III. Mannschaft 2013/14

Saison 2013/14: Bezirksliga, Schachbezirk Herne-Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

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[wptabtitle]Tabelle[/wptabtitle]

[wptabcontent]

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1SV Waltrop 1**5,54,05,06,55,06,06,06,56,091750.5
2SC Recklinghausen Altstadt 12,5**7,05,55,05,56,06,05,54,091547.0
3SG Drewer 14,01,0**4,54,53,54,04,56,56,091238.5
4SV Unser Fritz 23,02,53,5**4,05,55,06,54,56,591141.0
5SV Recklinghausen-Süd 11,53,03,54,0**4,54,57,03,55,09936.5
6SV Constantin Herne 13,02,54,52,53,5**4,02,05,05,59732.5
6Recklinghäuser SG Läufer-Ost 22,02,04,03,03,54,0**4,55,54,09732.5
8SK Herne-Sodingen 32,02,03,51,51,06,03,5**4,05,59529.0
9SV Erkenschwick 31,52,51,53,54,53,02,54,0**4,59527.5
10SV Castrop-Rauxel 32,04,02,01,53,02,54,02,53,5**9225.0

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[wptabtitle]Berichte[/wptabtitle]

[wptabcontent]

[wpspoiler name=“15.09. – deutliche Niederlage gegen Drewer“]

SG Drewer – Erkenschwick III: 6,5 – 1,5


Nach der äußerst erfolgreichen Vorsaison, die mit dem Aufstieg in die Bezirksliga gekrönt wurde, stand nun der Saisonauftakt in der neuen Liga an. Der erste Spieltag führte die dritte Mannschaft des SV Erkenschwick nach Marl zur ersten Mannschaft der SG Drewer. Während die Erkenschwicker komplett antraten, boten die Gastgeber an den Brettern 7 und 8 mit Irene Thesing und Dr. Ludwig Maibaum zwei nominelle Ersatzspieler auf.
Schnell wurde klar, dass der Liganeuling keine Gastgeschenke zu erwarten hatte, denn von Anfang an waren die Hausherren bemüht, die Machtverhältnisse gerade zu rücken:
Angelika griff zu Beginn der Partie an Brett 8 gegen Dr. Ludwig Maibaum bei ihrem Debüt in der Mannschaft daneben und musste zwei Bauern zur Abwehr eines Mattangriffs geben. Günter hatte es an Brett 7 mit Irene Thesing zu tun. Zwischenzeitlich konnte Günter eine Leichtfigur gegen zwei Bauern für sich verbuchen, sah sich aber nach dem Verlust der Leichtfigur einem verlorenen Turmendspiel ausgesetzt, so dass sowohl Angelika als auch Günter nach zäher Gegenwehr nur die Gratulation blieb, was die Marler komfortabel mit 2:0 in Führung brachte.
In der Folge hieß es auch für einen Großteil der Erkenschwicker Erfahrung statt Punkte sammeln: Florian kämpfte an Brett 1 tapfer gegen den gut 200 DWZ Punkte besseren Volker Mittmann, dessen Spielstärke sich mit fortschreitendem Partieverlauf immer deutlicher durchsetzte, an Brett 2 hatte Hans gegen Wilfried Uhlich im Endspiel das Nachsehen, Harald musste an Brett 5 Martin Schäfer gratulieren, der sich den nach einer Fesselung gewonnen Freibauern nicht mehr nehmen ließ und an Brett 4 übersah ich gegen Ulrich Arnold in beiderseitiger Zeitnot ein dreizügiges Grundreihenmatt.
Aber der Saisonauftakt bescherte auch Lichtblicke: Dinar konnte sich mit Lars Schäpers an Brett 6 auf ein Unentschieden einigen: Dinar hatte zwar mehr Bauern als sein Gegenüber, sah sich aber zwei Türmen auf seiner siebten Reihe ausgesetzt, denen er nur noch seine Dame entgegensetzen konnte.
Einen vollen Punkt zur Ehrenrettung konnte schließlich Martin am dritten Brett gegen Uwe Nebel erringen. Den eingekesselten Läufer seines Kontrahenten hatte Martin im Tausch gegen einen Bauern gewonnen und setzte danach den Vorteil auch ein höchster Zeitnot nervenstark um.
Damit konnte die DG Drewer einen deutlichen 6,5 : 1,5 Erfolg einfahren, der den Erkenschwicker Mannen vor Augen führte, dass in der Bezirkslage der erwartete, raue Wind weht, der die laufende Saison nicht zu einem gemütlichen Sonntagsspaziergang werden lässt.

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[wpspoiler name=“06.10. – Niederlage gegen Altstadt I“]

Erkenschwick III – SC RE-Altstadt: 2,5 – 5,5



In der zweiten Runde stand für den Aufsteiger aus der Stimbergstadt das erste Heimspiel der Saison gegen SC Recklinghausen Altstadt an. Die Gäste traten mit drei nominellen Ersatzspielern in Gestalt von Heinz Grothuesmann, Hans-Christian Mayeres und Frank Stubbe an, bei der Heimmannschaft blieb das achte Brett unglücklicherweise unbesetzt, was zugleich die Führung für die Gäste bedeutete.
An dieser Führung änderte sich zunächst nichts, als Dinar und Heinz Grothuesmann sich an Brett 6 in recht ausgeglichener Stellung auf ein Unentschieden einigten. Kurz darauf musste Harald an Brett 5 gegen Heinz-Joachim Mallach kapitulieren. Harald hatte die Kraft des gegnerischen Läufers unterschätzt, musste Material und schließlich die Partie aufgeben.
Für den „Anschlusspunkt“ und ein kleines Flämmchen Hoffnung sorgte Günter mit seinem Sieg gegen Hans-Christian Mayeres an Brett 7. Günter hatte eine Leichtfigur in seinen Angriff am Königsflügel investiert und im Gegenzug Bauern sowie fulminantes Spiel erlangt, was schließlich zu entscheidendem Materialgewinn führte.
Leider war es nur ein kurzes Hoffnungsflackern auf einen Favoritensturz, da sich die Lage an den noch spielenden vier Brettern nicht gerade aussichtsreich für die Erkenschwicker entwickelt hatte: ich konnte an Brett 4 im Duell gegen Joachim Bremer einen halben Punkt verbuchen in einer Stellung, die wenn überhaupt nur noch meinem Gegner eine Perspektive bot. Martins Position an Brett 3 gegen Romuald Samisch verschlechterte sich zusehends und war nach dem Verlust einer Leichtfigur nicht mehr zu halten. An Brett 1 wehrte sich Florian tapfer gegen Michael Glahn, hatte zunächst einen Turm gegen zwei Leichtfiguren gegeben, woraus im weiteren Verlauf der Partie leider nach einem „Tausch“ eines Turmes gegen eine der Leichtfiguren eine Mehrfigur für seinen Kontrahenten wurde.
Hans rang an Brett 2 mit Albert Wernitz und sah sich einem hartnäckigen Angriff an seinem Königsflügel ausgesetzt. Auch in Zeitnot behielt Hans den Überblick und wurde für seine unermüdliche Verteidigung schließlich mit einem halben Punkt belohnt, wohingegen Florian an Brett 1 am Ende nur die Aufgabe blieb.
Mit dieser 2,5 : 5,5 Niederlage findet sich die Dritte des SV Erkenschwick im Tabellenkeller wieder, was nach dem Anfangsprogramm durchaus zu erwarten war. Nun gilt es, in den verbleibenden Spielen bei den Mannschaften in Schlagdistanz zu punkten.
Eine interessante Partie spielte Günter Strozewski. Er versucht immer wieder, Ungleichgewichte zu schaffen, solange sie ihm Möglichkeiten für Angriffe auf den gegnerischen König bieten. In seiner Partie gegen Christian Mayeres (Weiß) war er mit seiner Taktik erfolgreich.
Mayeres-Strozewski 13s
Günter hätte im 8. Zug den Läufer nach d7 zurückziehen können, aber er hatte auf den Versuch von Weiß spekuliert, den Läufer zu fangen. Es folgte 14 g4 Lg6 15 f4 h5?! (14 … exf4 hätte Schwarz leichten Ausgleich gegeben, während Günters Weg mit Risiken verbunden ist.) 6 f5 hxg4 17 fxg6 Sxg6 18 Sg3 gxh3
Mayeres-Strozewski 18s
19 Lf3 Sf6?! (Hier war 18 … Dh4 besser.) 20 Sf5 Th7 21 Lg5 (Mit 21. Db3 konnte Weiß etwas Vorteil erhalten.) 21 … Sg4+ 22 Lxg4 Dxg5 23 Sg3 Sf4 24 Df3??
Mayeres-Strozewski 23w
Nach diesem schweren Fehler ist Weiß verloren. Notwendig war 24. Da4!+ mit der Folge 4 … Kf8 25 Lf3 Lb6 26 Sce2 Th6 27 Dd1 Te8 28 Sf5 Th7 29 b4 g6 30 Sfg3 Ke7 und die Stellung ist in der Remisbreite.
Mayeres-Strozewski 23s Variante
Schwarz hätte hier mit 23 … Th4 den Sack zumachen können. Es droht der sofortige Rückgewinn der Figur. Nach 25 Lf5 g6 26 Tg1 Lxg1+ 27 Txg1 Sg2 28 Ld7+ Kxd7 29 Dxf7+ Kc8 steht Schwarz auf Gewinn. Aber Günter dachte, daß er mit dem sofortigen 24 … g6?? ebenfalls die Figur gewinnt. 25 Sce2 Sxe2 26 Dxe2 Le3 27 Tad1 Lf4 28 Df3?
Mayeres-Strozewski 27s
Notwendig war 28. Tg1 um dem Läufer einen Rückzug zu ermöglichen und den Springer zu decken. 28 … f5 29 Lf3 O‑O‑O 30 Tde1 Dh4 31 b4 Tf8 32 c5 Thf7 33 Dd3. Hier steht der schwarze Vorteil aber auch außer Frage.
28 … f5 29 exf5 gxf5 30 Lxh3? O‑O‑O 31 Dg2 Tdh8 32 Td3 Dg4 33 Txf4 Txh3+ 34 Kg1 Dxf4 35 Tf3??
Mayeres-Strozewski 35w
35 … Dc1+ 36 Tf1 De3+ und Weiß gab die hoffnungslose Partie auf.
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[wpspoiler name=“17.11. – zu hohe Niederlage gegen Waltrop“]

Waltrop I – Erkenschwick III: 6,5 – 1,5

In der dritten Runde traten die Erkenschwicker auswärts gegen die erste Mannschaft von Waltrop an. Sowohl die Erkenschwicker als auch die Waltroper boten bis auf einen Ersatzspieler ihre jeweils beste Besetzung auf.
Armin Stiller kam als Ersatz für Günter Strozewski zu seinem Saisondebüt in der dritten Mannschaft und gewann in seiner Partie an Brett 8 gegen Jörn Gasper sogleich an Erfahrung, da ihm nach Materialverlust nur die Aufgabe blieb. Diese Führung bauten die Gastgeber anschließend aus: Harald hatte an Brett 5 gegen Frank Schwammbach eine druckvolle Stellung erreicht, griff daneben und konnte nach entscheidendem Materialverlust infolge einer Überlastung der Deckungsfigur nur noch gratulieren.
Den Anschluss zum 2 : 1 besorgte Martin an Brett 3 gegen Andreas Winterberg. Martin investierte viel Bedenkzeit und konnte im Mittelspiel die Initiative ergreifen, die sich nach einem Angriff am Königsflügel, bei dem er mit Turm und Dame in die Stellung eindringen konnte, in einen vollem Punkt niederschlug.
Anschließend stellte Florians Niederlage an Brett 1 gegen Rolf Breidenbach den alten Abstand wieder her. Im Mittelspiel hatte Florian zunächst eine Leichtfigur und in anschließender Zeitnot die Partie eingebüßt.
Zur Zeitkontrolle fiel die endgültige Entscheidung: Dinar hatte sich an Brett 6 gegen Frank Nagel eine Qualität sichern können, verlor allerdings in akuter Zeitnot seine Dame, was die Waltroper mit 4 : 1 in Front brachte. Durch mein Remis an Brett 4 gegen Marius Eckert war die Niederlage besiegelt. Ich stand in meiner Stellung unter Druck, der Angriff meines Gegners am Königsflügel blieb ohne entscheidenden Erfolg, so dass nach Vereinfachung der Stellung in beiderseitiger akuter Zeitnot der Friedensschluss angesagt war.
Schlussendlich musste sich Hans an Brett 2 gegen Martin Drewes geschlagen gegen. Hans hatte zu Beginn der Partie eine Qualität eingebüßt und konnte diesen Verlust in der Folge nicht adäquat kompensieren, so dass er sich am Ende nach einer „Umwandlung“ der Qualität in einen Mehrbauern in einem verlorenen Endspiel wiederfand.
Zuletzt musste auch Angelika an Brett 7 gegen Marco Harde die Segel streichen. In einem Turmendspiel mit desolater Bauernstruktur konnte Angelika die Stellung trotz hartnäckiger Gegenwehr nicht zusammenhalten.
Insgesamt ein verdienter Sieg der Waltroper, der trotz der Überlegenheit der Heimmannschaft nach dem Verlauf der Partien ein wenig zu hoch ausgefallen ist.


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[wpspoiler name=“8.12. – wichtiger Sieg gegen Castrop III“]

Erkenschwick III – Castrop-Rauxel III : 4,5 – 3,5

In der vierten Runde gelang der Dritten aus Erkenschwick der erste Saisonsieg in der Bezirksliga. Der Mitaufsteiger aus Castrop-Rauxel setzte voll auf die Jugend und trat mit insgesamt vier jugendlichen Spielern an den Brettern 4, 5, 6 und 8 und insgesamt drei Ersatzspielern an. Bei der Heimmannschaft fehlte Günter Strozewski, dafür sprang René ein, der damit sein Saisondebüt in der Bezirksliga gab.
Dinar an Brett 6 konnte sich früh gegen Vincent Hardt einen Vorteil am Königsflügel erarbeiten und in die gegnerische Stellung einzudringen, was schlussendlich die Führung für die Hausherren brachte. Angelika legte an Brett 7 gegen Uwe Sevcik nach, da sie sich von der unkonventionellen Eröffnung ihres Gegenspielers nicht aus der Ruhe bringen lies, sondern auf Angriff schaltete und nach Materialgewinn auch das 2:0 erzielen konnte. René stand seinen Vorderleuten in nichts nach und drang mit Dame und Springer in den Königsflügel seines Kontrahenten Dogukan Atali ein, der bei seinem Debüt in der Gästemannschaft Erfahrung sammeln durfte. Nach langer Gegenwehr musste er sich Renés Bauerübermacht beugen, so dass es 3:0 für das Heimteam stand.
Wer dachte, dass es in diesem Tempo weiter gehen würde, wurde schnell eines besseren belehrt: ich hatte an Brett 4 gegen Paul-Luca Wübker eine sehr aussichtsreiche Stellung mit zwei gut postierten Freibauern und einer Qualität mehr erhalten, verlor allerdings in Zeitnot vollkommen die Übersicht, stellte einen Turm ein und konnte mich sehr glücklich schätzen, dass mein Gegenüber sich mit einem halben Punkt per Dauerschach begnügte.
Den Anschluss für die Gäste stellte Marc-Henri Wübker an Brett 5 gegen Harald her. Harald war mit den schwarzen Steinen nicht optimal aus der Eröffnung gekommen, verlor eine Leichtfigur und konnte in aussichtsloser Stellung nur noch aufgeben.
Beim Stande von 3,5 : 1,5 war die spannende Frage, welche der drei noch laufenden Partien den entscheidenden Punkt liefern würde. Martin stand an Brett 3 gegen Michael Zygan unter Druck und hatte Turm und Springer auf dem Damenflügel nicht entwickeln können, Florian mühte sich an Brett 1 gegen den DWZ-stärksten Spieler der Liga Michael Klengel, um seine Stellung irgendwie zusammenzuhalten. Hans an Brett 2 hatte gegen Christoph Zobiegala eine verwickelte Stellung am Damenflügel, in der er nicht entscheidend durchkommen konnte.
Am Ende war es Martin, der nach einer Vereinfachung der Stellung seinen zentralen Freibauern unaufhaltsam in Gang setzte und damit seine beeindruckende Bilanz in dieser Saison auf drei Siege in vier Spielen ausbauen konnte.
Die Niederlagen von Hans und Florian, der in Zeitnot nicht mehr die Widerlegung des gegnerischen Mattangriffs nicht mehr fand, stellten schließlich den Endstand von 4,5 : 3,5 her.
Mit dem ersten Saisonsieg, dessen Grundstein an den hinteren Brettern von René, Angelika und Dinar gelegt wurde, können die Mannen um Mannschaftsführer Hans Truszkowski wieder Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen.


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[wpspoiler name=“12.1. – ärgerliche Niederlage gegen RSG II“]

RSG Läufer/Ost – Erkenschwick III : 5,5 – 2,5

Der wichtige Sieg der letzten Runde hatte die Mannen der Erkenschwicker Dritten auf den Geschmack gebracht, so dass gegen den Konkurrenten Recklinghäuser SG Läufer-Ost weitere Punkte folgen sollten. Die Erkenschwicker traten die kurze Reise in Bestbesetzung an, wohingegen bei der RSG Roland Mecklenburg und Florian Bruder aushalfen.
Es entwickelte sich ein spannender Kampf, bei dem die endgültige Entscheidung erst nach der Zeitkontrolle fallen sollte.
Harald spielte an Brett 5 gegen Walter Breuckmann und geriet im Mittelspiel in eine Fesselung, die Zeit, eine Qualität und schließlich die Partie durch Zeitüberschreitung kostete.
An Brett 1 rang Florian mit Frank Schöbel. Mit zunehmenden Partieverlauf geriet Florian mehr und mehr in Bedrängnis, was schlussendlich das 2 : 0 für die Heimmannschaft bedeutete.
Für den Anschlusstreffer sorgte Dinar an Brett 6 gegen Uwe Seifert. Dinar gewann im Mittelspiel zunächst eine Qualität, konnte in die Königsstellung seines Gegner eindringen und nach weiterem Materialgewinn die Gratulationen entgegen nehmen. Leider blieb es aus Sicht der Erkenschwicker bei diesem einzigen Sieg. Kurz nach der Zeitkontrolle legten die Gastgeber die Siege Nummer 3 und 4 nach: Günter hatte an Brett 7 Günter gegen Roland Mecklenburg die Partie lange Zeit offen gestaltet und einen tollen Kampf geliefert, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Ähnlich erging es Angelika an Brett 8 gegen Florian Bruder. Durch eine Unachtsamkeit verlor Angelika eine Qualität und versuchte anschließend mit zwei verbundenen Freibauern das Blatt noch zu wenden, was leider nicht mehr gelang.
Die Entscheidung brachte die Partie an Brett 2 zwischen Hans und Heinrich-Christian Balke: wie die nachträgliche Analyse zeigte, hätte es für Hans wohl eine aussichtsreichere Fortsetzung gegeben, so endete die Partie mangels Siegchance für eine der Partien mit einem Unentschieden. Ebenfalls Unentschieden war das Ergebnis der noch ausstehenden Partien an den Brettern 3 und 4. In Anbetracht der besiegelten Niederlage einigte ich mich mit Elmar Hillebrand in einem vorteilhaften Turmendspiel mit noch allen Türmen friedlich.
Den Endstand stellte Martin an Brett 3 gegen Alexander Multhaup her: im Laufe der Partie hatte Martin zwei Bauern verloren, konnte aber einen zurückgewinnen und dadurch am Ende das Unentschieden behaupten.
Damit musste die Dritte nach dem süßen Geschmack des Sieges in der letzten Runde nunmehr wieder den bitteren Geschmack der Niederlage kosten. Bei noch vier ausstehenden Runden heißt es nun, den Kopf nicht hängen zu lassen, sondern in den kommenden Spielen weiter auf Punktejagd zu gehen.


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[wpspoiler name=“2.2. – unnötige Niederlage gegen Aufstiegsaspiranten Unser Fritz II“]

SV Erkenschwick 2 – SV Unser Fritz 2 : 3,5 – 4,5


Bericht von Florian Schicktanz

Wie gewonnen, so zerronnen: So könnte man die 6. Runde in der Bezirksliga zusammenfassen. Am 6. Spieltag gegen den SV Unser Fritz gab es eine unnötige Niederlage gegen den Drittplazierten SV Unser Fritz II. Obwohl es im Laufe des Kampfes danach aussah, als würden wir mindestens ein Unentschieden holen können, stand am Ende eine knappe 3,5-4,5-Pleite.
Bei uns fehlte Armin Gasper, für den Christian Verkooyen am letzten Brett eingesprungen war. Dessen Einsatz zahlte sich aus! Unser Gegner trat ebenfalls nicht in Bestbesetzung an, es spielten als Ersatz aus der 3. Mannschaft Gerhard Stenzel, Matteo Grieco und Chris Engelmann.
Es begann alles ziemlich vielversprechend: Angelika Schulz hatte an Brett 7 gegen ihren Ersatzmann Grieco gutes Spiel erhalten und am Ende behielt sie mit einer Figur mehr die Oberhand 1 – 0.
Christian Verkooyen, gegen den jungen Chris Engelmann spielend, spielte ebenfalls überlegen und ein Sieg wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Nur reichte es nur zu einem Remis, da er zwar einen Bauern mehr hatte, aber, da auf der a-Linie sich befand, sein Gegner mit König ihn aufhalten konnte und so war die Punkteteilung am Ende besiegelt 1,5 – 0,5.
Zu diesem Zeitpunkt herrschte bei uns Optimismus. An allen anderen Brettern gab es zunächst keine weiteren klaren Aussichten. Lediglich Dinar wurde von seinem Gegenüber Julian Tober ziemlich stark unter Druck gesetzt, doch konnte er sich zunächst befreien.
Später verzeichnete Günter Strozewski den nächsten Punktgewinn: Im Laufe der Partie konnte er sich eine vorteilhafte Stellung erspielen und Material gewinnen und später alle Gratulationen entgegennehmen 2,5 – 0,5. Martin Stratmann, im letzten Spiel gegen den RSG-Läufer-Ost noch mit einem blauen Auge davongekommen, spielte gegen Martin Pohl und Harald van der Weyer – ein Spieler für die wichtigen Punkte – hatte es mit Altmeister Gerd Matrisch zutun. Beide Partien wurden sehr solide geführt und am Ende sprang jeweils ein Remis heraus 3,5 – 1,5. Danch spielten nur noch Hans, Dinar und ich. Ich hatte Andreas Prang als Gegner, den ich beim Unser-Fritz-Open vor zwei Jahren überraschend besiegen konnte. Auch heute waren durchaus einige gute Ansätze erkennbar: Ich opferte im Mittelspiel einen Springer, um damit d4 vorzustoßen, sodass ich eventuell eine Bauerngabel erzwingen konnte. Dies geriet aber zu meinem Nachteil, weil ich zwar die Figur zurückerobern konnte, aber mein Gegner dadurch mehr Tempo bekam und mich zum Rückzug zwang. Nach nur 26 Zügen musste ich aufgaben, weil ich ein zweizügiges Matt nicht mehr verhindern konnte 3,5 – 2,5. Schade, auch dieses Mal wäre durchaus mehr drin gewesen in meiner Partie, doch wie so oft spielt man zu ungenau und nutzt die Chancen nicht!
Dennoch war noch nicht alles verloren. Zumindest sahen die Partien von Dinar und Hans noch nicht so schlecht aus. Dinar wurde jedoch von seinem Gegner zunehmend immer mehr unter Druck gesetzt: Sein Gegner hatte einen vorgerückten Bauern, der seine Zugmöglichkeiten einschränkte, und Dinar hatte kaum noch Spiel. So konnte SV Unser Fritz verkürzen 3,5 – 3,5. Jetzt hing alles von unserem Mannschaftsführer Hans Truskowksi ab. Auch wenn es zwischenzeitig gar nicht schlecht für Hans aussah, zum Ende hin schwand auf unserer Seite vollends der Optimismus: Sein Gegner Peter Dlouhy hatte zwei Bauern mehr. Hans versuchte zwar, sich mit Turm und Läufer irgendwie gegen Turm und Springer zu wehren, doch die Freibauern des Gegners waren letztlich nicht aufzuhalten und die Niederlage nur eine Frage der Zeit, da Hans kein Gegenspiel bekam. Nach etwas mehr als 5 Stunden Spielzeit war unsere Niederlage besiegelt 3,5 – 4,5. Betrachtet man insbesondere die Partien von Christian, Hans und auch mir, so war gegen den Tabellendritten durchaus auch ein Sieg drin.
Ärgerlich ist für uns, daß RSG II gegen Constantin mit 4 Ersatzleuten aus der 3. Mannschaft antrat und so Constantin ein 4:4 ermöglichte. Allerdings gibt es für uns noch eine gute Nachricht: Trotz der unglücklichen Niederlage befinden wir uns auf dem drittletzten Platz und mit einem Brettpunkt Vorsprung am Rand der Abstiegszone, weil Herne-Sodingen eine 1:7-Niederlage am selben Spieltag kassierte. Demzufolge ist der Klassenerhalt noch nicht außer Reichweite. Dazu ist allerdings im nächsten Spiel gegen Sodingen III erforderlich. Es gilt also: Den Kopf nicht hängen lassen, in den noch verbleibenden Runden alles geben! Auch unser nächster Gegner weiß, was die Stunde geschlagen hat.


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[wpspoiler name=“26.2. – Nervenzittern in Herne-Sodingen“]

SK Herne Sodingen III – SV Erkenschwick III 4 : 4

Im Kellerduell zwischen den Erkenschwickern und den Gastgebern aus Herne war reiner Abstiegskampf angesagt. Während wir mit unserer ersten Garde antreten konnten, hatte Herne Sodingen mit Martin Rubach, Werner Scheibe und Roman Jaruschowitz drei Ersatzspieler an Bord.
Kaum waren die Bretter frei gegeben, entbrannte ein harter Kampf um jeden Punkt: An Brett 7 kam es im Duell der Routiniers zum Aufeinandertreffen zwischen Günter und Werner Scheibe mit dem besseren Ausgang für die Heimmannschaft. Günter hatte die Angriffsversuche seines Kontrahenten nur unter Verlust von Bauern abwenden können, hielt im Endspiel lange dagegen, konnte aber das Unentschieden nicht halten.
Das 2-0 besorgte Helmut Drees an Brett 4 gegen mich. Völlig indisponiert lud ich in ausgeglichener Stellung meinen Gegenspieler ein, sein Figurenspiel frei zu entfalten, was zum Partieverlust innerhalb nur weniger Züge führte.
Zu diesem Zeitpunkt sah es nach einer Niederlage der Stimbergstädter aus, da die noch laufenden Partien mit nur wenigen Ausnahmen wenig erfreulich aussahen.
Für den Anschluss zum 2-1 sorgte Harald an Brett 5 gegen Heinz-Gerhard Wald. Harald hatte entgegengesetzt auf dem Damenflügel rochiert und blies mit seinen Bauern und Schwerfiguren zum Königsangriff, aus dem vier Mehrbauern resultierten und der schließlich zum vollen Punkt führten.
Durch Hans Niederlage an Brett 2 gegen Thomas Sikorski waren die Gastgeber wieder mit zwei Punkten voraus: Hans geriet am Königsflügel in die Defensive, wehrte sich nach Kräften, konnte aber letztendlich die Niederlage nicht mehr abwenden.
An den verbleibenden vier Brettern sah es für unsere Mannen zu diesem Zeitpunkt nicht gerade rosig aus, doch Totgesagte leben bekanntlich länger und so kam es zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Endspurt: Den Anfang machte Florian mit seinem Sieg an Brett 1 gegen Michael Schäfer. Florian, der die Bürde des ersten Brettes zu Saisonbeginn auf seine Schultern geladen hatte, wurde für seinen Einsatz mit einem vollen Punkt belohnt. Er behielt auch in akuter Zeitnot die Übersicht und konnte schließlich seinen Turm entscheidend hinter die gegnerischen Reihen bringen und sich so einen unaufhaltbaren Freibauern schaffen, der zum Sieg reichte.
An Brett 8 errang Angelika gegen Roman Jaruschowitz ein zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenes Unentschieden. In der gesamten Partie konnte Angelika sich nicht aus der Umklammerung ihres Gegners lösen und war dessen Läuferpaar ausgeliefert. Im Endspiel von zwei verbundenen Bauern (davon ein Randbauer) und Läufer gegen Angelikas Springer konnte sie ihren Springer so opfern, daß der gegnerische Randbauer überblieb. Damit rettete sie dasRemis, da der gegnerische Läufer das Umwandlungsfeld des Freibauern nicht beherrschte und deshalb Angelikas König nicht mehr aus der Ecke vertrieben werden konnte.
Direkt im Anschluss besorgte Dinar an Brett 6 gegen Martin Rubach den Ausgleich: zu Beginn der Partie stand Dinar unter Druck und konnte sich nur allmählich aus der Umklammerung befreien. Lange Zeit sah es nach einem Remis aus, doch nachdem der Sodinger in Zugzwang geriet, war der Weg hinter die Bauernlinien für Dinars König frei und die Partie damit gewonnen.
Packend war auch der Verlauf von Martins Partie an Brett 3 gegen Eckhard Behnicke. Martin hatte die Initiative ergriffen und sich zwei Mehrbauern erarbeitet. Zwar konnte er seine Schwerfiguren hinter die Linien bringen, scheiterte im Endspiel jedoch an der hartnäckigen Gegenwehr, die es seinem Gegenüber erlaubte, den Randfreibauern im Turmendspiel zu blockieren, was die Punkteteilung besiegelte.
Unter dem Strich war es ein hart erkämpftes Unentschieden, das beide Seite sicherlich viele Nerven gekostet hat, ohne dass einer der beiden Mannschaften der erhoffte Befreiungsschlag gelungen wäre.
Ein Blick auf die Tabelle der Bezirksliga am Ende dieses Spieltages verspricht weiterhin Spannung im Abstiegskampf, da der SV Castrop-Rauxel durch einen Punktgewinn beim SC Altstadt Recklinghausen den Anschluss wiederhergestellt hat und der SV Constantin Herne sich durch die Derbyniederlage gegen den SV Unser Fritz noch nicht sicher retten konnte.


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[wpspoiler name=“16.3. – knapper Sieg gegen RE-Süd“]

SV RE-Süd – SV Erkenschwick III: 3,5 -4,5

In der vorletzten Runde führte der Weg der Stimbergstädter nach Recklinghausen Süd. Beide Mannschaften boten im Endspurt des Abstiegskampfs der Bezirksliga ihre stärkste Besetzung auf.
Zunächst verlief der Kampf sehr vielversprechend für die Erkenschwicker: Martin an Brett 3 setzte gegen Torsten Scheyka auf Angriff und schickte seine Figuren gen Königsflügel. Seine Bemühungen waren schließlich von Erfolg gekrönt: konnte sich Torsten Scheyka anfangs noch geschickt verteidigen, so reichte es am Ende nicht mehr, Martins eindringenden Figuren noch Einhalt zu gebieten.
Das 2 : 0 für die Gäste besorgte im Anschluss Hans an Brett 2 gegen Ralf Callenberg. Hans ließ sich von den Angriffsbemühungen seines Kontrahenten nicht beeindrucken, sondern drang seinerseits per Schwerfigur auf der zweiten Reihe ein, ignorierte das Gegenspiel und und stellte Ralf vor die Wahl Matt oder Damengewinn. Ralf wählte letzteres, aber Hans konnte die Stellung sprengen und damit seinen ersten vollen Punkt in der Spielzeit einfahren.
Doch leider war die Führung nur von kurzer Dauer: Dinar hatte einen unglücklichen Tag erwischt, griff daneben und musste Klaus Diebig gratulieren. Der Ausgleich für die Hausherrn gelang Thomas Stahlhofen an Brett 5 gegen Harald. Haralds Angriff auf den König seines Gegenspielers hatte sich festgefahren. Ein Figurenopfer von zwei Leichtfiguren gegen Bauern brachte nicht den gewünschten Erfolg, so dass Harald am Ende nur die Aufgabe blieb.
Ich hatte an Brett 4 gegen Christian Becker viel Zeit verbraucht und konnte ein Eindringen von Turm und Dame auf meine Grundreihe nicht verhindern. Mit etwas Glück konnte ich auch in Zeitnot das Unentschieden zum 2,5 : 2,5 Zwischenstand behaupten.
Zu diesem Zeitpunkt liefen noch die Partien an den Brettern 1, 7 und 8. Florian hatte an Brett 1 gegen Stefan Tunkel eine Qualität gegen drei Bauern erlangt und war bemüht, mit seinen Türmen den Vormarsch der Bauern aufzuhalten. Angelika hatte an Brett 8 gegen Richard Deregowski eine Qualität und einen Mehrbauern, allerdings eine leicht verwickelte Stellung. Am siebten Brett hatte sich Günter gegen Hans-Werner Lange einen Mehrbauern am Damenflügel erarbeiten können, haderte aber mit der Umsetzung seines Vorteils. Nachdem sein Remisangebot abgelehnt wurde, war Günter im „Seniorenduell“ zum Siegen verdammt.
Trotz hartnäckiger Gegenwehr konnte Florian den Bauernvormarsch nicht aufhalten, so dass die Heimmannschaft zum ersten Mal mit 3,5 : 2,5 in Front lag. Zwischenzeitlich hatte Günter seinen Mehrbauern in einen Freibauern umwandeln können, den er unaufhaltsam Richtung Umwandlung trieb. Angelika gab in einem Abtausch ihre Qualität wieder ab, behielt aber zwei Mehrbauern und entkam den Damenschachs ihres Kontrahenten durch einen Einsteller, was den Ausgleich brachte.
Den Schlusspunkt zum 3,5 : 4,5 zu Gunsten der Erkenschwicker setzte schließlich Günter, der nach fast sechs Stunden Spielzeit mit nur noch wenigen Minuten verbleibender Zeit mit dem Turm Matt setzte und in Anbetracht der langen Spieldauer eine bewundernswerte Ausdauer bewies.
Durch diesen Sieg haben sich die Erkenschwicker die Chance gewahrt, in der letzten Runde den Klassenerhalt noch unter Dach und Fach zu bringen. Da Herne-Sodingen mit dem 6:2 gegen Constantin überraschend hoch gewann, muss im letzten Spiel gegen Constantin ein Sieg her. Falls Sodingen aber gegen Drewer verlieren sollte, reicht auch ein Unentschieden.


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[wpspoiler name=“13.4. – Niederlage gegen Constantin Herne“ open=true]

SV Erkenschwick III – Constantin Herne 3,0 – 5,0

Spannender hätte es in der letzten Runde der Bezirksliga im Kampf um den Klassenerhalt nicht kommen können: mit der dritten Mannschaft des SV Erkenschwick und der ersten Mannschaft des SV Constantin Herne trafen zwei punktgleiche Teams in Bestbesetzung aufeinander, wobei die Ausgangssituation aufgrund der besseren Brettpunkte für die Gäste komfortabler war. Für die Erkenschwicker war die Marschroute vollkommen klar: für den Klassenerhalt aus eigener Kraft war ein Sieg nötig.
Ohne großes Abtasten oder Abwarten ging es nach der Freigabe der Bretter zur Sache: Günter, beim letzten Spiel noch der gefeierte Held, der uns dieses Endspiel um den Klassenerhalt erst ermöglichte, zeigte gegen Joachim Talarski an Brett 7 Nerven und konnte nach einem Einsteller die Partie nicht mehr retten.
Auch Harald war Fortuna heute nicht hold, als er in etwas bedrängter Stellung an Brett 5 gegen Andreas Przystaw erst einer Leichtfigur und dann der Partie verlustig wurde.
Schlussendlich musste auch Angelika an Brett 8 gegen Franz Jittenmeier die Segel streichen, nachdem dieser zum Schwerfigurenangriff auf Angelikas Monarchen geblasen hatte.
Diese Zwischenbilanz von 0 : 3 ließ Schlimmes befürchten, aber der Kampfeswille war bei den Hausherren noch nicht gebrochen: Florian hatte an Brett 1 gegen Willi Weihs seine Bauern am Damenflügel in Bewegung gesetzt und profitierte von einer Unachtsamkeit seines Gegenübers und sorgte damit für das 1 : 3. Für den Anschluss zum 2 : 3 war Dinar an Brett 6 gegen Heinz Behre verantwortlich: im Sinne der vorgegebenen Marschroute Sieg oder Abstieg setzte er ungestüm auf die Offensive und zum unabwendbaren Mattangriff an und konnte nur noch durch eine „Auszeit“ seines Kontrahenten ausgebremst werden, der den Partieverlust wohl noch ein wenig hinauszögern wollte.
Den zwischenzeitlich nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich schaffte Martin an Brett 3 gegen Bernd Thiel. Auch hier brachte der Königsangriff die Entscheidung. War der Ausgang der Partie zu Beginn noch unklar, so unwiderstehlicher war Martins Angriff zur Zeitkontrolle, der die Entscheidung brachte.
Nun liefen nur noch die Partien an den Bretten 2 und 4, doch hier sah es für die Erkenschwicker nicht gerade nach Klassenerhalt aus: Hans hatte an Brett 2 gegen Rainer Kanacher zum Zeitpunkt des Erkenschwicker Rückstands zwei Remisangebote abgelehnt, seine Stellung versucht auf Gewinn zu spielen, was nach hinten losging und den erneuten Rückstand bedeutete. Auch meine Partie an Brett 4 gegen Michael Ponto nahm nicht den gewünschten Verlauf, vielmehr verhedderte ich mich in meinen Angriffsbemühungen, was zum 3 : 5 Endstand führte.
Damit ist das Abenteuer Bezirksliga für die dritte Mannschaft der Erkenschwicker leider nach nur einer Saison beendet, da die Schützenhilfe der Konkurrenz nicht ausreichte, so dass die Erkenschwicker den Klassenerhalt knapp um 1,5 Brettpunkte verfehlten.
Trotz des Abstiegs gab es bei der individuellen Bilanz der einzelnen Spieler auch Lichtblicke: Martin holte am dritten Brett stolze 6,5 Punkte aus 9 Partien und ist damit der Topscorer der Erkenschwicker. Ebenfalls eine tolle Saisonleistung zeigte Dinar mit 5,0 Punkten aus 9 Partien. Nicht unerwähnt bleiben soll die Leistung von Florian an Brett 1, der sich dieser undankbaren Herausforderung gestellt hatte und in den entscheidenden Spielen um den Klassenerhalt mit zwei Siegen glänzen konnte.
Dank gilt den Spielern der vierten Mannschaft, die bei den wenigen Ausfällen verlässlich zur Stelle waren und punkteten.

Nachtrag von Franz Schulze Bisping

Der Bericht des SV Constantin stand unter dem Motto “Ende gut – alles gut“. Ich habe mir in den Ferien die Zeit genommen, einige Partien unter die Lupe zu nehmen. An dem Sieg der Constantiner gab es nicht zu deuteln, wohl aber an einigen Darstellungen des Spielverlaufs.
Andreas Przystaw spielte einen soliden „Spanier „, der ihn im 20. Zug deutlich in Vorteil brachte.
Przystaw - Van de Weyer 20w
Nach 20. … Dxd1?? 21. Tfxd1 ist 21. … a5 erzwungen, um den Springer e5 nehmen zu können, allerdings ist die Partie nach 22. Lxa5 dxe5 23. Lxc7 aufgabereif.
Mit 20. … Dxe5 21. Lc3 Dg5 22. f3 Lf6 hingegen hätte Harald noch lange mitspielen können, auch wenn der schwache Bauer c7 Weiß Vorteil gibt.

In der Partie Schulz – Jittenmeier war nach dem 15. Zug folgende Stellung entstanden.
Schulz - Jitttenmeier 15s
Die Stellung ist ungefähr ausgeglichen, allerdings lassen die entgegengesetzten Rochaden einen spannenden Kampf erwarten. Der Ausgang der Partie steht und fällt mit der weißen Kontrolle über die Felder e4 und d5. Weiß muß sich jetzt entscheiden, wie er die Spannung auflösen will.
Am besten wäre wohl 16. dxc6 Sxc6 17. Sxg6 Sd4 18. Db1 fxe4 19. Sxe4 Sxe4 20. Lxe4 und jetzt kann Schwarz mit 20. … Se2+ 21. Kc2 Sd4+ eine Zugwiederholung anstreben.
Nach 16. dxc6 Lxc6 17. exf5 ist 17. … Lxh1 18. Txh1 nach 18. … e4 19. Lxe4 Sxe4 20. Dxe4 schon etwas besser für Weiß.
Angelika entschied sich für 16. exf5?! cxd5 17. Sxg6?! und stand nach 17. … Sxg6 18. fxg6 a3 19.b3 Tc8 20. Lf5 dxc4 21. Lxd7 Dxd7 schlechter.
Schulz - Jitttenmeier 22s
Hier war der Königszug 23. Kb1 notwendig, um nach 23. … d5 24. Lc1 Dc6 25. Lxa3 cxb3 26. Dxb3 mit einem Turm gegen zwei Figuren weiterkämpfen zu können.
Mit 23.bxc4?? stellte sie die Partie mit einem Schlag ein und nach 23. … Txc4 24. Kb1 Tfc8 25. Kb1 war die Stellung jenseits von gut und böse. Mir ist allerdings nicht klar, warum dieser Sieg als eine Glanzpartie gefeiert wird.

Aber wie so oft in dieser Saison griff Willi Weihs in ausgeglichener Stellung fehl.
Willi Weihs hatte wie so oft seinen Lieblingsaufbau mit dem Bauerndreieck d4-e3-f4 verwirklicht und stand nach 23 Zügen deutlich schlechter.
Weihs - Schicktanz 23w
Sowohl Schwarz als auch Weiß besitzen einen schlechten Läufer, das Bauerndreieck im Zentrum ist symmetrisch. Hier hat Schwarz die Möglichkeit, seinen schlechten Läufer über a6 zu aktivieren. Mit 23. … a5 hätte Florian seinen Vorteil vergrößern können, denn es droht La6 mit Qualitätsgewinn. Nach 24. Txf8+ Txf8 25. De1 La6 26. Le2 Ld3! gelangt der schwarze Läufer vor seine Bauernkette und nach 27. Tc1 Db5 28. Lxd3 exd3 ist der schwarze e-Bauer ein Feld nach vorne gerückt.
Weihs - Schicktanz 28s Variante
Sowohl nach 29. dxc5 Lxc5 30. cxb4 axb4 31. Dg3 Tf5 als auch nach 29. b3 c4 30.Tb1 bxc3 31. Lxc3 Lb4 steht Weiß vor großen Problemen.
Florians Abwicklung 23. Txf1+ 24. Dxf1 Tf8 25. De1 a5 26. Le2 c4?! vergab die Möglichkeit, den Läufer auf d3 einzunisten und führte nach 27. Lg4 La6 28. h4 h5 29. Le2 b3 zu einer ausgeglichenen Stellung.
Weihs - Schicktanz 29s
Hier hätte 30. axb3 Ausgleich ergeben, aber nach nach 30. Dd1? Lxh4 31 axb3?? Lf2+ war jeglicher Widerstand zwecklos und die Partie endete mit einem Matt. 32. Kh2 Dd8 33. g3 Dg5 34. Lg4 hxg4 356. De2 Dh5+ 36. Kg2 Dh3#.

Bernd Thiel hielt das Spiel gegen Martin Stratmann lange im Gleichgewicht,
Thiel - Stratmann 20s
Hier hat Bernd Thiel Stellungsvorteil und sollte mit 21. Dc4 den Bauern e6 ernten, da die Deckung durch 21. … Tf6 22. f4 Lxf4 23. Lxf4 Txf4 24. Dxe6 zu Ungemach führt, da Weiß mit Tf1 den schwarzen Turm abtauschen kann und einen Königsangriff droht.
Stattdessen folgte 21. Sc4 Lf4 22. Sd2 Sc6 23. Sf3 Se5 24. Sxe5 Lxe5 25. Te2 Tf6 und die Stellung ist ungefähr ausgeglichen. Mit 26. g3?! kam jetzt die erste Schwäche am Königsflügel.
Thiel - Stratmann 26w
26. … Tf3 27. Dc4?! De7 28. Kg2 Tdf8 Jetzt hat Schwarz schon Vorteil am Königsflügel und ähnlich wie in der Partie Schulz – Jittenmeier macht der Verteidiger einen Gurkenzug mit 29. Tf1?, worauf Schwarz sofort mit 29. … Lxg3 hätte gewinnen können. 29. … h5 30. Td2 Kg7? (30. … Lxg3!) 31. Le2 Df6 32. Dd3 h4 Jetzt erst steht Weiß nach 33. Th1?? auf Abbruch und diesmal gibt ihm Martin keine zweite Chance.
bis Letztgenannter zu einem unwiderstehlichen Mattangriff am Königsflügel ansetzte und diesen auch erfolgreich abschloss.
Thiel - Stratmann 33w
31. Txf2+ 34. Lxf2 Dxf2 35. Kh3 Lxe4 36. Lg4 Lg2+ 37. Kh2 hxg3+ 38. Dxg3 und Weiß gab auf.

Last not least krönte Michael Ponto seine überragende Saisonleistung mit einem verdienten Sieg.
Gasper - Ponto 36s
Hier sollte Weiß 37. Kg2 spielen und steht dann nach 37. … Lxc6 38. Lxc6 Dd8 39. Lxb5 aufgrund seines entfernten Freibauern besser. Angesichts des Standes von 3,0 – 4,0 war Armin zum Sieg verdammt, da Erkenschwick aufgrund der schlechteren Brettpunktzahl gegenüber Sodingen III sich nur mit einem Unentschieden vor dem Abstieg retten konnte.
37 Kh2 Dc5 38 g5 Lxc6 39 Lxc6 Dxe5+ 40 Kg2 (40. Dg3 sicherte immer noch das Unentschieden, aber ein rollender Stein setzt halt kein Moos an.) 40 … Sd6 41 Dd3 h6 42 Dd2 hxg5 43 hxg5 Sf7 44 Db4 Dxg5+ 45 Kf2 Df5+ 46 Ke3? (46. Kg1) 46 … De5+ 47 Kd3 Sd6 48 Dh4 g5 (Sf5 gewinnt sofort.) 49 Db4 Kf6 50 Lxb5 Dxb5+ 51 Dxb5 Sxb5 52 a4 Sa7 53 Kc4 g4 und Weiß gab auf.

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