II. Mannschaft 2012/13

Saison 2012/13: Bezirksliga, Schachbezirk Herne-Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

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[wptabtitle]Tabelle[/wptabtitle]
[wptabcontent]

Pl.Mannschaft1234567891011Sp.MPBP
1SV KS Haltern 1**5,56,04,05,05,05,05,53,06,06,5101751.5
2SV Erkenschwick 22,5**3,05,04,54,54,06,56,06,57,5101550.0
3SC RE Altstadt 12,05,0**5,04,02,55,54,55,55,56,0101545.5
4RSG Läufer-Ost 24,03,03,0**4,03,04,56,55,06,55,5101245.0
5SV RE-Süd 13,03,54,04,0**5,03,55,03,54,57,0101043.0
6SG Drewer 13,03,55,55,03,0**4,04,05,03,55,5101042.0
7SK Herne-Sodingen 33,04,02,53,54,54,0**3,04,54,55,0101038.5
8SV Unser Fritz 22,51,53,51,53,04,05,0**6,06,55,510939.0
9SV Constantin Herne 15,02,02,53,04,53,03,52,0**3,04,510633.0
10SV KS Haltern 22,01,52,51,53,54,53,51,55,0**4,510630.0
11SK Ickern 11,50,52,02,51,02,53,02,53,53,5**10022.5

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[wptabtitle]Berichte[/wptabtitle]
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[wpspoiler name=“09.09.2012: leichter Sieg gegen ersatzgeschwächten Unser Fritz II“]

9.9.2012

Erkenschwick II – Unser Fritz II : 6,5 – 1,5

 

Heute war nicht der Tag von Unser Fritz. Es begann damit, daß erst kurz vor 14 Uhr 5 Spieler des Gegners im Spiellokal waren – die anderen 3 waren der Ansicht gewesen, daß der Kampf doch in Wanne stattfände. Immerhin waren sie dann doch gegen 14:20 bei uns am Brett. Zum anderen mußten die Gäste mit einer Rumpfmannschaft und 3 Ersatzspielern antreten.

Peter Broszeit an Brett 4 nutzte den fehlerhaften Aufbau von Ernst Weiss vorbildlich aus, so daß wir um 15:20 bereits führten 1-0. Jürgen Linke am 5. Brett fühlte sich gegen Gerd Stenzel zeitweise unwohl, aber nach zwei schwachen Zügen übernahm er das Kommando und als sein Freibauer auf b2 stand, gab sein Gegner auf 2-0.Gegen 16:15 gaben Martin Stötzel an Brett6 gegen Gerd Bittner und Stefan Heuver gegen Günter Czarnecki an Brett 8 ihre Partien remis 3-1. Dirk Broksch hatte am 7. Brett einen Eröffnungsfehler von Matteo Grieco nicht ausgenutzt und mußte sich lange Zeit mit einer ausgeglichenen Stellung bescheiden. Als sein Gener aber nach einem Bauernopfer zuviel wollte, konnte er den Spieß umdrehen. Angesichts einer schwer abzuwehrenden Mattdrohung konnte er um 16:45 den ganzen Punkt kassieren 4-1 . Mir gelang gegen Martin Pohl im symmetrischen Englisch wenig. Ich konnte zwar eine optisch ansprechende Stellung erreichen, aber es blieb zu wenig Material um auf Gewinn zu spielen. So nahm ich das Remisangebot um 17 Uhr an 4,5-1,5.

Nun liefen nur noch die Partien an Brett 1 und 2. Marcel Strohmann hatte sich am 2. Brett im Schotten gegen Till Koch schnell eine gute Stellung erarbeitet. Till verbrauchte immer mehr Zeit, konnte aber der Probleme nach dem 21. weißen Zug nicht mehr Herr werden – 5,5-1,5 um 17:15. Max Stellung gegen Andreas Prang sah verdächtig aus, da der Turm auf a8 und der Lc8 lange Zeit nicht mitspielten. Doch statt sich positionell massieren zu lassen, spielt Max auf Gegenangriff und erreichte eine ausgeglichene Stellung. Nach dem schwachen 18. weißen Zug opferte Max die Qualität und stand bald auf Gewinn. Trotz knapper Bedenkzeit fand er angesichts eines umwandlungsbereiten weißen Bauern auf b7 eine ansprechende Mattführung 6,5-1,5. So war um 17:55 der Mannschaftskampf beendet.

Dieser leichte Sieg macht natürlich Appetit auf mehr. Der erste Test kommt am 30.9., wenn wir gegen RE-Süd antreten müssen. Diese hatten in der 1. Runde den Verbandsklassenabsteiger Ickern mit 7-1 abgefertigt.

Hier kommt nach mehr als zwei Wochen der Nachtrag.
Sowohl Martin als auch ich hatten die Kraft eines Zwischenzuges übersehen. So nahm das Remis dann seinen Lauf.

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[wpspoiler name=“30.09.2012: knapper, aber sicherer Sieg gegen Süd“]

30.9.2012

RE-Süd I – Erkenschwick II : 3,5 – 4,5

 

Am Samstag sah es noch so aus, als ob wír in Bestbesetzung spielen würden, denn Marc Strohmann konnte doch spielen. Dafür erwischte es allerdings seinen Bruder Marcel, der am Sonntagmorgen krank wurde, so daß Dirk Broksch für ihn einspringen mußte.

So waren wir vollzählig und pünktlich im Bürgerhaus Süd. Leider stand der normale Spielsaal nur bis 18 Uhr zur Verfügung, so daß wir sofort auf die Kegelbahn auswichen. Hier saßen wir allerdings beengt und die Belüftung war auch nicht die beste. Mit 5 Minuten Verzögerung begann der Kampf, da fast alle noch Getränke in der Gaststätte holen mußten, da dort bis 17 Uhr Mittagspause war.

Es zeigte sich, daß beide Seiten konzentriert zu Werke gingen und nach einer Stunden standen wir fast alle ausgeglichen. Martins Bauernverlust am 6. Brett gegen Klaus Diebig wurde durch meinen Stellungsvorteil am 3. Brett gegen Christian Becker kompensiert. Auch nach zwei Stunden war noch keine Partie beendet. Max hielt am 1. Brett gegen Ralf Callenberg gut mit und auch Marc Strohmann an Brett 2 hatte eine leicht schlechtere Stellung gegen Stefan Tunkel. Ich war mittlerweile in einem sehr vorteilhaften Endspiel gelandet, nannte einen Mehrbauern mein Eigen, besaß die einzige offene Linie und einen guten Springer gegen einen schlechten Läufer. Ob Peter an Brett 4 gegen den Thorsten Scheyka den e-Bauern eingestellt oder geopfert hatte, war noch nicht klar, aber er besaß ausreichend Spielmöglichkeiten. Jürgen hatte eine bessere Stellung gegen Thomas Stahlhofen an Brett 5 und Martin witterte wieder Morgenluft, denn Klaus Diebig hatte ungenau gespielt und Martin ersatzlos die c-Linie überlassen. Dirk hatte Hans-Werner Lange einen Bauern abgeluchst, während Stefan Heuver am 8. Brett gegen Richard Deregowski nicht viel erreicht hatte. Auch in der nächsten Stunde hatte sich noch nicht viel getan. Erst nach 17 Uhr wurden die ersten Partien entschieden.

Um 17:15 gab Christian Becker nach 49 Zügen gegen mich auf, denn das Matt war nicht mehr zu verhindern 1 : 0. 5 Minuten später hatte auch Peter gewonnen, da sich Thorsten gegen die Mattdrohung falsch verteidigt hatte 2 : 0. Martin hatte mittlerweile kräftigen Angriff, aber auch herbe Zeitnot. Bei hängender Platte unterlief ihm im 39. Zug ein Hilfsmatt 2 : 1. Aber Jürgen Linke machte 5 Minuten später alles klar, durch zwei Springergabeln verlor sein Gegner einen Turm 3 : 1. Um 17:45 war Stefans Stellung so weit verflacht, daß der Friedensschluß unausweichlich war 3½ – 1½. Um 17:55 konnte Dirk nach 51 Zügen gegen Hans Werner Lange in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln 4½ – 1½. Da tat es uns nicht mehr weh, daß Max Stellung immer mehr den Bach heruntergegangen war und Ralf Callenberg die Partie um 18:05 mit einem schönen Schlußangriff beendete 4½ – 2½. An Brett 2 hatte sich ein Zeitnotduell entwickelt. Hier war Stefan Tunkel der Sieger, da Marc im 37. Zug in schwieriger Stellung die Zeit überschritt 4½ – 3½. Damit war der Kampf beendet.

Wir haben damit zwei wichtige Punkte eingefahren. Noch überraschender war allerdings, daß der Underdog Haltern II die favorisierten Dreweraner mit 4½ – 3½ schlug. Diese zwei Punkte können uns vielleicht im Aufstiegsrennen helfen. In der nächsten Runde tritt RSG II bei uns an, die heute Ickern mit 5½ – 2½ schlugen (hier ist der Bericht auf der RSG-Seite)

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[wpspoiler name=“28.10.2012: sicherer Sieg gegen RSG II“]

28.10.2012

Erkenschwick II – RSG Läufer/Ost II : 5,0 – 3,0

 

Heute mußte René Kosche als Ersatz für Dirk Broksch einspringen, da sich dieser eine schmerzhafte Zerrung beim Badmintonspiel zugezogen hatte. Aber auch die RSG trat mit Ersatz an, für Heinrich Balke sprang Daniel Schedlbauer ein. Angesichts des schönen Herbstages tat es einem fast schon leid, Schach spielen zu müssen. Von der Zügezahl sah es heute nach Arbeitsverweigerung aus – 161 Züge bei 8 Partien.

Bereits um 15:15 hatte Marcel Strohmann gegen Sven Gehring an Brett 2 nach 13 Zügen zum Remis abgewickelt ½ – ½. Zu diesem Zeitpunkt standen wir an allen Brettern ordentlich. Doch schon um 15:20 stellte Christian Kallies an Brett 3 gegen mich die Dame ein 1½ – ½. Christian nahm den Einsteller mit Humor: „Besser jetzt als nach 40 Zügen, so kann ich wenigsten noch das schöne Wetter geniessen.“ Peter Broszeit hatte im Evans-Gambit gegen Elmar Hillebrand zuerst einen Bauern und dann im 11. Zug einen Springer geopfert. Elmar konnte dem Druck nicht standhalten und mußte nach zwei ungenauen Zügen bereits nach dem 18. Zug kapitulieren 2½ – ½. Um 16:20 schloß Jürgen Linke an Brett 5 nach 25 Zügen mit Marc Jaust Frieden 3 – 1 – und stellte hinterher fest, daß er einen halben Punkt verschenkt hatte. Max hatte gegen Frank Schöbel am 1. Brett nach 9 Zügen einen Bauern erobert und machte um 16:30 ein Remisangebot, das Doc Schöbel nicht gut ablehnen konnte 3½ – 1½.

Nun hing alles von den letzten drei Brettern ab. Hier standen zumindestens Stefan Heuver an Brett 7 gegen Felix Gerlach schlechter ebenso wie René Kosche gegen Daniel Schedlbauer an Brett 8. Um 16:45 endete die Partie Heuver-Gerlach nach 22 Zügen mit Remis 4 – 2. Um 17:00 stellte Martin Stötzel mit seinem Remis gegen Tom Kleiner (nach 19 Zügen) den Sieg sicher 4½ – 2½. Nun spielte nur noch René gegen Daniel Schedlbauer und mußte ein schlechteres Bauernendspiel verteidigen. Daniel versäumte im 35. Zug den Gewinn und so glitt auch diese Stellung nach dem 38. Zug in ein Remis ab 5 – 3. René hätte noch in ein Damenendspiel mit einem Mehrbauern abwickeln können, aber auch dieses wäre wahrscheinlich nicht zu gewinnen gewesen. Ohne Renés Arbeitseinsatz hätte die Durchschnittszugzahl nur bei 17 Zügen gelegen.

Damit haben wir unsere Schlappe aus der vorletzten Saison wieder wettgemacht, als uns das 4 – 4 gegen die RSG II den Aufstieg gekostet hatte. Aufstiegsaspirant Altstadt I konnte über das 4 – 4 gegen Recklinghausen Süd froh sein. Drewer verlor gegen Haltern I mit 3 – 5, so daß wir bis jetzt gut im Rennen liegen.

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[wpspoiler name=“11.11.2012: leichter Sieg gegen ersatzgeschwächten Constantin“]

28.10.2012

Constantin Herne – Erkenschwick II : 2,0 – 6,0

 

Auch heute brauchten wir wieder einen Ersatzspieler, da Martin Stötzel wegen einer Erkältung ausfiel und Marc Strohmann früh in Aachen sein mußte. Zum Glück konnte uns Günter Strowewski aus der 3. Mannschaft aushelfen. Allerdings hatten die Constantiner noch größere Aufstellungsprobleme und mußten mit Günter Labinski auf einen Spieler der 2. Mannschaft zurückgreifen.

Max Schawacht mußte am 1. Brett gegen den Skandinavier von Michael Schatte kämpfen. Michael machte ein paar krumme Züge, anstatt zu rochieren, und Max ließ sich nicht lumpen und versenkte auf f7 einen Springer. Michael konnte zwar Figuren abtauschen und weiteren Bauernverlust vermeiden, aber Max hatte die Stellung besser eingeschätzt

Stellung nach dem 32. Zug von Schwarz

und konnte den schwarzen König mit Tg7 auf Matt stellen. Um das Matt zu verhindern, muß Schwarz den Turm auf die 3. Reihe stellen, aber dann läuft der f-Bauer durch. So erfolgte nach 4 weiteren Zügen um 15:50 die Aufgabe 1 – 0. Bernd Thiel hatte gegen Marcel Strohmann am 2. Brett eine Abtauschvariante gewählt. Joachim Talarski hatte sich an Brett 3 gegen mich ein schlechtes Endspiel eingehandelt. Peter besaß am 4. Brett gegen Tomas Krenz nach 15 Zügen schon zwei Figuren für einen Turm und die aktivere Stellung. Jürgen Linke am 5. Brett hatte gegen Michael Ponto im Panow-Angriff seinen Eröfnnungsvorteil nicht ausbauen können. Dafür hatte Heinz Behre an Brett 6 gegen Dirk Broksch unnötig einen Springer geopfert und stand bereits auf Verlust. Stefan Heuver am 7. Brett konnte gegen das Budapester Gambit von Ferdinand Kühler kein wirksames Mittel finden und so endete diese Partie um 16:45 remis 1½ – ½. Günter Strozewski hatte gegen den Vorstoßfranzosen von Jürgen Labinski eine ausgeglichene Stellung erhalten. En Fehler seines Gegners ermöglichte Günter eine Mattkombination 2½ – ½ um 16:50. Joachim Talarski hatte gegen mich zwar sein Bauernkonto wieder ausgeglichener gestaltet, aber dafür ein verlorenes Turmendspiel erhalten und gab deshalb um 16:55 auf 3½ – ½. Um 17:05 hatte Dirk auch seine Mehrfigur im Endspiel verwertet 4½ – ½. Allerdings stand Jürgen Linke auf Verlust, konnte sich aber durch ein Remisangebot noch einen halben Punkt sichern, da Michael Ponto die Widerlegung des Dauerschachs durch ein Läuferrückopfer übersehen hatte 5 – 1. Um 17:20 hatte auch Tomas Krenz Peters Freibauern nichts mehr entgegen zu setzen 6 – 1. Jetzt spielte nur noch Marcel. Da er mehrmals den ausgleichenden Bauernzug a7-a5 ausgelassen hatte, baute Bernd Thiel seinen Vorteil bis zum Sieg aus 6 – 2. So war um 17:45 der Mannschaftskampf beendet.

In der nächsten Runde folgt ein Heimspiel gegen Sodingen III, die heute den SK Ickern mit 5 : 3 abfertigten. Somit liegen wir weiterhin verlustpunktfrei an der Spitze, gefolgt von Haltern 1 (mit einem Spiel weniger) sowie RE-Süd und Altstadt (beide mit einem Unentschieden und einer Niederlage). Am Tabellenende ist Ickern bereits abgeschlagen, während sich 4 Mannschaften mit je 2 Mannschaftspunkten den 7. bis 10. Platz teilen.

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[wpspoiler name=“25.11.2012: enttäuschendes Unentschieden gegen Sodingen III“]

25.11.2012

Erkenschwick II : SK Sodingen III 4,0 – 4,0

 

Heute rechneten wir uns gute Chancen auf einen Sieg gegen die Gäste aus Sodingen aus, die sich mit 2 Siegen und 2 Niederlagen im gesicherten Mittelfeld befanden. Aber wie so oft kommt es anders, als man denkt.

Nach einer guten halben Stunde standen wir alle brauchbar. Ich hatte am 3. Brett im Vorstoßfranzosen den weißen Bauern auf d4 erobert und somit bereits deutlichen Vorteil. Jürgen Linke einigte sich gegen 15:00 an Brett 5 mit Eckhard Behnicke in einer ausgeglichenen Stelllung auf Remis ½ – ½. Max Schawacht hatte sich an Brett 1 gut gegen den Angriff von Werner Scheibe verteidigt und so folgte um 15:30 das nächste Unentschieden 1 – 1. Dirks Stellung hatte sich nach seinem Bauernopfer gegen Heinz Wald (Brett 7) weiter verschlechtert, so daß Peter Broszeit am 4. Brett das Remisangebot von Michael Schäfer ablehnte und in einer schlechteren Stellung weiter auf Angriff spielte. Im Nachhinein fehlte uns leider dieser halbe Punkt zum Sieg. Um 16:40 nahm Heinz-Gerd Wald in besserer Stellung Dirks Remisangebot an 1½ – 1½. Peters Mut war nicht belohnt worden, sondern seine Stellung hatte sich weiter verschlechtert, da Michael Schäfer starke und gute Züge gefunden hatte. Um 16:50 mußte Peter aufgeben 1½ – 2½. Ich hatte mein Endspiel etwas optimistisch gespielt und einen Teil meines Vorteils verwirtschaftet. ALs Lisa Kähmann nach einer guten Verteidungsleistung dem Remis näher gekommen war, unterlief ihr im 50. Zug ein Fehler, der den Vormarsch meiner Mittelbauern ermöglichte. Mit zwei schwarzen Freibauern auf e3 und d3 blieb ihr im 59. Zug nur die Aufgabe 2½ – 1½ um 17:15. Da an den anderen Brettern die Stellungen anähernd im Gleichgewicht waren, einigten sich die verbleibenden Spieler auf Remis und so wurde um 17:35 der Mannschaftskampf mit einem 4 – 4 beendet.

Zum Glück schmerzt uns dieser Punktverlust nicht so sehr, da gleichzeitig Drewer gegen Unser Fritz II ebenfalls nicht über ein Unentschieden hinauskam und somit den 4-Punkte-Abstand nicht verküzen konnte. Haltern I gewann mit 5:3 gegen RE-Süd, während Haltern II gegen die RSG II chancenlos war. RE-Altstadt 06 hat sich mit dem 5,5 – 2,5 gegen Constantin auf den 3. Platz vorgearbeitet. Unser nächstes (vorgezogenes) Spiel findet bereits in zwei Wochen gegen das Tabellenschlußlicht SK Ickern statt. Hier müssen wir unsere Leistung deutlich steigern, um einen klaren Sieg einfahren zu können.

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[wpspoiler name=“9.12.2012: Kantersieg gegen Schlußlicht Ickern“]

9.12.2012

SK Ickern – Erkenschwick II: 0,5 – 7,5

 

Heute mußten wir mit Ersatz gegen das Tabellenschlußlicht Ickern spielen, da Peter Broszeit nicht spielen konnte. Dafür sprang Florian Schicktanz ein, der als ehemaliger Ickerner besonders motiviert war. Auch bei Ickern fehlte das 1. Brett, so daß aus der 2. Mannschaft Karl-Heinz Linde aushalf. Trotzdem entwickelte sich ein vergleichsweise einseitiger Kampf.

Bereits nach einer halben Stunde hatte Martin Stötzel am 5. Brett kampflos gewonnen 1 – 0. Bei allen anderen Partien ergaben sich zunächst ausgeglichene Stellungen. Dirk Broksch nutzte einen Eröffnungsfehler von Matthias Wrona und gewann durch eine Fesselung einen Springer. So blieb dem Ickerner nur die Flucht nach vorne und Dirk zeigte Nerven.

Dirk zog 24 … De7? und stand nach 25. Dc6+ Kf7 26. Td7 mit leeren Händen dar, denn die Dame ist verloren. In dieser Stellung kann Weiß ein Dauerschach erzwingen, da der schwarze König nicht auf die 8. Reihe zurück kann. Stattdessen gewinnt 24 … Le7, denn nach 25 Sd5 Td8 26. Te1 Txd5 27. cxd5 Dd7! 28 d6 folgt 28 … Dxe6 29. Txe6 0-0!! und die schwache weiße Grundreihe sichert die schwarze Mehrfigur. Zu Dirks Glück spielte sein Gegner auf Bauerngewinn und gab wenige Züge später um 15:10 die Partie auf 1 – 0. Mein Gegner Andreas Poltyn an Brett 3 spielte sehr verhalten gegen mich, da ihn mein Angriffssieg in der BEM gegen seinen Vereinskameraden Uwe Abramowski stark beeindruckt hatte. So nutzte er einen Eröffnungsfehler nicht aus, wonach die weißen Figuren immer weiter in die schwarze Stellung eindrangen. Im 53. Zug gab er um 16:15 die Partie auf 3 – 0.

Florian Schicktanz hatte im 24. Zug einen Fehler von Karl-Heinz Linde zum Qualitätsgewinn ausgenutzt und um 17:10 gab sein Gegner nach 32 Zügen auf 4 – 0. Danach beschleunigte sich der Gang der Dinge. Jürgen Linke tat sich an Brett 4 gegen Manfred Wrona zunächst schwer, erst nach einem Fehler seines Gegners kam er im 22. Zug in deutlichen Vorteil. Nach deem 40. Zug gab Manfred Wrona um 17:20 in hoffnungsloser Stellung auf 5 – 0. Den nächsten ganzen Punkt steuerte Marcel Strohmann an Brett 2 gegen Dieter Rathke bei, der ohne Not im 29. Zug die letzte Schwerfigur tauschte und im Endspiel mit einem Minusbauern bei gleichfarbigen Läufern chancenlos unterging und um 17:30 nach 41 Zügen aufgab 6 – 0. Das einzige Remis erkämpfte sich Uwe Abramowski an Brett 1 gegen Max Schawacht, er stand zwar besser, hatte allerdings kaum noch Zeit und bot Max um 17:50 ein Remis an 6½ – ½. Jetzt lief nur noch die Partie von Stefan Heuver an Brett 7 gegen Siegfried Engwald. Stefan hatte im Mittelspiel den Bauern d5 gewonnen und mit seinen Bauern die Mitte besetzt.

.

Hier gewinnt am einfachsten 38. Kb6, denn der Durchbruch mit 38 … b3 scheitert an 39. d6+ Kf8 40. e6 und ein weißer Bauer zieht mit Schach ein. Stefan spielte aber 38 Kd4 und kurz vor der Zeitkontrolle schien Siegfried Engwald trotz zweier Minusbauern durch einen Bauerndurchbruch eine Siegchance zu haben, aber es war nur eine Scheinaktivität, die Stefan gekonnt abwehrte. Nach der Umwandlung des e-Bauern in eine Dame gab sein Gegner um 18:15 auf. Damit hatten wir das Spiel mit 7½ – ½ gewonnen und etwas für unsere Brettpunkte getan.

Im der nächsten Runde im Januar haben wir spielfrei, so daß dann auch Haltern und Drewer die gleiche Spielzahl wie wir haben und die Tabelle ein klareres Bild liefert. Im nächsten Spiel im Februar treffen wir auf Recklinghausen Altstadt, gegen die wir es nicht leicht haben werden, wenn sie mit einer guten Mannschaft antreten. Haltern II schlug heute in einem ebenfalls vorgezogenen Spiel den SV Constantin mit 5: 3, so daß die Mannen um Michael Rath Luft im Abstiegskampf schöpfen können, da sie ebenfalls noch gegen Ickern spielen müssen (und wohl gewinnen werden).

Nachtrag vom 16.12.12

Die 1. Mannschaft des Königsspringer Haltern kommt gegen die RSG II beim 4 : 4 mit einem blauen Auge davon und steht mit einem Spiel weniger (als Altstadt und wir) nur auf Platz 3. Drewer verliert gegen RE-Süd mit 3 : 5 und rangiert jetzt auf dem 8. Platz. Durch den 5,5 : 2,5 Sieg von Altstadt gegen Sodingen III rückt die Tabellenspitze dichter zusammen. Da Altstadt I in der nächsten Runde gegen Ickern spielt, wird die Mannschaft wahrscheinlich nach der 6. Runde immer noch den 2. Platz belegen. RSG II (mit einem Spiel mehr) muß gegen Drewer antreten muß – hier ist unklar, inwieweit Drewer nach dem total verkorksten Saisonauftakt (immerhin als Aufsteiger gehandelt) noch kämpfen will.

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[wpspoiler name=“3.2.2013: verdiente Niederlage gegen Altstadt“]

10.2.2013

Erkenschwick II – Altstadt: 3,0 – 5,0

 

Gegen Altstadt konnten wir mit einer guten Aufstellung antreten. Für Stefan Heuver, der am Montag eine wichtige Klausur schreiben mußte, spelte Marc Strohmann. Von der Aufstellung her waren wir im Vorteil, da von den ersten fünf Brettern der Altstädter nur Michael Glahn (Brett 1) und Peter Wernitz (Brett 5) spielten.

Der Kampf begann mit zwei schellen Remisen. Nach weniger als 1 Stunde wurde an den Brettern 2 (14 Züge) und 7 (11 Züge) Frieden geschlossen 1 – 1. Das nächste Remis war an Brett 1 gegen 15:30 zwischen Michael Glahn und Max Schawacht nach 16 Zügen 1,5 – 1,5. Jürgen Linke hatte an Brett 6 gegen Frank Block nach eienr guten Eröffnung völlig den Faden verloren und wurde im 20. Zug mattgesetzt. So stand es um 15:40 1,5 – 2,5. Ab jetzt war uns klar, daß gespielt und weitere Altstädter Remisangebote abgelehnt werden mußten. Gegen 17 Uhr hatte Peter Broszeit in einer schlechteren Stellung gegen Jochen Mallach keine Chance mehr, Komplikationen zu schaffen, und nahm das Remis an 2 – 3. In den drei verbliebenen Partien stand Marc Strohmann gegen Romuald Samisch gedrückt und übersah in Zeitnot eine Wendung, mit der er sein Spiel hätte befreien und besser stehen können. So war um kurz vor 18:00 mit seiner Niederlage unser Schicksal besiegelt 2 – 4, denn Dirk Broksch an Brett 7 gegen Frank Stubbe und ich an Brett 4 gegen Jochen Bremer hatten nur optische Vorteile, die sich aber nicht in ein zählbares Ergebnis umsetzen ließen. So endeten beide Partien nach 51 bzw. 55 Zügen mit Remis und die 3 – 5-Niederlage gegen Altstadt war perfekt.

Das war unser schlechtester Kampf in dieser Saison und wir haben verdient verloren. Die Lehre daraus kann nur sein, daß wir in Zukunft wieder alle Partien ausspielen müssen. Um den angestrebten Aufstieg zu schaffen, müssen wir in den nächsten drei Kämpfen 4 Mannschaftspunkte erzielen (wie auch immer). Unser nächster Gegner ist Haltern II, die wir nicht unterschätzen dürfen, denn sie haben bereits zu Beginn mit Drewer einen Favoriten geschlagen. Den Halteranern (8.) steht zudem das Wasser bis zum Hals, denn sie setzen in der letzten Runde aus und haben nur noch uns und Altstadt als Gegner. Während Ickern als Absteiger bereits feststeht, haben Constantin (9.) bzw. Unser Fritz II (10.) noch realistische Chancen, Haltern II zu überholen.

Hier ist der Knackpunkt aus Jürgens Partie gegen Frank Block.

Der letzte schwarze Zug war 13. … e5. Jürgen setzte mit dem natürlichen 14. Lc5 schwach fort und verlor. Richtig wäre die Kreuzfesselung mit 14. Dg3! gewesen. Das Spiel hätte sich wie folgt fortsetzen können: 14. … Sd7 15. exd5 0-0 16. Lf2 Sf6 17. d6 mit besserem Spiel für Weiß.

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[wpspoiler name=“3.3.2013: glatter Sieg gegen Haltern II“]

03.03.2013

Haltern II – Erkenschwick II : 1,5 – 6,5

 

Heute mußten wir in Haltern antreten. Freitagabend fiel Peter Broszeit wegen Fieber aus, so daß Florian Schicktanz als Ersatz für ihn einsprang. Haltern II trat hingegen in Bestbesetzung an. Da Haltern II schon gegen Drewer gewonnen hatte, durften wir den Kampf nicht zu leicht nehmen.

Kampf war angesagt und so waren auch einer Stunde fast alle Partien noch ausgeglichen. Nur Dirk Broksch an Brett 6 stand gegen Harald Töppich auf Gewinn und Stefan Heuver am 7. Brett verwaltete gegen Ralf Michaelis eine sehr angenehme Stellung mit Raumvorteil. Doch schon um 15:20 hatte Dirk seine Partie nach 36 Zügen gewonnen 1 – 0. Aber die Halterner leisteten erbitterten Widerstand. An Brett 4 stand Jürgen Linke nach der Eröffnung gegen Marco Granitza gedrückt. Ich hatte an Brett 4 gegen Hans Backmann einen vorteilhaften Abtausch übersehen und mußte im 15. Zug eine Qualität opfern, um nicht deutlich schlechter zu stehen. Michael Rath hatte an Brett 2 gegen Marcel Strohmann einen zurückhaltenden, aber soliden Aufbau im Königsinder gespielt und nach dem 15. Zug waren bereits alle Schwerfiguren vom Brett verschwunden. Martin Stötzel hatte gegen Marco Granitza an Brett 6 auch nur einen leichten Vorteil. An Brett 1 stand Max Schawacht gegen Benjamin Schrief optisch überlegen. Hingegen hatte Florian Schicktanz seine Stellung gegen Jan Baumeister durch einen falschen Plan langsam, aber sicher verschlechtert.

Erst nach 16:30 kam langsam etwas Fahrt auf. Martin Stötzel hatte mittlerweile einen Bauern gewonnen und besaß im Turmendspiel einen Freibauern. Ralf Michaelis mußte gegen Stefan eine Qualität opfern, um nicht völlig trostlos zu stehen. Max konnte mit dem Läuferpaar peu à peu seinen Druck verstärken. Jürgen hatte sich mittlerweile befreit und stand mit dem Besitz der c-Linie und dem starken Feld c3 auch besser. Einzig Florians Stellung gab Anlas zur Besorgnis, denn das Bauernendspiel sah verloren aus. So fiel dann um 17:00 der Ausgleich für Haltern 1 – 1. Mein Gegner opferte einen Turm für Angriff und einen starken Freibauern. Aber nach einem falschen Turmschach konnte mein König den Schachgeboten entkommen und die Mattdrohung entschied die Partie 2 – 1. Das 3 – 1 wurde von Stefan um 17:25 erzielt, da sein Gegner den Mattangriff nicht mehr abwehren konnte. Fast gleichzeitig gewann Max Schawacht gegen Benjamin Schrief 4 – 1. Um 17:30 sorgte Martin mit seinem Sieg für das 5 – 1. Um 17:45 einigten sich Marcel Strohmann und Michael Rath auf Remis 5,5 – 1,5. Die längste Partie spielte Jürgen, dessen Mehrqualität sich nicht so schnell verwerten ließ. Um 18:25 hatte sich die gegnerische Stellung so sehr verschlechtert, daß Nico Granitza aufgab 6,5 – 1,5

Mit diesem Sieg haben wir wieder den Sprung an die Tabellenspitze geschafft. Punktgleich mit uns liegen Haltern I und Altstadt auf den Plätzen 2 und 3. Die Entscheidung um den Aufstieg fällt in den nächsten beiden Runden in den Kämpfen Erkenschwick II – Haltern (10. Runde) und Haltern – Altstadt (11. Runde). Für RSG II – RE-Süd (4:4) und Drewer – Sodingen III (ebenfalls 4:4) geht es um nichts mehr. Mit dem 1,5:6,5 gegen Haltern I steht Ickern endgültig als Absteiger fest. Das Duell der Kellerkinder Constantin – Unser Fritz II wurde wegen der heutigen Simultanveranstaltung von Naiditsch auf den nächsten Sonntag verschoben.


Nachtrag vom 5.3.

Als ich heute nachmittag den Bericht auf der Halterner Seite las, war ich doch schon etwas überrascht. Wir gingen „als haushoher Favorit“ mit drei Ersatzspielern ins Rennen. Wenn man sich unseren Auftritt (unabhängig von den Paßnummern) in dieser Saison anschaut, sind unsere Ersatzspieler Rainer Dziewas (an 1) und Marc Strohmann (an 4). Der einzige echte Ersatzspieler war bei uns Florian Schicktanz.

Eine fehlerfreie Partie sollte remis enden, aber es gelten immer noch die Tartakowerismen „Der vorletzte Fehler gewinnt“ und „Die Fehler sind schon, da, sie müssen nur noch gemacht werden.“

Beginnen wir mit der Partie Töppich – Broksch. Nach 80 Minuten waren 36 Züge gespielt worden, d.h. keiner der Kontrahenten hatte im Schnitt viel mehr als eine Minute über seinen Zug nachgedacht, aber Schwarz hatte gewonnen. In dieser Partie gab es für Weiß mehrere gute Verteidigungszüge z.B. 18. La3, das Qualitätsopfer 24. Sxe4 oder 27. f3. Bessere Angriffsfortsetzungen für Schwarz waren 23. … Dh4 bzw. 25. … Lf3

Baumeister – Schicktanz

Diese Partie hätte korrekterweise 2,5 – 1,5 ausgehen sollen. Nach 21. c5 ist die Stellung ausgeglichen, wenn Schwarz 21. … Ld5 spielt ½ – ½. Stattdessen folgt 21. … bxc5? 22. dxc5 Txd1 23. Lxd1 Ld5 24. Lb3 Lxb3 und Weiß steht im Bauernendspiel auf Gewinn 1½ – ½, wenn Weiß mit 25. Kxb3 fortsetzt. Die drei weißen Bauern am Damenflügel ermöglichen einen Durchbruch, denn der schwarze König auf h7 kann den entstehenden Freibauern nicht aufhalten. Stattdessen folgte 25. axb3? Kg6 26. Kd4? Kf5 27. g3

Plötzlich steht Schwarz auf Gewinn, wenn er mit 27. … h5 Weiß die Tempozüge am Königsflügel nimmt. 28.h4 e3 und sowohl nach 29. fxe3 Kg4 als auch nach 29. Kxe3 Kxe5 gewinnt Schwarz 1½ – 1½. Stattdessen folgte aber 27 … f6?. Jetzt steht wieder Weiß auf Gewinn und diesmal ließ er sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen 2½ –1½.

Rath – Strohmann

Hier einigte man sich nach 29. Sd5+ auf Remis. Weiß steht aber nach 29. … Ke6 etwas schlechter, denn der Bauer a5 ist schwach. Schwarz hat einen einfachen Plan: Sd7-b8-c6 und der Bauer a5 ist ein Kind des Todes.

Schulze Bisping – Backmann

Dies ist die Stellung nach dem schwarzen Zug 28. … hxg3. Nach dem erzwungenen 29. Txb7+ Ka8 30. Dxg6 Th1+ 31. Kc2 hatte ich nur mit 31. … Dxa2+ gerechnet und den offensichtlichen Zug 31. … Tc1+ völlig übersehen. Hier hat Schwarz ausreichendes Spiel. 32. Kd2 Dxc3+ 33. Ke2.

Hier gab Schwarz das falsche Schach und mußte nach 33. … Tc2+? 34.Kf3 Txf2+ 35. Kg4 Dxc5 36. dxc5 g2 37. Db1 Tf8 38. Tg7 aufgeben. Stattdessen wäre 33. … De1+ richtig gewesen. Nach 34. Kd3! (34. Kf3 verliert!) Dd1+ 35. Ke4 Dc2+ 36. Sd3 Kxb7 37. Df7+ Ka6 38. Df8 hat Weiß ein Dauerschach – siehe folgendes Diagramm.


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[wpspoiler name=“24.3.2013: nach hartem Kampf deutliche Niederlage gegen Haltern“]

24.3.2013

Erkenschwick II – Haltern I : 2,5 – 5,5

 

Im heutigen Spitzenkampf traten beide Mannschaft mit Ersatz an. Bei Halten spielte Manfred Pöter für Ralf Buchmann. Da Marcel Strohmann bei der U18-Verbandsmeisterschaft in Haltern mitspielt, half uns Günter Strozewski aus der 3. Mannschaft aus.

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[wpspoiler name=“21.4.2013: Sieg gegen Drewer“]

24.3.2013

SG Drewer – Erkenschwick II : 3,5 – 4,5

 

Heute waren wir auf Schützenhilfe aus Haltern angewiesen, um Zweiter in der Bezirksliga zu werden. Wir traten mit unserer normalen Besetzung in Drewer an, während bei den Dreweranern Sebastian Mittmann Und Dr. Maibaum für Jens Nebel und Irene Thesing spielten. Auch heute wurde wieder verbissen gekämpft, immer mit der Ungewissheit im Nacken, ob Haltern – Altstadt vielleicht doch unentschieden ausging.

Die erste Entwarnung kam um 14:30, als Michael Rath auftauchte und prophezeite, daß Haltern wohl 6:2 gewinnen würde (und so kam es schlußendlich auch). Das nützte uns allerdings noch nichts, denn der Bär muß erst erlegt werden, bevor man das Fell verteilen kann. Stefan hate an Brett 8 gegen Dr. Maibaum frühzeitig den weißen Zentrumsbauern auf d4 gewonnen. Ich hatte nach einer Stunde gegen Uwe Nebel am 3. Brett eine Figur für zwei Bauern gewonnen, doch die Verwertung war eine langwierige Angelegenheit. An den anderen Brettern waren ausgeglichene Stellungen. So kam es um 16 Uhr am 7 Brett zur Punkteteilung zwischen Dirk Broksch und Sebastian Mittmann 0,5 – 0,5. Um 17 Uhr folgte das Remis zwischen Marcel Strohmann und Martin Schäfer an Brett 2 durch dreimalige Stellungswiederholung 1 – 1. Um 17:30 einigten sich Lars Schäpers und Martin Stötzel ebenfalls auf eien Punkteteilung 1,5 – 1,5. Zur gleichen Zeit hatte Max Schawacht am 1. Brett einen Fehler von Volker Mittmann zum Materialgewinn ausgenutzt und um 17:50 den Punkt einkassiert 2,5 – 1,5.

Peter Broszeit und Ulrich Arnold hatten am 4. Brett beide eine Position mit ungleichfarbigen Läufern angestrebt, um auf Angriff zu spielen. Nach überstandener Zeitnot einigten sich beide im 40. Zug auf Remis 3,0 -2,0. Auch Jürgen Linke spielte gegen Wilfried Uhlich am 5. Brett Unentschieden 3,5-2,5. Stefan Heuver und ich boten daraufhin unseren Gegnern Remis an, das auch angesichts ihrer schlechten Stellungen von Uwe Nebel und Dr. Maibaum sofort angenommen wurde. 4,5 -3,5. Damit war um 18:15 der Mannschaftskampf beendet. Trotz unseres Sieges wußten wir immer noch nicht, wie Haltern gegen Altstadt gespielt hatte. Also fuhren wir noch zum Trigon und trafen eine gutgelaunte Halterner Mannschaft an, die ihren 6 – 2 Sieg feierte. Wir haben dann mit ihnen auf den Aufstieg angestoßen, denn dadurch haben wir den 2. Platz in der Bezirksliga erreicht und können ebenfalls in die Verbandsklasse aufsteigen (eventuell durch einen Stichkampf).

Insgesamt können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn wir zwischendurch nach den Niederlagen gegen Altstadt (8. Runde) und Haltern (10. Runde) ins Schleudern gekommen sind. Alle haben für die Mannschaft gekämpft, allen voran Max Schawacht, der am 1. Brett durch 3 Siege in den letzten 3 Runden beachtliche 7 Punkte aus 10 Partien gegen gute Gegner erzielte und DWZ-mäßig einen großen Sprung nach vorne gemacht hat. Der Dank geht auch an unsere Ersatzspieler Günter Strozewski, Florian Schicktanz und René Kosche, die unseren Erfolg ermöglicht haben.

Schawacht – Mittmann

In dieser Stellung hatte Volker Mittmann den weißen Damenzug 25. Da5 mit 25… Lc6? beantwortet, um den Bauern a7 zu decken. Jetzt hätte Weiß am einfachsten mit 26. Lxd6! Dxd6 27 c5 die Qualität gewinnen können z.B. 27… Tb5 28. Dxb5 Lxb5 cxd6.
Stattdessen folgte 26. c5?! Tb5 27 Da6?! Dd7 28. cxd6 Tfb8 29. Tac1 T8b6 30. Da4 und die Stellung ist wieder im Gleichgewicht. Allerdings kam jetzt der schwere Fehler 30… Kg7? und nach 31. Txc6 Dxc6 32. Tc1 De8? 33. Tc7 Kh8 34. d7 und Volker mußte aufgeben. Mit 30… Tc5 hätte Schwarz sich leichten Vorteil gesichert.

Schäpers – Stötzel

Nach unorthodoxem Eröffnungsverlauf und verhaltenem Spiel von beiden Seiten hatte sich die schwarze Dame nach Db4 gewagt und wurde mit 16. c3? erfolgreich vertrieben. 16… Df4? 17. Sbd4 Sxd4 18. Sxd4?! Dxe3 19. Txe3 Sf4?! 20.g3 und nach weiteren Abtauschen endete die Partie im 30. Zug remis.
Hier hatte Schwarz die Möglichkeit, 16… Txd3 zu spielen und nach nach dem plausiblen 17 cxb4 Txe3 18. Sxd6 (ansonsten ist er auch weg) cxd6 19. Txe3 Scxe5 20. Sxe5 dxe5 steht Schwarz auf Gewinn.

Schulze Bisping – Nebel
nach dem 13. weißen Zug

Die 13 ist eine Unglückszahl. Schwarz hatte die holländische Eröffnung schlecht gespielt und stellte mit 13… De7 eine Figur ein. Es folgte 14. a3 Lxa3 15.bxa3 Dxa3+ 16. Db2 Da5 Hier tauschte ich mit 17. Dc3?! die Damen und wickelte zu einem gewonnenen Endspiel ab.

Stärker als der Figurengewinn war allerdings das Spiel auf Angriff mit 14. Seg5 h6 (14…g6 15. h4!) 15. De4 und die schwarze Stellung zerbröselt. Uwe hatte allerdings den Spruch des Monats auf der Seite des SV Constantin gelesen – SchuBi: „Man gibt Päckchen oder Pakete auf – aber keine Schachpartien!“ – und spielte einfach weiter. Nach dem Abtausch der Türme und Aktivierung des schwarzen Damenflügels entstand nach dem 28. Zug folgende Stellung.

Nach 29. Sd3 g5 30. Sc5 Ke7 31. Kb2 ist Schwarz lahmgelegt. Der schwarze Springer hat keine Felder und König und Läufer sind an die Deckung des e-Bauern gebunden. Im weiteren wurde der schwarze Königsflügel mit h4 nebst hxg5 und Se4 liquidiert. Nach dem 48. Zug hatte Schwarz scheinbar etwas Gegenspiel erlangt

In dieser Stellung verbrannte ich fast eine Stunde Bedenkzeit, um alle Varianten zu berechnen und nicht durch ein simples Übersehen die Partie zu verlieren. Zwar gewinnt 49. Sf4 auch, aber letzlich entschied ich mich für 49. Sd4!, was Schwarz keine Möglichkeit zu Schummeleien bietet. Nach dem mehr oder weniger erzwungenen 49… Kxd4 50.e6 a4 51. e7 a3+ 52. Kb1 La4 53. e8D Lxe8 54. Sxe8 b3 55. Sc7 Kc3 56. Sb5 gewinnt Weiß leicht. Da wir aber zu diesem Zeitpunkt bereits mit 3,5 – 2,5 führten und in den verbliebenen zwei Partien nur noch einen Punkt zum Sieg brauchten, boten Stefan und ich unseren Gegnern Remis an, was auch sofort angenommen wurde.

Maibaum – Heuver

Stefan hatte seinen Mehrbauern aus der Eröffnung behalten und zielstrebig auf ein Endspiel „guter Springer – schlechter Läufer“ hingearbeitet. Hier gewinnt z.B. 41… Sf5+ 42. Kh3 Kf3. Schwarz vertreibt mit der Springerwanderung nach f4 bwz f2 den weißen König von h3 und gewinnt nach Kg4 den weißen h-Bauern, wonach die Freibauern am Königsflügel entscheiden. Aber das Remis sicherte den Sieg und damit war für uns nach dem Halterner Sieg der Aufstieg perfekt.

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