allen Brettern unseren Kontrahenten enorm Paroli boten. Auch konnte Dirk Broksch gut mit jenem Timo Sträter, der auch wenig überraschend bislang die Top-Scorerliste der Bezirksliga anführt, mithalten.

Auch Marc Mathea bot eine intensive Partie gegen einen Gegner, welcher bislang eine überzeugende Bezirkseinzelmeisterschaft gespielt hat und hierin ohne Niederlage ist. In einem Dame-Läufer Endspiel stand Marc möglicherweise leicht besser. Sein Gegner bot in hoher Zeitnot Remis an. Da die Stellung trotzdem insgesamt unklar war, nahm Marc dieses Angebot an.

Ebenfalls ein Unentschieden erreichte mein Nebenmann Martin Stötzel gegen einen weiteren starken Gegner, der für sein junges Alter schon den einen oder anderen Hochkaräter schlagen konnte. Zwar stand Martin am Königsflügel leicht gedrückt, aber die Angriffe konnte er letztlich schadlos abwehren. So stand es immer noch Unentschieden und die Hoffnung, aus der Begegnung evtl. einen Mannschaftspunkt mitzunehmen, war zu diesem Zeitpunkt nicht unberechtigt.

Doch nach einer Weile war es Dirk Broksch, welcher seine Partie aufgeben musste. Lange und tapfer hatte er gekämpft, aber der erfahrene Timo Sträter wusste eben die Schwächen routiniert auszuspielen. Mit seinen Türmen drang er in die gegnerische Stellung ein, holte sich auch noch eine zweite Dame und die Sache war gegessen. Trotzdem hatte sich Dirk teuer verkauft. Die Waltroper waren nun in Führung gegangen.

Als nächstes schaffte Martin Stratmann es überraschenderweise, seinen Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Zwar eroberte dieser zunächst die Dame, aber Martin konnte diesen Verlust kompensieren, da er sowohl Springer und Läufer aktiv in Szene setzen konnte. Dass sein derartiges Angriffsspiel Früchte trug und er sogar einen Mattangriff erfolgreich abschließen konnte, war nicht unbedingt abzusehen, aber natürlich umso erfreulicher. Somit war der Gleichstand wieder hergestellt(2,5-2,5).

Leider verlor aber Peter Broszeit an Brett 3. Im Laufe der Partie unterlief ihm eine Ungenauigkeit und so musste er später aufgeben. Schade, hatte Peter in den Spielen zuvor noch keine Niederlage kassiert gehabt!

So lagen die Erkenschwicker erneut hinten. Doch noch war zumindest ein Mannschaftsunentschieden im Bereich des Möglichen. Unglücklicherweise machte aber Florians Verlustpartie, welche wohl am allerbittersten war, die Hoffnung zunichte. Gegen seinen Gegner, ebenfalls noch jung aber schon durchaus stark, wählte er als Weißer die Damenbauer-Eröffnung. Von Beginn an übte er einen immensen Druck auf die Stellung aus mit Springer und Läufer auf der Damenseite und er schaffte es zunächst, die gegnerischen Figuren überhaupt nicht ins Spiel kommen zu lassen. Er versuchte, dass Spiel auf den König zu lenken, um irgendwann eventuell einen Mattangriff zu starten. Da die augenscheinlich vorteilhafte, aber nicht unbedingt leicht zu spielende Stellung enorme Genauigkeit erforderte, und er sich keinen einzigen Fehlzug erlauben durfte, verbrauchte er sehr viel Bedenkzeit. Als Florian bei druckvollem Spiel keine weiteren Lücken fand und eine Kleinigkeit übersehen wurde, machte eben genau diese Kleinigkeit die Niederlage unumkehrbar. So war die Niederlage gegen SV Waltrop vorzeitig besiegelt!

Die Partie von Angelika hatte somit nur noch statistischen Wert. In ihrer Stellung ergab sich zum Schluss ein Endspiel Springer gegen Läufer zwar mit einem Bauern mehr, der aber zum Gewinnen nicht reichen sollte. Sie remisierte, was man durchaus als Erfolg werten kann. So lautete das Endergebnis 3-5 aus Sicht der Erkenschwicker und es blieb dabei, dass die Waltroper bislang in allen Spielen siegreich geblieben sind.

Im Mittelpunkt des Spieltages standen sicherlich die Partien von Peter Broszeit und Florian Schicktanz, in der deutlich mehr drin gewesen wäre. Doch unabhängig des Gesamtergebnisses hat die II. Mannschaft weiterhin die Chance, den Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen. Dennoch: Ein Erfolg gegen die favorisierten Waltroper war heute möglich!

In den letzten beiden Spielen warten mit der RSG Läufer Ost und dem SV Datteln Gegner, die am Tabellenende stehen. Lösbare, aber gefährliche Aufgaben, denn beide Mannschaften haben nicht mehr viel zu verlieren.

 

17.01.2016 – 5:3-Sieg gegen SV Unser Fritz II beschert den Stimbergstädtern vorläufig den 2. Platz.

Am 6. Spieltag der Bezirksliga konnte Erkenschwicks II die in Bestbesetzung angetretene Mannschaft des SV Unser Fritz II besiegen. Es war das Duell des Drittplatzierten gegen den Viert-platzierten. Vor dem Match besaß unser Gegner, der SV Waltrop I, die SG Marl Drewer I und wir noch Chancen auf einen möglichen Aufstieg. Dementsprechend hoch motiviert und hochkonzentriert ging es an allen acht Brettern zur Sache.

Unser Ziel war es von Anfang an, druckvoll gegen unseren Gegner zu spielen, denn natürlich wollten wir, wie in allen Spielen unsere Chance mindestens auf den 2. Platz und damit die Aufstiegschance wahren. Doch wie so oft ging der Gegner zunächst in Führung: Unser Mannschaftsführer Franz Schulze-Bisping hatte gegen seinen Gegner eine druck- und eigentlich vorteilhafte Stellung erspielt, doch griff er fehl, indem er (scheinbar ein Fingerfehler) die Dame versehentlich berührt hatte, die er natürlich ziehen musste. Sein Gegner konnte sie danach einfach schlagen, worauf Franz nur die Aufgabe blieb.

Doch natürlich war trotz dieser frühen Niederlage der Mannschaftssieg nicht in die Ferne gerückt. Denn Peter Broszeit spielte ebenfalls druckvoll. Dementsprechend wurde die Stellung von seinem Gegner zunehmend immer anfälliger und besonders die Bauern waren zum Schluss eine große Schwäche. Dies konnte Peter gewinnbringend nutzen, worauf der Gegner ihm dann zum Sieg gratulierte. Jetzt war der Gleichstand wieder hergestellt. Doch dieser hielt überraschenderweise nicht lange. Denn als nächstes erwischte es Martin Stötzel an Brett 7, der sich scheinbar in einer für ihn leicht besseren Stellung verspekulierte und somit leider unter die Räder geriert. So lagen die Gäste erneut in Front; 1-2!

Da aber zumindest die Stellungen von Marcel Strohmann, Marc Mathea und Martin Stratmann ziemlich vorteilhaft aussahen, konnten wir immer noch mit einer gewissen Zuversicht spielen. Nach einer Weile ging überraschenderweise Dirk Broksch am Spitzenbrett als Sieger vom Brett, weil der Gegner in einer leicht vorteilhaften, aber schwierigen Stellung auf Zeit verlor, weil er nicht die benötigten 40 Züge schaffte. Hut ab vor Dirk, der in seiner gedrückten Stellung kühlen Kopf bewahrte! Somit war der Gleichstand (2-2) erneut hergestellt.

Ab dann sollte sich der Spielverlauf dann vollends zu unseren Gunsten entwickeln. Martin Stratmann stand klar auf Gewinn, die gegnerische Stellung inklusive der Anfälligkeit des Königs waren einfach sehr einladend für entscheidende Angriffe. Somit gab sein Gegner auch später auf, da dieser kaum noch Gegenspiel erreichen konnte. So gingen die Erkenschwicker wieder in Führung, der Mannschaftssieg war zum greifen Nahe.

Marcel Strohmann, dessen Endspielstil als durchaus präzise und fulminant bezeichnet werden kann, hatte ebenfalls eine klar vorteilhafte Stellung und man hatte den Eindruck, es war nur eine Frage der Zeit, bis auch er einen Sieg einfahren würde. Doch er remisierte nur, obwohl er zwischenzeitlich Materialvorteil hatte. Leider reichte es am Ende nicht, da der Gegner immer noch etwas Kompensation hatte und auch die entscheidende Bauernumwandlung verhindern konnte. Somit stand es 3,5-2,5 für uns und wir brauchten noch einen halben Punkt für ein Gesamtunentschieden. Doch weil Marc Mathea Material mehr hatte und zudem eine schöne Mattdrohung aufbauen konnte, war der Mannschaftssieg in jedem Fall eingetütet. Jetzt war es nur noch eine Frage des Gesamtergebnisses und diese Entscheidung lag bei Florian Schicktanz am achten Brett, der mal wieder die längste Partie des Tages spielte. Die Partie war sehr interessant, aber eben auch ziemlich schwierig gewinnbringend zu Ende zu spielen. Nach 10 Zügen gewann er einen Bauern, nachdem beide versucht hatten, in die jeweils gegnerische Stellung einzudringen. Später kam der Gewinn einer Leichtfigur hinzu, aber die anderen Figuren waren zu unterentwickelt, sodass sein Gegner ausreichend Kompensation hatte. Nach 5 1/2 Stunden einigten sich beide Spieler auf Unentschieden, sodass der Mannschaftssieg mit 5-3 feststand.

Alles in allem ein gelungener und erfolgreicher Spieltag im neuen Jahr gegen einen Gegner, gegen den wir in den Jahren zuvor zweimal verloren haben und eigentlich immer schlecht aussahen. Somit ist unsere „Rechnung“ aufgegangen mit unserem fünften Sieg im 6. Spiel. Damit liegen wir erneut auf Rang zwei in der Tabelle hinter Waltrop I, die sich knapp gegen die Dreweraner mit 4,5-3,5 durchsetzten. Am 21. Februar kommt es zum absoluten Spitzenduell der Bezirksliga: SV Waltrop I gegen SV Erkenschwick II. Zwar sind die Waltroper leicht favorisiert, doch ein Sieg gegen diese Mannschaft ist im Bereich des Möglichen. Es gilt weiterhin, so konzentriert wie möglich zu spielen und unser Potential in den verbleibenden Spielen voll abzurufen.

 

6.12.2015 – deutliche Niederlage gegen Drewer

Bericht von Franz Schulze Bisping

Es scheint uns in dieser Saison nur selten vergönnt zu sein, ohne Ersatz anzutreten. Christian Verkooyen vertrat Martin Stratmann, während Drewer mit seiner normalen Besetzung antreten konnte.
Nach einer Stunde war noch alles im grünen Bereich. Alle Stellungen war mehr oder minder ausgeglichen. Nur Peter Broszeit hatte an Brett 4 in einer Nebenvariante des Franzosen einen Mehrbauern erwirtschaftet. Auch Christian Verkooyen an Brett 8 hatte gegen seinen 500 DWZ-Punkte stärkeren Gegner eine ausgeglichene Stellung ohne Schwächen.Doch nach eienr weiteren Stunde begannen die ersten Partrien zu kippen. Zuerst erwischte es Christian Verkooyen – nach einem Figuren(schein)opfer seines Gegners machte er einen falschen Zug, so stand es um 16:10 0:1. Auch Marc Mathea an Brett 5 hatte ein Scheinopfer von Uwe Nebel falsch berechnet und verlor eine Figur – 0:2 zum 16:20. Mein Remis an Brett 3 ließ sich nicht verhindern, da verschiedenfarbige Läufer auf dem Brett waren ½:2½. Martin Stötzel mußte um 16:50 ebenfalls die Segel streichen, das Matt war nicht zu verhindern ½:3½. An den anderen Brettern konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch auf einen möglichen Sieg von Peter Broszeit hoffen, während die anderen Stellungen leicht nachteilig waren. Doch Peters Gegner opferte einen Bauern und konnte mit seiner Dame aktives Spiel erhalten, so daß die Partie um 17:35 mit einem Dauerschach endete 1:4. Mittlerweile hatte auch Dirk am 1. Brett eine Qualität eingestellt und Volker Mittmann war auf der Siegerstraße. Um 18:07 hatte auch Marcel Strohmann an Brett 2 sein Remis in der Tasche 1½:4½. Um 18:25 gab Dirk seine hoffnungslose Partie auf 1½:5½ und um um 18:30 hatte auch Florian seine Gewinnverusche in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern eingestellt 2:6.
Insgesamt war die Niederlage verdient, wenn auch etwas zu hoch ausgefallen. Drewer hat uns jetzt in der Tabelle überholt. In der nächsten Runde geht es gegen den Tabellennachbarn Unser Fritz II, bevor dann im Februar das Spiel gegen Waltrop ansteht.
Partien und Stellungen
In meiner Partie stand Albins Gegengengambit auf dem Brett. Ich konnte mich noch an die theoretische Empfehlung erinnern, aber hier wußte ich auch nicht mehr weiter.
SchuBi-Riegermann 8s
Der beste Zug ist 9. Dc2 mit der Folge Sxd4 10. Sxd4 Dxd4 11. e3 und Weiß gewinnt die Figur zurück und steht mit seinem Läuferpaar glatt besser. Es ging weiter mit 9. b3 Sxd4 10. Sxd4 Td8
SchuBi-Riegermann 10s
Hier hätte 11. bxc4 Dxd4 12. Dxd4 Txd4 13. e3 eine für Weiß vorteilhafte Stellung ergeben, da ich den Mehrbauer behalte und das Läuferpaar besitze. Allerdings hatten die Komplikationen beide Seiten schon viel Zeit gekostet und ich entschloß mich zum sicheren 11. Lb2 Sc6 12. bxc4 Da5+ 13. Dd2 Sxd4
SchuBi-Riegermann 13s
Danach ist die Stellung ausgeglichen, da die Annahme des Damenopfers durch Sc2# beantwortet wird.

15.11.2015 – schwer erkämpfter Sieg gegen Sodingen/Castrop IV

Bericht von Franz Schulze Bisping

Heute konnten wir wieder nicht in Bestbesetzung antreten. Marc Mathea mußte nach Berlin und gestern abend fiel auch noch Marcel Strohmann durch Krankheit aus. Zum Glück konnte neben Dinar Abulhanov auch noch Rolf Zier aus der 3. Mannschaft kurzfristig aktiviert werden. Da die Herner mit ihrer normalen Mannschaft antraten, war klar, daß uns ein Sieg nicht in den Schoß fallen würde.
An allen Brettern wurde verbisssen gekämpft. Das erste Remis steuerte um 16:30 Peter Broszeit an Brett 3 bei, als die Stellung in einem Dooppelturmendspiel für beide Seiten keine Gewinnmöglichkeiten bot ½:½. Zu diesem Zeitpunkt waren fast alle Stellungen ausgeglichen. Um 17:05 nahm Martin Stötzel das Remisangebot seines Gegners an 1:1. Auch Dirk Broksch konnte am 1. Brett nichts Greifbares herausholen, so daß das Remis um 17:20 die Partie beendete 1½:1½. Dinar hatte sich mittlerweile an Brett 7 einen Mehrbauern erarbeitet, allerdings verlor er den Faden und mußte nach einem Fehler um 17:50 aufgeben 1½:2½. Zu diesem Zeitpunkt hatten Martin Stratmann und Rolf Zier sehr vorteilhafte Stellungen. Um 18:07 erzielte Rolf an Brett 8 mit einem Sieg gegen einen deutlich stärkeren Gegner den Ausgleich 2½:2½ und wenige Minuten später beendete auch Martin Stratmann an Brett 4 seine Partie siegreich 3½:2½, so daß wir zum ersten Mal in Führung gingen. Jetzt hing alles an den Partien an Brett 2 und 6. Während ich strukturelle Vorteile besaß, stand Florian schlechter. Sein Remisangebot mußte angesichts des Spielstandes vom Gegner abgelehnt werden. Meine Partie drohte nach dem Turmtausch zum Remis zu versanden, allerdings konnte ich noch einige wegen des schlechten gegnerischen weißfeldrigen Läufers und der Bauernschwäche c6 Gewinnideen versuchen. Florian geriet in große Zeitnot (weniger als zwei Minuten gegen 20), aber es gelang ihm noch, die Partie remis zu halten. Mein Gegner stellte in Zeitnot dann eine Figur ein, so daß um 19:50 mit meinem Sieg der Kampf entschieden war 4½:2½. Nach Florians Remis war der Endstand 5:3. Während bisher die Siege in dieser Saison vergleichsweise leicht herausgespielt wurden, mußten wir heute zum ersten Mal kämpfen und auch einem Rückstand hinterherlaufen. Aber wie sagt der Chinese: „Ente gut, alles gut!“.
Wir haben unseren 2. Platz in der Tabelle erfolgreich verteidigt, aber bereits beim nächsten Kampf haben wir mit der SG Drewer, die mit 6:2 Punkten auf dem 3. Platz liegt, einen dicken Brocken vor uns. Wenn uns ein Sieg gelingen sollte, wären wir schon einen Schritt weiter in Richtung Aufstieg.
Partiestellungen
nicht vor Mittwochabend, da ich morgen beim Seniorenturnier spiele und am Dienstagnachmittag die Korrektur bei der Mathematikolympiade in Marl ansteht.

8.11.2015 – lockerer Sieg gegen Zeppelin Herne

Bericht von Franz Schulze Bisping

Wir konnten endlich in Bestbesetzung antreten, während bei Zeppelin Brett 6 und 8 ersetzt werden mußte. Wir hatten allerdings bei der Anfahrt nicht die Verzögerung durch den verkaufsoffenen Sonntag in Herne bedacht, der uns an der Ampel der Autobahnabfahrt vier Rotphasen bescherte.
Schon nach einer halben Stunde hatten wir an Brett 2, 3 und und 5 Vorteil, während an den anderen Brettern die Stellungen ausgeglichen waren. Nachdem mein Gegner einen Eröffnungsfehler nicht ausgenutzt hatte, konnte ich meinen Raumvorteil ausbauen und einen Bauern gewinnen. Nach der Schwächung der schwarzen Felder konnte ich durch einen Mattangriff um 15:10 unseren ersten Siegpunkt einfahren 1:0. Um 16:20 baute Marc Mathea an Brett 5 unsere Führung weiter aus 2:0. Marcel hatte den sofortigen Gewinn nach 20 Zügen übersehen und mußte dann wieder arbeiten, um schließlich seinen Gegner zu bezwingen 3:0. Um 16:55 konnte Peter Broszeit am 4. Brett auf 4:0 erhöhen. Nachdem sein Gegner 30 Züge lang eine ausgeglichene Stellung verwaltet hatte, langte ein unbedachter Bauernzug für Peter, um ein gewonnenes Endspiel zu erhalten. Den 5. Sieg steuerte Dirk an Brett um 17:15 bei 5:0. Die Partie war längere Zeit unklar. Nachdem sein Gegner eine gute Ausgleichsmöglichkeit übersehen hatte, konnte Dirk plötzlich einen starken Angriff starten und gewann durch Zeitüberschreitung. Nun liefen noch die Partien von Martin Stratmann, Martin Stötzel und Florian Schicktanz. Während Martin Stratmanns Stellung ausgeglichen war, standen wir an Brett 7 und 8 auf Gewinn. Um 17:50 stand es dann 6,5:0,5. Florian hatte hingegen zweimal die Chance zum Mattangriff ausgelassen und mußtee nach einem weiteren Fehlzug wenige Züge später kapitulieren, da ihm der gegnerische Freibauer zu viel Material kostete. So war um 18 Uhr der Mannschaftskampf beendet 6,5:1,5.
Wir waren mit unserem Sieg zufrieden und konnten damit den zweiten Platz in der Tabelle sichern. Schon am nächsten Sonntag geht es mit dem Heimsiegspiel gegen Sodingen IV weiter. Dies sollte eine lösbare Aufgabe sein. Waltrop schlug in einem vorgezogenen Spiel der 4. Runde Haltern mit 5,5 : 2,5 und hat schon 25 Brettpunkte angesammelt. Unter den 10 Topscorern der Bezirksliga sind 6 Waltroper, aber mit Marc Mathea und Martin Stötzel auch zwei Erkenschwicker.

Partiestellungen
Ponto-Strohmann 19s

Nach 19 Zügen ergab sich diese Stellung am 2. Brett. Die Konturen stehen klar auf Angriff. Der Bauer g3 verspricht Schwarz gute Angriffschancen. Die weißen Figuren stehen am Damenflügel versammelt, so daß dem weißen König Verteidiger fehlen. Mit 19… Sh7 spielte Marcel nach einem bekannten Schema – Dame nach h4, Opfer des Läufers auf h3 evtl. nach Sg5. 20. Dc2 Dh4 21. Lc4 Sg5 22. Sxd6 Lxh3 23. gxh3 Dxh3. 24. Dg2 Dxg2 25. Kxg2 Sh4+ Weiß hat eine ausgeglichene Stellung erreicht, aber mit 26. Kh1? machte er einen Verlustzug, so daß Marcel letztendlich gewann.
Viel stärker war aber das sofortige Opfer 19… Lxh3 20. gxh3 Dd7! und Weiß kann sich nicht gegen Dxh3 nebst Sh4 und g3-g2 verteidigen.

Bott-Schicktanz 31s

Nach dem 32. Zug von Weiß ist diese Stellung entstanden. Schwarz besitzt nicht nur einen Mehrbauern, sondern hat mit dem Td2 und dem Sf3 zwei Angreifer im Spiel. Der weiße König steht auf h3 unbequem und es riecht nach Matt. Hier hätte Florian mit 32 … Txh2!+ 33. Kg4 Sd4! 34. Td5 g5 sein Spiel krönen können, denn gegen die Drohung Kg6 nebst h5 Matt hilft nur noch ein Turmopfer auf g5.
Aber der Freibauer auf c6 lähmte Florians Gedanken und so folgte 32 … Sd4 33. Td5 Sf3 34. c7? Sg5+ 35. Kg4
Bott-Schicktanz 35s
und jetzt verpaßt Florian die letzte Möglichkeit, Matt zu setzen. 35… h5+ 36. Kxg5 f6+ 37. Kf4 Tf2# bzw. 37. Kh4 Th2#
Stattdessen folgte 35 … Sxe4? 36. Txd2 Sxd2 37.Sd5 und der Freibauer c7 kostete Schwarz einen Turm.

SchuBi-Talsrski 15s

Ich hatte gerade zuversichtlich 15. e5? gespielt und mit 15 … Sd7 glaubte mir mein Gegner aufs Wort.16. Lxe7 Te8 17. d6 Lf8? 18. Lxf8 Sxf8 und die schwarzen Felderschwächen am Königsflügel ermöglichten Weiß einen leichten Sieg.
Aber ein Schachprogramm läßt sich nicht bluffen und empfiehlt unbeeindruckt 15… Sxd5! 16. Dxd5 Td8 17. De4 Lf5! (bzw. 17.Dxc4 De3+ mit Turmverlust) mit Bauerngewinn, denn der Lb1 geht verloren.

4.10.2015 – klarer Sieg gegen Hullern

Bericht von Franz Schulze Bisping

Auch gestern mußten wir wieder mit Ersatz antreten. Angelika Schulz spielte Ersatz, während die Hullerner mit ihrer Stammbesetzung von Brett 1 bis 8 aus dem Vollen schöpfen konnten.
Der Start begann verheißungsvoll. Pter Broszeit am 4. Brett opferte eine Figur und gewann im Königsangriff. So stand es um 14:40 bereits 1:0. An den anderen Brettern hatte nur Angelika am 8. Brett Vorteil, während die anderen Stellungen ausgeglichen waren. Um 15:50 nahm Marcel Strohmann in schlechterer Stellung erfreut das Remisangebot seines Gegner an 1,5:0,5. Ich konnte am 3. Brett ebenfalls nichts Greifbares herausholen. Nach dem Abtausch der Schwerfiguren stand eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett, so daß ich um 16:10 das Remisangebot annahm 2:1. Dann allerdings verschlechterten sich unsere Aussichten am 1, 7. und 8. Brett. Angelika hatte nach der langen Rochade den Sicherungszug Kb1 verpaßt, so daß ihr Gegner einen Bauern gewinnen konnte. Auch Florian Schicktanz stand am 7. Brett schlechter und die Hullerner witterten Morgenluft. Marc Mathea sah an Brett 5 auch keinen Gewinnweg. Als sein Gegner aber einen Bauern einstellte, war am Partieausgang nicht mehr zu zweifeln und um 17:00 stand es 3:1. Kurz darauf nutzte Martin Stötzel einen Fehler seines Gegners aus und opferte vorteilhaft die Dame, um Matt zu setzen 4:1. Am 1. Brett war eine undurchsichtige Stellung entstanden mit gegnerischen Freibauernpaaren, in der beide Seiten keine Fortschritte machen konnten. So stellte Dirk Broksch mit seinem Remis den Sieg sicher 4,5:1,5. Auch Angelikas Partie mündete in ein Remis, so daß es um 18:00 5:2 stand. Nun kämpfte nur noch Florian Schicktanz am 7. Brett um ein Remis, denn er mußte seinen Springer gegen einen gegnerischen Freibauern geben. Allerdings hatte er mit zwei Mehrbauern Kompensation. Als sein Gegner seine letzten Bauern einstellte, besaß Florian mit vier Mehrbauern gegen den Springer eine Gewinnstellung. Allerdings hatte er mittlerweile nur noch wenig Bedenkzeit. Nach über 80 Zügen war eine Remisstellung entstanden und Florian hatte nur noch weniger als eine Minute auf seiner Uhr. Aber sein Gegner machte einen Fehlzug und Florians letzter Bauer wandelte sich um. Als Florian mattsetzte, waren ihm nur noch 8 Sekunden verblieben. Damit war um 19:20 der Kampf beendet – Endstand 6:2. Die Hullerner sind diesmal unter Wert geschlagen worden, aber wer weiß, wozu uns die Brettpunkte nutzen können. Zumimndestens stehen wir jetzt auf dem 2. Tabellenplatz.
Wie erwartet, fuhren Drewer und Haltern deutliche Siege ein. Waltrop gewann 5:3 gegen Unser Fritz II. Überraschend hoch gewann Sodingen IV mit 6,5 : 1,5 gegen Datteln. Am 8. November steht unser nächstes Auswärtspiel gegen den SV Zeppelin an.
Partiestellungen
Am interessantesten war Peters Partie an Brett 3. Sein Gegner spielt immer wieder den gleichen Stellungstyp, so daß die Vorbereitung vergleichsweise einfach ist. Nach der Partie blieb die Frage, ob Schwarz das Loch in der Variante stopfen kann. Die Antwort lautet: „Nein“. Nach dem 5. weißen Zug ist diese Stellung entstanden.

Broszeit - Walter 5s

Am erträglichsten ist noch 5. … Sge7, obwohl nach 6. Lg5 Dd6 7. Se5 Ld7 Schwarz nicht auf Rosen gebettet ist. Der Partiezug 5. … Lb7 führt nach 6. Se5 Dd6 (6.… Sge7 ist auch nicht besser nach 7. exd5 exd5 8. Dh5 g6 9. Df3 f5 10. Lg5) 7. Lf4 (droht Sg6) a6 8. Lxc6 Lxc6 9. Dd2 g5 10. Lg3 f6 in den Hades
Broszeit - Walter 11w variante und jetzt fällt nach 11. De2! die schwarze Stellung auseinander.
In der Partie folgte 6. De2 Sge7 7. Lf4 a6 8. La4 f6 9 exd5 exd5 10. 0-0 Dd7, womit wir die Grundstellung des Systems erreicht haben. Nun opferte Peter mutig seinen Springer. 11. Sxd5 Dxd5 12. Lb3 um nach dem erwarteten Damenrückzug die geschwächte Diagonale in Besitz zu nehmen.
Broszeit - Walter 12s
12. … Dd7? 13. Le6 Dd8 14. Dc4 Se5 15. Sxe5 Ld5 um das Matt abzuwenden, aber nach 16. Lf7+ gab Schwarz auf.
Das Dumme war nur, daß Schwarz nicht zu dem entgegenkommenden 12. … Dd7 verpflichtet war. Nach dem überraschenden 12. … Sxd4!! kann Weiß aufgeben. 13. Sxd4 scheitert an Dxg2 Matt und nach 13. Lxd5 Sxe2+ 15. Kh1 Lxd5 hat Weiß zwei Figuren weniger.
Auch Marcel konnte sich über sein Remis glücklich schätzen.
Strohmann - Maahs 19s
Er hatte mit dem Vorstoß b5-b6 einen Bauern geopfert, um die Stellung nicht verflachen zu lassen, und zuletzt 19. Tab1? gespielt, um den schwachen Bauern anzugreifen. Schwarz glaubte ihm und nach 19. … Dc7 20. Sb5 Dc5+ wurde Remis gemacht. Allerdings schaut Weiß nach sofort 19. … Dc5+ 20. Kh1 Tac8 dumm aus der Wäsche, da eine Figur verloren geht.
Angelikas Remis ging in Ordnung, da beide Seiten starke Fortsetzungen ausgelassen hatten.
Schulz - Erbguth 14w
Weiß steht deutlich besser, denn der Ld6 kann nicht weichen. Schwarz hatte zuletzt Se5 gespielt mit Angriff auf den Ld3 und den Bauern c4. Am schlauesten ist der Computerzug 14. Lc2!, denn Schwarz kann wegen der Fesselung mit Lb3 sich nicht auf c4 bedienen. Nach 14. … Tad8 15. Lb3 steht der schwarze König auf f7 etwas unglücklich und Weiß gewinnt einen weiteren Bauern. In der Partie folgte 14. Sxd6 cdx6 spielte sie 15. Le2 und Weiß versäumte es, den König nach b1 zu stellen. So konnte Schwarz den Bauern c4 gewinnen und nach 20. Lg5 stand diese für Schwarz angenehme Stellung auf dem Brett.
Schulz - Erbguth 20s
Hier konnte Schwarz mit dem Manöver 20. … Sa3+ 21. Kb2 Sc2 eine Qualität und die Partie gewinnen. Stattdessen folgte 20. … Ted8 und die Partie endete mit einem Remis.
Martin Stötzel stand etwas besser, als sein Gegner ihm mit 24. … Tad8? folgendes Geschenk machte.
Stötzel - Walter 25w
Statt des erwarteten Sidesteps der Dame folgte 25. Dxd8 Txd8 26. Txd8+ Lf8 27. Lg5 Db1+ 28. Lf1 und Schwarz gab auf, denn das Matt ist unabwendbar.
Das meiste Glück hatte Florian. Hier hatte er 5. … Se5 gespielt, um die Fesselung auszunutzen.
Brathe - Schicktanz 6w
Weiß hatte die richtige Idee, aber in der falschen Zugfolge. Das sofortige 6. Lb5+ Sd7 ließ Schwarz wieder ins Spiel kommen, stattdessen hätte 6.Sxe5! Lxd1 7. Lb5+ eine Figur gewonnen. Nach dem 23. Zug entstand diese Stellung.
Brathe - Schicktanz 24w
Hier kann Weiß mit 24. Sc6! einen Springer im schwarzen Camp implantieren, wonach die Stellung früher oder später im Zusammenhang mit dem Vorstoß e5 zerbröselt. Stattdessen folgte 24. Sxb5 axb5 und Schwarz hatte sich wieder bekrabbelt. Nach dem 70. Zug hatte Florian infolge knapper Bedenkzeit seine zwischenzeitliche Gewinnstellung fast verdorben.
Brathe - Schicktanz 70s
Nach 70. … Ta2 71. Txe3 Kf4 72. Txf3+ Kxg5 war die Stellung remis. Mit 70. … Kg2 71. Txe3 Tf1+ 72. Kd2 f2 kommt der f-Bauer wegen Td1+ zur Umwandlung. Florians Gewinnversuche führten nach dem 81. Zug zu dieser Stellung.
Brathe - Schicktanz 82w
Weiß muß nur mit dem König zwischen f1 und f2 pendeln, damit der schwärze König eingesperrt bleibt. Stattdessen folgte 82. Kf3? Kg1 83. Tg7+ Kf1 und der h-Bauer lief durch.

13.9.2015 – deutlicher Sieg gegen Haltern

Bericht von Franz Schulze Bisping

Heute stand das Spiel gegen Halterns 1. Mannschaft an, ein Derby, bei dem immer alles gegeben wird. Für uns war es schon blöd, daß Peter Broszeit und Martin Stratmann ausfielen. Günter Strozewski und Maximilian Funke halfen der 2. Mannschaft aber aus, so daß wir keine Partie kampflos abgeben mussten. Umso größer war unsere Überraschung, daß Haltern sogar mit 3 Ersatzspielern aus der 2. Mannschaft antrat. Damit waren unsere Chancen auf einen Sieg deutlich gestiegen.
Am 7. Brett überschätzte Günter seine Angriffschancen und verlor bald Material, so daß wir nach einer Stunde mit 0-1 im Rückstand lagen. Auch Marc Mathea an Brett 4 hatte eine schlechtere Stellung. Als sein Gegner aber falsch abwickelte, gewann er durch eine Springergabel eine Figur – neuer Spielstand um 15:30 1-1. Ich hatte an Brett 3 einen Mehrbauern erwirtschaftet und ein vorteilhaftes Endspiel. Meine Überraschung war umso größer, als mein Gegner um 15:50 aufgab 2-1. Florian Schicktanz hatte an Brett 6 gegen Michael Rath eine schöne Angriffsstellung erhalten und nutzte einen Fehler zum Mattangriff aus 3-1. Eine besonders gute Partie spielte der 14-jährige Maximilian Funke am 8. Brett. Bis zum 35. Zug hatte er die Stellung gegen einen deutlich stärkeren Gegner ausgeglichen gehalten. Als er im Endspiel einen wichtigen Bauern einstellte, wurde die Stellung hoffnungslos; 3-2 um 16:30. Martin Stötzel hatte eine schöne Druckstellung, dafür standen allerdings Dirk Broksch und Marcel Strohmann verdächtig, so daß für die Halteraner immer noch ein Unentschieden im Bereich des Möglichen lag. Mit seinem Sieg sicherte Martin um 17:30 den entscheidenden 4. Punkt, 4-2.
Als Marcel durch eine Springergabel um 17:40 ebenfalls eine Figur gewann, stand der Sieg fest 5-2. Um 17:45 war mit Dirks Remis der Kampf beendet. Mit dem 5,5-2,5 sind wir in der oberen Tabellenhälfte. Waltrop als Absteiger zeigte den Sodingern (und den anderen Vereinen auch) mit einem 7,5-0,5, wo der Hammer hängt. Drewer gewann knapp gegen Unser Fritz 2.
In drei Wochen haben wir unser erstes Heimspiel im Stimbergparkhotel gegen die SG Hullern.