III. Mannschaft 2011/12

In der Saison 2011/12 spielt die III. Mannschaft in der 1. Bezirksklasse der Spielgemeinschaft Herne/Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle

29.4.2011: KS Haltern II – SV Erkenschwick III 5,0 – 3,0

Bericht von Armin Gasper
Im letzen Saisonspiel musste die Dritte aus der Stimbergstadt in Haltern antreten. Im Mittelfeld der Liga gestrandet, ging es für uns nur noch um einen anständigen Saisonabschluss, für Haltern um nicht weniger als den Aufstieg.
Aufgrund eines „Kommunikationsfehlers“ fehlte uns leider ein Ersatzmann und für den kurzfristig erkrankten Dinar sprang sein Sohn Lukas ein, der in Windeseile vom Fußball aus Gelsenkirchen nach Haltern gebracht wurde und gerade noch rechtzeitig am Brett saß. Umso schöner, dass sich der Einsatz auch gleich in zählbaren Punkten ausdrückte: Lukas baute sich an Brett 8 gegen Helmut Kulinna solide auf und nahm in ausgeglichener Stellung das Remisangebot an.
Leider hatte Günter zuvor an Brett 6 gegen Dominik Strübig die Segel streichen müssen, so dass wir mit 0,5 : 2,5 hinten lagen. In der Folge gingen die Partien von Hans Truszkowski gegen Michael Rath an Brett 1 und von mir gegen Ralf Buthmann an Brett 2 unentschieden aus. Beide Stellungen waren ausgeglichen und boten wenige bis keine Möglichkeiten.
Kurz darauf konnten wir noch einmal einen Hauch Morgenluft wittern, als Harald sein stattliches Punktekonto mit einem Sieg gegen Nico Granitza an Brett 5 weiter ausbaute: Harald hatte von Beginn an offensiv gespielt, doch scheiterte er zunächst an der hartnäckigen Gegenwehr seines Kontrahenten. Als das Remis im Endspiel schon in der Luft lag, spielte Harald seine ganze Routine aus und fuhr den vollen Punkt ein.
Allerdings verflüchtigte sich der Hauch Morgenluft ebenso schnell wieder: Rene konnte seine Stellung nicht mehr halten und fand sich an Brett 3 gegen Hans Backmann in einem verlorenen Endspiel wieder und kapitulierte. An Brett 4 einigte sich Florian mit Benjamin Schrief in Zeitnot auf ein Remis. Zwar hatte Florian die etwas aktivere Stellung, aber ein aussichtsreicher Gewinnweg war für beide Seiten nicht in Sicht.
Somit war die 3:5 Niederlage aus Erkenschwicker Sicht besiegelt und man konnte Haltern zum Aufstieg gratulieren. Insgesamt war es eine Saison mit Höhen und Tiefen, der Dank gilt auch den Ersatzspielern, die immer einsprangen, wenn Not am Mann war.
Auf ein Neues in der kommenden Saison.

25.03.2012: SV Erkenschwick III – Castrop-Rauxel III 4,0 – 4,0

Bericht von Armin Gasper
In der vorletzten Runde in der 1. Bezirksklasse traf die dritte Mannschaft auf SV Castrop-Rauxel III. Es entwickelte sich von Beginn an ein enger und spannender Kampf. An den Brettern 4 und 5 kam es zwischen Rene und Aydin Yazici sowie zwischen mir und Michael Zygan in jeweils ausgeglichenen Stellungen recht früh zum Friedensschluss. In der Folge unterlag unser bisher ungeschlagener Routinier Harald an Brett 8 im Duell „Erfahren gegen Jung“ Paul-Luca Wübker. Doch der Rückstand war nur von kurzer Dauer: Dinar nutzte an Brett 7 gegen Robert Plum eine Ungenauigkeit im Figurenabtausch, um eine Leichtfigur zu erobern, baute seinen Vorteil weiter aus und sorgte damit für den Ausgleich. Für den 2,5 : 2,5 Zwischenstand sorgte Dirk an Brett 2 gegen Uwe Zielinski. Damit hing der Kampf vom Ergebnis an den Brettern 1, 3 und 6 ab. Zunächst musste Martin an Brett 3 gegen Christoph Zobiegala die Segel streichen: Martin hatte sich mit aller Macht gegen die Niederlage gestemmt, konnte den Angriff seines Kontrahenten aber nur unter entscheidendem Materialverlust abwehren. Den erneuten Ausgleich besorgte Florian an Brett 6 gegen Erwin Kiefer. In einer zerfahrenen Stellung eroberte Florian eine Qualität und erlangte gutes Spiel, dass er schließlich zum Sieg verwerten konnte. Der letzte noch laufende Kampf zwischen Hans und Hartmut Tenschert an Brett 1 endete schließlich Remis: zwar hatte Hans sich einen Mehrbauern durch einen Schwerfigurenangriff am Königsflügel sichern können, gab aber die Partie remis, um den noch fehlenden Mannschaftspunkt zum Klassenerhalt zu sichern.
So können wir in der Schlußrunde gegen den Tabellenführer Haltern II unbeschwert spielen.
Hans spielte ein gutes Mittelspiel gegen das Castroper Urgestein Hartmut Tenschert. Man sieht der Stellung nicht mehr an, daß die Partie mit dem Colle-System begann. Schwarz steht trotz seines schlechten Läufers etwas besser, da er mehr Figuren am Königsflügel hat und er seinen Läufer über e8 schnell aktivieren kann. Die andere Alternative besteht nach dem Abtausch auf g5 in der Freilegung der langen Diagonalen durch das Bauernopfer e6-e5 nebst f5-f4 und d5-d4.
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[Event „BK1 Erkenschwick III – Castrop III“]
[Site „?“]
[Date „2012.03.25“]
[Round „8“]
[White „Tenschert, Hartmut“]
[Black „Truszkowski, Hans“]
[Result „1/2-1/2“]
[PlyCount „38“]
[SetUp „1“]
[FEN „5rk1/p4nr1/1pb1pq1p/3p1pp1/2pP1P1P/2P1PN2/PPB2QP1/2R1R1K1 w – – 0 1“]
29. hxg5 hxg5 30. fxg5 Nxg5 31. Nxg5 Qxg5 32. Bd1 Be8 (Hier kann schon 32… e5! 33 Tc2 e4 folgen)
33. Bf3 Bh5 34. Kf1 Rf6 35. Ke2 f4 36. Rh1 $2 Bxf3+
(noch stärker ist 36… fxe3! 37. Txh5 Dxh5 38. Tf1 exf2 39. Lxh5 Txg2 40. Lf3 Tg3)
37. gxf3 Qf5 38. Rcg1 (besser ist 38. Tcd1, um Dd3+ zu verhindern) 38… Qd3+ 39. Ke1 Qb1+ 40.
Ke2 Qxb2+ 41. Kf1 Qb1+ 42. Qe1 Qxe1+
(Hier gewinnt 42… Dd3+ 43. Kf2 Tfg6 44. Txg6 Dxg6 45. exf4 Dc2+ 46. De2 Tg2+)
43. Kxe1 fxe3 44. Ke2 Rfg6 45. Rxg6 Rxg6 46. Rh2 Kf7 47. Kxe3 Kf6 1/2-1/2
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Das Endspiel ist wahrscheinlich gewonnen. Eine plausible Fortsetzung wäre 48. Kf4 b5 49. Th8 a5 50.a3 Tg2 51. Tb8 Tc2. Aber mit dem Remis war mannschaftsdienlich das Unentschieden gesichert.

19.2.2011: SV Waltrop II – SV Erkenschwick III 1,5 – 6,5

Bericht von Armin Gasper
Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gelang uns nun der Befreiungsschlag gegen den SV Waltrop II. Wir traten in Bestbesetzung, Waltrop hatte eine Ersatzspielerin am achten Brett.
An diesem Spieltag war uns der Schachgott mehr als gewogen, wohingegen die Waltroper einen rabenschwarzen Tag erwischten: Früh gelang uns die Führung: Dinar konnte seine Negativserie beenden und zeigte, dass er das Gewinnen noch nicht verlernt hat. Nach einem Abtauschfehler seines Gegenübers Holger Paris konnte Dinar an Brett 7 durch ein Zwischenmatt die Führung erzielen. Kurz darauf konnte René die Führung weiter ausbauen. Er drang an Brett 5 gegen Sebastian Pusch mit Dame und Turm in die Stellung ein, wonach sein Gegner aufgab, da er die Mattdrohungen nicht abwehren konnte. Kurz darauf einigte sich Martin in für ihn etwas angenehmerer Stellung an Brett 3 mit Frank Nagel auf Unentschieden. Danach war auch an Brett 4 zwischen mir und Markus Sekulla der Friedensschluss angesagt. Ich hatte zunächst einen Bauern eingestellt, dann mit Glück eine Qualität gewonnen und in Zeitnot schließlich ein Reminsangebot unterbreitet. Das vorentscheidende 4:1 erzielte Dirk an Brett 2 gegen Wilfried Krolik. Dirk war heute mittag vom Ramada-Cup in Brühl zurückgekommen, wo er mit 3,5 Punkten aus 5 Partien eine gute Leistung gezeigt hatte. Zunächst sah sich Dirk anfangs einem Königsangriff seines Kontrahenten Wilfried ausgesetzt, konnte sich aber befreien und schließlich entscheidend eindringen. Den Mannschaftssieg sicherte Harald an Brett 8 gegen Eva-Maria Heitfeld. Harald hatte eine Leichtfigur erobert und routiniert den Vorteil zum Sieg verwertet. An Brett 1 hatte es Hans Truszkowski mit Jörg Hilbig zu tun: Hans eroberte sich einen Freibauern im Zentrum, wehrte die Angriffsversuche ab und gewann in einer spannenden Endphase Material und damit auch die Partie. Den Endstand stellte Florian an Brett 6 gegen Jörn Gasper her. Zwar hatte Florian sich eine Qualität sichern können, doch die konsequente Verteidigung seines Gegners führte schließlich zum Unentschieden.
Hier ist Renés Sieg.
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[Event „BK1 Waltrop II – Erkenschwick III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.19“]
[Round „7“]
[White „Kosche, René“]
[Black „Pusch, Sebastian“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „51“]
1. d4 c6 2. Bf4 d5 3. e3 Nf6 4. Nc3 Bf5 5. Bd3 Qd7 6. h3 Bxd3 7. Qxd3 e6 8. Nf3
Bb4 9. O-O Na6 10. Ne5 Qc8 11. a3 Bxc3 12. bxc3 O-O 13. Rab1 c5 14. c4 dxc4 15.
Nxc4 Nd5 16. Nd6 Nxf4 17. exf4 Qc6 18. Nxb7 cxd4 19. Na5 Qd6 20. Rfd1 Nc7 21.
Qxd4 Nd5 22. c4 Qa6 23. cxd5 Qxa5 24. dxe6 Rfd8 25. exf7+ Kxf7
26. Rb7+ (26… Ke8 27. De3+ nebst Matt bzw. 26… Ke6 27 De4+ Kf6 28 Dc6+ nebst Tf7# ) 1-0
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und hier die Partie von Hans. Für Schwarz gab es eine versteckte „Rettung“ mit 29… hxg3, wonach Weiß aber immer noch einen Mehrbauern besitzt.
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[Event „BK1 Waltrop II – Erkenschwick III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.19“]
[Round „7“]
[White „Truszkowski“]
[Black „Hilbig“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „75“]
[ECO „D37“]

1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nf3 Nf6 4. Nc3 Be7 5. e3 b6 6. Bd3 Bb7 7. O-O Nbd7 8. cxd5
exd5 9. Bd2 Ne4 10. Rc1 c5 11. dxc5 Ndxc5 12. Bb5+ Kf8 13. b4 Ne6 14. a3 Nxd2
15. Qxd2 Qd6 16. Ba4 a6 17. Bb3 Rd8 18. Rfd1 d4 19. Nxd4 Nxd4 20. exd4 Qg6 21.
d5 Bd6 22. Ne2 h5 23. Rc3 h4 24. Qd3 Qf6 25. Qf3 Qe5 26. g3 Rh5 27. Re3 Qg5 28.
Nf4 Bxf4 29. Qxf4 Qg6? (29… hxg3 30. fxg3 Dxf4 31 gxf4 Td6) 30. Qc7 Qf6 31 31. Qxb7 hxg3 32. hxg3 Rh2
33. Rf1 Rh7 34. d6 g5 35. Rf3 Qg6 36. Qe7+ Kg7 37. Qxd8 Rh8 38. Qe7 1-0
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15.01.2012: SV Erkenschwick III – Rochade Disteln 3,0 – 5,0

Bericht von Armin Gasper
In der sechsten Runde hatte unsere Dritte die erste Mannschaft der SG Rochade Disteln zu Gast. Die Gäste hatte einen Ersatzmann mit Norbert Heßke an Bord, die Heimmannschaft trat komplett an.
Der Start verlief wunderbar für die Hausherren: Dirk hatte sich an Brett 2 gegen Michael Schwacke eine angenehme Stellung erarbeitet und gewann am Köngsflügel einen Bauern. In der Folge konnte er seine positionelle Überlegenheit durch Zusammenspiel seiner Türme und Zentrumsbauern in den Gewinn einer Leichtfigur ummünzen und uns so in Führung bringen.
Doch leider wie gewonnen, so zerronnen: Martin war an Brett 3 gegen Tobias Jaschinski nach einer an sich ausgeglichenen Eröffnungsphase in eine für ihn etwas ungünstigere Stellung geraten und gab seine Partie nach Materialverlust auf. Der Sieg von Christian Emde an Brett 7 gegen Dinar bedeutete die 2:1 Führung für die Gäste. Dinar hatte gegen den Topscorer der Gäste, der bisher nur ein Unentschieden abgegeben hat, einen schweren Stand, konnte seine Figuren nicht optimal ins Spiel bringen und musste nach Materialverlust die Segel streichen.
Kurz darauf vergab ich durch einen Einsteller in Zeitnot den dringend benötigten Ausgleich. An Brett 4 hatte ich von einer Unachtsamkeit meines Kontrahenten Wolfgang Netta profitiert und zunächst eine Qualität gewonnen, bevor ich dann am Ende der Partie einen Turm stehen ließ.
Der Rest der Erkenschwicker kämpfte trotz des1:3 Rückstand verbissen weiter: Rene hatte an Brett 5 gegen Wilhelm Unfrau einen Mehrbauern und konnte schließlich nach einem drohenden Turmverlust die Gratulationen entgegennehmen und verkürzte damit auf 2:3.
Kurz darauf schaffte Harald an Brett 8 den Ausgleich gegen Norbert Heßke, der sich am Ende Haralds druckvollem Spiel beugen musste. Zusammen mit Dirk ist Harald der Punktelieferant der Erkenschwicker, da beide im bisherigen Saisonverlauf mit einer Quote von 5 aus 6 möglichen Punkten noch nicht verloren haben.
Leider brachten die beiden noch ausstehenden Partien von Hans an Brett 1 gegen Stefan Raabe und Florian an Brett 6 gegen Manfred Meinberger keine Punkte mehr: Hans hatte eine Qualität in seine Partie investieren müssen, die er am Ende nur um den Preis eines letztlich verlorenen Läuferendspiels zurückholen konnte. Florian kämpfte zwar fast bis zu letzten Patrone, hatte aber nachdem er im Mittelspiel eine Leichtfigur gelassen hatte am Ende gegen eben jene Mehrfigur und zwei Freibauern keine Chance mehr, so dass sich der 3:5 Endstand ergab.
Nach dieser Niederlage müssen die Erkenschwicker im kommenden Spiel punkten, um nicht vollends vom Sog des Abstiegskampfes erfasst zu werden.

4.12.2011: SV Hullern – SV Erkenschwick III 5,5 – 2,5

Bericht von Armin Gasper
Früh lagen die Erkenschwicker mit zwei Niederlagen hinten. Dinar übersah leider an Brett 5 gegen Helma Walter eine Springergabel und Bernd stellte an Brett 7 gegen Wolfgang Lotte eine Leichtfigur ein.
Auch in der Folge wurde es nicht besser: Martin einigte sich an Brett 2 mit Uwe Spielmann auf unentschieden und Hans musste an Brett 1 gegen Bernd Maahs die Segel streichen, nachdem er sich leider verrechnet und eine Leichtfigur vergebens investiert hatte.
In der Folge war an den Brettern 4, 6, und 8 der große Friedensschluss angesagt: Florian nahm an Brett 4 in einer unklaren Stellung mit einem Minusbauern das Remisangebot seines Kontrahenten Horst Hartmann an. Harald hatte an Brett 6 gegen Franz Brathe versucht druckvolles Spiel zu entwickeln, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen, so dass es auch hier keinen Sieger gab. Sicherlich ein Lichtblick am heutigen Spieltag war das Unentschieden des Debütanten Christian an Brett 8 gegen Heinz Berg. In einer sehr verdächtigen Stellung nahm Christian dankend das Angebot seines Gegners zum einvernehmlichen Ende der Partie an, so dass der Kampf beim Stand von 5:2 zu Gunsten der Heimmannschaft Hullern entschieden war. In der letzten noch laufenden Partie zwischen Stephanie Walter und mir an Brett 3 ging es munter hin und her und nachdem beide Seiten ihre Gewinnchancen ausgelassen hatten, war das fünfte Remis perfekt und der für Hullern verdiente und für die Erkenschwicker schmeichelhafte 5,5:2,5 Endstand hergestellt.

02.10.2011: SV Erkenschwick III – SK Sodingen IV 5,0 – 3,0

Bericht von Dirk Broksch
Die dritte Mannschaft hat zwei wichtige Punkte beim Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht Herne-Sodingen IV gewonnen. Nach insgesamt fast sechs Stunden Spielzeit und einem harten Kampf stand das Endergebnis von 5-3 für die Stimbergstädter fest.
Da Hans Truszkowski, Armin Gasper, Günter Strozewski und Bernd Wallmeier verhindert waren, griff ich als Mannschaftsführer auf unsere „Topscorer“ aus der Kreisliga zurück, Lukas Lojewsky und Christian Verkooyen.
Es sah nach einem entspannten Nachmittag für die dritte Mannschaft aus, die durch Siege von Harald van de Weyer und René Kosche an den Brettern 6 und 3 mit 2-0 in Führung gingen. Harald verstärkte seine Stellung nach gewohnt offensiver Eröffnung zunehmend und gewann nach gut 1,5 Stunden Spielzeit eine Figur und konnte anschließend die Glückwünsche seines Gegners entgegennehmen. Auch René spielte von Beginn an auf Sieg und stiftete Unruhe am gegnerischen Königsflügel. Sein Gegner kapitulierte nach dem Verlust der Dame und gab die Partie auf.
In der Zwischenzeit verschlechterten sich die Stellungen von Dinar Abulhanov und Christian Verkooyen, während sich Lukas Lojewsky an Brett 7 eine klar vorteilhafte Stellung erarbeiten konnte. An den anderen Brettern passierte erst einmal nicht viel. Dinar verpasste es im Mittelspiel aktives Gegenspiel aufzubauen, sodass es seinem Gegner leicht fiel, mit zwei starken Freibauern den 2-1 Anschluss für die Herner Mannschaft zu erzielen. Fast im Gegenzug stellte Lukas den alten Abstand wieder her, sodass mit dem 3-1 im Rücken erst einmal durchgeatmet wurde. Nachdem Christians Gegner zwei Bauern erobern konnte, musste Christian seinem Gegner zum Sieg gratulieren; 3-2. Nun wurde es noch einmal richtig spannend.
Martin Stratmann, Dirk Broksch und Florian Schicktanz mußten für die Entscheidung zu sorgen. Ich verschaffte mir am 1. Brett im Turmendspiel Platz und enormen Raumvorteil, zeigte aber Nerven. Nach einem Remisangebot seines Gegners in schwieriger, aber immer noch gewonnener Stellung wartete ich erst einmal lange ab, um zu sehen, wie sich die Stellung an den anderen beiden Brettern entwickelte. Während sich Martins Stellung in Zeitnot verschlechterte, konnte Florian durch aggressives Spiel seinem Gegner immer neue Probleme stellen und zum Schluß das Bauernendspiel gewinnen; 4-2. Nach diesem Punktgewinn nahm ich das Remisangebot meines Gegners an, sodass der Mannschaftssieg perfekt war. In der längsten Partie des Tages zwischen Martin Stratmann und Helmut Drees (ca. 6 Stunden) einigten sich beide Parteien auf ein gerechtes Unentschieden.
Das Tabellenschlusslicht aus Herne erwies sich als zäher Brocken. Alles in allem aber ein verdienter und vor allem wichtiger Erfolg für die dritte Mannschaft, die durch diesen Erfolg auf Platz vier der Tabelle vorrücken konnte. Bereits in zwei Wochen geht es zum Tabellennachbarn nach Hullern.

23.10.2011: SV Constantin Herne – SV Erkenschwick III 5,0 – 3,0

Bericht von Armin Gasper
Das erste Auswärtsspiel führte die Dritte zum Aufstiegsaspiranten SV Constantin Herne. Beide Mannschaften brannten darauf, ihre Niederlagen aus der letzten Runde wieder auszumerzen.
Den Erkenschwickern fehlten Hans und Florian, die durch Günter und Bernd vertreten wurden, die Hausherren boten an Brett 1-7 ihre Stammformation auf, ergänzt durch ihren Routinier Joachim Talarski an Brett 8. Dieser brachte die Hausherren gleich in Führung. Bernd wurde in der Eröffnung kalt erwischt, konnte den Verlust einer Leichtfigur nicht kompensieren und konnte Joachim Talarski nur noch gratulieren. Kurz darauf einigte sich Martin an Brett 2 mit Michael Schatte auf Unentschieden: Martin hatte sich trotz einer starken Erkältung in den Dienst der Mannschaft gestellt und war in einer ausgeglichenen Stellung mit dem halben Punkt zufrieden. An Brett 4 hatte sich zwischen Rene und Rainer Kanacher eine recht verfahrene Stellung ergeben, in der Rene leider kein Figurenspiel entwickeln konnte und sein Gegner angesichts der Führung auch keinen Durchstoß riskieren wollte, so dass es auch hier zu einer Punkteteilung kam.
In der Folge konnten die Erkenschwicker wieder ein wenig Hoffnung schöpfen: Dirk hatte an Brett 1 sämtliche Angriffsbemühungen seines Gegenspielers Willi Weihs am Damenflügel im Keim erstickt. Als dieser nun den Königsflügel öffnete um dort einen Angriff zu starten, nutzte Dirk den sich ihm bietenden Raum. In sehenswertem Zusammenspiel von Dame, Turm und Läufer drang er in des Gegners Königsstellung ein, so dass das Matt nicht mehr zu verhindern war. Kurz darauf musste Günter seine Partie gegen Andreas Przystaw aufgeben: Günter hatte den Verlust einer Leichtfigur im Mittelspiel nicht mehr ausgleichen können, so dass die Gastgeber nun mit 3:2 in Front waren. Die Vorentscheidung zum 4:2 für Mannschaft aus Herne brachte Dinars Niederlage an Brett 5 gegen Heinz Behre. Nach einer guten Eröffnung, in der Dinar die aktivere Stellung hatte, wurde er immer weiter zurückgedrängt und musste seinem Gegner die Initiative überlassen, die dieser zum Material- und Punktgewinn nutzte. Damit mussten die beiden noch laufenden Partien von Harald an Brett 6 gegen Michael Ponto und mir an Brett 3 gegen Bernd Thiel unbedingt gewonnen werden, um noch auszugleichen. Ich hatte es geschafft, dank zweier sehr aktiver Springer mir zwischenzeitlich einen Vorteil von zwei Bauern zu erarbeiten, ebenso konnte Harald in einem Turmendspiel einen Freibauern sein eigen nennen. Allerdings kam man in beiden Partien nicht mehr über ein Unentschieden hinaus: Harald konnte die ewigen Schachs nicht abwehren und ich vertändelte in Anbetracht der zähen Verteidigung meines Gegenspielers den mühsam erarbeiteten Vorteil, so daß die 3:5 Niederlage besiegelt war.
SchuBi: Nachtrag vom 3.11.2011
Ich habe endlich Zeit gefunden, Armins Partie mit Kommentaren einzustellen. Die Ausgangslage ist vergleichbar mit Florians Partie gegen Martin Schmidt am 16.10. in der 2. Mannschaft. Eine Seite steht auf Verlust, weigert sich aber aufzugeben. Die stärkere Seite kommt psychologisch unter Druck – „Warum gibt der nicht endlich auf?“ – und findet nicht mehr die einfachen Gewinnfortsetzungen, sondern macht sich die Sache (unnötig) schwer. Armin hat bis kurz vor Schluß eine gute Partie gespielt und immer wieder starke Züge gemacht. In dieser Partie zeigt sich, daß Schwarz mit einem solchen Aufbau höchstens ein mühsames Remis erreichen kann. Die schwarzen Figuren sind fast die ganze Zeit am Damenflügel verkeilt.
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[Event „BK1 Constantin – Erkenschwick III“]
[Site „?“]
[Date „2011.10.23“]
[Round „3“]
[White „Gasper, A“]
[Black „Thiel, Bernd“]
[Result „1/2-1/2“]
[PlyCount „125“]
[ECO „D53“]
1. d4 e6 2. c4 Nf6 3. Nc3 d5 4. Bg5 Be7 5. e3 O-O 6. Bd3 Bd7 7. Nf3 Nc6 8. O-O
a6 9. a3 a5 10. Qc2 h6 11. Bh4 dxc4 12. Bxc4 Na7 13. e4 c6 14. Ba2 (Hier konnte
man schon versuchen, mit 14. Lxf6 Lxf6 15. e5 Le7 16. De4 g6 17. Tfd1
Schwächen in der schwarzen Königsstellung zu erzeugen.) 14… b5 (Diese Schwächung des Damenflügels ist schon fragwürdig, da der Bauer c6 jetzt schwach ist und das Feld c5 ein Stützpunkt für weiße Figuren wird.) 15. Bb1 g6
16. Qd2 Kg7 17. e5 Nd5 18. Bxe7 Qxe7 19. Ne4 Nc8 20. Ba2 Ncb6 21. Nc5 (Besser
ist es, zunächst die Schwäche c6 mit 21. Tac1 zu fixieren, den Vorposten
kann man immer noch besetzen. Außerdem kann der Springer so eher zum Angriff am
Königsflügel benutzt werden.) 21… Rfb8 22. Rfc1 Be8 23. h3 Ra7 24. Ne4 Bd7
25. h4 h5 26. Nfg5 Nc8 27. Bxd5 {Weiß gibt den guten Läufer auf, um mit dem
Springer auf f6 eindringen zu können.} 27… exd5 28. Nf6 Ra6 29. Qf4 Be6 30.
Rc5 (Nach 30. Dg3 gewinnt man einen Bauern mit überwältigender Stellung, da
immer wieder Sh5 droht 30… Kf8 31. Tc5 Tbb6 32. Tac1 Lf5 33. Df4) 30… Na7
31. Rac1 Rb7 32. f3 (Auch hier bot sich wieder der Angriffsplan mit 32. Dg3
an 32… Kf8 33. De3 Tb8 34. Sge4 und jetzt gelangt ein Springer nach d6)
32… b4 33. g4 hxg4 34. fxg4 bxa3 35. bxa3 Rb8 36. h5 Rh8 37. hxg6 fxg6 (Auf
37… Kxg6 folgt 38. Kg2 Df8 39. Sfh7 Dg7 40. Th1 mit bösen
Mattdrohungen.) 38. Rb1 (Am einfachsten gewinnt 38. Sxe6+ Dxe6 39. Txd5! cxd5
40. Tc7+ Kf8 41. Sh5+ und Schwarz verliert die Dame oder wird Matt.)
38… Nb5 39. a4 Nc7 40. Rb7 Bc8 41. Rb2 (41. Sxd5! ist die taktische Rechtfertigung
und Schwarz ist kaputt.) 41… Ne6 42. Nxe6+ Qxe6 (42… Lxe6 ist notwendig, aber ebenfalls schlecht,
da die schwarze Dame im weiteren Verlauf dem König Fluchtfelder nimmt und
ihn nur schlecht verteidigen kann. 43. Tcc2 Df7 44. Th2 Taa8 45. Tb7!)
43. Rh2 $1 Rxh2 44. Qxh2 Kf8 45. Qh6+ $2 (Hier setzt 45. Dh8+ in zwei Zügen Matt.)
45… Ke7 46. Qxg6 (und noch immer geht die Mattidee 46. Dh8! Ld7 47. Tc2 c5 48. Rh2)
46… Qf7 47. Nxd5+ Kf8 (47… cxd5 48. Rc7+) 48. Qxf7+
(48. Dh6+ gewinnt eine Figur) 48… Kxf7 49. Nf6 (Hier wickelt 49. Se3!
in ein gewonnenes Leichtfigurenendspiel ab. 49… Le6 50. Kf2 Lb3 51. Sc4 Lxa4
52. Txa5) 49… Be6 50. Rc3 Rb6 51. Kf2 Bb3 52. Ne4 (Besser ist es, mit 52.
Tc5 den schwachen Bauern a5 anzugreifen, denn Bauerntausch erhöht das
Siegpotential und verhindert Gegenspiel mit dem freien a-Bauern – z.B. 52…
Ta6 53. Sd7 Lxa4 54. Sb8 Tb6 55. Txa5) 52… Bxa4 53. Nc5 Bd1 54. e6+ $1 Ke7
55. g5 $2 (Jetzt ist es stärker, den g-Bauern zu opfern und auf den freien
e-Bauern zu spielen, denn die schwarzen Figuren sind nicht gut koordiniert.
55. Rh3 Bxg4 56. Rh7+) 55… Rb4 56. Rh3 Rxd4 $2 (56… Lc2 ist notwendig, um
das Turmschach zu unterbinden) 57. Rh7+ Ke8 58. e7 $4 (vergibt den Gewinn mit
58. g6! Lg4 Jetzt kommt der weiße König mit Tempogewinn nach e5. 59. Ke3
Rd6 60. Kf4 Bxe6 61. Ke5) 58… Bc2 $11 59. Rg7 Rd6 60. Nb7 Rd7 61. Nxa5 Rxe7
62. Rxe7+ Kxe7 63. Nxc6+ 1/2-1/2
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02.10.2011: SV Erkenschwick III – SK Ickern II 3,0 – 5,0

Bericht von Armin Gasper
Beim zweiten Heimspiel der Saison erwischte die dritte Mannschaft des SV Erkenschwick einen rabenschwarzen Tag und unterlag den stark ersatzgeschwächten Gästen, die mit 5 Spielern aus ihrer dritten Mannschaft antraten.
Martin einigte sich an Brett 3 früh mit Karl-Heinz Linde in einer ausgeglichenen Stellung auf remis. Kurze Zeit später musste sich Rene an Brett 5 gegen Mathias Wrona geschlagen geben. Rene hatte einen Angriff am Königsflügel versucht und vernachlässigte dabei ein wenig den Damenflügel, wo es zu einem Bauerndurchbruch kam, der die Gäste mit 1,5 : 0.5 in Front brachte. An Brett 1 kam Hans gegen Andre Guth in einer unklaren Stellung ebenfalls auf ein Remis. Dinars Niederlage an Brett 7 gegen Heinz Langemann ließ die Luft für die Erkenschwicker endgültig dünn werden: Dinar konnte seinen Angriff leider nicht durchbringen und musste sich schließlich nach Materialverlust geschlagen geben, neuer Stand: 1 : 3.
In der Folge verlor auch Florian an Brett 6 gegen Sebastian von Kampen: nachdem Florian seinen Gegner in der Eröffnung unter Druck gesetzt hatte, wählte er eine unglückliche Fortsetzung, die Material- und Partieverlust bedeutet.
Beim Stande von 1 : 4 mussten also die ausstehenden Partien von Harald, Dirk und Armin gewonnen werden, um noch zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Dirk hatte an Brett 2 seine überlegene Stellung in ein für ihn günstiges Endspiel abgewickelt und nutzte mit seinem Springer gekonnt die schwache Bauernstruktur seines Gegenübers Dieter Rathke um auf 2 : 4 zu verkürzen. Für den 3 : 4 Anschluss sorgte schließlich Harald. In einer von beiden Seiten offensiv geführte Partie behielt Harald an Brett 8 die Nerven und die Übersicht und errang gegen Horst Duhmen entscheidenden Materialvorteil.
Die letzte noch laufende Partie von Armin an Brett 4 gegen Manfred Wrona brachte schließlich die Entscheidung. Ich hatte meine Stellung positionell falsch eingeschätzt, in Zeitnot einen Bauern verloren und hatte am Ende dem Zusammenspiel von Dame und Turm nichts mehr entgegenzusetzen, so dass die 3 : 5 Niederlage besiegelt war.

11.09.2011: SV Erkenschwick III – SV RE-Süd II 6,5 – 1,5

Bericht von Armin Gasper
Der Saisonauftakt in der 1. Bezirksklasse begann für die 3. Mannschaft des SV Erkenschwick mit einem Heimspiel gegen die Zweite vom SV Recklinghausen Süd. Hans einigte sich mit Torsten Scheyka an Brett 1 in einer ausgeglichenen Stellung früh auf Remis. In der Folge brachte Dinar an Brett 6 gegen Peter Rausch die Heimmannschaft mit 1,5 : 0,5 in Führung. Nach einem Bauerngewinn zu Beginn der Partie nutzte Dinar die Überlastung einer Deckungsfigur zum Figurengewinn und damit zum Sieg. Kurz darauf sorgte Dirk an Brett 2 mit einem Remis gegen Klaus Diebig für den 2 : 1 Zwischenstand.
Schlag auf Schlag wurde die Führung danach ausgebaut: Zunächst gewann Harald an Brett 7 gegen Joachim Hißnauer. Harald hatte in seiner Partei die Übersicht behalten und mit einem Bauernvorstoß am Ende sich einen entscheidenden Materialvorteil gesichert. Bernd an Brett 8 spielte gegen Rudi Nebel Remis und sorgte damit für das 3,5 : 1,5.
Kurz darauf war der Kampf mit den Siegen von Rene und Florian an den Brettern 4 und 5 entschieden: Renés Gegner Hans-Werner Lange hatte einen Turm eingestellt. Diesen Vorteil ließ sich René, der trotz einer starken Erkältung angetreten war, nicht wieder nehmen. Florian hatte einen perfekten Einstand mit seiner Partie gegen Richard Deregowski. Nach etwas verhaltenem Beginn drang er mit seinen Türmen in die gegnerische Stellung ein und verschaffte sich zwei Mehrbauern. Am Ende sorgte der d-Bauer für den ganzen Punkt.
Der Sieg an Brett 3 von Armin gegen Dieter Homann zum 6,5 : 1,5 Endstand hatte damit nur noch Bedeutung für das Brettpunkteverhältnis.