IV. Mannschaft 2013/14

Saison 2013/14: 2. Bezirksklasse, Schachbezirk Herne-Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

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[wptabtitle]Tabelle[/wptabtitle]

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Pl.Mannschaft1234567Sp.MPBP
1SK Herne-Sodingen 4**5,56,56,06,55,56,561236.5
2SV Unser Fritz 32,5**5,55,06,55,56,061031.0
3SG Drewer 31,52,5**5,54,55,04,56823.5
4SG Rochade Disteln 22,03,02,5**5,05,05,56623.0
5SV Waltrop 31,51,53,53,0**4,56,06420.0
6SK Ickern 22,52,53,03,03,5**5,06219.5
7SV Erkenschwick 41,52,03,52,52,03,0**6014.5

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[wptabtitle]Berichte[/wptabtitle]

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[wpspoiler name=“unglückliche Niederlage gegen Drewer 3″]

Erkenschwick IV – SG Drewer III: 3,5 – 4,5



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[wpspoiler name=“Packung gegen Herne-Sodingen 4″]

Sodingen IV – Erkenschwick IV : 6,5 – 1,5



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[wpspoiler name=“spielfrei“]


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[wpspoiler name=“unnötige Niederlage gegen Ickern 2″]

Vierte Schachmannschaft unterliegt unglücklich mit 3-5 gegen SK Ickern 2 (2. Bezirksklasse, 15.12.2013)

Bericht von Christian Scholtholt und Christian Verkooyen

Am dritten Spieltag der 2. Bezirksklasse hatte die vierte Erkenschwicker Schachmannschaft um Mannschaftsführer Christian Verkooyen die Chance, sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Als Tabellenschlusslicht empfingen wir daheim die zweite Garde vom SK Ickern. Unser Gast belegte ebenfalls punktlos den vorletzten Tabellenplatz.
>Doch wenn der sprichwörtliche Wurm erst einmal drin ist, bekommt man ihn schwierig wieder heraus. Da unser etatmäßiger Spitzenspieler René Kosche rechtzeitig abgesagt hatte, sollte Bernd Wallmeier das erste Brett besetzen. Jedoch erschien er nicht zum Mannschaftskampf. Nach Ablauf der Karenzzeit lagen wir somit bereits hinten: 0-1.
Die Situation schien sich zunächst nicht zu verbessern. Armin Stiller geriet recht zeitig unter massiven Druck und musste schließlich seinem Kontrahenten gratulieren. 0-2
Christian Verkooyen einigte sich in ausgeglichener Stellung bei jeweils geschlossener Bauernformation mit seinem Gegner auf Remis, sodass die Chancen auf einen Mannschaftspunkt immer aussichtsloser erschienen; 0,5-2,5.
Nachdem Christian Scholtholt im Mittelspiel eine Leichtfigur einbüßte, stand auch seine Partie auf Verlust. Er kämpfte tapfer, die Niederlage ließ sich jedoch nicht abwenden. 0,5-3,5
Einen Lichtblick sollten nun die Partien der Nachwuchsspieler Lukas Möbius (U12) und Marius Pawlak (U14) an den Brettern 7 und 8 geben. Beide spielten in der Eröffnung solide und brachten ihre Gegner durch gutes Zusammenspiel ihrer Figuren in arge Bedrängnis. Beide konnten ihre Stellungen verstärken und ihre Gegner an den Rand einer Niederlage treiben. Es wurde wieder spannender, zumal Udo Skaun seine Figuren auf Sieg positioniert hatte, während Tim Weßelbaum in relativ ausgeglichener Stellung bei Materialgleichheit noch alle Chancen hatte.
Doch dann kann der Clou von Udo Skaun: in einer sehr vorteilhaften Stellung bot er seinem Gegner ohne Absprache mit dem Mannschaftsführer die Punkteteilung an. Dieser willigte prompt ein, da ein bereits zuvor von Herbert Ulrich angebotenes Remis durch Mannschaftsführer Christian Verkooyen aufgrund des angestrebten Mannschaftserfolges abgelehnt wurde. 1,0-4,0
Somit war klar, dass wir im Kampf gegen den Abstieg keinen Boden gut machen konnten. Jetzt ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Marius Pawlak und Lukas Möbius beendeten schließlich bravourös Ihre Partien und konnten sich über die Gratulationen ihrer Kontrahenten freuen. 3,0-4,0
Die ganze Last lag nun auf den Schultern von Team-Neuling Tim Weßelbaum. Er intensivierte seine Angriffsbemühungen und konnte schließlich eine Leichtfigur gewinnen, wodurch seine Partie auf Sieg ausgerichtet war – der Mannschaftspunkt als Minimalziel war greifbar nah. Allerdings war ein Gegenangriff etwas kompliziert zu verteidigen, sodass Tim mehr und mehr in Zeitnot geriet. In großer Zeitnot fand er leider nicht die besten Züge. Zwar konnte er sich noch über die Zeitkontrolle retten (17 Sekunden Restzeit nach dem 40. Zug), jedoch war die Partie de facto verloren. Im 42. Zug folgte das Matt. Endstand 3,0-5,0.

Hier ist die entscheidende Stellung nach 32. … Lxg4 aus der Partie Skaun – Ulrich.
Skaun-Ulrich 32w
Weiß steht klar besser. Er besitzt die c-Linie, hat einen Freibauern auf d5, der Bauer b6 ist schwach, der Läufer f6 ist gefesselt. Schwarz einzige Chance besteht darin, am Königsflügel Angriff zu erhalten. Allerdings verhindert der König auf h8 einen schnellen Transfer der schwarzen Türme zum weißen König. Udo spielte in dieser Stellung 33. Sxg4 und bot Remis, denn er hätte (nach eigener Aussage) die Partie ja noch verlieren können. Aber das konnte eigentlich nur dann passieren, wenn er tot vom Stuhl fiele.
Ein einfacher Gewinnweg für Weiß nach 33. … Dxg4 besteht in 34. T1c6 (bedroht den Bauern b6 und den Läufer f6) Kg7 (der Gegenangriff 34. … Lh4 scheitert an 35. Tg6+ Dxg6 46. Txg6+ Kxg6 37. Dxh4 mit Mehrfigur) 35. Txb6 Txb6 36. Txb6 und Weiß hat bereits 2 Mehrbauern, während Schwarz immer noch nicht mit 36. … Th8 angreifen kann. Jetzt folgt 37. Tc6 und Weiß droht bereits mit Da7+ selbst Mattangriff zu bekommen. Nach 37. … Dh5 folgt ganz ruhig 38. Kf1, denn auf 38. … Dh1+ kommt 39. Dg1 und Schwarz muß mschon die Damen tauschen und hat immer noch kein Gegenspiel.

Tim hatte nach dem 26. weißen Zug eine sehr gute Stellung.
Skora - Weßelbaum 26s
Er steht mit einer Mehrfigur auf Sieg, denn die weißen Figuren stehen schlecht – man beachte die Dame auf c1 und den Großbauern auf b2. Hier hätte er mit 26. … h6 die Stellung geschlossen halten sollen, da er nur noch wenig Zeit hatte. 27. La3 ist nicht zu fürchten, denn nach 27. … c5! kann Weiß den Bauern nicht nehmen, da der Läufer nach 28. Lxc5 Tc8 in eine unangenehme Fesselung gerät und nicht mit 29. b4 gedeckt werden kann, denn dann gewinnt 29. … Sxb4. Weiß kann nichts Konstruktives spielen und man kann dann bequem die Zeitkontrolle schaffen.
Er nahm stattdessen den Bauern mit 26. …hxg6 27. hxg6 Dxg6 28. Tg1 Df7 (hier hätte De8 die Mattdrohung im 30. Zug vermieden)
Skora - Weßelbaum 30s
Jetzt hat Weiß durch das Turmmatt auf h8 zum ersten Mal eine Drohung, die Schwarz am einfachsten mit 30. … Dd7 und einer Gewinnstellung hätte aufheben sollen. Stattdessen folgte 30. … g5?? und nach den Turmschachs auf h8 und h7 war die Dame weg.

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[wpspoiler name=“Niederlage verschärft den Abstiegskampf“]

Waltrop 3 – Erkenschwick 4 : 6,0 – 2,0


Bericht von Christian Scholtholt und Christian Verkooyen

Am Sonntag reisten wir zum direkten Tabellennachbarn nach Waltrop mit dem Ziel, unseren ersten Sieg in der 2 Bezirksklasse einfahren. Doch es kann wieder einmal alles anders: da unser zweites Brett nicht erschien, stand es bereits nach einer halben Stunde 1:0 für Waltrop III. Lukas Möbius spielte am achten Brett zu schnell und überhastet, was zu einem frühzeitigen Partieverlust führte – 2:0 für die Hausherren. An Brett 4 verlor Christian Verkooyen recht früh im Mittelspiel einen Zentrumsbauern; er konnte im späteren Verlauf allerdings das materielle Gleichgewicht wiederherstellen und erhielt mit gegnerischer Hilfe wieder eine ausgeglichene Stellung. Erst nach einer falschen Abwicklung im Bauernendspiel konnte Christian die verbundenen Bauern auf dem Damenflügel nicht mehr aufhalten 3:0.

René Kosche am Spitzenbrett spielte sehr stark und konnte seine Partie ausgeglichen halten. Ein Remisangebot seines Gegners lehnte er zunächst ab. Christian Scholtholt (Brett 3) sorgte mit gezielten Offensivaktionen für einen partieentscheidenden Bauerngewinn. In den folgenden Zügen verbesserte er geschickt seine Stellung. Schließlich gratulierte sein Gegner unmittelbar vor dem Matt 3:1. Da sich am ersten Brett keine Vorteile auf beiden Seiten abzeichneten, nahm René schließlich ein erneutes Angebot zur Punkteteilung an. Zwischenstand 3,5:1,5. Marius Pawlak hatte zunächst einen optisch ansprechenden Angriff auf dem Königsflügel, den sein Gegenüber jedoch bravourös abwehren konnte. In der folgenden Abtauschschlacht drehte sich allerdings das Blatt. Die Königsstellung von Marius stand nun zunehmend Druck. Er fand leider nicht die richtigen Verteidigungszüge und musste seine Partie aufgeben. Mit dem zwischenzeitlichen 4,5:1,5 zu unseren Ungunsten war die erneute Niederlage besiegelt.

Udo Skaun hatte am 6. Brett zu diesem Zeitpunkt eine Qualität und zwei Bauern verloren. Sein Remisangebot wurde logischerweise abgelehnt, denn wenige Züge später wurde er mattgesetzt. 5,5:1,5. Tim Weßelbaum hatte somit die Ehre, mit seinem Spiel den Endstand zu fixieren. In seiner Partie gab es ein permanentes Hin und Her. Aktuell stand er auf Verlust, doch plötzlich fand er in Zeitnot den entscheidenden Zug, gewann eine Leichtfigur und hielt mit einer plötzlichen Mattdrohung seine Gegnerin in Schockstarre. Ein Damentausch hätte wohl die Entscheidung für Tim gebracht, jedoch zweifelte er, ob die Stellung mit Mehrbauer (und Mehrläufer) zu gewinnen war. Etwas mehr Endspielerfahrung sowie ein bißchen Regelkunde („berührt – geführt“) hätten hier einen Sieg gebracht. Da es abschließend nur noch um die sprichwörtlich goldene Ananas ging und Tim keine Möglichkeiten mehr sah, die Partie zu gewinnen, endete die Partie mit einem Remis. Die 6:2-Niederlage war besiegelt. Nach circa 5 Stunden machten wir uns enttäuscht auf den Heimweg.

Im vorletzten Saisonspiel daheim gegen die SG Rochade Disteln II muss nun zwingend ein Sieg her, um dem Abstieg noch entrinnen zu können. Andernfalls ist das Kapitel 2. Bezirksklasse nach bereits einer Saison beendet.

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[wpspoiler name=“erneute Niederlage gegen Rochade Disteln 2″]

SV Erkenschwick 4 – Rochade Disteln 2 : 2,5 – 5,5

 

Im vorletzten Saisonspiel war es für die 4. Mannschaft Pflicht, mit einem Sieg gegen Disteln 2 das Abstiegsgespenst zu verscheuchen. Mannschaftsführer Christian Verkooyen hatte acht Stammspieler aufgeboten.
Allerdings war René Kosche, unser Spieler am 1. Brett, kurzfristig erkrankt und kein Ersatzspieler vorhanden, so daß Disteln schon zu Spielbeginn mit 1-0 in Führung ging. Nach einer knappen Stunde hatte einzig Christian Verkooyen an Brett 3 Siegchancen, da er nach wechselhaften Verlauf eine Mehrfigur besaß. Unsere jugendlichen Spieler, die bisher erfolgreich gespielt hatten, kamen diesmal nicht so gut zum Zug. Lukas Möbius, mittlerweile Kreismeister in der U12, spielte am 7. Brett gegen Erik Koch, den Vizemeister der U12. Nach groben Schnitzern in der Eröffnung hatte Lukas bereits nach 12 Zügen Figur und Bauer weniger. Er spielte trotzdem sehr schnell weiter und mußte nach 25 Zügen und einer guten halben Stunde Spielzeit aufgeben 0-2. Armin Stiller am 4. Brett hatte sich solide aufgestellt, aber nach dem 10. Zug den Faden verloren. Nach dem Abtausch fast aller Figuren landete er in einem hoffnungslosen Endspiel und um 15:20 mußte er seinem deutlich stärkeren Gegner Oliver Jörgens gratulieren 0-3. Christian Verkooyen hatte sich umsichtig gegen die Drohungen von Dietmar Wienke verteidigt und seinen König in Sicherheit gebracht. Sein Gegenangriff endete im 39. Zug mit einem Matt – 1-3 um 15:30. Damit bestand zumindest etwas Hoffnung auf einen Mannschaftspunkt. Allerdings hatte Marius Pawlak eine brauchbare Stellung schlecht weitergespielt und eine Figur verloren. Im Gegenzug besaß er allerdings einen entfernten Freibauern auf der b-Linie, der vom gegnerischen König und Springer nur schlecht gestoppt werden konnte. Doch anstatt länger zu überlegen und seinem Gegner Probleme zu stellen, spielte er schnell weiter und mußte dann gegen Ingo Koch nach 90 Zügen um 15:40 aufgeben 1-4. Damit war unsere letzte Hoffnung auf ein Unentschieden dahin. Christian Scholtholt, Tim Weßelbaum und Udo Skaun spielten zwar ihre Partien noch weiter, aber mehr als ein Remis war für sie nicht drin, so daß gegen 17:00 der Kampf mit einer 2,5-5,5 Niederlage endete.
Damit ist unser Abstieg besiegelt, denn im nächsten Spiel müssen wir gegen den Tabellenzweiten Unser Fritz 3 antreten, die mit einem Sieg ihren Aufstieg sicherstellen wollen. Jugendleiter Dirk Broksch hatte nach seinem frühen Remis in der 2. Mannschaft ausgiebig Zeit, den Mannschaftskampf der Vierten zu beobachten. „Unsere jungen Spieler haben wieder gezeigt, dass sie auch in dieser Klasse mithalten können. Sie spielen einfach noch zu schnell und lassen sich zu wenig Zeit, um die passenden Züge zu finden. Der Feinschliff wird durch das Training und weitere Spielpraxis ganz von alleine kommen. Die Entwicklung zeigt, dass mit einer Menge Geduld auch mit absehbaren Erfolgen gerechnet werden kann. Wir sind in Erkenschwick dabei, etwas wirklich „Großes“ auf die Beine zu stellen und starke Jugendspieler heranzuziehen.“
Hier sind noch einige lehrreiche Stellungen aus den Partien.

Wienke – Verkooyen
Wienke-Verkooyen 5w
Weiß hatte gerade fehlerhaft 5. e5 gespielt. Nun hätte Schwarz 5. De7 spielen sollen, um den weißen e-Bauern zu zu fesseln. Es könnte z.B. folgen. 6. Dxd4 Lxf3 7. gxf3 Sc6 8. Lb5 Dxe5+ 9. Dxe5 dxe5 10. Lxc6+ bxc6 11. Sd2 Se7 und Schwarz steht besser.
Stattdessen folgte 5. … dxe5? und Weiß erwiderte sofort 6. Lxf7+ um nach 6. … Kxf7 mit 7. Sxe5+ Ke7 8. Dxg4 auf Gewinn zu stehen. Deshalb spielte Christian 6. … Ke7??.
Wienke-Verkooyen 6s
Es folgte 7. 0-0? Sc6? 8. Te1? und nach 9. … Kxf7! stand Christian auf Gewinn. Warum dann so viele Fragezeichen kann man sich fragen? Ganz einfach – Weiß konnte im 7. und 8. Zug mit Lxg8!! einfach gewinnen, denn auf Txg8 folgt Lg5+ und die schwarze Dame ist verloren.

Bretz-Weßelbaum
Bretz-Weßelbaum 17s
Hier hatten sich zwei Springer durch die gegnerische Stellung gefressen und jeweils zuletzt die gegnerische Dame (Weiß: Sg5xh7xTf8xDd7 – Schwarz: Sd5xSc3xTb1xDd2) geschlagen. Weiß spielte jetzt 18. Lxd2?? und Schwarz erwiderte 18.… Td8?? und die Partie endete im 36. Zug nach weiteren Ungenauigkeiten remis.
Was hatte Weiß übersehen? Der weiße Springer hätte sich weiter durchfressen sollen, denn nach 18. Sxb8 Sxf1 19. Sxc6 droht das Zwischenschach auf e7 mit Läuferverlust, so daß sich der Springer auf f1 nicht mehr retten kann. Das Endspiel ist für Schwarz wegen des Mehrbauern und des zerstörten schwarzen Damenflügels hoffnungslos.
Schwarz konnte seinerseits im 18. Zug einfach Lxd7 spielen und hätte eine Mehrfigur besessen.

Skaun – Struckmeier
Skaun-Struckmeier 33w
„Du hast Glück bei den Frau’n“ könnte man in Anlehnung an einen alten Schlager aus den 30er Jahren zum Schachgott sagen.
Nach 33. … f6 34. c5 Sg5 35. Dc4 Txb2 endete die Partie remis. Dabei konnte die Kasseuse mit 33. … Dd4+ 34. Kh1 Sf2+ den ganzen Punkt einsacken.

R. Koch – Pawlak
R.Koch-Pawlak 59w
Natürlich steht Weiß besser. Es folgte 58. Sd2 b2 59. Ke2 Kc1?? und nach 60. Kd3 war Schwarz verloren, denn das entstehende Bauernendspiel nach z.B. 60. … b1D (60. … Kd1 61. Sb1 Kc1 62. Sc3) 61. Sxb1 Kxb1 ist verloren, da der weiße König die schwarzen Bauern erobert.
Schwarz hätte 59. … Kc3! 60 Kd1 Kd3 61. h3 Kc3 62. Ke2 Kc2 spielen sollen und nach 63. Sc4 b1S! (auf keinen Fall 63. … b1D? 64. Sa3+ und das Bauernendspiel ist für Weiß gewonnenn) hätte Weiß zeigen müssen, wie er die Partie gewinnen will.
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[wpspoiler name=“ohne drei Niederlage gegen Unser Fritz 3″ open=“true“]

Unser Fritz 3 – Erkenschwick 2 : 6,0 – 2,0


Bericht von Christian Verkooyen

Unser mutmaßlich letzter Auftritt in der 2. Bezirksklasse führte uns zur dritten Mannschaft vom SV Unser Fritz. Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Herne hätte nur noch ein sehr hoher Sieg bei gleichzeitiger deutlicher Niederlage des SK Ickern II (Auswärtsspiel bei SG Rochade Disteln II) helfen können. Dies schien allein aufgrund der deutlich stärkeren Spielstärke aussichtslos. Nichts desto trotz wollten wir uns ordentlich aus der Bezirksklasse verabschieden.
Geplant war, dass wir mit unserer Stammformation antreten. Allerdings erhielt Mannschaftsführer Christian Verkooyen am Samstag drei kurzfristige Absagen. Somit fuhren nur René Kosche, Christian Scholtholt, Christian Verkooyen, Udo Skaun und Lukas Möbius gen Wanne.
Damit lagen wir bereits zu Beginn des Mannschaftskampfes mit 0:3 hinten. Der Traum vom Klassenerhalt war bereits Geschichte, während Unser Fritz dem endgültigen Aufstieg immer näher kam. Udo Skaun und sein Gegenüber Siegfried Weischenberg einigten sich bereits nach 10 Zügen auf Remis, während die anderen Bretter jeweils ausgeglichen standen 0,5:3,5. Nach ca. 70 Minuten einigten sich nahezu zeitgleich Christian Scholtholt (gegen Herbert Kanther) und Christian Verkooyen (gegen Markus Pohl) ebenfalls auf eine Punkteteilung 1,5:4,5. Zu diesem Zeitpunkt war das achte Brett mitten im Endspiel. Matteo Grieco bot Lukas Möbius bei ausgeglichenem Material, jedoch mit leichten Stellungsnachteilen, Remis. Lukas zeigte sich spielfreudig und witterte die Chance zum Sieg – er spielte weiter. In den folgenden Zügen verschlechterte sich seine Position allerdings zunehmend. Schließlich bot er seinem Gegner die Punkteteilung an, welche dieser dank des damit gesicherten Aufstiegs annahm. Hätte Grieco zu Ende gespielt, wäre es für ihn wohl ein voller Punkt geworden 2,0:5,0. Am Spitzenbrett hielt René Kosche die Partie gegen Ernst Weiss bis zum 25. Zug ausgeglichen. Dann verlor er jedoch den Faden und somit die Hoheit auf dem Brett. Nach dem Turmtausch gratulierte er folgerichtig seinem Kontrahenten 2,0:6:0. Gegen 16:00 Uhr machten wir uns auf den Heimweg.
Mit der sechsten Niederlage im sechsten Mannschaftskampf verabschieden wir uns sportlich aus der zweiten Bezirksklasse. Es bleibt die Hoffnung, dass es aufgrund einer geplanten Aufstockung der Liga keinen Absteiger geben könnte.
Insgesamt hatten wir uns von der Saison mehr erhofft. Zwar stand von Beginn an fest, dass wir spielstärkenbedingt nur gegen den Abstieg kämpfen werden, doch dass es so knüppeldick kommt, war nicht zu erwarten. Direkt nach Saisonstart mussten wir zudem leider den Ausfall zweier starker Stammspieler verkraften, was das Unternehmen Ligaerhalt nicht einfacher machte. Insgesamt blieben in sechs Runden sieben Bretter unbesetzt. Top-Scorer waren Lukas Möbius und Christian Scholtholt mit jeweils 3,0 Punkten aus sechs Partien. Fünf Spieler konnten ihre DWZ verbessern – hierzu herzlichen Glückwunsch.

Bis zur nächsten Saison …

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