II. Mannschaft 2013/14

Saison 2013/14: Verbandsklasse, Schachverband Ruhrgebiet

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

[wptabs style=“ui-lightness“ mode=“horizontal“]

[wptabtitle]Tabelle[/wptabtitle]

[wptabcontent]

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1Oberhausener SV 2**5,55,55,05,53,56,55,07,05,091648.5
2SV Eichlinghofen 12,5**5,03,55,05,55,05,05,06,591443.0
3SV Bönen 12,53,0**6,55,06,05,04,04,55,591342.0
4Weiße Dame Borbeck 23,04,51,5**4,04,54,05,53,55,591036.0
5Hervest-Dorstener SK 12,53,03,04,0**6,06,55,03,55,59939.0
6SC Mülheim 14,52,52,03,52,0**4,04,54,55,09932.5
7FS Dortmund 21,53,03,04,01,54,0**4,54,54,59830.5
8DJK Wacker Bergeborbeck 13,03,04,02,53,03,53,5**4,55,09532.0
9SV Kamen 21,03,03,54,54,53,53,53,5**3,59430.5
10SV Erkenschwick 23,01,52,52,52,53,03,53,04,5**9226.0

[/wptabcontent]

[wptabtitle]Berichte[/wptabtitle]

[wptabcontent]

[wpspoiler name=“9.9.2013: Niederlage gegen Bergeborbeck“]

Erkenschwick II – Wacker Bergeborbeck 3,0 – 5,0

 

Zum Saisonauftakt mussten wir gegen Wacker Bergeborbeck antreten, eine Mannschaft, die in den letzten beiden Jahren immer im Mitttelfeld der Verbandsklasse platziert war. Beide Mannschaften spielten mit Ersatz am 8. Brett, bei uns Florian Schicktanz und bei Bergeborbeck Wolfgang Nithammer.
Obwohl die Essener an den Brettern 1 bis 6 uns von den DWZ-Zahlen her deutlich überlegen waren, hatten wir nach einer Stunde Spielzeit ausgeglichene Stellungen. Einzig Florian hatte eine dubiose Eröffnungsvariante gewählt und musste schon rudern, um Spiel zu bekommen.

Erschreckend war die Weißschwäche. Vier Remis der Weißspieler standen vier Schwarzsiege gegenüber.
[/wpspoiler]

[wpspoiler name=“13.10.2013: Niederlage gegen SC Mülheim“]

SC Mülheim -Erkenschwick III 5,0 -3,0

 

Am Sonntag sprangen Marc Strohmann und Hans Truskowski als Ersatz ein, da Dirk verhindert war. Die Mülheimer konnten hingegen von Brett 1 bis Brett 7 mit ihrer Stammbesetzung antreten, an Brett 8 spielte Klaus Wisotzky aus ihrer 2. Mannschaft.
Trotzdem standen wir nach einer Stunde ausgeglichen. Ich hatte an Brett 1 gegen Volker Achenbachs Blockade-Benoni (A44) eine gute Stellung erhalten, indem ich einer Empfehlung von Lars Schandorff gefolgt war. Peter Broszeit war am 2. Brett gegen Dirk Schmidt über eine Zugumstellung in einer Art Abtausch-Franzosen gelandet. Marc Strohmann hatte an Brett 5 gegen Petra Stänger eine gute Stellung erhalten, während sich Martin Stötzel am 6. Brett gegen Michael Riekmanns Bauernsturm am Königsflügel verteidigen musste. Stefan Heuver war von Wolfgang Rieks Aufbau im Damengambit überrascht worden und fand sich in der Stellung nicht gut zurecht. Hans stand solide, da sein Gegner sehr verhalten spielte.
Um 16:30 Uhr stand es jedoch 1,5 – 0,5 für Mülheim, denn Stefan hatte zunächst einen Bauern und dann einen Turm ohne Kompensation ins Geschäft gesteckt und konnte die hoffnungslose Stellung nicht halten, während Hans remis gemacht hatte, da die Stellung verkorkt war. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch Hoffnungen auf ein 4 – 4, da ich mittlerweile auf Gewinn stand. Peter hatte mittlerweile zwei Bauern am Königsflügel eingesackt, aber dafür hatte sein Gegner Linien und Initiative erhalten. Martin hatte sich eingegraben und schon relativ viel Zeit verbraucht, um nicht einem Überfall zu erliegen.
Doch am Ende reichte es wieder nicht. Peter musste einen Turm geben, um nicht die Dame zu verlieren, und leistete mit 3 Mehrbauern im Endspiel noch Widerstand, konnte aber die Niederlage nicht abwehren 2,5 – 0,5. Auch Jürgens Partie ging verloren 3,5 – 0,5. Dafür gewann Marcel überraschend, da sein Gegner einen Läufer im Endspiel eingestellt hatte 3,5 – 1,5. Martins Gegner hatte seine vorteilhafte Stellung falsch behandelt, sodass Martin in der Abbruchstellung sogar besser stand. Auch Marc hatte seinen Vorteil nicht weiter ausbauen können, sodass beide Partien remis endeten 4,5 – 2,5. Damit war um 18:00 Uhr unsere Niederlage besiegelt. Ich stand zwar immer noch auf Gewinn, aber mir gelang es dank der zähen Gegenwehr meines Gegners nicht, mein Damenendspiel zu gewinnen. Als im 84. Zug der Gewinn zum Greifen nah war, wählte ich die falsche Abwicklung, wodurch ich einen wichtigen Bauern einstellte und die Partie sofort remis war. So endete um 18:55 Uhr der Mannschaftskampf 5,0 – 3,0.
Wir hatten unsere Chancen wieder nicht genutzt, um zumindest einen Mannschaftspunkt zu erobern.
Heuver – Riek
Heuver 12s
Stefan hatte im 12. Zug rochiert, worauf postwendend 12 …Lxh2+ 13. Kxh2 Dxd4 folgte und ein wichtiger Bauer verloren war. Mit dem Mut der Verzweiflung spielte er 13. Lxc6+?,Heuver 14s
worauf sein Gegner überraschend 13… Kf8? spielte, statt den Läufer zu schlagen. Hier hätte er mit 14. Lf3 die bessere Stellung erhalten können. Stattdessen kam 14. Td1 und nach 14 … De5+ war eine Figur weg. Dank fehlerhaften Spiels beider Seiten bot sich für Weiß noch eine Remischance mit 21. Txd1, doch sie wurde nicht genutzt.
Heuver 21s
Nach dem plausiblen Verlauf 21 …Se8 22 c5 h5 23 Td5 Sxd6 24 cxd6 Th6 25 d7 Tb6 26 Lc8 g6 entsteht eine Stellung, in der Freibauer auf d7 Weiß Ausgleichschancen verspricht.
Langschmidt-Broszeit
Langschmidt - Broszeit 13w
Beide Seiten hatten eine scharfe Stellung angestrebt. Es folgte 13. Ld3 Dg4 14. Se2 Sf6 15. f3 Dxg2 16 Le5 16. Dxf3?! (besser war 16 … Sh5)
Langschmidt - Broszeit 17w
Nach 17. Tdf1? (mit 17 Lxf6! gxf6 18. Thf1 Dh5 19. Dd2 Te8 20. Tde1 fährt Weiß deutlich besser) 17 … De3+ 18. Kb1 Se4 19. Lxe4 entsteht die nächste kritische Stellung.
Langschmidt - Broszeit 19s
Hier spielte Schwarz 19 … Dxe4 (nach dem Damentausch 19 … Dxc3 20.Sxc3 dxe4 21. Sxe4 f6 22. Lg3 Sxd4 23. Sd6 b6 besitzt Schwarz zwei Mehrbauern und Weiß muss sich anstrengen, die Stellung zu halten) 20. Thg1 g6?! (besser 20… f6!) 21. Sf4 Te8? 22. Sh5 Te6.
Langschmidt - Broszeit 23w
Hier folgte 23. Sf6+? Txf6 24. Lxf6 Lxe6? (besser 24 … De6 mit Ausgleichschancen) und Weiß gewann die Partie. Der richtige Angriffszug war allerdings 23. Tg5! – droht u.a Tfxf5 und nach 23 … Txe5 24. Sf6+ Kg7 25. Sxe4 Txe4 26. Te1 Txe1 27. De1 hat Weiß Vorteil.
Schulze Bisping – Achenbach
SchuBi-Achenbach 16s
In meiner Partie hatte ich nach 16. Txb4 deutlichen Vorteil am Damenflügel und Schwarz stellte hier mit 16 … Dd7? eine Qualität ein. Es folgte 17. La7 Dd8 18. Lxb8 Dxb8 19. Sb6 hatte ich deutlichen Vorteil, den ich allerdings mit 35. Df6? wieder einstellte, denn es folgte 35 … Dd2+ 36 Kh3.
SchuBi-Achenbach 36s
Hier konnte Schwarz mit 36 … g4+ sofort ein Dauerschach erreichen. Er spielte jedoch 36 … Le4?, da er glaubte, Weiß mattsetzen zu können. Hier verbrauchte ich viel Zeit, um ein Dauerschach zu vermeiden und einen Gewinnweg zu finden. Nach 37. Txb7 g4+ 38. Kh4 Dxh2+ 39. Kg5?? (mit 39. Kxg4 De2+ 40. Kg5 Dd2+ 41. Kh5 Dh2+ 42. Dh4 hätte ich meine Idee korrekt ausgeführt, denn nun hätte Schwarz mit dem überraschenden Opfer 39 … Lh6+! wieder ein Dauerschach herbeiführen können.) 39 … Dd2+ 40. Kh5 Dh2+ 41. Dh4 Dc2? 42. Se7+ (mit 42. Dg5+ hätte ich die Partie sofort beenden können, denn nach 42 … Lg6+ 43. Dxg6+ Dxg6 44. Kg6 fällt der Vorhang.) 42 … Lxe7 43. Txe7 Lg6+ 43. Kh6 Lf7 wählte ich mit 44. Dxg4+ Kf8 45. Txf7+ Kxf7 47. De6+
SchuBi-Achenbach 47s
den Übergang in ein gewonnenes Damenendspiel, da ich alle Bauern meines Gegners abräumen konnte. Aber getreu Tartakowers Motto „Durch Aufgeben wurde noch nie eine Partie gewonnen!“ spielte mein Gegner ungerührt weiter und beschäftigte mich mit Dauerschachdrohungen. Nach dem 84. Zug hatten wir folgende Stellung erreicht.
SchuBi-Achenbach 85W
Hier stellte ich aufgrund eines Rechenfehlers mit 85. De4 meinen d6-Bauer mit Schach ein, wonach das Remis unabwendbar ist. Stattdessen gewann 85. Kf6 Dd4+ 86. Kf7 Dc4+ 87. Kf8 Kb7 Schwarz hat kein Schach mehr und der Übergang in ein Bauernendspiel mit 88. c8D+ Dxc8 89. Dxc8+ Kxc8 90 Ke7 gewinnt sofort.
Das Bürgermeisteramt Dümpten bot gute Spielbedingungen.

Brett 1 - 4

Brett 1 – 4

Brett 8 - 5

Brett 8 – 5

Hans und Stefan

Hans und Stefan

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[wpspoiler name=“27.10.2013: klare Niederlage gegen Weiße Dame Borbeck II“]

Erkenschwick II – WD Borbeck II 2,5 – 5,5

 

Gestern traten wir ersatzgeschwächt gegen WD Borbeck II an. Peter Broszeit fiel wegen einer Knieoperation aus, sodass Dinar Abulhanov und Günter Strozewski aus der 3. Mannschaft aushalfen. Die Borbecker konnten hingegen mit ihrer Stammbesetzung antreten.
Doch zunächst hatten wir nur sieben Spieler am Brett, da Stefan erst kurz vor 14 Uhr realisiert hatte, dass der Mannschaftskampf um eine Woche vorverlegt war. Da er aber aber bereits in Suderwich war, waren dann um 14:15 alle Bretter besetzt. Nach einer knappen Stunde war noch nichts Spielentscheidendes geschehen, allerdings hatten Jürgen an Brett 3 und Dinar an Brett 7 Stellungen zu verwalten, die abseits der normalen Theorie lagen. Aber bereits um 15:15 stand es 0 – 1, denn Günter Strozewski musste an Brett 8 gegen Andreas Kalkhoff angesichts der Alternative Matt oder Damenverlust kapitulieren. Doch um 16:25 gelang Marcel Strohmann am 2. Brett gegen Carsten Kindermann der Ausgleich 1 – 1. Patrick Friedbeck hatte mich in der Eröffnung mit einer alten Empfehlung von Kasparov überrascht, aber mir gelang es dann doch, für meine Figuren gute Felder zu finden, und ich war zu diesem Zeitpunkt mit meiner Position zufrieden. Jürgens Stellung gegen Hartmut Klasmeier sah langsam verdächtig aus und Stefan Heuver musste am 6. Brett gegen Thomas Kalkhoff gegen einen gedeckten Freibauern auf d3 ankämpfen. Martin Stötzel hatte an Brett 5 gegen Sebastian Korste eine ausgeglichene Stellung erreicht, während Dirk nach unmotivierten Bauernzügen schon etwas schlechter stand. Auch Dinar hatte sich aus seiner beengten Stellung befreien können. Doch dann unterlief Martin ein folgenschwerer Fehler, als er seine Dame einstellte und dann um 17:20 aufgeben musste 1 – 2. Und es kam noch ärger, um 17:50 überschritt Dinar im 35. Zug in einer ausgeglichenen Stellung die Zeit 1 – 3. Um kurz nach 18 Uhr war auch meine Partie remis, da beide Könige im Damenendspiel so offen standen, dass jede Seite ein Dauerschach forcieren konnte 1,5 – 3,5. Jürgen hatte im 34. Zug eine Figur geopfert, um nicht erdrückt zu werden. Er setzte in Zeitnot ungenau fort und musste um 18:05 aufgeben 1,5 – 4,5. Damit war der Mannschaftskampf entschieden. Gegen 18:20 endeten die Partien von Stefan und Dirk remis, sodass der Kampf mit 2,5 – 5,5 verloren wurde.
Am nächsten Spieltag müssen wir gegen den Mitaufsteiger Hervest-Dorsten antreten und erneut versuchen, endlich Mannschaftspunkte zu ergattern. Vielleicht haben wir dann das Quäntchen Glück, das uns bisher immer gefehlt hat.
Strozewski, G. – Kalkhoff, A.
Strozeswki,G - Kalkhoff,A 14w
Günter hatte zuletzt den Springer d4 mit 14. Tad1 gedeckt und sah jetzt nach 14. … Lg4 die Bescherung. Der wünschenswerte Zug 15. f3 scheitert an 15 … Lxd4 16. Txd4 Sxf3+ und der Turm auf d4 ist perdu. Stattdessen folgte 15. Sf3 Sxf3 16. gxf3 Lxf3 und die Partie war zu Ende.
Korste – Stötzel
Korste- Stötzel 20w
Hier hätte Weiß mit 20. Dxh6 einen Bauern mit deutlich besserer Stellung gewinnen können, aber er wollte größeres Wild und spielte stattdessen 20. Te4. Es folgte 20 … b5 21. Th4 bxc4 22. bxc4 Tb1+ 23. Lf1 Df5 24. Kg2 g5 25. Ld3 mit Angriff auf Dame und Turm. Jetzt unterlief Martin mit 25. … De6 ein grober Fehler, denn nach 26. Te4 war die Dame bzw. der Turm auf b1 weg.
Korste- Stötzel 25s
Stattdessen war der Gegenangriff 25 … Tb2 notwendig, denn nach 26. Dxb2 Dxd3 hat Schwarz trotz des Qualitätsverlustes wegen der schlechten Stellung des weißen Königs und des Turms bequemen Ausgleich. 27. Th3 Sxd4 28. Sf6+ Kh7 29. Sh5+ Kg8 30. g4 Dd1 31. Tg3 f5 mit ausgeglichener Stellung.
Isdepski – Abulhanov
Isdepski - Abulhanov 32s
Hier hätte Dinar seinen Turm nach a8 zurück ziehen sollen, aber er wollte mit 32 … Ta3 aktiv spielen. Jetzt hätte Weiß mit 33. Lh6+ Kxh6 34. Dc1+ den Sack zumachen können. Stattdessen folgte 33. Dc1 Tb3 und hier hätte abermals 34. Lh6+ Kh7 35. Lxf8 Lxf8 36. Dc4 mit der Drohung De6 nebst Td7 gewonnen. Nach 34. Dd2 Ta3 35. Kh2 überschritt Dinar die Zeit. Hier hätte er nach 35 … Se6 36. Dc1 Ta8 eine ausgeglichene Stellung besessen.
Klasmeyer, H. – Linke
Klasmeyer - Linke 13s
Jürgen laborierte seit dem 9. Zug an den Doppelbauern auf g6, den Weiß jetzt mit 13. Dd3 anvisiert hatte. Nach 13 … Kf7 14. Lc2 Se7 besaß er eine gefühlt unangenehme Stellung. Stattdessen hätte er mit dem überraschenden Zug 13 … 0-0 den Bauern g6 aufgeben können, denn nach 14. Dxg6 Lxg3 15. Dxg3 Se4 besitzt Schwarz Vorteil
Klasmeyer - Linke 16s Variante
und auch nach 13 … 0-0 14. f4 Se7 15. Lc2 Sf5 16. Sxf5 gxf5 17. De2 cxd4 18 exd4 De8 hat Schwarz keine Schwierigkeiten, denn er kann mit Se4 immer die Schwäche e6 plombieren.
Im weiteren Verlauf war nach 34. axb5 diese Stellung entstanden.
Klasmeyer - Linke 34s
Weiß steht jetzt schon deutlich angenehmer und deshalb opferte Jürgen mit 34 … Sxg3 35. Kxg3 Sxf4 36. Lxf4 Lxf4+ eine Figur und war nach 37. Kg2 e5 38. De4 verloren. Stattdessen hätte er mit 36 … Txf4 37. Kf2 Tef8 38. Le4 Dxb5 noch weiterkämpfen können.
Broksch – Hünemeyer
Nach 27. b3 spielte Schwarz 27 … a6. Stattdessen hätte er mit 27 … bxc4 fortsetzen sollen.
Hünemeyer - Broksch 28w Variante
Diese Stellung ist für Weiß unangenehm zu spielen.
Nach 28. bxc4? folgt 28 … Tb2! und es geht Material verloren.
Auf 28. Sxc4? folgt 28 … Sgf3+ 29 Lxf3 Sxf3+ und eine Qualität ist weg.
So bleibt nur noch, mit 28. Te3 das Feld f3 zu überdecken, aber nach 28 … cxb3 29. axb3 Ld7 30. Kh1 Lb5 hat Schwarz fühlbaren Vorteil.

[/wpspoiler]

[wpspoiler name=“24.11.2013: bittere Niederlage gegen Hervest Dorsten“]

Hervest Dorsten – Erkenschwick II: 5,5 – 2,5

Heute mußten wir mit 2 Ersatzspielern zum Mitaufsteiger aus Dorten. Armin Gasper und Angelika Schulz halfen iúns aus unserer Personalmisere, während die Dorstener zwar ohne brett 4 antraten, aber dafür nur Spieler aus ihre ersten Garnitur einsetzten. Die Spielbedingungen im Evangelischen Gemeidezentrum waren gut, dafür waren die Parkplätze dünn gesät.
Nach einer Stunde standen die Partien ausgeglichen. Umso größer war mein Erstaunen, als Angelika Schulz am 8. Brett um 15:05 ihre Partie gegen Frank Scheele aufgeben mußte, nachem sie unbedacht eine Figur abgetauscht hatte 0 – 1. Als nächsten erwischte es Martin Stötzel an Brett 5 gegen Joachim Vengels, als er um 16:15 im 28. Zug einen Springer stehen ließ 0 – 2. Aber eine halbe Stunde später gewann Jürgen Linke am 3. Brett gegen Achmet Tif 1 – 2. Ich hatte im Mittelspiel einen falschen Abtausch eingeleitet und war gegen Joachim Doering am 1. Brett in einer strategisch schlechten Stellung gelandet. Statt rechtzeitig meinen König nach b1 in Sicherheit zu bringen, geriet ich in eine Fesselung und mußte um 17:10 aufgeben 1 – 3. Dirk Broksch hatte gegen Alexander Kudsin an Brett 4 eine gute Stellung erhalten. Leider wählte er eine falsche Abwicklung, so daß statt eines Sieges nur ein Remis heraussprang 1,5 – 3,5. Marcel Strohmann hatte am 2. Brett viel Zeit investiert und lebt seit dem 25. Zug nur noch von seinem Inkrement. In einer verwickelten Stellung behielt er nach seinem Damenopfer die Übersicht, so daß seinem Gegner Mark Hermanowski um 17:50 nur die Aufgabe blieb 2,5 – 3,5. Stefan Heuver hatte an Brett 6 gegen Norbert Hater im Mittelspiel ausgeglichen. Nach einem falschen Königszug landete er allerdings in einem sehr schlechten Endspiel, das sein Gegner aber nicht präzise weiterspielte. Noch einen Zug vor dem Partieende hätte er ein Remis herbeiführen können, aber stattdessen unterlief ihm der entscheidende Fehler. So stand es um 18:05 2,5 – 4,5. Armin Gasper hatte gegen Thomas Heiming eine ordentliche Stellung erhalten, aber dann im späteren Mittel-und Endspiel seine Stellung misshandelt. Das Turmendspiel mit zwei Minusbauern war nicht zu halten und um 19 Uhr mußte er seinen Widerstand einstellen 2,5 – 5,5. Wir hatten heute unsere Chancen nicht genutzt, obwohl wir die Möglichkeiten hatten, zumindestens ein Unentschieden herauszuholen.
Scheele – Schulz
Scheele - Schulz 10w
Weiß hatte zuletzt 10. Lh6 gespielt und mit 10. 0-0 hätte Angelika ein spielbare Stellung erhalten. Stattdessen tauschte sie mit 10 … Lh6? den Läufer ab und nach 11. Sf6+ Kf8 11. Dh6+ Sg7 12. Sxh7+ erfolgte die Aufgabe.
Kudsin – Broksch
Kudsin - Broksch 32w
Schwarz steht wegen seines vorgerückten Bauernpaares deutlich besser. Weiß hatte zuletzt 32. Tc2? gespielt, um den b-Bauern zu decken. In der Partie folgte 32 …Td1 33. Te1 b3 34. T2c1 T8d2+? (hier gewinnt auch 34 … Txc1 35. Txc1 Td2+ mit Gewinn des Bauern b2) 35. Ke3 und die Spieler einigten sich auf Remis. Viel stärker wäre der Bauernzug 32 … c3! gewesen. Nach 33. Texd2 cxd2 geht der Bauer durch und Weiß ist erledigt.
Hater – Heuver
Hater - Heuver 48s
Weiß steht auf Gewinn und hätte deshalb 49. Tf5 spielen sollen, um den Springer zu decken. Er sah aber eine bessere Lösung und spielte 49. Tf8?. Schwarz zog à tempo 49 … Lg6?? und gab nach 50. Td8 auf. Dabei lag der Remisweg auf der Hand. Nach 49 … Txe7! verschwindet der gefährliche Freibauer und die Stellung ist ausgeglichen.
Hermanowski – Strohmann
Hermanowski - Strohmann 24w
Schwarz steht fast auf Gewinn. Um Opfer auf f4 auszuschalten, wäre der Zug 24 … Kh8 am besten gewesen. In der Partie folgte allerdings 24 … Taf8 und jetzt konnte Weiß mit 25. Txf4 den verlorenen Bauern zurückgewinnen, da 25 … exf4 an dem Abzugsschach 26. e5 scheitert.
Hermanowski - Strohmann 25w
25 … De6 wäre sicherer Ausgleich gewesen. Marcel brauchte fast seine gesamte Bedenkzeit auf und spielte 25 … Dxf4+ 26. Lxf4 Txf4 27 Sd2 Lf6 28. Lb3 Tg7 Jetzt steht Weiß vorteilhaft.
Hermanowski - Strohmann 28s
29. g3 hält den Vorteil fest. Weiß wollte stattdessen die schwarzen Figuren zurückdrängen und zog 29. g4? und nach dem Springeropfer 29 … Sxh3 war die Stellung ausgeglichen. 30. Kxh3 Tgxg4 31. Sg2 Sh6 32. Ld1 Lh4 33. De3? Stattdessen hätten 33. Dg1 bzw 33. Sxh4 zum Ausgleich genügt.
Hermanowski - Strohmann 33w
Nach 33 … Lf2 gab Weiß die Dame zurück. 34 … Sxf4+ 35. Sxf4 Tg3+ 36.Kh2 Ld1
Hermanowski - Strohmann 36s
Schwarz steht auf Gewinn und muß nur noch die Zeitkontrolle schaffen. 37. Sd5 Le2 38. Sxc7 Txc3 39. Se8 Tc6. 40 Kg2 Lh4 Ddie Zeitkontrolle ist geschafft, der Se8 hat keine Felder mehr und kann abgeholt werden. 3 Züge später gab Weiß auf.

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[wpspoiler name=“15.12.2013: erneute Niederlage gegen SV Bönen“]

Erkenschwick II – SV Bönen : 2,5 – 5,5

„Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“ sagte Jürgen Wegmann einmal.
An Sonntag mußten wir gegen den SV Bönen antreten. Wieder war es uns nicht vergönnt, mit einer kompletten Mannschaft anzutreten, denn am Wochenende fielen kurzfristig Jürgen Linke und Peter Broszeit aus. Zum Glück konnten Florian Schicktanz und Hans Truszkowski aus der 3. Mannschaft in die Bresche springen. Auch Bönen trat mit Ersatz aus der 2. Mannschaft an Brett 7 und 8 an. Zum ersten Mal hatten wir Chancen auf einen Punktgewinn.
Nach einer Stunde stand Florian Schicktanz auf Gewinn, da er an Brett 7 gegen Ingo Specht durch eine Springergabel eine Figur gewann. Im Gegenzug hatte allerdings Stefan Heuver am 6. Brett gegen Andreas Volling die Eröffnung misshandelt und Schwarz einen mächtigen Freibauern auf c3 erlaubt. An den anderen Brettern standen wir ausgeglichen. Doch nach einer weiteren Stunde hatte Florian seinen Vorteil in entsprechenden Nachteil verwandelt, so daß eine Niederlage zu erwarten war. Am 5. Brett konnte Hans-Joachim Schötz gegen Martin Stötzel eine gute Angriffsstellung am Königsflügel aufbauen. Als dann auch noch unser erfolgreichster Punktehamster Marcel Strohmann am 2. Brett gegen Thorsten Fuest einen wichtigen Bauern einstellte, war der Kampf endgültig gekippt. um 16:40 gab Marcel dann nach einem weiteren Fehler seine Partie auf 0 – 1. Ich lehnte am 1. Brett gegen Fabian Schlottmann zunächst ein Remisgebot ab, konnte aber nach weiterem Abtausch keinen Vorteil erreichen und gab um 17:20 in einer ausgeglichenen Stellung ohne Gewinnmöglichkeiten die Partie remis 0,5 – 1,5. Hans mußte sich am 8. Brett gegen Dr. Gernort Medger in einem schlechten Endspiel verteidigen, während Florian Schicktanz wunderbarerweise auf einmal wieder auf Gewinn stand. Als nächster mußte Martin Stötzel nach einem Springeropfer die Segel streichen 0,5 – 2,5 und kurz darauf kapitulierte auch Stefan Heuver 0,5 – 3,5. Florians Anschlusstreffer um 17:45 leitete allerdings keine Wende ein 1,5 – 3,5, denn aus den letzen drei Partien konnten wir nur drei Remis erwarten. Um 18:10 erreichte Hans ein Remis 2,0 – 4,0. Marc gab um 18:30 seine Partie gegen Jochen Helmert ebenfalls remis, um noch rechtzeitig den Zug nach Aachen zu erreichen 2,5 – 4,5. Dirk hatte sich nicht genau gegen einen drohenden Bauerndurchbruch verteidigt und war mittlerweile in einem schlechten Endspiel gelandet. Nach einem Bauernraub mußte er um 18:50 kapitulieren, da er das Matt nicht mehr abwenden konnte 2,5 – 5,5.
Damit ist unser Abstieg wahrscheinlich besiegelt, denn wir haben nur noch mit FS Dortmund II und dem Mitaufsteiger Kamen II Gegner, gegen die uns ein Sieg gelingen könnte, während in der 7. und 8. Runde die Verbandsligaabsteiger Eichlinghofen und Oberhausen II wohl eine Nummer zu groß sind.
Kommen wir nun zum sonntäglichen Potpourri der Stellungen.

Truszkowski – Medger
Truszkowski - Medger 11w
Die vorhergehenden Züge waren 9. … b5? 10. Lxf6 gxf6. Hier überlegte Hans längere Zeit an dem Opfer 11. Sxb5! cxb5 und verwarf es, weil er nach 12. Lxb5 nicht zwingendes sah. Richtig war natürlich 12. Ld5! mit Gewinn der Qualität und einer Gewinnstellung für Weiß. Stattdesen folgte 11. Ld3 und es entwickelte sich ein zähes Geschiebe.
Truszkowski - Medger 33w
In der Zwischenzeit hatte Schwarz den Bauern a3 erbeutet und Weiß muß nun um das Remis kämpfen. Hier wäre 33. Kb2! die richtige Wahl gewesen, denn nach 33. … cxb4 34. cxb4 Sc4+ 35. Kc3 hält Weiß das Gleichgewicht, denn das Bauernendspiel ist Remis. Stattdessen folgte 33. g3 cxb4 34. cxb4 Sc4 und der schwarze Springer gelangte wieder in die Freiheit.
Truszkowski - Medger 41s

Hier gewann 41. … Sd1+ nebst Sf2 und Schwarz gewinnt entweder den Bauern e4 oder den Bauern h2, wonach der Gewinn nur einen Frage der Zeit ist. Stattdessen folgte 41. … Sc4+ 42. Kc3 Se5 und die Partie endete zwei Züge später mit einem Unentschieden.

Specht – Schicktanz
Specht - Schicktanz 12s

Florian hatte zuletzt 11. … Dxb2 gespielt, worauf Weiß 12. Tab1? zog und seinen Bauern auf b7 zurückholen wollte. Doch Weiß hatte die Rechnung ohne den Springer d4 gemacht, denn Florian spielte 12. … Dxc3! 13. Dxc3 Se2+ 14. Kh2 Sxc3 15. Txb7.
Specht - Schicktanz 15s
Nun aber kam derTragödie zweiter Teil, denn Florian wollte weitere Beute machen und spielte 15. … Sxa2?. Es folgte natürlich 16. e5 Sh7 17. Tb2 und Schwarz hat auf einmal Probleme, da der Ta8 hängt und Linien geöffnet werden können. Richtig war 15. … Lc6 16. Tc7 17. La4, womit ein wichtiger Bauer angegriffen wird. Jetzt ist 17. e5 mit 17. … Sfd5 leicht zu parieren und Schwarz gewinnt.
17. … Sb4 18. Kxa8 Lxe5 19. d4 0-0 20. dxe5 Txa8
Specht - Schicktanz 21w
Jetzt hat sich das Bild gewandelt und Weiß Vorteil.Schwarz hat eine Qualität weniger, aber dafür zwei Bauern. 21. Td1 g5 22. Sg2 a5 23. c3 Sc6 24. exd6 Se5
Specht - Schicktanz 25w
Weiß kann jetzt einfach mit 25. dxe7 nebst Lxc5 den Sack zu machen. Aber es folgte 25. Td5? exd6 26. f4? (auxh hier hält 26. Lxc5 den Schaden in Grenzen) Sc4 27. Tf2
Specht - Schicktanz 27s
Schwarz steht überwältigend. 27. … Lc6 28. Td3 Le4 29.Tfd2 Lxd3 30. Txd3 a4 und der a-Bauer entschied bald den Tag.

Strohmann – Helmert
Strohmann - Helmert 44w
Schwarz hatte zuletzt 43. … f5 gespielt. Hier hätte Weiß mit 44. Db5! einen ernsthaften Gewinnversuch starten können, denn plötzlich geht der Bauer d5 verloren. Der Damentausch führt sofort zu einem verlorenen Springerendspiel. Nach 44. … De6 45. Sxd5 Sd6 46. Db3 b5 47. Da2 bringt 47. Sc4 kein ernstzunehmendes Geggenspiel. Weiß spielt 48. Da7+! und auf 48. … Kh6 folgt 49. Db8 mit Mattangriff z.B. 49. … Dxd5 50. Df8+ Kg5 51. g4! und es droht h4+ nebst Dh6#, wogegen wenig zu erfinden ist.

[/wpspoiler]

[wpspoiler name=“19.1.2014: knappe Niederlage mit 3 Ersatzspielern gegen FS Dortmund II“]

FS Dortmund II – Erkenschwick II : 4,5 – 3,5

Heute mußten wir in einem vorgezogenen Spiel gegen die 2. Mannschaft von FS Dortmund antreten, die neben uns die Mannschaft mit dem niedrigsten DWZ-Schnitt der Klasse ist. Wir mußten heute sogar drei Ersatzspieler einsetzen, da Stefan Heuver und Jürgen Linke ausfielen. Angeliak Schulz, Tim Wesselbaum und Marco Brehm halfen uns, die Lücken zu füllen.
Diemal haben wir besser gekämpft als in den letzten Spielen. An Brett 8 verlor Marco Brehm nach 90 Minuten gegen Dirk Remmler, was aber angesichts der 500 DWZ-Punkte Unterschied keine Überraschung war 0 – 1. Danach dauerte es über zwei Stunden, bevor die nächsten Partien entschieden waren.In der Zwischenzeit hatte Peter Broszeit am 2. Brett gegen Ingo Schwarz einen Bauern eingesackt, Marcel Strohmann hatte an Brett 3 gegen Christoph Lauche in einer taktischen Partie die Dame gegen zwei Türme gewonnen. Auch Tim Wesselbaum hatte an Brett 7 gegen Igor Khess eine gute Stellung erhalten. Ich besaß Raumvorteil gegen Yanik Mehmet. Dafür mußten allerdings Dirk Broksch sich gegen Oliver Ribbeck mit einer schlechten Stellung abquälen und auch Angelika Schulz stand nach gut zwei Stunden gegen den fast 80-jährigen Jakob Ziperstein etwas bedenklich. Um 17.30 Hatte Peter Broszeit endlich gewonnen 1 – 1, aber kurze Zeit später mußte Tim gegen Igor Khess aufgeben, da er seine gute Stellung durch mehrere Fehlzüge ruiniert hatte 1 – 2. Dirks Stellung hatte sich weiter verschlechtert, so daß ihm um 18:20 nur die Aufgabe blieb 1 – 3. Dafür hatte Marcel Strohmann aber alle Versuche seines Gegners auf Gegenspiel neutralisiert und konnte den ganzen Punkt einfahren 2 – 3. Allerdings boten die drei verbleibenden Stellungen keine Chance auf einen ganzen Punkt. Ich hatte in einer ausgeglichenen Stellung ohne Gewinnchancen ein Remisangebot meines Gegners erhalten, das ich nach lngem Nachdenken annahm 2,5 – 3,5. Martin Stötzel kämpfte mit einer Qualität weniger und einem Mehrbauern und auch Angelika stand etwas unter Druck. Nach eienr ungenauen Fortsetzung hätte sie in Verlustgefahr kommen können, doch ihr Gegner wählte den falschen Läuferzug, so daß Angelika eine Figur gewann und im Endeffekt nach Abtausch aller weißen Bauern naoch einen Bauern und eine Mehrfigur besaß. Wir freuten uns schon auf einen weiteren Sieg, als Angelika ebenfalls einen falschen Läuferzug machte, worauf Jakob Ziperstein im 76. Zug seinen Turm opferte und damit das Remis erzwang. Angelika stand vor der Wahl, den Turm zu schlagen und ins Patt einzuwilligen oder Bauer und Läufer abzugeben, wonach die Stellung ebenfalls remis ist 3,0 – 4,0. Auch Martins Gegner hatte letztlich genug vom Kampf und willigte um kurz nach 19 Uhr in das Remis ein 3,5 – 4,5. Damit ging ein langer Kampf zuende und wir hatten unser bis jetzt bestes Ergebnis eingefahren. Wahrscheinlich wäre uns mit unserer Bestbesetzung auch ein Sieg gelungen, aber wie sagte Peer Steinbrück „hätte, hätte, Fahradkette“.
Damit ist unser Abstieg endgültig besiegelt und wir können nur noch versuchen, in den letzten drei Spielen unsere Punktbilanz zu verbessern. Mal schauen, was am 16.2. gegen den Verbandsligaabsteiger SV Eichlinghofen herausspringt.

Ziperstein – Schulz
Ziperstein - Schulz 25s

Diese Stellung hatte sich nach dem 25. weißen Zug ergeben. Angelika spielte 25… Le5 26. Sxe4 Lxh2+ 27. Kg2 Sex3? und hatte zwar einen Bauern gewonnen, aber die weiße Bauernstellung verbessert. Richtig wäre 27. … Sf4+ gewesen, denn nach 28. Lxf4 Lxf4 ist 29. Sf6+ Kh8 nicht gefährlich, da auch der Td2 hängt. Es folgte 28. fxe3 Le5 29. f4 Lg7 30. Tad1 Tb5 31. Td7 Lb7? (besser Ta5, denn auf Txa7 folgt Lf1+) 32. Sd6 Lc8 33. Txa7 Tb8 34. Tc7 Td8

Ziperstein - Schulz 34s

Jetzt hat sich das Bild gewandelt – die weißen Figuren sind sehr aktiv und der a-bauer am Damenflügel ist stärker als Angelikas h-Bauer. Nach 35. Kf3 Tf8 (ansonsten ist der f-Bauer weg) 36. e4 h5 37. Txc6 Ld7 38, Tc7 steht Weiß wahrscheinlich auf Gewinn. Stattdessen folgte aber der unmotivierte Abtausch 35. Sxc8 nebst Abtausch eines Tumrpaares und die Stellung war wieder ausgeglichen.

Ziperstein - Schulz 49w

Der schwarze Läufer g5 ist angegriffen und Angelika spielte 49. … f6 (einfacher im Remissinne war 49. … Lf6 50. Tc1 [50 Tg8? h3!] Kc7 51. Tc2 =) 50. e5+ Kxc6 51. Lxe6 Tb8 52. Lh3 Tf8 53. e6 Kd6 54. Ke4 Ta8 55. Td1+ Ke7 56. Td7+ Ke8? (besser Kf8)

Ziperstein - Schulz 56s

jetzt hat Weiß wieder Gewinnchancen, wenn ein Läuferschach auf der Diagonalen e8-h5 kommt. Der weiße Versuch 57. Lg4 scheiterte aber an 57. … Ta4+ 58. Kf5?? (Td4 =) 59. … Tf4+ 59. Kg6 Txg4 und Angelika stand auf Gewinn. Nach Eroberung des e-Bauern und Tausch des h- gegen den a-Bauern hatte sich nach dem 77. weißen Zug diese Stellung ergeben.

Ziperstein - Schulz 77w

Angelika ahnte nichts Böses und spielte nach kurzem Überlegen 77. … f5??, worauf fast augenblicklich 78. Txf5 folgte und das Remis war besiegelt, denn nach 78. … Kxf5 ist Weiß Patt, während das Endspiel Turm und Läufer gegen Turm nur schwer zu gewinnen ist, zumal Angelika zu diesem Zeitpunkt nur noch 3 Minuten gegen 60 Minuten des Gegners besaß.

Strohmann – Lauche
Strohmann - Lauche 19w
In einer sizilianischen Nebenvariante hatte Marcel zwar einen Bauern eingebüßt, stand dafür aber aktiv. Beide Könige kommen nicht mehr zur Rochade. Am sichersten wäre für Schwarz jetzt 19. … Ld7 mit weiterer Entwicklung und der Folge 20. Td1 Dh1+ 21. Kd2 (Ke2 Lb5+ =) Dc6 22. Lg5 Kf8 23. Lf6 Te8 24. Db3 mit weißer Initiative gewesen. Stattdessen wollte Schwarz hier mit 19. … Tg8 das weiße Angriffspotential entschärfen, aber nach 20. Td1 mußte er die Dame für zwei Türme geben, da 20. … De6 an 21. Dc7 scheitert. In der Folge sammelte Marcel die schwarzen Bauern ein, während der schwarze König schutzlos in der Mitte blieb.
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[wpspoiler name=“19.2.2014: hohe Niederlage gegen Eichlinghofen“]

Erkenschwick II – SV Eichlinghofen 1,5 – 6,5

Auch an diesem Spieltag mußten wir wieder mit mit zwei Ersatzspielern antreten – dafür noch einmal herzlichen Dank an alle Spieler der 3. Mannschaft, die uns bisher unterstützt haben. Unser Gegner, der Verbandsligaabsteiger SV Eichlinghoffen, konnte hingegen auf seine Stammmannschaft zurückgreifen.
Uns allen war klar, daß diesmal die Trauben besonders hoch hängen würden, aber daß es so schlimm kam, damit hatten wir nicht gerechnet. Schon nach einer Stunde verwalteten Martin Stratmann am 7. Brett gegen Ralf Glitschel, Stefan Heuver am 6. Brett gegen Dimitri Dekhtyaryuk und ich am 1. Brett gegen Markus Watzlawek schlechte Stellungen. Peter hatte in der McCutcheon-Variante im Franzosen eine ansprechende Stellung gegen Tobias Schütte erreicht und beim Rest von uns waren die Stellungen zu diesem Zeitpunkt noch ausgeglichen. Doch dies sollte nicht so lange anhalten. Zunächst setzte Peter ungenau fort und landete nach einer fehlerhaften Abwicklung in einem schlechten Endspiel. Dirk Broksch bot am 4. Brett gegen 16 Uhr seinem Gegner Andreas Kropp nach 25 Zügen Remis an, was dieser eine halbe Stunde später angesichts des Verlaufs an den anderen Brettern auch annahm. Stefan Heuver machte zu viele Bauernzüge und geriet in einen verhängnisvollen Gegenangriff. Martin Stratmanns König mußte in der Mitte ausharren und wurde dort von den gegnerischen Figuren zur Strecke gebracht. Dinar Abulhanov an Brett 8 hatte gegen Daniel Dreier nach dem 20. Zug den Faden verloren und mußte 5 Züge später aufgeben. Auch Peter mußte seine Partie aufgeben, so daß es zu diesem Zeitpunkt schon 0,5-4,5 stand. Ich hatte mittlerweile wieder eine schlechte, aber verteidungsfähige Stellung erreicht. Martin Stötzel mußte sich an Brett 5 gegen einen Königsangriff von Sebastian Wloka verteidigen. Die Stellung war für Schwarz unangenehm zu spielen und als Martins Gegener einen Turm opferte, dachte ich, daß auch diese Partie verloren ging. Zu Martins (und unserem) Glück folgte allerdings eine schwächere Fortsetzung, so daß die Partie mit einem Dauerschach endete 1,0-5,0. Marcel Strohmann am 3. Brett bot zu diesem Zeitpunkt in einer etwas undurchsichtigen Stellung seinem Gegner Remis an, was dieser auch annahm 1,5-5,5. Meine Partie war erst gegen 19 Uhr zu Ende. Ich hatte geglaubt, in einer vergleichsweise geschlossenen Stellung auf einen Bauernzug verzichten zu können und wurde von meinem Gegener eines besseren belehrt 1,5-6,5.
Damit war der Kampf zu Ende und unsere Stimmung auf einem Tiefpunkt. Es ist schon mehr als deprimierend, wenn fünf Partien nach 28 oder weniger Zügen beendet sind und nur ein Brettpunkt dabei rausspringt.
Am nächsten Spieltag steht mit dem anderen Verbandsligaabsteiger Oberhausen II der nächste (noch dickere) Brocken auf dem Programm. Hier sind noch ein paar Stellungsbilder aus den Partien.
Watzlawek – Schulze Bisping
Watzklawek-Schulze Bisping 50w
Hier hatte ich (im Gegensatz zu meinem Gegner) nicht weit genug gerechnet und gedacht, gute Chancen auf einen Punkt zu haben. Der schwarze König auf a6 steht zwar in einem Abzugsschach, aber was soll Weiß nach 50. … Le8 machen – immerhin droht Matt oder Figurenverlust. Aber es folgte einfach 51. d6! Lf7+? 52. Kxc5 mit einem Abzugsschach und ich durfte meinem Gegner gratulieren.

Broksch – Kropp
Broksch-Kropp 16s
Der weiße Springer auf f3 hat nur noch wenige Felder. Dirk ahnte aber keine Gefahr und spielte 17. b5?. Jetzt konnte Schwarz mit 17. … e4 18. Sh4 Lxe2 19. Txe2 De6 20. Tee1 g5 eine Figur gewinnen. 20. g4 (um dem Springer das Feld f5 zu sichern) verliert nach 20. … Sxg4 21. hxg4 Dxg4+ 21. Sg2 (oder Lg3) Dxe2 eine Qualität und zwei Bauern. Schwarz revanchierte sich mit 17. … De6? 18. Sb1 e4 und die Partie endete 6 Züge später remis.

Wloka-Stötzel
Wloka - Stötzel 22s
Hier sieht alles nach einem Sturm auf die Bastille aus, denn nach einem Opfer auf f7 fällt der Punkt g6. Also folgte konsequent 23. Sg5 hxg5 24. Txf7+ Kxf7 25 Dg6+ Kef8 26. Tf2+ Sf6 27. Txf6+?? Lxf6 28. Dxf6 und die Friedenspfeife wurde geraucht. Was beide Seiten nicht gesehen hatten, war der Zug 27. exf6!!, der die schwarze Stellung zerlegt. Nach 27. … Dxg3+ 28. Kf1 ist 28. … Dxh3+? 29. Ke2 Dxg4+ 30. Kd2 schlecht, denn das Matt läßt sich nicht verhindern. Deshalb muß muß Schwarz die Dame auf f2 geben und dann kann Weiß einen schwarzen Turm erobern und die schwachen Bauern abgrasen.

Abulhanov-Dreier
Abulhanov - Dreier 23s
Hier setzte Weiß mit 24. Lxa5 fort und nach 24. … Ta7 25. Lb5 Tb8 war eine Figur weg.
Nach 24. Tf3 bleibt die Stellung hingegen im Gleichgewicht.

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[wpspoiler name=“9.3.2014: gegen SV Oberhausen II gut gespielt und doch verloren“]

SV Oberhausen II – Erkenschwick II 5,0 – 3,0

Heute konnten wir zum ersten Mal fast in Normalbesetzung gegen den Tabellenführer Oberhausen antreten. Rainer Dziewas hatte endlich einmal Zeit zum Schachspielen gefunden und so war mit Armin Gasper nur ein Ersatz aus der 3. Mannschaft nötig. Oberhausen trat mit seiner Stammbesetzung an. Doch zunächst waren nur Martin Stötzel und Armin Gasper da, während die anderen 6 Spieler mit entsprechender Verspätung ankamen. Rainer und ich hatten von Dülmen aus in Oberhausen auf der A 516 Anschluß an Peter&Co erreicht. Während wir um kurz vor 14 Uhr im Spielsaal eintrafen, war Peter rechts abgebogen und so kam die andere Mannschaftshälfte erst um 14:10 an.
Von Anfang war Kampf angesagt und so kamen z.T. ungewohnte Stellungsbilder aufs Brett. An Brett 1 spielte Rainer Dziewas gegen Markus Jörgens eine seltene Variante im Nimzwowitsch-Franzosen und es entstanden große Verwicklungen. Ich mußte gegen das Londoner Sytem von Matthias Limberg kämpfen und erhielt aufgrund meiner guten Figurenstellung nach 15 Zügen ein Remisangebot, das ich im Mannschaftssinne ablehnte. Pter Broszeit und Michael Gerst an Brett 3 spielten einen ungewöhnlichen geschlossenen Sizilianer. Marcel Strohmann spielte gegen Dirk Wortmann im Königsinder mit f5-f4 auf Königsangriff. Wolfganng Prüfer erreichte an Brett 5 gegen Dirk Broksch relativ schnell Stellungsvorteil. Martin Stötzel wählte einen Drachenaufbau gegen Stefan Kürschners. Unser halbgebackener Mathematik-Master Stefan Heuver an Brett 7 verbrauchte gegen Markus Labuda wie üblich viel Zeit und zwischenzeitlich sah es so aus, als ob er am Königsflügel überrollt würde. Nur am 8. Brett entwickelte sich zwischen Armin Gasper und Markus Berendsen ein relativ normales abeglehntes Damengambit.
Nach gut zwei Stunden hatte sich Peter am 3. Brett eine Qualität erarbeitet und stand klar auf Gewinn. Ich hatte am Damenflügel angegriffen und immer noch eine brauchbare Stellung. Marcel hatte alles auf den Königsangriff gesetzt und war bereit, seinen Turm auf a8 zu opfern. Dafür war allerdings Dirk unter Druck geraten, denn Wolfgang Prüfer hatte den Damenflügel unter Kontrolle gebracht und den Bauern b2 mit beiden Türmen angegriffen. Stefans Zeitpolster war mittlerweile auf eine gute Minute geschrumpft, als er im 26. Zug ein nettes Springeropfer brachte und siegreich abwickelte. Auch Armin hatte viel Zeit verbraucht und stand gegen 17 Uhr nur noch mit 3 Minuten Zeit auf der Uhr dar (und natürlich die 6 Bonusminuten für weitere 12 Züge bis zur Zeitkontrolle).
Um 17:15 hatte Stefan als erster den Punkt eingesackt und es stand 1:0. Dummerweise hatte ich zwar die richtige Verteidingung gefunden, aber zur Zeitkontrolle die Züge umgestellt. So blieb mir nur die Aufgabe 1:1. Dirk stand mittlerweile mit dem Rücken zur Wand, denn er hatte einen wichtigen Bauern verloren und laborierte an seinen Schwächen auf beiden Flügeln. Peter hatte im 30. Zug die Qualität zurückgeopfert und viel Zeit für die Annahme verbraucht, aber nicht miT der Ablehnung gerechnet. So entging ihm eine schöne Mattwendung und der Schwarze konnte sich aufgrund der schwachen weißen Bauern berechtigte Remishoffnungen machen. Bei Marcel hatte sich die Stellung wieder gedreht und Weiß hatte nach einem weiteren (diesmal unmotivierten) Qualitätsopfer Vorteil. Um 17:50 hatte Armin ein ausgeglichenes Bauernendspiel auf dem Brett und nahm das Remisangebot seines Gegners an 1,5:1,5. Allerdings verlor Martin Stötzel kurze Zeit später leider auf Zeit 1,5:2,5. Auch Peter hatte trotz Mehrläufer keine Gewinnaussichten, da sein weißfeldriger Läufer nicht das Umwandlungsfeld seines h-Bauern kontrollierte. So endete auch diese Partie um 18:15 remis 2,0:3,0. Wolfganng Prüfer hatte seinen Stellungsvorteil weiter ausgebaut und Dirk blieb angesichts zweier schwarzer Freibauern um 18:30 nur noch die Aufgabe 2,0:4,0. Marcels Gegner hatte ein Dauerschach aufgebaut und so war auch hier um 18:40 das Unentschieden besiegelt und damit der Mannschaftskampf verloren 2,5:4,5. Nun lief nur noch die Partie am 1. Brett. Hier hatte sich Rainer trotz Minusbauer im Turmendspiel geschickt verteidigt. Um 19:15 stellte dann Markus Jörgens seine Gewinnversuche ein und der Kampf endete damit 3,0:5,0.
Nach dem heutigen Spieltag ist uns der letzte Platz nicht mehr zu nehmen, da Kamen II gegen Hervest-Dorsten knapp gewann und jetzt schon 4 Mannschaftspunkte besitzt. Somit können wir im letzten Spiel gegen Kamen unbeschwert aufspielen und vielleicht noch einen Mannschaftspunkt ergattern (oder doch zwei). Dass wir trotz der Niederlage nicht schlecht gespielt haben, wird im Bericht auf der Oberhausener Seite deutlich.
Zum Abschluß gibt es noch ein paar lehrreiche Stellungen des Mannschaftskampfes.
Broszeit – Gerst
Broszeit - Gerst 27s
Hier spielte Peter 28. Kh2, da er sich mit seinem Qualitätsopfer auf f6 gute Chancen ausgerechnet hatte. Es folgte 28. … Txc3 29. Tb8+ Kh7 30. Txf6!!. Jetzt führt die Annahme mit 30. … gxf6 nach 31. Dxf6 Tc8 32. Txc8 Lxc8 33. Dxf7+ Kh8 34. De8+ zu einer weißen Gewinnstellung. Deshalb folgte 30. … Txg3??
Broszeit - Gerst 30s
Nun gewinnt 31. Th8!+, denn nach 31. … Kxh8 32. Txh6+ (die böse Fesselung) Kg8 33. Dd8+ Df8 führt 34. Th8+ zum Damengewinn.
Die Partie ging weiter mit 31. Txe6 fxe6 32. e5 Tg6 33. De4 Dg3+ 34. Kh1 h5
Broszeit - Gerst 34s
35. Ta8 führte wegen der weißen Bauernschwächen nur zum Remis. Leider Hatte Peter hier zu wenig Zeit, denn mit 35. Te8! konnte Weiß berechtigte Gewinnaussichten geltend machen. 35. … Kh6 (sonst fällt e6 und das Endspiel ist leicht gewonnen) 36. Th8+ Kg5 37. De2 Th6 38. Tf8!! und der schwarze König entkommt dem Mattangriff nur unter großem Materialverlust.

Berendsen – Gasper
Berendsen - Gasper 26s
Hier spielte Weiß 27. Tc3, um den 2. Turm auf die c-Linie zu bringen. Schwarz tauschte die Dame und nach 27. … Dxc4 28. Txc4 Tcd8 29. Tc5 Td5. 30. Txd5 cxd5 31. Tc1 hatte Weiß wenig vom Besitz der c-Linie.
Richtig war 27. Dxd5! cxd5 28. Tc5 mit Besetzung des Vorpostens (nach Nimzowitsch) und Weiß kann auf der c-Linie verdoppeln, denn der Abtausch 28. … Txc5? 29. bxc5 führt zu einem hoffnungslosen Turmendspiel.
Berendsen - Gasper 28w Variante
Weiß spielt in aller Ruhe Tb1 nebst Tb6 und Schwarz kann seine Schwächen auf b7, d5 und am Königsflügel nicht verteidigen.

Wortmann – Strohmann
Wortmann - Strohmann 22w
Nach 22. Sc7 (notwendig war 22. Tc2) hatte Marcel alles auf eine Karte gesetzt und holte jetzt mit 22. … Sgf4! zum Totschlag aus. Es folgte 23. Tfe1 Dg5 24. Lf1 Sxg2 25. Kh2 Sxe1 26. Txe1 Txf3 27. Dc2
Wortmann - Strohmann 28w
Schwarz steht auf Gewinn, doch nach 27. … Sg3? 28. Lg2 Txd3 (hier führt 28. … Lg4 noch zum Ausgleich) 29. Dxd3 Df4 30. Lxg3+ hxg3+ 31. Dxg3 Dxg3+ 32 Kxg3 steht Weiß besser.
Der Gewinn war mit 27. … Sf4! zu erzielen. Es droht Lh3 nebst Lxf1 und Th3 Matt. Nach 28. Te3 Txe3 29. Lxe3 Dg3+ 30. Kh1 Df3+ fällt die weiße Stellung auseinander.
Wortmann - Strohmann 43s
Hier hatte Marcel zuletzt 43. … La4? gespielt. Nach 44. Th7+ Kg8. 45. Tg7+ Kh8 endete die Partie remis.
Dabei konnte Weiß jetzt mit 44. Tf7! wegen der Mattdrohung auf f8 eine Figur gewinnen z.B. 44. … Ld1+ 45. Kf2 Lh6+ 45. Ke1 Kg8 46. Tf6 und Schwarz kann einpacken. So gesehen war es ein gerechtes Kampfremis 😉

Heuver – Labuda
Heuver - Labuda 22w
Schwarz hatte den König in der Mitte gelassen und versucht, Weiß mit einem Bauernsturm am Königsflügel zu überrennen. Hier besitzt Weiß jedoch mit der c-Linie einen guten Trumpf. Statt mit 22. … Sf6 die Stellung halbwegs ausgeglichen zu halten, spielte Schwarz 22. … Le7?. Es folgte 23 Sf4 Sf6 24. Tc7 h4 (träumt immer noch vom Königsangriff) 25. Sc6 Sd7
Heuver - Labuda 26s
Stefan zog jetzt 27. Sxd5! exd5 28. Lf5 und nach 28. … Ke8 29. Lg6+ Df7 war der Drops gelutscht. Auch 28. … Kg7 hilft Schwarz nicht aus der Bredouille. 29. e4 und die offene schwarze Königsstellung rächt sich.

Broksch – Prüfer
Broksch-Prüfer 31s
Wolfgang Prüfer hatte seine Türme gut in Szene gesetzt und nach 31. … Tcb5 ging der erste Bauer verloren. Nach 32. Td2 folgte 32. … Txa3 33. Tc1 Ta2 34. Tcc2 Tb3. Die weißen Türme können kaum noch ziehen und Wolfgang marschierte mit dem König nach h4, um am Königsflügel einen Freibauern zu bilden.
Broksch-Prüfer 42w
Es folgte 42. … g4 43. exf5 exf5 44. fxg4 hxg4 45. hxg4 Kxg4 (besser fxg4) 46. Kg2 Kf4.
Broksch-Prüfer 46s
Dirk spielte 47. Kf2 und nach 47. … b5 48. Ke2 Th1 war weiterer Widerstand zwecklos.
Hier hätte er mit 47. Tf2+ Gegenspiel erhalten können, denn das befürchtete 47. … Ke3 mit Angriff auf den Bauern d3 scheitert an 48. Tf3#. Deshalb bleibt Schwarz nur 47. … Ke5. 48. Tc5+ Ke6 49. Tcxf5 und sowohl nach 49. … Txb2 als auch nach 49. … Txd3 50. Tb5 steht Weiß zwar schlechter, aber deutlich besser als in der Partie.
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[wpspoiler name=“6.4.2014: zum Abschluß ein knapper Sieg gegen Kamen“ open =true]

Erkenschwick II – SV Kamen II : 4,5 – 3,5

Im letzten Spiel ging es nur noch um die goldene Ananas, da für beide Mannschaften keine Chance bestand, den rettenden 7. Platz zu erreichen. Da Kamen nur mit 7 Spielern antrat, lagen wir zum zweiten Mal in dieser Saison in Führung – das war uns zum ersten Mal in der Partie gegen Oberhausen geglückt.
Alle Partien wurden ausgekämpft. Nach einer Stunde stand Günter Strozewski am 8. Brett gegen Rainer Tubus schlechter, da ihm zwei Bauern abhanden gekommen waren, allerdings hatte er noch Angriffschancen. Stefan Heuver hatte am 6. Brett diesmal keine Zeitprobleme und einen soliden Minderheitsangriff im Damengambit gegen Kurt Markert aufs Brett gebracht. Martin Stratmann an Brett 7, Martin Stötzel an Brett 5 und Dirk Broksch an Brett 4 standen ebenfalls ausgeglichen. Am 3. Brett hatte Klaus Koch gegen Marcel Strohmann die verweigerte Aljechinverteidigung in eine königsindische Stellung umgewandelt. Am 1. Brett versuchte Stefan Schulze-Bergcamen mich ins Blackmar-Diemer-Gambit zu locken, aber nach Zugumstellung gelangten wir in eine Französischstellung, in der die weißen Figuren unkoordiniert standen und Weiß einen Bauern weniger besaß. Aber nach der 2. Stunde gelangen uns Fortschritte. Dirk Markert hatte Dirks Angriffsversuche am Königsflügel unterschätzt und nach einem Fehlzug ging die schwarze Dame verloren 2 – 0. Danach folgte gegen 17 uhr das Remis von Stefan Heuver 2,5 – 2,5. Auch Günter Strozewski hatte sich neue Chancen erarbeitet und stand vor der Wahl, ein Remis anzustreben. Nach einem Fehlzug des Gegners aber konnte er die gegnerische Dame gewinnen. 3,5 – 0,5. Martin Stratmann stand an Brett 7 gegen Herbert Grasse seit dem 20. Zug mit dem Rücken zur Wand. Als sein Gegner allerdings verfrüht eine Figur opferte, konnte er die Stellung öffnen und den Vorteil schnell umsetzen 4,5 – 0,5. Auch ich hatte mittlerweile eine Gewinnstellung erlangt, da Weiß nach einem riskanten Qualitätsopfer noch die Dame gegen Turm und Leichtfigur tauschte. Leider stellt ich meine Partie einzügig ein, so daß Kamen der Anschlußtreffer gelang 4,5 – 1,5. Auch Marcel war mittlerweile trotz ungleichfarbiger Läufer in einer schwierigen Stellung gelandet, in der er keine Verteidigungsideen hatte und seinen Läufer verlor. So blieb ihm um kurz vor 18 Uhr nur die Aufgabe 4,5 – 2,5. Auch Martin Stötzel war gegen Marcel Koch kein Glück beschieden. Er stellte in einer ausgeglichenen Stellung einen Bauern ein, wonach die weißen Figuren langsam in die schwarze Stellung eindrangen. Um 18:30 mußte er die Partie aufgeben 4,5 – 3,5. Damit hatte wir unseren ersten (nicht unverdienten) Saisonsieg eingefahren.
Zum Glück haben Castrop-Rauxel und Haltern die Verbandsklasse gehalten, so daß wir als einzige Mannschaft aus dem Schachbezirk abgestiegen sind. Hoffentlich können wir in der nächsten Saison mit einem Sieg starten. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei allen Ersatzspielern aus der 3. und 4. Mannschaft bedanken, die es uns ermöglicht haben, bei jedem Mannschaftskampf vollständig anzutreten.
Nachtrag vom 13.4.:
Zum Abschluß gab es jetzt Ferien und so habe ich die Zeit gefunden, noch einige Stellungen aus dem Mannschaftskampf zu publizieren.
Broksch – D. Markert
Broksch - Markert 14s
Dirk hatte sich drohend auf dem Königsflügel aufgebaut und deshalb hatte Schwarz zuletzt 14. …Sfg6 gespielt. Der beste weiße Angriffsversuch wäre jetzt 15. h4 gewesen, um den Springer g6 mit h4-h5 zu vertreiben und u.U. auf g7 zu opfern. Stattdessen folgt 15. Lxe7 Lxe7 16. h4 Lf6 17. h5 und jetzt kam der kapitale Fehler 17. … Sf8??, denn nach 18. Sh6+ Kh8 19. Sxf7+ verliert Schwarz die Dame. Nach 17. … Se7 bzw. 17. … Sh8 wäre die Stellung ausgeglichen gewesen.
Grasse – Stratmann
Grasse - Stratmann 22s
Hier hätte Martin nach 22. … Lc7 eine ausgeglichene Stellung gehabt. Stattdessen öffnete er an dem Flügel, wo er schwächer ist, mit 22. … g5?? die Stellung. Jetzt hätte Weiß mit 23. hxg5 Sxg5 24. Th1 Kh8 25. Lg4 fortsetzen sollen, wonach der Gewinn nur eine Frage der zeit ist. Stattdessen folgte 23. Th1 gxh4 24. Sxh4 Sg5 25. Lf5+ Kg7 26. f4 Se6 27. Lxe6 fxe6 28. f5! Tf7
Grasse - Stratmann 29w
Hier stellte Weiß mit 29. Sg6? die Partie ein. Es folgte 29. … exf5 30. Lxf6 Kxg6 31. Ld2 fxe4 32. Tf1 Dxf1 33. Txf1 e3 und Weiß agb auf.
Anstelle des übereilten Springerzuges hätte Weiß mit 29. D1 das Feld h5 ansteuerm sollen. 29. … Kf8 30. Dh5 exf5 31. Taf1 De6 32. Sg6+ einfach gewinnen können, denn Schwarz besitzt kein Gegenspiel.
G. Strozewski – Tubis
Diese Partie bestätigte den Auspruch von Tartakower, daß der vorletzte Fehler verliert.
Strozewski - Tubis 17s
Schwarz hatte 17. … Dc5-b6? gespielt, um nach dem Schlagen auf e5 den Zwischenzug Sb3 auszuschalten. Nach 18. Lxh7! wäre auf 18. …Kxh7 19. Sg5+ Kg8 20. Dxg4 mit Bauerngewinn gefolgt. Auf 18. … Kf8 wäre 19. Se4 Scxe5 20. Sxe5 Sxe5 21. Sg5 f6 22. Dh5 mit Angriff gefolgt. Stattdessen spielte Günter 18. h3? Sgxe5 und der erste Bauer war weg. Wenig später ging auch der Bauer b2 verloren. Doch Günter ließ nicht locker und nach dem 34. weißen Zug war diese Stellung entstanden.
Strozewski - Tubis 34w
Schwarz steht mit zwei Mehrbauern auf Gewinn, allerdings hat Weiß noch Schummelchancen. Am einfachsten war jetzt 34. … Ke6, um die Fesselung des Bauern f6 aufzuheben. Schwarz spielte aber 34. … h5?, um die schlechte Stellung des weißen Königs und der dame auszunutzen. 35. Txe5+ Kf8 36. Txh5 Tdd4 jetzt ist die Stellung wieder ausgeglichen 37. f3 Td2??
Strozewski - Tubis 37s
Dies hätte sofort verlieren sollen, da Weiß nach 38. … Kg7 39. Te1 über das Räumungsopfer Tg8+ nebst Te8+ und Dh8# verfügt. Auf 38. … Ke7 folgt 39. De1+ und der Turm d2 fällt. Der richtige Schwarz Zug wäre Kg7 gwesen, wonach die Stellung ausgeglichen bleibt. Weiß gab Schwarz allerdings mit 38. Tf5? den Gefallen zurück. 38. … Tcc2 39. Dh8+
Strozewski - Tubis 39s
39. … Ke7? (Dg8 reicht für ein Remis) 40. Te1+ Te2 42. Txe2 Txe2 43. h4 Te3 44. h5 1 – 0 Die Dame ist verloren.
Schulze-Bergcamen – Schulze Bisping
Schulze-Bergcamen - Schulze  Bisping 21s
Hier hatte Weiß auf d7 eine Qualität geopfert, um den schwarzen Königsflügel zu schwächen. Es folgte 22. Sxa5 e4 23. c4 Td3 Weiß opferte jetzt die Dame, um noch Schummelchncen zu erhalten, da nach anderen Zügen Schwarz in der d-Linie verdopplet und die Stellung hoffnungslos ist. 24. Dxd3 exd3 25. Txe8+ Kd7 26. Tb8
Schulze-Bergcamen - Schulze  Bisping 26w
Schwarz steht mit dem Freibauern auf d3 klar auf Gewinn. Ich Tropf spielte leider 26. … De5?? und mußte nach 27. Td8+ aufgeben, denn die Dame geht durch eine Springergabel verloren. Der einfache Gewinnweg bestand in 26. … De6! und nach 27. Kd2 De2+ 28 Kc3 d2 läuft der d-Bauer durch.
Erk2-Kamen2

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