I. Mannschaft 2013/14

Saison 2013/14: Oberliga NRW, Schachbund Nordrhein-Westfalen

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

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[su_tab title=“Tabelle“]

Pl.Mannschaft12345678910Sp.MPBP
1SK Turm Emsdetten 2**4,03,02,54,55,05,55,56,07,091343.0
2SG Solingen 24,0**4,05,53,06,05,53,04,56,591242.0
3SV Mülheim-Nord 25,04,0**4,04,04,03,55,04,55,091239.0
4SG Porz 25,52,54,0**3,04,04,56,04,54,591238.5
5SV Wattenscheid 23,55,04,05,0**5,05,52,53,54,591138.5
6SV Dinslaken 13,02,04,04,03,0**4,04,55,56,09936.0
7Klub Kölner SF 12,52,54,53,52,54,0**4,06,04,59834.0
8SK Münster 12,55,03,02,05,53,54,0**4,04,09733.5
9SV Erkenschwick 12,03,53,53,54,52,52,04,0**4,09429.5
10SV Castrop-Rauxel 11,01,53,03,53,52,03,54,04,0**9226.0
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[su_tab title=“Berichte“]

[su_spoiler title=“15.09. – Knapper Sieg gegen Wattenscheid 2″ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Knapper Sieg zum Saisonbeginn


Wie erwartet, ging es wieder knapp zu in der Begegnung gegen den SV Wattenscheid 2. Vom Papier her war der Gast geringfügig besser aufgestellt als das heimische Team vom Stimberg. Unter diesen Vorzeichen begann das Lokalduell.
Es dauerte knapp vier Stunden, kurz vor der ersten Zeitkontrolle, bis die ersten Partien zu Ende gingen. Ali Bitalzadeh konnte entscheidend Material gewinnen und so für die Erkenschwicker Führung sorgen. Die wurde praktisch sofort ausgeglichen. Frank Strozewski hatte in der Eröffnung einen Bauern verloren, der dann im Turmendspiel den entscheidenden Vorteil für seinen Gegner sicherte. Anschließend einigte sich Jelmer Jens, der nach 10 Jahren bei der SG Bochum nun wieder für den SV Erkenschwick am Brett sitzt, mit seinem Gegner in leicht schlechterer, aber solider Stellung, auf ein Remis. Danach gingen die Gäste in Führung. Christoph Krings hatte im Versuch zu aktivem Spiel zu gelangen, den Damenflügel geöffnet. Das konnte sein Gegner nach Abtausch der Damen zum Vormarsch seines Freibauern ausnutzen. Im Turmendspiel war dann der Bauer nicht mehr aufzuhalten.
Nach der Zeitkontrolle zeigte dann ein Blick auf die restlichen 4 Bretter, dass die Entscheidung noch lange nicht gefallen war. Die Erkenschwicker hatten sich Stellungs- oder Materialvorteile erarbeitet. Es war aber zunächst nicht klar, ob es auch noch zu einem oder mehreren vollen Punkten reichen würde. Die Gäste verteidigten ihre Stellung zäh. Das musste Frank Erwich anerkennen. Um einen möglichen Konter zu verhindern, tauschte er die restlichen Bauern unter Opfer seines Springers ab. Damit war kein Material zum Gewinn mehr auf dem Brett: Unentschieden und der Zwischenstand lautete 2:3.
Marc Erwich markierte als nächster mit seinem Sieg den Ausgleich. In einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern – theoretisch mit einer extrem hohen Remisbreite – konnte er sich zwei weit entfernte Freibauern schaffen. Da sein Gegner dann nicht mehr verhindern konnte, dass der König den Vormarsch eines Bauern unterstützen konnte, gab er die Partie auf: 3:3.
Guust Homs einigte sich mit seinem Gegner nun auch auf ein Unentschieden. In einer außerordentlich spannenden Partie sah es zunächst so aus, als ob sein Gegner seinen Angriff überzogen hätte. Nach einem Qualitätsopfer und dem folgenden Damentausch konnte er jedoch in ein Endspiel abwickeln, in dem sein Läufer die Stellung zusammen halten konnte.
Somit musste die Endscheidung in der letzten Partie fallen. Alexander van Beek schien hier zunächst den Gegner in der Eröffnung überspielt zu haben. Doch es gelang dem frisch gebackenen Vater einer gesunden Tochter nicht einen Vorteil zu realisieren. Da glaubte sein Gegner mit einem Bauerngewinn selbst die Partie zu seinen Gunsten entscheiden zu können. Dies war jedoch eine Fehleinschätzung. Die aktive Königsstellung von Alexander van Beek machte den Bauernverlust mehr als wett, zumal die Läufer seines Gegners kein Zusammenspiel mehr erlangten. Um den entstandenen Freibauern zu stoppen, musste sein Gegner schließlich einen Läufer opfern. Das technisch gewonnene Endspiel dauerte zwar noch viele Züge, aber der gelungene Saisonauftakt war damit unter Dach und Fach.
Am 6. Oktober wartet nun mit dem SV Mülheim-Nord 2 der nächste Gegner, der im letzten Jahr auch nicht zu bezwingen war.

Oberligateam am 15.09.2013 v.l.n.r.: Jelmer Jens, Guust Homs, Ali Bitalzadeh, Alexander van Beek, Frank Strozewski, Marc Erwich, Christopk Krings, Frank Erwich

Oberligateam am 15.09.2013: v.l.n.r.: Jelmer Jens, Guust Homs, Ali Bitalzadeh, Alexander van Beek, Frank Strozewski, Marc Erwich, Christopk Krings, Frank Erwich


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[su_spoiler title=“06.10. – Unglückliche Niederlage gegen SV Mülheim-Nord 2″ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Chancen nicht genutzt – 3,5:4,5 gegen SV Mülheim-Nord 2


Am 2. Spieltag der Oberliga-NRW war die Mannschaft beim SV Mülheim-Nord 2 zu Gast. In der letzten Saison hatte es gegen den Gastgeber bereits eine Niederlage gegeben. Die wiederholte sich auch in dieser Saison. Diesmal hatte das heimische Team hingegen Chancen auf sogar beide Zähler.
In der ersten beendeten Partie gab es eine Punkteteilung. Jelmer Jens verzichtete auf eine riskante Opfervariante. Danach war nach einem Generalabtausch fast aller Figuren kein Material mehr auf dem Brett, um die Partie noch entscheiden zu können.
Christoph Krings erzielte dann die Führung. Bereits mit den ersten Zügen in der Eröffnung brachte er eine Stellung aufs Brett, die außerhalb der Theorie liegt. Damit konnte sein Gegner überhaupt nicht umgehen und fand nicht die besten Züge. Nach einem Läuferopfer konnte Christoph Krings in der Folge die schlechte Königsstellung seines Gegners in der Mitte des Bretts zum Sieg nutzen.

Christoph Krings abseits der Theorie erfolgreich

Christoph Krings abseits der Theorie erfolgreich

Nun gab es den ersten Rückschlag. Guust Homs hatte einen Bauern erobert und wähnte sich mit seinem Läuferpaar auf der Siegerstraße. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass das Läuferpaar in der geschlossenen Stellung keine Wirkung entfachen konnte. Da er auf den Abtausch des aktiven gegnerischen Springes im Zentrum verzichtet hatte, gingen ihm die Züge aus. So musste er sogar zufrieden sein, dass sein Gegner das Remisangebot sofort zum Zwischenstand von 2:1 annahm.
Es folgte der zweite Rückschlag zum Ausgleich. Thomas Willemze hatte sich eine vorzügliche Stellung erarbeitet. Nun fürchtete er aber, dass sein Gegner die Partie mit einem Damenopfer retten könnte. Er investierte fast seine gesamte Restbedenkzeit vor der Zeitkontrolle, um dagegen eine Plan zu finden. In der Analyse stellte sich schnell heraus, dass das Damenopfer nicht ausgereicht hätte. Der Zeitverbrauch war aber entscheidend. Die dadurch bedingte ungenaue Fortsetzung bedeutete den Partieverlust.
Mit der Niederlage von Ali Bitalzadeh am Spitzenbrett gingen die Gastgeber mit 3:2 in Führung. Das Wolgagambit beherrschte sein Gegner offensichtlich eindeutig besser. Nach der Rückgewinnung des Gambitbauern folgte sofort die Eroberung des verbleibenden Bauern am Damenflügel. Im Leichtfigurenendspiel leistete Ali Bitalzadeh zähen Widerstand, der war aber nicht ausreichend.
Den erneuten Ausgleich besorgte Marc Erwich. Überzeugend setzte er den Vormarsch seines Freibauern in Verbindung mit seinem Springer, der das Zentrum beherrschte, in Szene. Um den Bauern aufzuhalten, musste sein Gegner seine Königsstellung entscheidend schwächen. Da er das Matt nur durch Verlust seiner Dame zunächst hätte verhindern können, gab er auf.

Marc Erwich mit überzeugender Gewinnführung

Marc Erwich mit überzeugender Gewinnführung

Durch die folgende Niederlage von Frank Eggenstein gingen die Gastgeber vorentscheidend mit 4:3 in Führung. In der lange geschlossenen Stellung hatte es Frank Eggenstein versäumt, rechtzeitig Figuren abzutauschen. So konnte der Gegner den Druck beständig erhöhen und schließlich die Zentrumsbauern gewinnen, die den Gewinn sicherstellten.
Der letzte Akt sollte sich dann lange hinziehen. Frank Erwich versuchte alles, um die Remisbreite des Turm- Läuferendspiels zu seinen Gunsten zu verlassen. Damit sein Mehrbauer vom Brett verschwand, musste sein Gegner seinen Läufer hergeben. Durch ungeschicktes Spiel fand er sich danach sogar in einer verlorenen Stellung mit dem König am Brettrand wieder. Die Gewinnführung ist aber technisch sehr schwierig, sodass nicht einmal in der Analyse aller Spieler der Weg gefunden wurde. In der Partie konnte nach ca. 170 Zügen und acht Stunden Spielzeit der Gegner von Frank Erwich das Unentschieden durch eine dreimalige Stellungswiederholung erreichen. Damit war der Kampf sehr unglücklich mit 3,5:4,5 verloren.
Am 17. November steht das Lokalderby gegen den Aufsteiger SV Castrop-Rauxel auf dem Programm, der noch keinen Erfolg feiern konnte. In dieser Begegnung wird sich entscheiden, ob sich das Team im Mittelfeld etablieren kann oder ob es wieder zu einem Kampf gegen den Abstieg bis vielleicht zur letzten Runde kommen wird.

Frank Erwich vor der längsten Partie der letzten Jahre

Frank Erwich vor der längsten Partie der letzten Jahre


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[su_spoiler title=“17.11. – Lokalderby gegen SV Castrop-Rauxel endet unentschieden“ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Chancen ausgelassen – Unentschieden im Lokalderby


Am 3. Spieltag der Oberliga-NRW war der SV Castrop-Rauxel zum Lokalderby zu Gast. Der Aufsteiger aus der Nachbarschaft hatte die ersten beiden Spiele verloren und war noch ohne Punktgewinn. Beide Teams wollten mit einem Sieg ihre Tabellensituation verbessern.
Es entwickelte sich ein spannender und abwechslungsreicher Kampf.
In der ersten beendeten Partie gab es eine Punkteteilung. Guust Homs und Rainer Kaeding brachten eine Eröffnungsvariante aufs Brett, die beiden Seiten wenige Möglichkeiten bot. Das Unentschieden war somit folgerichtig.
Frank Eggenstein war es gegen Pascal Werrn nicht gelungen, den gewonnenen Bauern und die schlechtere Stellung zu seinen Gunsten auszunutzen. Um nicht in einen gefährlichen Königsangriff zu geraten, musste er mit einer Stellungswiederholung einem Remis zustimmen.
Mit der dritten entschiedenen Partie ging das Team vom Stimberg in Führung. Frank Erwich konnte zunächst seine Königsstellung nach einem Figurenopfer von Mark Kusnetsov sichern. Danach konnte er mit der Mehrfigur die Partie gewinnen.
Den Gästen aus Castrop-Rauxel gelang umgehend der Ausgleich. Am ersten Brett war Ali Bitalzadeh nach einem Fehler in der Eröffnung in einer schwierigen Stellung gelandet. Mit einem Qualitätsopfer stellte ihn Sander van Eijk dann in Zeitnot vor unlösbare Probleme.
Mark Erwich hatte zunächst nach einem Bauernopfer einen vielversprechenden Angriff gegen den König von Alexandr Kartsev. Dem gelang es jedoch mit seinem Läufer die Königsstellung zu sichern. Das Unentschieden zum Zwischenstand von 2,5:2,5 war die Folge.
Nach der Zeitkontrolle zeichnete sich ab, dass weitere Unentschieden folgten würden. An Brett 3 hatte Jelmer Jens einen Stellungsvorteil erzielt. Soel Kartsev konnte aber mit einem taktischen Schlag das Dauerschach und damit den halben Punkt sichern. Am 7. Brett hatte Christoph Krings gegen Ralph Ingo Hille in Zeitnot zu viel Material getauscht, um noch gewinnen zu können. In großer Zeitnot hatte er die siegbringende Fortsetzung verpasst und musste nun mit einem Remis zufrieden sein: Zwischenstand 3,5:3,5.
Die Entscheidung musste nun am 8. Brett in der letzten Partie fallen. Frank Strozewski hatte vor der Zeitkontrolle bei knapper gegnerischer Bedenkzeit den Angriff überzogen. So konnte Frank Müller den Angriff abwehren und zwei Bauern erobern. Im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern versäumte er aber einen Zwischenzug um damit das Materialübergewicht zu sichern. Danach konnte er keinen Fortschritt mehr erreichen und musste mit dem Remis zufrieden sein. Damit endete der gesamte Kampf mit einem 4:4 Unentschieden.
In der Tabelle hilft diese Punkteteilung den Gastgebern zunächst mehr. Am Ende der Saison wird sich zeigen, ob der Punktverlust gegen die vom Papier her deutlich schwächere Mannschaft aus Castrop-Rauxel von Bedeutung ist.
Am 8. Dezember geht es in Köln gegen die zweite Mannschaft der SG Porz weiter. Im letzen Jahr gab es hier auch eine Punkteteilung.

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[su_spoiler title=“08.12. – Déjà-vu bei der SG Porz 2″ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Déjà-vu bei der SG Porz 2: knappe Niederlage nach deutlich Führung


Am 4. Spieltag der Oberliga-NRW erlebte die Mannschaft ein Déjà-vu in Köln. Wie schon vor zwei Jahren ging das Team vom Stimberg klar in Führung und stand am Ende mit leeren Händen da.
Thomas Willemze war nach seinem Turniersieg in Paramaribo erst am Freitag aus Surinam in Europa zurück und gut motiviert für die Begegnung mit der Reserve der SG Porz. Mit einem überlegen vorgetragenen Angriff sicherte er die Führung für das heimische Team. Genauso lief die Partie von Christoph Krings. Nach einem Figurenopfer brach die Stellung seines Gegners zusammen.
Durch die Unentschieden von Guust Homs und Frank Erwich – deren Partien waren nach der Eröffnung schnell in ausgeglichenen Endspielen verflacht – lautete die Führung 3:1. Wie schon vor 2 Jahren sah alles nach einem deutlichen Sieg aus. Doch auch in dieser Saison wurden gute Möglichkeiten ausgelassen und die Stellungen im Anschluss verdorben. Marc Erwich kam mit seinem Angriff zu spät und musste aufgeben. Jelmer Jens überzog seine Stellung. Sein Gegner nutzte die gebotene Möglichkeit den Königsflügel zu zertrümmern. Damit war auch an diesem Brett die Entscheidung gefallen. Spielstand 3:3.

Trotz der sich abzeichnenden Niederlage ist die Stimmung noch in Ordnung (v.l.n.r.) Jelmer Jens, Marc Erwich, Thomas Willemze, Guust Homs

Trotz der sich abzeichnenden Niederlage ist die Stimmung noch in Ordnung
(v.l.n.r.) Jelmer Jens, Marc Erwich, Thomas Willemze, Guust Homs


Nach der Zeitkontrolle fand sich Ali Bitalzadeh in einem hoffnungslosen Turmendspiel wieder. In Zeitnot hatte er eine scharfe Angriffsvariante gewählt. Dabei hatte er übersehen, dass sein Gegner den Damentausch erzwingen konnte. 4:3 für die Gastgeber.
In der letzten Partie konnte Frank Eggenstein trotz Figurengewinn nur um das Remis kämpfen. Mit seinem Springer konnte er nicht verhindern, dass alle seine Bauer verloren gingen. Damit lautete das Endergebnis 4,5:3,5 für die SG Porz 2.
Am 12. Januar geht es gegen den SV Dinslaken weiter. Gegen den Aufsteiger vom Niederrhein sollte es Punkte geben, damit die Mannschaft nicht wieder bis zum Ende der Saison um den Klassenverbleib zittern muss.

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[su_spoiler title=“12.01. – Niederlage gegen SV Dinslaken bringt Abstiegsplatz“ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Verdiente Niederlage gegen den SV Dinslaken


Am 5. Spieltag der Oberliga-NRW rutschte die Mannschaft in der Tabelle auf einen Abstiegsplatz. Gegen den Aufsteiger SV Dinslaken gab es eine klare 2,5:5,5 Niederlage.
Eigentlich wollte sich das Oberligateam in den beiden Spielen gegen die Aufsteiger SV Dinslaken und SK Münster zu Beginn des neuen Jahres die Punkte sichern und somit beruhigt im Mittelfeld der Oberliga NRW verweilen. Daraus ist im ersten Teil nichts geworden. Im ersten Aufeinandertreffen in der Geschichte beider Vereine hat die Mannschaft vom Stimberg klar verloren. Sah es gegen 13.00 Uhr noch so aus, als wenn der angestrebte Punktgewinn noch umzusetzen wäre, war bereits nach der ersten Zeitkontrolle um 15.00 Uhr das Gegenteil besiegelt. An allen Brettern wurden im Ansatz gute Stellungen fahrlässig behandelt. Einzig Frank Eggenstein konnte bei eigener Zeitnot einen krassen Fehler seines Gegners zum sofortigen Gewinn nutzen. Das blieb aber der einzige volle Punkt. Jimmy van Zutphen konnte den gegnerischen König nicht zur Strecke bringen und musste mit einem Unentschieden zufrieden sein. Den Ausgleich erzielten die Gäste dann am Spitzenbrett. Ali Bitalzadeh hatte bereits aus der Eröffnung Probleme. Sein Versuch eines Königsangriffs war dann nicht mehr ausreichend um die Partie noch zu retten.
Auch Christoph Krings behandelte die Eröffnung nicht optimal und fand sich nach der Zeitkontrolle in einem Leichtfigurenendspiel mit drei Minusbauern wieder, das schnell verloren war. Frank Erwich schien zunächst einen gefährlichen Angriff auf die Beine zu stellen. Nach dem unvermeidlichen Damentausch konnte sein Gegner die Stellung mit zwei Mehrbauern zusammenhalten und das Doppelturmendspiel schließlich zu seinen Gunsten entscheiden.
Nicht besser erging es seinem Bruder Marc. Mit einer Kombination war es seinem Gegner gelungen eine Qualität zu gewinnen. Das Endspiel war danach nur eine Frage der Technik.
Thomas Willemze stellte zwar Drohungen gegen den gegnerischen König auf. Aber erst in der Computeranalyse wurde der mögliche Gewinnweg deutlich. Am Brett musste er sich mit einem Remis zufrieden geben.
Das war nach gut sechs Stunden Spielzeit auch das letzte Einzelergebnis am achten Brett. Frank Strozewski ließ in einer komplizierten Stellung bei sehr wenig Bedenkzeit einen sofortigen Partiegewinn aus. Im Turmendspiel mit einem Bauern weniger musste er solange die Versuche seines Gegners abwehren, bis schließlich alles Material vom Brett verschwunden war.
Die Situation hat sich für die Mannschaft dramatisch verschlechtert. Am 2. Februar muss nun unbedingt gegen den SK Münster gewonnen werden, damit der Anschluss in der Tabelle ans Mittelfeld wieder erreicht wird. Allerdings stehen in den restlichen Spielen danach noch starke Gegner auf dem Programm.

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[su_spoiler title=“02.02. – Unentschieden im Kellerduell gegen den SK Münster“ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Unentschieden nach konzentrierter Leistung könnte zu wenig sein


Am 6. Spieltag der Oberliga-NRW stand das Abstiegsduell bei SK Münster auf dem Programm. Beide Mannschaften lagen vor dem Spieltag mit jeweils drei Pluspunkten auf den Abstiegsrängen 8 und 9. Um den Anschluss an das Mittelfeld herzustellen, wollten also beide Teams unbedingt gewinnen. Das zeigte sich an der Aufstellung der Gastgeber, die erstmalig in dieser Saison fast komplett mit ihren Stammspielern antraten. Auf Seiten der Mannschaft vom Stimberg fehlten einige Akteure; für den kurzfristig erkrankten Guust Homs musste so noch Franz Schulze Bisping aus der Zweiten aushelfen. Damit hatten an allen Brettern die Gastgeber deutlich bessere oder mindestens gleiche Ratingzahlen und vom Papier die besseren Chancen.
Dies wurde zunächst Frank Eggenstein demonstriert, der bereits aus der Eröffnung heraus Probleme mit seiner Stellung hatte. Da es ihm nicht gelang, den König mit der Rochade aus der Brettmitte verschwinden zu lassen, musste er seinem Gegner früh gratulieren. Den erhofften Ausgleich an Brett 2 gab es danach leider nicht. Thomas Willemze konnte die h-Linie öffnen und mit seinen Türmen den gegnerischen König bedrängen. Dann übersah er jedoch eine Gegenangriff und willigte in ein Unentschieden ein, da er kein Risiko eingehen wollte. Den vollen Punkt steuerte dann aber Jimmy van Zutphen bei. Offensichtlich hat er seine gute Form aus dem Turnier in Wijk an Zee von Ende Januar bewahrt. In einem spektakulären Angriff opferte er mehrere Figuren um den König seines Gegners auf die offene Brettmitte zu zwingen. Damit war die Partie entschieden; Stand 1,5 : 1,5.
Frank Strozewski hatte in der Eröffnung einen Bauern verloren und versuchte in der Folge mit seinem Läuferpaar die Stellung zusammen zu halten. Als er dieses Ziel erreicht hatte, war allerdings fast die gesamte Bedenkzeit verbraucht. Der Zug, der das sofortige Unentschieden sichergestellt hätte, wurde daher von ihm leider nicht sofort ausgeführt. Der stattdessen getätigte Königszug hätte eigentlich den Partieverlust zur Folge haben müssen. Aber ausgleichende Gerechtigkeit: sein Gegner führte seine Züge auch nicht in der optimalen Reihenfolge aus und musste sich mit einem Unentschieden durch Dauerschach zufrieden geben. Zeitgleich gingen die Gastgeber durch die Niederlage von Franz Schulze Bisping in Führung. Der hatte sich zunächst eine solide Stellung erarbeitet. In heraufziehender Zeitnot seines Gegners, der weniger als 10 Minuten für die weiteren gut 20 Züge hatte, verlor Franz Schulze Bisping aber durch ein Zwischenschach Qualität und Bauer. Danach versuchte er noch irgendwie durch verschiedene Drohungen die knappe Zeit des Gegners zum Ausgleich der Stellung auszunutzen. Doch schließlich war alles vergebens. Stand zur Zeitkontrolle nach vier Stunden 2 : 3.
Doch ein Blick auf die restlichen Bretter gab Raum für Optimismus. Ali Bitalzadeh, Marc und Frank Erwich hatten aussichtsreiche Endspiele erreicht. Bei Frank Erwich folgte dann auch sehr schnell der Gewinn zum 3 : 3 Ausgleich. Die verbundenen Freibauern im Zentrum mit Unterstützung von Turm und König konnten von seinem Gegner nicht aufgehalten werden. Ali Bitalzadeh gelang dieses Manöver leider nicht. Für die Minusqualität – Läufer und Turm gegen Turmpaar – hatte er an beiden Flügeln Mehrbauern. Sein Gegner verzichtete auf den möglichen Figurengewinn und kümmerte sich sofort um die Neutralisierung der Mehrbauern. Das hatte Erfolg. Nachdem am Damenflügel alle Bauern verschwunden waren, reichte das verbliebene Material nicht mehr für einen Partiegewinn. Stand 3,5 : 3,5. Die Entscheidung fiel nun am Brett von Marc Erwich. Der hatte sich entschieden, im Turmendspiel den Zentrumsbauern des Gegners zu gewinnen und dafür seine Königsflügel aufzugeben. Danach hatte er zwar am Damenflügel und im Zentrum drei Bauern gegen die beiden des Gegners am Königsflügel, diese waren aber bereits weiter vorgerückt. So war es ihm nicht mehr möglich zu verhindern, dass sich eine in eine Dame umwandeln konnte. Da der Gegner seinen Turm für den Zentrumsbauer hergegeben hatte, war die Materialverteilung nun Turm und zwei verbunden Bauern am Damenflügel für Marc Erwich gegen die Dame seines Gegners. Nach einigen Schachgeboten war dann klar, hier erzielt keine Seite mehr einen Fortschritt. Remis und insgesamt ein 4 : 4 Unentschieden.
Beide Mannschaften verbleiben damit auf ihren Rängen in der Oberligatabelle. Allerdings hat das heimische Team das schwerere Restprogramm. Nun heißt es weiter kämpfen. Mit der in Münster gezeigten soliden und konzentrierten Leistung ist die Oberliga noch nicht abgehakt. Am 9. März ist der Tabellenführer Solingen 2 zu Gast. Gegen den Absteiger aus der 2. Bundesliga gab es vor zwei Jahren nur eine knappe und sehr unglückliche Niederlage.

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[su_spoiler title=“09.03. – Unglückliche Niederlage gegen Tabellenführer SG Solingen 2″ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Nach Niederlage gegen den Tabellenführer: die Hoffnung stirbt zuletzt


Am 7. Spieltag der Oberliga-NRW war der Tabellenführer SG Solingen 2 zu Gast, der den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga anstrebt. Das heimische Team wollte aber nichts verschenken und kämpfte um Punkte für den Klassenerhalt.
Zunächst lief alles für den Gast aus der Klingenstadt. Guust Homs einigte sich in ausgeglichener Stellung mit seinem Gegner auf ein Unentschieden, bevor die Gäste in Führung gehen konnten. Marc Erwich hatte für einen Bauerngewinn eine Unterentwicklung seiner Figuren in Kauf genommen. Da er anschließend auf ein Figurenopfer seines Gegners die nahe liegende, wie sich aber schnell zeigte, falsche Erwiderung wählte, war die Partie entschieden. Dann konnten die Gäste die Führung noch weiter ausbauen. Christoph Krings wollte seinen Stellungsvorteil nutzen und deshalb keine Figuren abtauschen. Damit gestattete er seinem Gegner allerdings einen durchschlagenden Angriff auf seine Königsstellung zum Zwischenstand von 0,5:2,5.
Ein Blick auf die verbliebenen Bretter nach der ersten Zeitkontrolle ließ dann erste Hoffnung auf sogar einen doppelten Punktgewinn aufkeimen. Thomas Willemze, Jelmer Jens und Frank Erwich hatten jeweils den gegnerischen König in Bedrängnis gebracht und hatten gute Gewinnaussichten. Frank Eggenstein und Frank Strozewski kämpften in Endspielen mit einem Bauern weniger um einen halben Punkt.
Der erste Teil wurde in die Tat umgesetzt. Nacheinander gelang es Jelmer Jens, Frank Erwich und Thomas Willemze den Königsangriff erfolgreich abzuschließen. Damit lautete der Zwischenstand 3,5:2,5. Nun sollten nur noch die beiden Endspiele Remis gehalten werden und der doppelte Punkterfolg wäre gesichert.
Das klappte aber nicht mehr. Zunächst konnte Frank Eggenstein den Abtausch der Damen nicht mehr verhindern. Das Bauernendspiel war sofort verloren. Frank Strozewski kämpfte noch zwei Stunden weiter und schien das Unentschieden schon fast gesichert zu haben. Doch in Folge eines falschen Königszuges konnte sein Gegner noch die Bauernumwandlung erreichen. Somit lautete das Endergebnis 3,5:4,5.
Die Lage im Abstiegskampf ist für das heimische Team dramatisch geworden, da gleichzeitig der Mitkonkurrent SK Münster in Wattenscheid zu einem Sieg kam. Im Abstiegsduell am 6. April hilft nun nur noch ein Sieg bei den Kölner Schachfreunden. Und auch nur dann, wenn in der letzten Begegnung am 27. April auch noch der voraussichtliche Aufsteiger Turm Emsdetten 2 geschlagen wird.

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[su_spoiler title=“06.04. – Abstieg nach klaren Niederlage beim Klub Kölner SF“ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Klare Niederlage in Köln besiegelt Abstieg


Der 8. Spieltag der Oberliga-NRW brachte das Kellerduell beim Klub Kölner Schachfreunde. Das heimische Team musste unbedingt gewinnen, um weiter im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben und die Kölnern in der Tabelle zu überholen.
Daraus wurde aber nichts. Wie schon in der gesamten Saison entwickelten sich an vielen Brettern aussichtsreiche Stellungen. In der Folge wurden dann die Stellungen überzogen und die Gegner konnten schnell die Oberhand gewinnen. Thomas Willemze hatte beim Angriff auf den gegnerischen Turm die Stärke der vorrückenden Bauern unterschätzt. Der Qualitätsgewinn – Läufer gegen Turm – brachte nicht den angestrebten Vorteil. Mit einem schönen Damenopfer konnte dann sein Gegner den Platz für das Vorrücken und die Umwandlung seines Freibauern sicherstellen. Alexander van Beek versuchte unter Bauernopfer mit seinem Läuferpaar entscheidenden Druck auf die gegnerische Königsstellung zu erhalten. Nach Abtausch der Damen konnte sein Gegner aber seine Königsstellung stabilisieren. Im Bemühen den Bauern zurückzuerobern, übersah Alexander van Beek aber bei knapper Bedenkzeit, dass sein Läufer im gegnerischen Lager eingesperrt wurde. Der ging anschließend schnell verloren.
Zwischenzeitlich hatten Guust Homs und Mark Erwich Endspiele erreicht, die nicht mehr genügend Material auf dem Brett zum Gewinn boten. Sie mussten sich daher mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Damit lautete der ernüchternde Zwischenstand 3:1 für Köln.
Einzig Frank Erwich hielt seinen Vorteil aus der Eröffnung aufrecht und gewann den vollen Punkt, indem er seine Kavallerie entscheidend gegen den gegnerischen König führen konnte: Stand 3:2.
Nun hofften die Stimbergstädter noch auf ein Wunder in der Zeitnot. Das geschah jedoch nicht. Frank Eggenstein versäumte in einer wilden Zeitnotschlacht ein Zwischenschach, das praktisch gutes Gegenspiel ermöglicht hätte. So musste er schließlich auch gratulieren. Zuvor hatte Christoph Krings alles auf seinen Königsangriff gesetzt. Der verpuffte aber nach Damentausch wirkungslos. Danach waren die verlorenen Bauern am Damenflügel nicht mehr auszugleichen und die Partie verloren. Auch Ali Bitalzadeh am Spitzenbrett konnte seinen Angriff nicht erfolgreich abschließen. Sein Gegner konnte sich nach der Zeitnot aus seiner passiven Stellung befreien und seine Türme im Zentrum entscheidend ins Spiel bringen. Auch hier war nach dem Tausch der Damen die Aufgabe der verlorenen Stellung angesagt.
Der Endstand lautete somit 6:2 für die Gastgeber. Nachdem die weiteren Ergebnisse des Spieltages feststanden, war klar, dass die Mannschaft sich von der Oberliga NRW verabschieden muss. Im nun bedeutungslosen letzten Saisonspiel am 27. April kann der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze nicht mehr aufgeholt werden. Die erste Mannschaft des Schachvereins muss nach 1978 zum ersten Mal wieder als Absteiger eine Spielklasse verlassen. Vor 36 Jahren war das allerdings die Bezirksliga, die höchste Spielklasse des Vestischen Schachkreises, heute ist es die Oberliga-NRW, die höchste Spielklasse des Schachbundes NRW. Schon jetzt hat sich das Team eine erfolgreiche Saison in der NRW-Klasse im nächsten Jahr vorgenommen.

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[su_spoiler title=“27.04. – SV Erkenschwick – SK Turm Emsdetten 2″ icon=“caret“ class=“my-custom-spoiler“ style=“fancy“]

Titel



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