I. Mannschaft 2014/15

Saison 2014/15: NRW-Klasse, Schachbund Nordrhein-Westfalen

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

14.12.2014 – Mannschaft feiert ungefährdeten Sieg zum Jahresabschluss!


Am vierten Spieltag der NRW-Klasse kam das Team vom Stimberg beim Aufsteiger SG Ennepe-Ruhr-Süd zu einem ungefährdeten Sieg. Der Gegner, gegen den die Mannschaft zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gespielt hat, schien ein wenig überfordert. Die Platzierung in der Tabelle zum Abschluss des Jahres ist somit Platz 4 mit einem ausgeglichenen Punktekonto.


Von Beginn übernahmen die Gäste in Schwelm das Heft des Handelns, obwohl die Mannschaft nicht in Bestbesetzung sondern mit Marc Mathea aus dem Reserveteam antrat. Dieser brachte wie alle anderen Spieler eine ordentliche Eröffnung aufs Brett, die viel Potential versprach.


Den ersten halben Punkt lieferte Guust Homs. Der war damit zwar nicht wirklich zufrieden. Allerdings war im Damen-Läufer-Endspiel zu wenig Material auf dem Brett verblieben um noch einen Sieg zu ermöglichen. Die positiven Stellungen auf dem anderen Brettern im Blick verzichtete danach Marc Mathea auf riskante Gewinnversuche und gab sich nach einer Stellungswiederholung mit dem Remis zufrieden.


Danach ging es Schlag auf Schlag. Mit seinem ersten Sieg in dieser Saison brachte Alexander van Beek die Mannschaft in Führung. Sein Gegner konnte seinen König nicht mehr ausreichend vor dem Angriff der Schwerfiguren schützen. Fast zeitgleich erhöhte Frank Eggenstein ebenfalls mit seinem ersten Saisonsieg das Ergebnis auf 3:1. Auch auf diesem Brett war die gegnerische Königsstellung spielentscheidend auseinandergefallen. Frank Erwichs Erfolg vor der Zeitkontrolle schraubte den Zwischenstand auf 4:1. Damit ist Frank Erwich der Topscorer in Team.


Nun musste nur noch der Sieg sichergestellt werden. Das vollbrachte Ali Bitalzadeh am Spitzenbrett. Er hatte zwar zuvor seine Angriffschancen gegen den gegnerischen König überschätzt. Aber nach Abtausch der Schwerfiguren konnte sein Gegner trotz Mehrbauer nicht mehr als ein Unentschieden erreichen.


So spielte es keine Rolle mehr, dass Marc Erwich die einzige Niederlage des Spieltages quittieren musste. Er hatte seine aussichtsreiche Stellung bei knapper Bedenkzeit überzogen. So nutzte auch ein Springeropfer nichts mehr. Der Gegner konnte alle Freibauern aufhalten und Marc Erwich zur Aufgabe zwingen.


Den Schlusspunkt setzte wieder einmal Frank Strozewski mit der längsten Partie des Tages. Vor der Zeitkontrolle konnte er die schlechte Stellung der gegnerischen Figuren zum Gewinn eines Läufers ausnutzen. Danach übersah er dann allerdings eine leichte Möglichkeit die Partie zu entscheiden. Mit der gewählten Partiefortsetzung waren schließlich keine Gewinnversuche mehr möglich und die Partie endete mit einer Stellungswiederholung unentschieden.


Nach den Startschwierigkeiten scheint sich das Team nun eingespielt zu haben. Am 11. Januar geht es mit einer weiteren Premiere weiter: Erstmalig trifft die Mannschaft dann auf die SG Niederkassel.

16.11.2014 – Mannschaft kann doch noch gewinnen!


Am dritten Spieltag der NRW-Klasse gab es für das Team vom Stimberg die ersten beiden Punkte. Gegen die vom Papier beste Mannschaft der Liga fiel der Sieg am Ende mit 5,5:2,5 sogar recht deutlich aus. Der Verlauf der Begegnung war aber wieder außerordentlich spannend.


Frank Erwich und Christoph Krings kamen gut aus der Eröffnung. Sie konnten in der Folge die Vorteile weiter ausbauen und nach Materialgewinn ihre Gegner zur Aufgabe zwingen. Mit dieser 2:0 Führung sollte es eigentlich entspannt weiter gehen.


Doch es kam irgendwie Sand ins Getriebe: Alexander van Beek hatte eine Variante aufs Brett bekommen, die er sehr gut vorbereitet hatte. Doch nun stellt es sich immer mehr heraus, dass das optische Übergewicht – Turm für Bauer und Läufer – nicht wirklich etwas wert war. Das Zusammenspiel der Figuren funktionierte nicht. Auch Guust Homs hatte einen Gegenangriff seines Gegners unterschätzt und kam dadurch materiell in Rückstand. An den beiden Spitzenbrettern mühten sich Ali Bitalzadeh und Marc Erwich um Verdichtung ihrer vorteilhaften Stellungen, ebenso wie Frank Strozewski an Brett acht. Die geschlossene Stellung von Jimmy van Zutphen war schwer einzuschätzen.

Mit der Zeitkontrolle gingen dann die Partien an den beiden ersten Brettern mit einer Punkteteilung zu Ende. Ali Bitalzadeh und Marc Erwich konnten nachdem das meiste Material abgetauscht war keine Gewinnversuche mehr unternehmen.

Dann fiel die Vorentscheidung. Guust Homs konnte einen Fehlzug seines Gegners ausnutzen und die Partie zu seinen Gunsten entscheiden. Somit lautete die Führung 4:1. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass Alexander van Beek nach dem Verlust eines weiteren Bauern die verlorene Stellung aufgeben musste. Denn Jimmy van Zutphen konnte durch ein Scheinopfer seines Springers die Stellung öffnen. Mit den anschließenden Dauerschachgeboten seiner Dame sicherte er den notwendigen halben weiteren Punkt zum Gewinn.

Abschließend erhöhte Frank Strozewski mit einem Sieg in der letzten Partie das Ergebnis noch auf 5,5:2,5. Sein Gegner hatte hier ein mögliches Dauerschach im Schwerfigurenendspiel vermieden. Er wollte stattdessen mit seinem Turm ein Matt erzwingen. In Zeitnot hatte er aber einen Gegenangriff unterschätz. Das nach dem erzwungenen Damentausch entstandene Turmendspiel war dann sofort verloren. Die Freibauern waren nicht mehr aufzuhalten.

Am 14. Dezember steht bei der SG Ennepe-Ruhr-Süd das letzte Spiel in diesem Jahr an. Auf diesen Verein ist die Mannschaft bisher noch nie getroffen.

Fehlstart in die neue Saison


Einen klassischen Fehlstart hat das Team hingelegt. Nach der Auftaktniederlage gegen den Oberhausener SV ging das zweite Spiel beim SV Kamen ebenfalls mit 3,5 : 4,5 verloren. Wenn man den Verlust gegen Oberhausen noch ein wenig als verdient bezeichnen kann, ist die Niederlage in Kamen total unglücklich.


Im ersten Spiel nach dem Abstieg aus der Oberliga NRW gab es nach vielen Jahren ein Wiedersehen mit dem Oberhausener SV. Allerdings erinnerte sich die Mannschaft wohl zu gut an die vorausgegangenen Begegnungen. Oberhausen ist so etwas als „Angstgegner“ einzustufen. So lief denn auch zunächst der Kampf. Jelmer Jens, Frank Eggenstein und Frank Strozewski kamen schnell in ungemütliche Stellungen. Die Gegner bauten ihren Vorteil zielgerichtet aus. So konnten die Gäste nach dem Remis von Frank Erwich mit 3,5 : 0,5 in Führung gehen. Die Entscheidung war aber noch nicht gefallen. Guust Homs und Christoph Krings behielten in ihren Partien die Übersicht und konnten in technisch gewonnene Endspiele abwickeln. Damit verkürzten sie auf 2,5 : 3,5. Da Thomas Willemze nach der Zeitnotphase sein schlechter stehendes Turmendspiel doch unentschieden halten konnte, wäre eine Punktteilung noch erreichbar gewesen. Doch leider konnte Marc Erwich seinen Bauernvorteil im Turmendspiel nicht in einen vollen Punkt umsetzen. Nach diesem weiteren Unentschieden war der Kampf verloren.


Wenn Oberhausen als „Angstgegner“ einzustufen ist, sollte Kamen eigentlich genau das Gegenteil sein. Doch läuft es in dieser Saison anders. Nach einem überzeugenden Sieg von Marc Erwich willigte Frank Eggenstein in das Remisangebot seines Gegners ein. Es war nicht mehr viel Material zum Gewinnen auf dem Brett. Außerdem schienen die Aussichten für den Kampf sehr gut. Doch diesmal erwischte es Ali Bitalzadeh am ersten Brett. Er hatte sich eine aussichtsreiche Stellung erspielt und den Wirkungskreis der gegnerischen Figuren effektiv eingeschränkt. In dieser bequemen Stellung verlor er aber seine Uhr, die seine knapper werdende Bedenkzeit anzeigte, irgendwie aus dem Blick. So „überschritt“ er im 34. Zug seine Bedenkzeit und verlor dadurch die Partie. Dieses Unglück hat die Mannschaft negativ beeindruckt. Guust Homs verdarb bei knapper werdenden Bedenkzeit seine ausgeglichene Stellung und Alexander van Beek übersah bei seinen Angriffsbemühungen ein schönes Gegenopfer seines Gegners. Daher war es nicht mehr ausreichend, dass Frank Strozewski seinem Gegner die Schwächen seiner Angriffsbemühungen nachweisen konnte. Da Jelmer Jens und Frank Erwich nicht wie erhofft noch zu vollen Punkten kamen, stand die zweite Niederlage fest.

Nach den zwei knappen Niederlagen steht die Mannschaft nun mit 0 Punkten im Tabellenkeller. Am dritten Spieltag (09.11.) gastiert der SC Hansa Dortmund 2. Gegen diesen Gegner gab es vor zwei Jahren auch eine ausgesprochen unglückliche Niederlage. Es wird Zeit den Trend umzukehren.