I. Mannschaft 2015/16

Saison 2015/16: NRW-Klasse, Schachbund Nordrhein-Westfalen

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1Bahn-SC Wuppertal 1**6,03,56,04,03,55,55,54,06,091244.0
2SK Königsspringer Iserlohn 12,0**4,54,03,54,54,54,05,05,591237.5
3SV Erkenschwick 14,53,5**2,55,06,52,06,04,05,091139.0
4PSV Duisburg 12,04,05,5**4,54,03,04,04,05,091036.0
5SV Kamen 14,04,53,03,5**5,04,54,04,52,591035.5
6SF Katernberg 24,53,51,54,03,0**4,54,52,55,09933.0
7SC Rochade Emsdetten 12,53,56,05,03,53,5**4,04,04,59836.5
8LSV Turm Lippstadt 12,54,02,04,04,03,54,0**5,05,59834.5
9Kölner SK Dr. Lasker 14,03,04,04,03,55,54,03,0**4,09735.0
10SK Werther 12,02,53,03,05,53,03,52,54,0**9329.0

 

1_Mannschaft_2015_16
Hinten,von links: Frank Erwich, Christoph Krings, Guust Homs, Alexander Van Beek und Alexander Langers
Vorne, von links: Ali Bitalzadeh, Marc Erwich, Frank Eggenstein und Frank Strozewski

 

Runde 1: 27.09.2015 - gelungener Saisonauftakt mit einem 5 : 3 in Kamen

27.09.2015 – gelungener Saisonauftakt mit einem 5 : 3 in Kamen

Am ersten Spieltag der NRW-Klasse kam das Team vom Stimberg beim SV Kamen zu einem ungefährdeten 5:3 Sieg. Mit einer sehr starken Aufstellung ging die Mannschaft als deutlicher Favorit in die Begegnung, da an fast allen Brettern die Wertungszahlen deutlich höher als die der Gastgeber waren. Die unnötige und unglückliche Niederlage aus dem Vorjahr sollte so nicht wiederholt werden.
Die Rechnung ging auch sehr schnell auf. Bereits im Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel konnte Jimmy van Zutphen entscheidend Material und schließlich den vollen Punkt gewinnen. Nachdem Frank Strozewski fast eine ganze Stunde lang die Entwicklung des Kampfes beobachtet hatte, nahm er das Remisangebot seines Gegners an. Der Sieg zeichnete sich bereits ab.

Einen guten Einstand lieferte Alexander Langers. Sein Gegner hatte zuletzt 21. … g6 gespielt, um die Stellung zu verkomplizieren angesichts Alexanders knapper Bedenkzeit von 4 Minuten (auf der Uhr – man darf allerdings nicht den Zeitzuschlag vergessen, der bei 18 Zügen doch 9 Minuten beträgt!)

Langers - Traunecker 22w

Es folgte 22. Sh6+ Kg7 23. De3 d5?! gießt Öl ins Feuer 24. cxd5 Tc3? und nun kam natürlich 25. Sgf5+ gxf5 (25 … Kf8 26. Db6 mit Doppelangriff) 26. Dg5+ Kf8 27. Sxf5 Td8? nur mit 27… Sg8 konnte Schwarz noch weiterkämpfen.

Langers - Traunecker 28w

Jetzt spielte Alexander 28. Lg4! Ld6 was soll Weiß gegen die Mattdrohung tun? 29. Dg7+ Ke8 30 Dh8+ Lf8 31. Sg7+ Ke7 32. d6+ Txd6 33. Sf5+ Ke6 34. Dxf8 Sxg4 35. De7#

Den dritten Sieg des Tages fuhr Jelmer Jens ein. Er hatte seinen Raumvorteil immer weiter ausbauen können, bis die gegnerische Stellung nicht mehr zu halten war.
So spielte es auch keine Rolle mehr, dass Alexander van Beek bei seinen Angriff in vorteilhafter Stellung einen gegnerischen Konter übersehen hatte. Danach musste er die Partie aufgeben. Ebenso wie Ali Bitalzadeh, der nicht verhindern konnte, dass sein Gegner mit den Türmen in seine Stellung eindringen konnte. Den Druck hielt seine Stellung nicht lange aus.
Da aber Marc Erwich das Leichtfigurenendspiel sauber zum Gewinn abwickelte, waren die ersten beiden Punkte für die Mannschaft unter Dach und Fach. In der letzte Partie des Tages einigte sich Guust Homs dann mit seinem Gegner auf ein Unentschieden zu 5:3 Endstand. Er hatte im Vorfeld verschiedene Gewinnmöglichkeiten ungenutzt verstreichen lassen.
Mit dem Start ist das Team sehr zufrieden. Weiter geht es am 25. Oktober beim Königsspringer Iserlohn.

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Runde 2: 25.10.2015 - Mannschaft lässt Chancen in Iserlohn aus

25.10.2015 – Mannschaft lässt Chancen in Iserlohn aus

Am zweiten Spieltag der NRW-Klasse war das Team vom Stimberg zu Gast beim SK Königsspringer Iserlohn. Die Mannschaft war mit ihrer starken Aufstellung wiederum deutlicher Favorit der Begegnung, da auch in Iserlohn an fast allen Brettern die Wertungszahlen deutlich höher als die der Gastgeber waren. Da aber beste Chancen nicht genutzt wurden, stand die Mannschaft am Ende mit einer mehr als unnötigen 3,5 : 4,5 Niederlage ohne Punkte da.
Zunächst verlief das Spiel sehr ausgeglichen. Lange war an keinem Brett eine Tendenz zu erkennen. So passte es gut ins Bild, dass Jelmer Jens und Guust Homs die ersten beiden Partien mit einem Remisschluss beendeten.
Dann zeichnete sich das Unglück ab. Marc Erwich hatte seine Figuren optimal für einen Angriff in Stellung gebracht. Doch anstatt den Königsangriff zu starten, versuchte er zunächst den gegnerischen Konter abzuwehren. Das war eine falsche Entscheidung, die den vollen Punkt kostete. Ähnlich verlief die Partie von Alexander van Beek. In einer ordentlichen Stellung schätzte er den gegnerischen Angriffsversuch falsch ein. Erst dadurch kam er in entscheidenden Nachteil und musste gratulieren.
Christoph Krings hielt mit seinem Sieg die Mannschaft vorübergehend noch im Rennen. Er hatte die schlechte Figurenstellung seines Gegners ausgenutzt und konnte Material gewinnen. Danach waren seine zentralen Freibauern nicht mehr aufzuhalten.
Genau anders herum verlief die Partie von Frank Strozewski. Er hatte ein Qualitätsopfer seines Gegners unterschätzt. Dies führte auch zu entscheidenden Freibauern und der 4 : 2 Führung für die Gastgeber.
Doch immer noch keimten Hoffnungen auf eine Punkteteilung. Thomas Willemze hatte die gegnerische Stellung um den König so weit geschwächt, dass sein Sieg nur noch eine Frage der Zeit war. Schließlich brachte er den Punkt zum Anschluss.
Aber Alexander Langers konnte die Partie, die lange nach einem vollen Punkt ausgesehen hatte, schließlich nicht mehr gewinnen. Nachdem alle Figuren bis auf jeweils einen Turm vom Brett verschwunden waren, reichte es nur noch in einer schlechteren Stellung zur Punkteteilung. Damit stand die knappe Niederlage fest.
Das Team hat wieder – wie in der Vorsaison – Punkte liegen lassen. Am 22. November steht das erste Heimspiel gegen die SF Katernberg 2 auf dem Programm. Die letzten Begegnungen gegen die Gäste aus Essen konnte die Mannschaft immer erfolgreich gestalten. Das soll auch in dieser Saison gelingen, zumal die Gäste mit zwei Niederlagen sehr schlecht in die Saison gestartet sind

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Runde 3: 22.11.2015 - Spitzenspiel wird klar vom SV Erkenschwick dominiert!

22.11.2015 – Spitzenspiel wird klar vom SV Erkenschwick dominiert!

Am dritten Spieltag der NRW-Klasse kam es zum Spitzenspiel im Stimbergpark Hotel. Das gilt allerdings nur, wenn man einen Blick auf die Wertungszahlen der Aufstellung wirft. Hier sind die Gastgeber knapp die Nummer 1 der Liga vor dem Gast aus Essen. In der Tabelle ist die Lage anders. Das heimische Team liegt nach der überflüssigen Niederlage in Iserlohn im Mittelfeld, die SF Katernberg 2 haben bisher noch keinen Punkt verbuchen können.
Das lag sicherlich auch daran, dass in den beiden ersten Runden die Gäste mit sehr vielen Ersatzspielern agierten. Zum Stimberg kamen sie fast in Bestbesetzung. Die Voraussetzung für einen spannenden Kampf schienen somit gegeben.
Es kam aber ganz anders als zu erwarten: Bereits nach zwei Stunden zeichnete sich ein Heimsieg ab. Guust Homs einigte sich mit seinem Gegner auf eine Punkteteilung, bevor Jimmy van Zutphen mit einer Opferkombination den ersten Sieg errang. Kurze Zeit danach folgte das Remis von Jelmer Jens zum 2:1 Zwischenstand.
Die Partie des Tages spielte Thomas Willemze am ersten Brett. Mit den schwarzen Steinen kam er schon in der Eröffnung zu einer recht ansehnlichen Stellung. Seinen Vorteil konnte er in der Folge mit einem schönen Qualitätsopfer vergrößern und schließlich die Führung auf 3:1 ausbauen.
Den ersten Mannschaftspunkt sicherte nach der Zeitkontrolle Frank Strozewski mit seinem Sieg. Sein Gegner konnte nach einem Bauernopfer keinen erfolgreichen Angriff aufs Brett bringen. In Zeitnot verlor er dann weiteres Material und dadurch die Partie.
Mit dem 4:1 Zwischenstand war bereits der Tag entschieden, da auch die verbleibenden Partien Gewinnpotential für das heimische Team hatten. Das stellte Alexander Langers unter Beweis, der seinen Mehrbauern erfolgreich im Leichtfigurenendspiel verwertete. Dass Christoph Krings das Schwerfigurenendspiel trotz Mehrbauern nur zu einem Remis abwickeln konnte, spielte so keine Rolle mehr.
Den Schlusspunkt erzielte Frank Erwich. Er hatte zwar in Zeitnot seinen d-Bauern verschenkt, das blieb jedoch ohne Folgen. Mit genauer Spielführung konnte er das Turmendspiel schließlich auch so noch gewinnen.
Mit diesem klaren 6,5:1,5 Erfolg hatte bei der Ausgangslage niemand gerechnet. Der erste Auftritt in der neuen Wirkungsstätte des Vereins, dem Stimbergparkhotel, ist so super geglückt. Am 20. Dezember steht beim PSV Duisburg das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr auf dem Programm. Bisher hat es gegen diesen Gegner in allen Begegnungen nur Erfolge gegeben. Diese Serie soll weiter Bestand haben.

Thomas Willemze hat seine Partie gegen Christian Scholz für uns kommentiert.
1 d4 c5 2 d5 Sf6 3 Sc3 g6 4 e4 d6 5 Sf3 Lg7 6 h3 O‑O 7 Le2
Durch die Zugfolge 1.d4-c5 versuche ich, die theoretischen Hauptvarianten zu vermeiden, und erhalte in der Regel Wolgagambit- oder Benoni-ähnliche Stellungen. Schwarz hat einen geradlinigen Plan: so schnell wie möglich rochieren und dann zu versuchen, am Damenflügel Gegenspiel zu erhalten.
7 … b5
Thematisch. Obwohl diese Stellung für mich neu war, hatte ich bereits vor einigen Monaten diese Idee gespielt.
8 Sxb5
8 Lxb5 Sxe4 9 Sxe4 Da5+ 10 Sc3 Lxc3+ 11 bxc3 Dxb5 ist etwas besser für Schwarz.
8 … Sxe4 9 O‑O Lb7?!
Ich hatte bei diesem Zug lange nachgedacht, aber er ist wahrscheinlich nicht der genaueste. Ich würde jetzt 9 … Sd7 vorziehen, um mir noch Möglichkeiten für den Läufer offenzuhalten. 10 Ld3 a6 11 Sa3 Sef6 12 c4 wäre eine leicht verbesserte Partiefortsetzung. 9 … e5 wurde ebenfalls schon gespielt. Während der Partie gefiel mir diese Idee nicht, da nach dem schnellen Aufzug des e-Bauerns meine Zentrumsbauern schwach werden können. Deshalb wollte ich zunächst meine Entwicklung beenden und erst dann Aktionen im Zentrum unternehmen.
10 Te1 Sd7 11 Ld3 a6
Ich wollte nicht, dass dieser Springer auf c3 oder c4 postiert wird und hielt dies für den richtigen Moment, den Springer zu vertreiben.
12 Sa3
12 Txe4 axb5 13 Lxb5 Sf6 14 Te1 Sxd5 ist deutlich besser für Schwarz.
12 … Sef6 13 c4
Das war meine Idee, der Springer auf a3 steht jetzt etwas unbeholfen.
13 … Sh5
Mir gefällt dieser Zug nicht wirklich, aber es gibt keinen anderen Weg für Schwarz, um Fortschritte zu machen. Ich plante eine Aufstellung mit Db6, Tae8 und e7-e6, aber dies geht noch nicht, da die Dame e7 decken muss. Deshalb wollte ich Se5 vorbereiten, obwohl ich wahrscheinlich durch Sh5-f6 Zeit verlieren würde.
14 Le2 Db6 15 Sc2 Tae8
Scholz - Willemze 15s
Mein Gegner wollte nicht auf den Gegenstoß im Zentrum warten und entschied sich dafür, Verwicklungen einzugehen.
16 g4?!
Ein mutiger Zug, aber sehr riskant, da er den Königsflügel schwächt, während das Zentrum geöffnet werden kann. 16 Tb1 e6 17 dxe6 fxe6 18 Sg5 Shf6 19 Lf3 wäre eine sicherere Fortsetzung gewesen.
16 … Shf6 17 g5 Sh5 18 Sh2 e6 19 Lxh5 gxh5 20 Se3 exd5 21 cxd5
Scholz - Willemze 21w
21 Sxd5 Txe1+ 22 Dxe1 Lxd5 23 cxd5 Se5 ist ebenfalls sehr angenehm für Schwarz.
21 … Db4
Ein sehr lästiger Zug, der Weiß davon abhält, auf h5 zu nehmen oder Sf5 zu spielen. Darüber hinaus kann ich mit dem Damenschwenk nach h4 die Initiative übernehmen.
22 Tf1 f5
Stopft das Loch auf f5 und droht den Springer e3 zurückzuwerfen. 22 … Dh4 ist wahrscheinlich stärker. Während der Partie konnte ich aber die Konsequenzen nicht vollständig überschauen und entschied mich deshalb dafür, nicht zu viel Zeit zu investieren und mit f5 einen sicheren Vorteil anzustreben.
23 Dxh5
Scholz - Willemze 23w
23 … Txe3?!
Dies war meine Hauptidee nach 22… f5 und ich war während der Partie sehr enthusiastisch. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht realisiert, daß ich bereits einen sehr großen Vorteil besaß und nichts forcieren musste. Das normale 23 … Se5, gefolgt von f4, ist sehr einfach und deshalb viel stärker. Das Qualitätsopfer gibt mir zwar einen großen Vorteil, aber es birgt Risiken in sich.
24 Lxe3 f4
Das war die Idee – der Läufer wird nach c1 zurückgetrieben und damit sind der Turm a1 und der Läufer für einige Zeit aus dem Spiel ausgeschlossen. In der Zwischenzeit kann ich den Bauern d5 einsammeln und einen Angriff auf seinen König starten. Dies wäre die beste Fortsetzung von Weiß gewesen, Schwarz steht zwar besser, aber Weiß spielt noch mit.
25 g6?!
Ein logischer Zug, vor allem in Zeitnot, aber er verschlimmert die weiße Lage, da jetzt die schwarzen Figuren aktiviert werden. 25 Lc1 De4 26 Df3! Ist der hartnäckigste Versuch und für Schwarz nicht einfach zu knacken, wie mein Gegner in der post-mortem-Analyse zeigte.
25 … Sf6 26 Dh4 fxe3
Mein Ziel war, die Damen zu tauschen und alles so einfach wie möglich zu halten. Wegen der geschwächten weißen Bauernstruktur sollte jede Version eines „Turm vs. Läuferpaar“-Endspiels gewonnen sein.
27 Sg4 hxg6 28 fxe3 Sxg4 29 Dxg4 Dxg4+ 30 hxg4 Te8
Scholz - Willemze 30s
31 Kf2 Te4 32 Tg1 Tb4 33 Tab1 Lxd5 34 a3 Tb6 35 b4 Le4 36 Tbc1 cxb4 37 Tc4 d5 38 Tc8+ Kh7 39 axb4 Txb4 40 g5 Tb2+ 41 Kg3? Le5+ 0‑1

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Runde 4: 20.12.2015 - Mannschaft erwischt einen "gebrauchten" Sonntag!

20.12.2015 – Mannschaft erwischt einen „gebrauchten“ Sonntag!

Am vierten Spieltag der NRW-Klasse stand das Gastspeil beim PSV Duisburg auf dem Programm. Bisher ein angenehmer Gegner, wurden doch alle bisherigen Begegnungen eindeutig vom SV Erkenschwick zu seinen Gunsten entschieden.
Erstmalig fand diese Paarung in Duisburg statt und die Statistik war schnell Makulatur. Es schien irgendwie an Dynamik zu fehlen und die Partien schnell zu verflachen. So kam es zur schnellen Punkteteilung am Brett von Jimmy van Zutphen.
Guust Homs und Frank Strozewski schätzen ihre Stellungen völlig falsch ein. Anstatt Vorteil zu erhalten, führten die gewählten Fortsetzungen schnell in den Untergang und zur klaren Führung der Gastgeber. Da zeichnete sich bereits ab, dass der Verzicht auf Fortsetzung seiner Partie durch Alexander Langers keine Auswirkungen mehr haben würde. In unklarer Stellung und bei sehr wenig Bedenkzeit beider Spieler war Alexander Langers mit einem Remis einverstanden.
Denn auch Vorteile an den vorderen Brettern waren nicht mehr zu sehen. Frank Erwich und Alexander van Beek kamen auch nicht über ein Unentschieden hinaus.
Den Sieg sicherten sich die Gastgeber dann mit dem vollen Punkt gegen Frank Eggenstein bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison. Ali Bitalzadeh blieb dieses Schicksal erspart, da sein Gegner ein gewinnbringendes Zwischenschach übersah. Somit lautete der Endstand 5,5:2,5 für den PSV.
Nach dem herausragenden Sieg gegen Katernberg in der vorhergehenden Runde war das ein ernüchterndes Ergebnis.
Am 10. Januar geht es mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger aus OWL SK Werther weiter. Mit 4:4 Punkten liegt die Mannschaft zum Jahreswechsel im Mittelfeld der Tabelle.

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Runde 5: 10.01.2016 - mit glanzlosem Sieg ins neue Jahr!

10.01.2016 – mit glanzlosem Sieg ins neue Jahr!

Am fünften Spieltag der NRW-Klasse war der Aufsteiger SK Werther aus Ostwestfalen erstmals zu Gast am Stimberg.
Ein Blick in die Meldelisten macht klar, dass das heimische Team eindeutiger Favorit dieser Begegnung sein musste. An allen Brettern waren die Wertungszahlen deutlich besser.
Doch wie so oft schon tat sich die Mannschaft gegen einen solchen Gegner recht schwer. Der Gast ging dann auch noch überraschend in Führung. Alexander van Beek hatte seine gute Stellung überzogen und musste aufgeben.
Diesmal konnte die heimische Mannschaft aber postwenden den Ausgleich durch den vollen Punkt von Christoph Krings erzielen. Hier hatte sein Gegner die Stellung zu optimistisch eingeschätzt. Mit einem Materialopfer konnte der Mattangriff nicht erfolgreich beendet werden. Danach war die Partie dann sofort verloren.
Ali Bitalzadeh konnte seinen Stellungvorteil ebenso wenig in einen vollen Punkt umsetzen, wie der Gegner von Frank Eggenstein seine Mehrqualität – Turm gegen Läufer. Folgerichtig endeten beide Partien unentschieden zum 2:2 Zwischenstand.
Noch vor der Zeitkontrolle nach 40 Zügen konnte Marc Erwich die Mannschaft in Führung bringen. In einer bereits in der Eröffnung sehr komplizierten Stellung behielt er die Übersicht, gewann erst einen Bauern, dann noch einen Läufer und so den vollen Punkt: 3:2.
In der Folge wurde diese Führung ordentlich nach Hause gespielt. Alexander Langers einigte sich in einer offenen, aber besseren Stellung, mit seinem Gegner auf ein Remis. Da die beiden verbleibenden Stellungen waren von den Erkenschwickern nicht mehr zu verlieren waren.
Den Sieg stellten dann Guust Homs sicher. Im Damenendspiel konnte er seinen Mehrbauern auch dank der aktiveren Stellung gewinnbringend nutzen. Frank Erwich schaffte dies im Turmendspiel nicht mehr. Am Ende musste er sich auch mit einer Punkteteilung zum 5:3 Endstand zufrieden geben.
Am 14. Februar geht es in Emsdetten gegen den Aufsteiger Rochade aus dem Münsterland weiter.

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Runde 6: 14.02.2016 - Mannschaft verteilt Gastgeschenke!

14.02.2016 – Mannschaft verteilt Gastgeschenke!

Am sechsten Spieltag der NRW-Klasse war das Team vom Stimberg erstmalig Gast beim Aufsteiger Rochade Emsdetten.
Das heimische Team war einmal mehr eindeutiger Favorit. An allen Brettern waren die Wertungszahlen deutlich besser als die der Gegner.
Doch der statistische Vorteil will auch in Punkte am Brett umgesetzt werden, damit am Ende etwas Zählbares herauskommt. Das vermied die Mannschaft „eindrucksvoll“ und verteilte stattdessen Gastgeschenke.
Nach rund 2 Stunden Spielzeit war die Welt noch in Ordnung. Lediglich Guust Homs hatte eine zur Schwäche neigende Bauernstruktur aus der Eröffnung auf dem Brett. Dagegen waren an den Brettern 2, 3 und 8 schon deutliche Vorteile erkennbar. So konnte man einen auf einen normalen Verlauf hoffen.
Das änderte sich aber fast gleichzeitig an allen Brettern. Guust Homs musste nach einem Fehlzug die Partie aufgeben. Das Schicksal teilten auch die Partien von Frank Erwich und Alexander van Beek. Nach Fehlern in der Abwicklung war nicht nur der in Aussicht stehende Sieg sondern der ganze Punkt dahin. Da zwischenzeitlich Jelmer Jens und Frank Eggenstein ihre Partien mit einem Remis beendet hatten, führten die Gastgeber zur Zeitkontrolle nach vier Stunden völlig überraschend mit 4:1. Da auch Frank Strozewski in einer komplizierten Stellung erst den Gewinn ausgelassen und dann bei knapper Bedenkzeit auch den ganzen Punkt hergab, war der Kampf entschieden.
Auch Christoph Krings konnte seine vorteilhafte Stellung nicht zu einem Sieg führen. Ebenso wie Alexander Langers musste er mit einer Punkteteilung zufrieden sein. Damit lautete der enttäuschende Endstand 2:6.
Das Team hat die Chance verpasst, sich in der Tabelle auf einen Aufstiegsplatz zu verbessern. Bei der gezeigten Leistung muss nun zunächst erst verhindert werden, dass das Abstiegsgespenst noch auftaucht. Bei drei Absteigern aus der Gruppe sind die bisher erzielten 6 Punkte noch kein ausreichendes Polster. Am 7. März geht es mit der Begegnung gegen Turm Lippstadt weiter.

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Runde 7: 06.03.2016 - Mannschaft beweist Heimstärke!

06.03.2016 – Mannschaft beweist Heimstärke!

Am siebten Spieltag der NRW-Klasse hatte das Team vom Stimberg mit dem LSV Turm Lippstadt wieder einen starken einzuschätzenden Gegner zu Gast. Doch die Ausfälle von Stammspielern auf beiden Seiten machten die Gastgeber zu Favoriten.
Die Heimstärke bewies die Mannschaft dann von Beginn an. Jelmer Jens und Frank Erwich konnten Eröffnungsfehler ihrer Gegner zu schnellen Punktgewinnen umsetzen. Als dann noch Ersatzmann Franz Schulze Bisping ein Remis verdächtiges Endspiel gewinnen konnte, war die Vorentscheidung mit der 3:0 Führung gefallen.
In der Folge konnten auch noch die heimischen Spieler, die Probleme nach der Eröffnung hatten, ihre Stellungen stabilisieren. Als erster teilte Alexander Langers mit seinem Gegner den Punkt. Damit bleibt der Neuzugang weiter ungeschlagen.
Den Gesamterfolg sicherte dann Christoph Krings, der seinen Mehrbauern im Turmendspiel erfolgreich ausnutzen konnte.
Nach der 4,5:0,5 Führung verzichteten dann Frank Eggenstein und Guust Homs in ausgeglichenen Stellungen auf eine Partiefortsetzung und einigten sich mit ihren Gegnern auf Remis.
Um den letzten halben Punkt musste Marc Erwich am Spitzenbrett noch lange kämpfen. Er hatte im Mittelspiel Gewinnmöglichkeiten ausgelassen und musste im Endspiel erst beweisen, dass sein Läufer gegen den gegnerischen Springer den Minusbauern ausgleichen konnte.
Mit dem ungefährdeten 6:2 Erfolg hat die Mannschaft wieder einmal ihre Heimstärke unter Beweis gestellt. Das Team hat sich damit auf den vierten Tabellenplatz vorgeschoben. Am 3. April steht als nächstes das Spiel beim klaren Tabellenführer Bahn-SC Wuppertal auf dem Programm. Soll die kleine Chance auf den Aufstieg in die Oberliga NRW erhalten bleiben, müssen dort 2 Punkte geholt werden.

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Runde 8: 03.04.2016 - Mannschaft macht Aufstiegsrennen spannend!

03.04.2016 – Mannschaft macht Aufstiegsrennen spannend!

Am achten Spieltag der NRW-Klasse war das Team vom Stimberg beim souveränen Tabellenführer Bahn SC Wuppertal zu Gast. Der Gastgeber hatte bisher eine ausgezeichnete Saison mit zum Teil sehr hohen Siegen bei nur zwei Unentschieden gespielt. Um überhaupt noch in die Aufstiegsentscheidung eingreifen zu können, musste die Mannschaft des SV Erkenschwick daher unbedingt gewinnen.
Beinahe wäre der Start schon schief gegangen. Spitzenspieler Ali Bitalzadeh hatte die Verlegung der Spielstätte übersehen und war daher erst mit 25 Minuten Verspätung im Ausweichquartier der Wuppertaler eingetroffen: das sollte sich noch als sehr wichtig herausstellen.
Es entwickelte sich ein spannender Spitzenkampf. Allerdings zeichnete sich ein Vorteil für die Gäste ab. Christoph Krings, der eine super Saison spielt, konnte eine Qualität – Läufer gegen Turm – gewinnen. Er benötigte danach zwar noch viele Züge um seine Figuren zum entscheidenden Königsangriff aufzustellen. Aber der ganze Punkt war schließlich eingefahren. Das war die Erkenschwicker Führung zum 2,5:1,5. Zuvor hatten Guust Homs, Marc und Frank Erwich ihre Partien mit einem Remis beendet. In den geschlossenen Stellungen war zu viel Material abgetauscht worden. So ergaben sich keine Siegchancen mehr.
Unmittelbar nach der Zeitkontrolle nach vier Stunden steuerte Frank Eggenstein den nächsten halben Zähler bei. In seinem Damenendspiel war für beide Spieler nicht mehr als Dauerschach möglich. Der Zwischenstand lautete demnach 3:2 und die Aussichten waren nicht so schlecht: Ali Bitalzadeh hatte die Zeitkontrolle unbeschadet überstanden. Das Schwerfigurenendspiel sollte keinen Gewinner mehr sehen. Alexander Langers hatte für zwei Bauern eine Qualität –Turm gegen Springer – auf dem Brett. Seine Stellung stand aber sehr unter Druck. Frank Strozewski hatte zwar eine Gewinnchance ausgelassen, nach der Zeitkontrolle hatte er aber Materialvorteil. Es musste nur der gegnerische Freibauer im Auge behalten werden. Nach einigen taktischen Manövern verschwand der gefährliche Bauer. Nun galt es mit Turm und zwei Freibauern die Überforderung der beiden gegnerischen Leichtfiguren nachzuweisen.
Das wurde dann auch zur Pflicht. Alexander Langers konnte das Eindringen der gegnerischen Figuren in seine Stellung nicht verhindern und musste die Partie aufgeben. Damit war der Ausgleich zum 3:3 hergestellt. Die Gastgeber konnten sich aber nur kurz freuen, dann stellte Frank Strozewski den alten Abstand wieder her. Da abschließend auch Ali Bitalzadeh nichts mehr anbrennen ließ und seine Partie auch mit einem Remis endete, war der Tabellenführer mit 4,5 :3,5 bezwungen.
Vor der letzten Runde am 8.5. liegen nun Wuppertal vor Iserlohn auf dem Aufstiegs bzw. Aufstiegsrelegationsplatz. Dahinter liegt das heimische Team mit 2 Mannschaftspunkten Rückstand in Lauerposition. Sollte in der letzten Begegnung Iserlohn in Kamen straucheln bzw. Wuppertal in Katernberg unter die Räder kommen, könnten sich die Mannschaft mit einem Sieg gegen den Kölner SK Lasker noch vom dritten Tabellenrang verbessern. Spannung ist angesagt, da sowohl Kamen als auch Katernberg noch Punkte zum Klassenverbleib benötigen und Köln die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben hat.

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Runde 9: 08.05.2016 - Mannschaft verpatzt Saisonabschluss!

08.05.2016 – Mannschaft verpatzt Saisonabschluss!

In der letzten Runde der NRW-Klasse hatte das heimische Team den Kölner SK Dr. Lasker zu Gast. Die Rollen waren klar verteilt. Erkenschwick konnte bei einem eigenen Erfolg und entsprechender Schützenhilfe in der Tabelle noch auf Rang 2 oder bei entsprechend deutlichen Ergebnissen sogar Rang 1 vorrücken. Die Gäste aus der Domstadt mussten einen deutlichen Sieg einfahren und dann noch auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen, um die Abstiegsränge zu verlassen.
Entsprechend der Ausgangslage war auch die Aufstellung: an fast allen Brettern war die Mannschaft vom Stimberg besser bewertetet. Im Spielverlauf verschwand dieser Unterschied aber nach und nach. Am Ende blieb nichts mehr davon übrig. Das 4:4 Unentschieden half auch keinem der beiden weiter.
Zunächst wählte Frank Strozewski eine sehr scharfe Variante und opferte einen Turm. Der Gegner konnte allerdings dem Angriff mit dem Damentausch die Durchschlagskraft nehmen. Nach einigen weiteren Zügen war dann der gesamte Angriff verpufft und das geopferte Material bedeutete die Niederlage zur Gästeführung.
Christoph Krings konnte aus der Eröffnung heraus keinen Vorteil erzielen. Nachdem dann fast alle Figuren abgetauscht waren, war der Remisschluss die logische Folge.
Jelmer Jens konnte in seiner Lieblingsvariante „Sizilianisch“ die schlechte Entwicklung der gegnerischen Figuren nachweisen. Schließlich war eine Stellung entstanden, in der selbst durch ein Damenopfer das Matt nicht mehr zu verhindern war. Der Ausgleich zum 1,5:1,5.
Danach zeigte sich der Hoffnungsschimmer für die Gäste. Aus der Eröffnung heraus hatte Alexander Langers eine vorteilhafte Stellung erhalten. Der Gewinn schien greifbar nahe. In Zeitnot öffnete er jedoch seine Königsstellung. Das konnte sein Gegner nutzen und den Partieverlauf auf den Kopf stellen. Die Gäste gingen wieder mit 2,5:1,5 in Führung.
Da auch Frank Erwich in Zeitnot seine gute Stellung ruiniert hatte, war der Ausgang des Kampfes mindestens ungewiss. Doch die Erkenschwicker kämpften verbissen. Zwar kam Guust Homs nicht über eine Punkteteilung zum 2:3 hinaus. Seine bessere Stellung bot nicht genügend Ressourcen zum Gewinn. Doch Frank Erwich wickelte das Turmendspiel sauber mit zwei Minusbauern zum Unentschieden ab: 2,5:3,5. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Zwischenstände der Konkurrenz bekannt. Iserlohn hatte bereits verloren, Wuppertal lag in Essen zurück.
Ein Erfolg gegen Köln bedeutete somit die Verbesserung auf Rang 2 in der Tabelle. Durch die exakte Abwicklung seines Leichtfigurenendspiels mit einem Mehrbauern konnte Jimmy van Zutphen das Team diesem Ziel näher bringen. Er glich mit seinem Erfolg zum 3,5:3,5 aus. Nun war es Ali Bitalzadeh den „Schlusspunkt“ zu setzen. Sein Bemühen, den gegnerisch König Matt zu setzen, war nicht von Erfolg gekrönt. Mit geschickten Gegendrohungen konnte sein Gegner den Tausch der Schwerfiguren erzwingen. Das entstandene Leichtfigurenendspiel sah danach mehr als verdächtig aus. Ali Bitalzadeh konnte aber vom Konditionsverlust seines Gegners profitieren. Er wickelte das Endspiel sehr schlecht ab und verlor nach und nach seine Bauern. Es reichte aber nicht mehr ganz. Der letzte Bauer war nicht mehr für einen vollen Punkt ausreichend. Mit dem Remis stand das 4:4 Unentschieden fest.
Wie mehrfach in dieser Saison hat die Mannschaft nicht die sich bietenden Chancen genutzt. So reichte es am Ende mit 11 Punkten wieder nur zum dritten Rang. Da zurzeit noch sehr unklar ist, ob auch der zweite Rang zum Aufstieg berechtigt oder vielleicht auch noch ein Relegationskampf erforderlich ist, hat sich das Team diese Ungewissheit erspart. Nächstes Jahr auf ein Neues.
Im Pokal ist die Saison aber noch nicht zu Ende. Am 21. / 22. Mai findet für den SV Erkenschwick die Zwischenrunde in Gütersloh statt. Mit den weiteren Gästen aus Münster und Werther sind alte „Bekannte“ am Start. Das Erreichen der Endrunde im Juni ist somit nicht ausgeschlossen.

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