II. Mannschaft 2011/12

In der Saison 2011/12 spielt die II. Mannschaft in der Bezirksliga der Spielgemeinschaft Herne/Vest

Aufstellung, Termine, Ergebnisse und Tabelle


Get Microsoft Silverlight

15.4. Erkenschwick II – Recklinghausen-Süd: 5,0 – 3,0

Bericht von Franz Schulze Bisping
Von der Stammbesetzung her war Recklinghausen-Süd heute der Favorit. Allerdings traten die Süder nur mit einr Rumpftruppe von 6 Spielern an, da zwei Spieler kurzfristig ausgefallen waren. Deshalb einigten sich die Spieler nach kurzer Zeit auf Remis, da es für beide Mannschaften um nichts mehr ging.
Beim abschließenden Blitzturnier (6 Erkenschwicker, 5 Süder) belegten Stefan Tunkel und ich mit 7,5 Punkten den geteilten ersten Platz, gefolgt von Peter Broszeit und Martin Stötzel mit 6,5 Punkten. 5. wurde Ralf Callenberg mit 5 Punkten. Auf den weiteren Plätzen folgten Dirk Broksch (5), Max Schawacht (4,5), Martin Stratmann (4), Hans Werner Lange (3,5) Andreas Strohmann (3) und Richard Deregowski (1,5).
Unser Fritz I schlug am heutigen Spieltag Waltrop mit 6,0 – 2,0. Beide Mannschaften steigen in die Verbandsklasse auf. Den Halteranern nützte der 6,5 – 1,5 Sieg gegen Unser Fritz II nichts, da die Waltroper schon vorher zu viele Brettpunkte gesammelt hatten. Uns bleibt ein glücklicher 4. Platz hinter Haltern. Damit ist eine durchwachsene Saison abgeschlossen.
Die Entscheidung, Max, Marcel und Marc an den drei ersten Brettern spielen zu lassen, hat sich als richtig erwiesen. Alle drei haben über ihren Erwartungen gespielt und DWZ-mäßig einen Sprung nach vorne gemacht und rangieren nun im Bereich der 1800. Allerdings konnten nicht alle Mannschaftsmitglieder an ihre normale Leistung anknüpfen, vor allem in den wichtigen Spielen gegen die ersten Drei. Insgesamt gesehen könen wir mit unserem Ergebnis zufrieden sein. Unser Dank gilt natürlich auch unseren Ersatzspielern, die mit ihrem Einsatz zu unserem 4. Platz beigetragen haben.
Aber in der neuen Saison wird es auch nicht leichter werden. RSG II und Ickern sind sichere Absteiger, während die SG Drewer noch eine theoretische Chance auf Rettung besitzt. Genaueres wissen wir aber erst am nächsten Sonntag, ob die Bezirksliga im nächsten Jahr vielleicht mit 11 Mannschaften spielt.
Nachtrag vom 23.4.
Drewer verliert 6:2 gegen Ahlen II und ist damit ebenfalls abgestiegen.

18.03. Datteln – Erkenschwick II: 2,5 – 5,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute mußten wir ohne Max Schawacht in Datteln antreten. Er wurde von Günter Strozewski gut vertreten, während bei Datteln Alfred Neumann fehlte.
Der 1. Sieger des Kampfes war Günter Strozewski. Er gewann nach gut zwei Stunden am 8. Brett gegen Timo Raupach 1-0. An allen anderen Brettern wurde verbissen gekämpft. Marc Strohmann hatte gegen Peter Becker am 2. Brett eine Qualität eingestellt und kämpfte verbissen um den halben Punkt. Am 1. Brett wurde Marcel Strohmann von Jörg Deutschmann durch einen Sweschnikow-Sizilianer überrascht und mußte sich in ungewohnten Stellungsbildern zurecht finden. Ich spielte gegen Dirk Dechering eine geschlossene Partieanlage, in der beide Seiten das Ziel hatten, ihren schlechten Läufer abzutauschen. Peter Broszeit hatte gegen Jaroslav Madalinski eine ausgeglichene Stellung erreicht und so schlossen beide um 17:20 Frieden 1,5-0,5. Jürgen Linke hatte gegen Marian Tost lang rochiert und eine zweischneidige Stellung angestrebt. Stefan Heuver hatte gegen Karlheinz Aust am 6. Brett sein übliches Gewusel auf dem Brett und mußte sich gegen den weißen Angriff verteidigen. Martin Stötzel hatte gegen Christopher Heiduk ein vorteilhaftes Endspiel erreicht, allerdings boten die ungleichfarbigen Läufer Schwarz Remischancen. Erst kurz vor der 1. Zeitkontrolle überschlugen sich die Ereignisse. Ich hatte gegen Dirk Dechering peu a peu eine vorteilhafte Stellung erreicht, in der mein Freibauer auf c6 erheblich stärker als sein Königsangriff war. Angesichts des Einzugs einer 2. Dame gab Dirk dann auf 2,5-0,5. Fünf Minuten später erhöhte Martin Stötzel zum 3,5-0,5. Jürgen hatte einen groben Fehler seines Gegners ausgenutzt und seine Mehrfigur siegreich eingesetzt 4,5-0,5. Damit war der Mannschaftssieg gesichert (Datteln hatte sich ja zu unserem heimlichen Angstgegner etwickelt) und Marcels Remis gegen Jörg Deutschmann kam uns gut zupaß 5-1. Peter Becker gelang dann nach langem Kampf der Anschlußtreffer für Datteln, um 18:30 gab Marc seine hoffnungslose Stellung auf 5-2. Stefan Heuver hatte sich mittlerweile aus der Umklammerung befreit und seinen freien g-Bauern ins Rennen geschickt. Als schließlich um 19 Uhr sein Gegner eine Figur opfern mußte, um die Umwandlung zu verhindern, hatten wir alle mit Stefans Sieg gerechnet. Allerdings ließ er die sofortige Vollstreckung aus und nach weiteren ungenauen Zügen fehlte ihm ein Gewinnplan, so daß er um 19.15 in das Unentschieden einwilligte 5,5-2,5. Somit sind wir wieder in der oberen Tabellenhälfte etabliert. In der letzen Runde geht es dann gegen RE-Süd, die mittlerweile nach drei Niederlagen auch alle Aufstiegsambitionen begraben haben.
Unser Sieg beruht zum Teil auch darauf, daß wir unsere Chancen genutzt haben, während die Dattelner unsere Geschenke nicht in dem Maße angenommen haben. Hier ist Jürgens Partie gegen Marian Tost. Die Stellung nach dem 28. Zug ist ausgeglichen. Aber der nächste Zug 29. Ld2 ist ein Fehler, auf den Schwarz nicht mit 29 Sxd4! und besserem Spiel reagiert, sondern stattdessen mit 30 … Df6 eine Figur einstellt.
###pgn###
[Event „BL Datteln – Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2012.03.18“]
[Round „8“]
[White „Linke, Jürgen“]
[Black „Tost, Marian“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „25“]
[WhiteElo „1865“]
[BlackElo „1673“]
[SetUp „1“]
[FEN „3rbq2/1p1r2pk/2n1p2p/5p1P/1P1P1Q2/p1PBB2R/5PP1/1K2R3 w – – 0 1“]
29. Bd2 $2 Qf6 $2 (29… Sxd4!) 30. Rxe6 Qf8 31. Qxf5+ Qxf5 32. Bxf5+ Kg8 33.
Rxe8+ Rxe8 34. Bxd7 Re2 35. Kc2 Nd8 36. Rh1 Rxf2 37. Rg1 Kf7 38. Bg4 Nc6 39.
Bf3 Ne7 40. Ra1 Nf5 41. Rxa3 1-0
%%%pgn%%%
Auch meine Partie gegen Dirk Dechering ist nicht fehlerfrei. Schwarz droht einen Angriff am Königsflügel, während Weiß am Damenflügel operiert. Ich hatte diese Stellung angestrebt, um einen Bauern auf c6 zu implantieren und das Springerfeld d5 zu erhalten, und war der Meinung gut zu stehen. In der Partie sichert die schwarze Reaktion schnell überwältigenden weißen Vorteil. Es ist possierlich, wie der weiße d-und c-Bauer nach vorne kommen. Doch was hätte ich auf die richtige Reaktion 24… Tc8 gemacht? Schwarz überführt den Springer g7 über e6 nach d4, greift den Bauern c6 an und steht nicht schlechter. Der Abtausch des Bauern c6 gegen den Bauern g4 bietet Weiß keinen Vorteil – allerdings ist die Gefahr des Angriffs am Königsflügel zunächst beseitigt.
###pgn###
[Event „BL Datteln – Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2012.03.18“]
[Round „8“]
[White „Schulze Bisping, Franz“]
[Black „Dechering, Dirk“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „29“]
[WhiteElo „1923“]
[BlackElo „1865“]
[SetUp „1“]
[FEN „r2q1r1k/p2bb1n1/3p1n2/2pPp3/B1P1Ppp1/P1N5/3B1PPN/1R1Q1RK1 w – – 0 1“]
24. Bc6 Bxc6 (24… Tc8 25 Da4 Lxc6 26 dxc6 Se6) 25. dxc6 Qc8 26. Nd5 Nxd5 27. cxd5 g3 28. fxg3 fxg3
29. Rxf8+ Bxf8 30. Nf1 Qa6 31. Qf3 Be7 32. Nxg3 Rf8 33. Nf5 Nxf5 34. exf5 Qc4
35. Bc3 Rxf5 36. Qxf5 Qxc3 37. c7 Qd4+ 38. Kh1 1-0
%%%pgn%%%
Martin Stötzel hatte seinen strukturellen Vorteil langsam verspielt und in der Partiestellung hat Schwarz wegen der verschiedenfarbigen Läufer gute Remischancen. Nur die Türme garantieren weiße Gewinnmöglichkeiten. Der Bauer f2 neigt zur Schwäche und der Vormarsch der Königsflügelbauern ist nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen.
###pgn###[Event „BL Datteln – Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2012.03.18“]
[Round „8“]
[White „Stötzel, Martin“]
[Black „Heiduk, Christopher“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „25“]
[WhiteElo „1791“]
[BlackElo „1364“]
[SetUp „1“]
[FEN „r2k4/pp6/2p1r1Bb/3pp2p/4n2P/6P1/PPP2P2/1K1RR3 w – – 0 1“]
26. Bxe4 Kc7 (26… Tf6) 27. Bf5 Re7 28. Bg6 Rf8 29. Re2 e4 30. Bxh5 Rg7 (30…
Te5) 31. a4 e3 32. g4 exf2 33. Rf1 Rgg8 34. Rexf2 Rxf2 35. Rxf2 Be3 36. Rf3 d4
37. g5 Bxg5 38. Rg3 1-0
%%%pgn%%%

26.2. Erkenschwick II – Sodingen III : 4,0 – 4,0

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute mußten wir ohne unseren Mannschaftsfüher Martin Stötzel antreten, für ihn spielte Dirk Broksch. Auf Sodinger Seite fehlten Lisa Kähmann und Wolf-Dieter Jeschke, sie wurden durch Helmut Drees und Agim Selmanaj vetreten.
Der Auftakt war nicht vielversprechend. Peter Broszeit hatte am 5. Brett gegen Thomas Sikorski schon nach 6 Zügen einen wichtigen Bauern auf d5 eingestellt und hätte bei richtiger Fortsetzung von Weiß bald die weiße Fahne schwenken dürfen. Im Gegenzug hatte Frank Kowalczyk an Brett 3 gegen Marc Strohmann ebenfalls nach 6 Zügen einen Bauern eingestellt. Dafür gewann Jürgen Linke am 6. Brett nach 18 Zügen gegen Thomas Hartmann, also 1-0 um 15:45. Max Schawacht rauchte um 16:30 am 1. Brett mit Georg Mikulski die Friedenspfeife. Peter hatte sich von seinem Bauernverlust erholt und Spiel erhalten. Marc Strohmann ließ Frank Kowalczyk ebenfalls wieder ins Spiel kommen. So endeten beide Partien mit Remis. Ich hatte am 4. Brett meinen Vorteil gegen Eckhard Behnicke nicht umsetzen können und ebenfalls Remis angeboten, was angenommen wurde. So stand es um 16:45 3,0-2,0. Nun spielten nur noch Marcel Strohmann in einem schlechteren Mittelspiel gegen Kai Müller-Kreth am 2. Brett, Stefan Heuver mit einer remisverdächtigen Stellung am 7. Brett gegen Helmut Drees und Dirk Broksch mit einer ausgeglichenen Stellung am 8. Brett gegen Agim Selmanaj. Ein knapper Sieg war durchaus möglich. Um 17:30 übersah Marcel Strohmann (in schlechterer Stellung) ein Grundreihenmatt und so stand es 3,0-3,0. Allerdings hatte Agim Selmanaj durch einen unbedachten Bauernzug seine Bauernkette geschwächt und Dirk einen gewinnenden Konter erlaubt. So stand es um 17:45 4,0-3,0. Dafür hatte Stefan allerdings seine Stellung schrittweise verschlechtert, als er mehrmals zweitbeste Züge wählte. Im Turmendspiel hatte Helmut Drees seinen Turm aktiv auf der 6. Reihe postiert, während Stefans Turm passiv Bauern decken mußte. Mit der Heranführung des weißen Königs wurde Stefans Widerstand endgültig gebrochen und so gab Stefan um 18:40 auf – ein für beide Mannschaften schmeichelhaftes 4,0-4,0 war der Endstand.
Hier sind einige Kostproben.
Peter steht nach 8 Zügen mit dem Rücken zur Wand.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Sodingen III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.25“]
[Round „7“]
[White „Sikorski, Thomas“]
[Black „Broszeit, Peter“]
[Result „“]
[PlyCount „15“]
[ECO „D32“]
1. c4 e6 2. Nf3 d5 3. d4 c5 4. Nc3 Nc6 5. Bf4 cxd4 6. Nxd4 Bd6 7. Bxd6 Qxd6 8.
Ndb5 +-
%%%pgn%%%
kann sich allerdings bekrabbeln und schlägt wegen der Springelgabel mutig den Bauern b2, worauf die Partie nach weiteren 10 Zügen Remis endete. Was hätte er aber nach Sf4+ anstelle von Txb2 gemacht?
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Sodingen III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.25“]
[Round „7“]
[White „Sikorski, Thomas“]
[Black „Broszeit, Peter“]
[Result „1/2-1/2“]
[PlyCount „23“]
[SetUp „1“]
[FEN „8/pp3ppp/4k3/4n3/8/4P3/PP1rNPPP/1R2K3 b – – 0 1“]
24… Rxb2 25. Rxb2 (25. Nf4+!) 25… Nd3+ 26. Kd2 Nxb2 27. Nd4+ Kd5 28. Nb5
a6 29. Nc3+ Kc6 30. f4 Nc4+ 31. Kd3 Nd6 32. e4 b5 33. e5 Nb7 34. Kd4 Nc5 35.
Nd5 Ne6+ 1/2-1/2
%%%pgn%%%
Marc Strohmann hatte den Eröffnungsfehler 5. f3 schön ausgenutzt und einen Bauern gewonnen.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Sodingen III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.25“]
[Round „7“]
[White „Kowalczyk, Frank“]
[Black „Strohmann, Marc“]
[Result „“]
[PlyCount „14“]
[ECO „C45“]
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. d4 exd4 4. Nxd4 Nf6 5. f3 Bc5 6. Be3 Nxd4 7. Bxd4 Nxe4!
%%%pgn%%%
versäumte dann allerdings im 17. Zug den Gewinn, als er mit 17 … Ld7 Abtausch zuließ.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Sodingen III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.25“]
[Round „7“]
[White „Kowalczyk, Frank“]
[Black „Strohmann, Marc“]
[Result „*“]
[PlyCount „13“]
[SetUp „1“]
[FEN „1r2r1k1/p4ppp/2p1b3/qpnp4/5P2/2N2BP1/PPPQ3P/1K1RR3 b – – 0 1“]
17… d4! 18. Qxd4 b4! 19. Ne2 Qxa2+ 20. Kc1
Rbd8 21. Qxd8 Qa1+ 22. Kd2 Rxd8+ 23. Nd4 Rxd4+ *
%%%pgn%%%
Ich hatte eine angenehme Druckstellung gegen Eckhard Behnicke erhalten und meinen Turm gedeckt auf c3 postiert, da ich ein Kombinationsmotiv gegen den schwarzen Abtauschversuch mit Tc8 gesehen hatte. Doch im 34 Zug hatte ich es komplett vergessen. Anstelle von 34. Txc8 kann ich durch einen Abtausch zwei Figuren für einen Turm gewinnen.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Sodingen III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.25“]
[Round „7“]
[White „Schulze Bisping, Franz“]
[Black „Behnicke, Eckhard“]
[Result „*“]
[PlyCount „19“]
[SetUp „1“]
[FEN „1rr5/1bRn4/p2kpp2/1p1p2p1/1P1P4/1NRBP1K1/1P3PP1/8 w – – 0 1“]
34. Rxb7 $1 Rxc3 35. Rxd7+ Kxd7 36. bxc3
%%%pgn%%%
Agim Selmanaj hatte gegen Dirk problemlos ausgeglichen, stellt aber mit 35… a5 die Partie ein. Stattdessen hätte er mit 35… Sd3, um auf Ta3 Sc5 spielen zu können, Dirk jegliche Gewinnhoffnungen genommen.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Sodingen III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.25“]
[Round „7“]
[White „Broksch, Dirk“]
[Black „Selmanaj, Agim“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „35“]
[SetUp „1“]
[FEN „2r3k1/8/p2p1rp1/1p1Pp2p/2p1Pn2/4NP1P/PP1R1RP1/1K6 w – – 0 1“]
33. Rc2 Rf7 34. Rc3 Rfc7 35. Rfc2 a5?? 36. a4 b4 37. Rxc4 b3 38. Rxc7 bxc2+ 39.
Rxc2 Rxc2 40. Kxc2 Kf8 41. Kc3 Ne2+ 42. Kc4 Nd4 43. b4 axb4 44. Kxb4 Ke8 45. a5
Kd7 46. a6 Kc7 47. Nc4 Kb8 48. Nxd6 Ka7 49. Nf7 Kxa6 50. Nxe5 1-0
%%%pgn%%%
Auch Jürgen hatte leichtes Spiel gegen Thomas Hartmann, aber 17… Tg4 stellt die Partie endgültig ein.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Sodingen III“]
[Site „?“]
[Date „2012.02.25“]
[Round „7“]
[White „Linke, Jürgen“]
[Black „Hartmann, Thomas“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „35“]
[ECO „B32“]
1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 e5 5. Nb5 a6 6. Nd6+ Bxd6 7. Qxd6 Qf6 8.
Qd1 Qg6 9. Nc3 Nf6 10. Qd6 Nh5 11. Qxg6 hxg6 12. Be3 Nf4 13. O-O-O b5 14. Bxf4
exf4 15. Nd5 Rb8 16. Nxf4 Rh4 17. g3 Rg4?? 18. h4 1-0
%%%pgn%%%

22.01. Unser Fritz I – Erkenschwick II: 6,0 – 2,0

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute ging es gegen den Aufstiegsfavoriten Unser Fritz ins Stadtteilzentrum Pluto in Wanne. Um Chancen auf einen Aufstiegsplatz zu behalten, durften wir heute nicht verlieren. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an – Dirk Broksch ersetzte Jürgen Linke, während bei Unser Fritz Jürgen Gössling für Mario Elsner spielte.
Schon nach kurzer Zeit deutete sich am 8. Brett für uns ein Debakel an. Dirk (mit 4 Punkten aus 5 Partien der erfolgreichste Spieler der 3. Mannschaft) hatte im Morra-Gambit den Bauern angenommen und war geradewegs in die Lieblingsvariante seines Gegners geraten.Er kämpfte zwar noch bis 16:30, konnte aber die Niederlage nicht verhindern. Max Schawacht hatte sich am 1. Brett gegen Dietmar Berg gut aufgebaut und nahm das Remisangebot seines deutlich stärkeren Gegners an 0,5 – 1,5. Zu diesem Zeitpunkt war an den anderen Brettern unsere Welt noch in Ordnung. Marcel Strohmann hatte am 2. Brett gegen Michael Jungbluth einen Bauerngewinn verschmäht und eine passive, aber haltbare Stellung erhalten. Marc Strohmann stand gegen Dr. Müller am 3. Brett ebenfalls ausgeglichen. Ich hatte eine komplizierte Stellung gegen Heiko Fischöder an Brett 4 mit Spielmöglichkeiten für beide Seiten. Peter Broszeit hatte gegen Heiko Nowicki einen Bauern geopfert und dafür die Iniative erhalten. Stefan Heuver wurstelte sich gegen Oliver Distelrath am 6. Brett so durch. Nur am 7. Brett stand Martin Stötzel gegen Peter Dlouhy schon schlechter. Martin wollte seinen Minusbauern durch eine Kombination zurückholen, hatte aber dabei ein Zwischenschach seines trickreichen Gegners übersehen – 0,5 – 2,5 um 17:10. Jeder kennt natürlich den klassischen Spruch von Jürgen Wegmann (genannt die Kobra). „Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ Peter hatte zwar im 24. Zug die Dame gewonnen, aber dem gefährlichen Vormarsch des f-Bauern nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. So mußte er um 17:30 nach 34 Zügen aufgeben, denn gegen die Umwandlung war kein Kraut gewachsen 0,5 – 3,5. Als nächster mußte Marcel Strohmann gegen Michael Jungbluth aufgeben 0,5 – 4,5. Damit war unsere Niederlage besiegelt. Mir gelang zwar ein Sieg gegen Heiko Fischöder, der in verlorener Stellung die Zeit überschritt 1,5 – 4,5. Stefan einigte sich mit seinem Gegner auf Remis 2,0 – 5,0. Marc und Dr. Müller hatten am 3. Brett in einer ausgeglichenen Stellung eine Zeitnotschlacht produziert und bis zum 44. Zug weitergeblitzt. Am Ende der Blitzphase war der schwarze Gewinn klar und Marc gab auf. Damit war der Endstand besiegelt 2,0 – 6,0.
Waltrop gewann heute 8-0 gegen Drewer II und ist damit praktisch aufgestiegen, auch wenn sie in der Schlußrunde noch gegen Unser Fritz I spielen müssen. Auch die 1. Mannschaft von Unser Fritz ist dem Aufstieg einen Schritt näher gekommen, da sie auf Süd und Haltern zwei Mannschaftspunkte sowie 1,5 bzw. 6 Brettpunkte Vorsprung haben. Am Tabellenende haben sich Drewer II und Datteln etabliert. Wir haben in der nächsten Runde ein Heimspiel gegen SK Sodingen III, die gegen den Abstieg kämpfen müssen.
Hier kommt Peters Unvollendete. Der Durchmarsch des f-Bauern ist schon kurios.
###pgn###
[Event „BL Unser Fritz – SV Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2012.01.22“]
[Round „6“]
[White „Broszeit, Peter“]
[Black „Nowicki, Heiko“]
[Result „0-1“]
[PlyCount „67“]
[WhiteElo „1915“]
[BlackElo „1882“]
[ECO „B33“]
1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Qb6 5. Nb3 Nf6 6. Nc3 e6 7. Be3 Qc7 8.
Be2 Bb4 9. f3 d5 10. O-O Bxc3 11. bxc3 dxe4 12. Bc5 e5 13. Qd2 Bf5 14. Rad1 Rd8
15. Qg5 Bg6 16. Rxd8+ Qxd8 17. Rd1 Nd7 18. Qe3 Qh4 19. g3 Qh3 20. Bf1 Qf5 21.
fxe4 Qxe4 $2 (21… Dg4) 22. Qd2 Nxc5 23. Bg2 (Einfacher ist 23. Sxc5! Sd4 24. cxd4 Dxd4+
25. Dxd4 mit weißem Gewinn.) 23… O-O 24. Bxe4 Nxe4 25. Qe3 f5 26. Rd7 f4 27. gxf4 exf4 28. Qd3
Kh8 29. Qb5 f3 30. Qxb7 $2 (30. Td3!) 30… f2+ 31. Kf1
Ne5 (31… Lf5! nebst Lh3+) 32. Nd2 Nc5 (32… Sg4! 33. Dxe4 Lxe4 34. Txa7 Sxh2+ -+) 33.
Qxa7 (33. Td8! Txd8 34. De7 mit praktischen Chancen) 33… Ncxd7 34. Nc4 0-1
%%%pgn%%%
In meiner Partie hatte es einen zähen Kampf um die Durchsetzung des Vorstoßes e4 gegeben und nach 28 Zügen war diese Stellung entstanden.
###pgn###
[Event „BL Unser Fritz – SV Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2012.01.22“]
[Round „6“]
[White „Fischöder, Heiko“]
[Black „Schulze Bisping, Franz“]
[Result „0-1“]
[PlyCount „20“]
[WhiteElo „1879“]
[BlackElo „1923“]
[SetUp „1“]
[FEN „1r6/1qp2kpp/2npp3/1pPn1p2/1P1P4/1Q1NPPP1/R2N3P/6K1 w – – 0 1“]
29. Kf2 g5 30. Qb2 Ra8 31. Rxa8 Qxa8 32. e4 Nf6 33. Qc3 (33. h3=) 33… fxe4
34. Nxe4 Nxe4+ (Noch stärker war 34… Da2+ mit der Pointe 35 Ke3 Sd5#, was den Damentausch erzwingt.) 35. fxe4 Qa2+ 36. Ke3 d5 37. exd5 exd5 38. Qe1 (38. Sf2)
38… Qg2 39. Qf2+
Qxf2+ (Zeitüberschreitung) 0-1
%%%pgn%%%

18.12. Erkenschwick II – Waltrop: 2,5 – 5,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute traten beide Mannschaften vollständig an. Da es für uns um die Wurst ging, wurde entsprechend gekämpft. Nach einer Stunde verwalteten wir ausgeglichene Stellungen, nur Jürgen Linke stand gegen Marco Harde schon besser. Alles sah nach einem langen Kampf aus.
Kurz nach 16 Uhr einigten sich Marcel Strohmann und Martin Drewes am 2. Brett sowie Peter Broszeit und Frank Schwammbach am 5. Brett auf Remis 1 – 1. Marc Strohmann hatte am 3. Brett nach der Eröffnungsphase gegen Marius Eckert zwar einen Bauern gewonnen, dafür aber die Qualität verloren. In der weiteren Folge kam er nicht mehr ins Spiel und um 16:45 mußte er aufgeben 1 – 2. Auch am 1. Brett drohte uns Ungemach. Rolf Breidenbach opferte gegen Max Schawacht einen Turm und gewann im Angriff 1 – 3. Stefan Heuver hatte am 7. Brett gegen Andreas Odenwald einen annehmbare Stellung erhalten, dafür allerdings sehr viel Zeit verbraucht. Als er in Zeitnot am Damenflügel die Stellung öffnete, fand auf einmal seine Dame kein Rückzugsfeld mehr 1 – 4. Jürgen Linke hatte seinen deutlichen Vorteil gegen Marco Harde verspielt und gab um 17:45 die Partie remis 1,5 – 4,5 . Damit war die Niederlage besiegelt. Martin Stötzel hatte gegen Andreas Winterberg im Mittelspiel einen Bauern eingestellt, für den er im weiteren Verlauf nicht genug Spiel hatte. Andreas verwertete den Mehrbauern souverän und um 18:00 gab sich Martin geschlagen 1,5 – 5,5. Nun lief nur noch meine Partie gegen Christoph Sehrbrock. Wir hatten beide im Mittelspiel viel Zeit verbraucht, da die Stellung kompliziert war. Christoph hatte sich Vorteil erarbeitet, aber ein Bauerngewinn in Zeitnot erwies sich als fehlerhaft. Ich konnte für einen Turm zwei Figuren erobern und in ein gutes Endspiel abwickeln. Auch wenn ich in der Folge zweimal einen sofortigen Gewinn vergab, konnte ich im Endspiel mit einem Mehrläufer nach 70 Zügen gewinnen 2,5 – 5,5.
Damit ist für uns wohl der Aufstiegszug abgefahren, denn Unser Fritz I hat heute Haltern mit 5,5 – 2,5 abgefertigt. Somit stehen Waltrop und Unser Fritz mit deutlichem Brettpunktevorsprung an der Tabellenspitze. In der nächsten Runde haben wir in Wanne-Eickel eine schwere Aufgabe gegen den Tabellenzweiten Unser Fritz.
Zum Abschluß noch einige Partiefragmente aus dem Kampf.
Rolf Breidenbach fand in folgender Stellung das starke Turmopfer Txh6, verpaßte aber nach der schwarzen Antwort den sofortigen Knockout. Max verlor trotzdem relativ rasch.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Waltrop“]
[Site „?“]
[Date „2011.12.18“]
[Round „5“]
[White „Breidenbach, Rolf“]
[Black „Schawacht, Max“]
[Result „*“]
[PlyCount „1“]
[SetUp „1“]
[FEN „r4rk1/pp3pp1/2bqpn1p/3pN3/3P4/2P2QP1/PP1N1PP1/R3K2R w KQ – 0 1“]
1. Rxh6 $1 Rfe8? 2 Rh8+!! (in der Partie folgte 2. Th4) Kxh8 3 Nf7+ (nebst Sxd6)
%%%pgn%%%
Jürgen Linke erreichte gegen Marco Harde eine Gewinnstellung.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Waltrop“]
[Site „?“]
[Date „2011.12.18“]
[Round „5“]
[White „Linke, Jürgen“]
[Black „Harde, Marco“]
[Result „1/2-1/2“]
[PlyCount „84“]
[WhiteElo „1865“]
[BlackElo „1702“]
[ECO „B75“]
1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 d6 5. Nc3 g6 6. Be3 Bg7 7. Qd2 Nf6 8. f3
Bd7 9. O-O-O a6 10. g4 h5 11. g5 Nh7 12. h4 Ne5 13. Be2 Nf8 14. Nb3 Ne6 15. f4
Nc6 16. Nd5 O-O 17. f5 gxf5 18. exf5 Nc5 (In dieser Stellung ist Schwarz kaputt) 19. Nxc5 dxc5 20. f6 Bh8 21. Bxc5 Be6
22. Bxe7 (22. fxe7 $1) 22… Qxd5 23. Qxd5 Bxd5 24. Bxf8 (24. Txd5 $1 Sxe7 25.
fxe7 Tfe8 26. Td7) 24… Bxh1 25. Bc5 Be4 {R} 26. Rd7 Rc8 27. Bb6 Nb4 28. c3
Bc6 29. Rd8+ Rxd8 30. Bxd8 Nd5 31. Bxh5 Nf4 32. Bg4 Ng6 33. h5 Ne5 34. Be2 Nf3
35. Bxf3 (35. g6 $1) 35… Bxf3 36. h6 Kh7 37. Bb6 Bxf6 38. gxf6 Kxh6 {R} 39.
c4 Kg5 40. Bd4 Kf5 41. Kd2 Ke6 42. b4 b5 1/2-1/2
%%%pgn%%%
Ich erreichte gegen Christop Sehrbrock nach dem 30. Zug die folgende Stellung.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Waltrop“]
[Site „?“]
[Date „2011.12.18“]
[Round „5“]
[White „Schulze Bisping, Franz“]
[Black „Sehrbrock, Christoph“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „79“]
[WhiteElo „1923“]
[BlackElo „1789“]
[SetUp „1“]
[FEN „3r4/1p1N2k1/3pp1p1/p1p5/1qP1Pn1p/1PRB3P/P2Q4/5K2 w – – 0 1“]
31. Qxf4 Qxc3 32. Qxd6 Qc1+ 33. Ke2 Qb2+ 34. Kf3 Re8 (Hier scheitert 34… Df6+ 35. Sxf6 Txd6 an der Springergabel 36. Se8+) 35. Qe5+ (35. Qxc5) 35… Qxe5 36. Nxe5 Rd8 37. Ke3 Kf6 38. Ng4+ Kg5
39. e5 Ra8 40. Nf2 b6 41. Ne4+ Kh6 42. a4 Rf8 {R} 43. Nf6 Rd8 44. Be2 Kg5 45.
Bg4 Rd4 46. Bxe6 Rd1 47. Ne4+ Kh6 48. Ke2 (An dieser Stelle hatte ich 10 Minuten überlegt, um einen Gewinnplan mit dem freien e-Bauern zu finden.) Rb1 49. Nd2 Rh1 50. Bg4 g5 51. Kd3
(Hier gewinnt 51. Sf1 $1 mit Absperrung des Turms schneller, aber ich wollte wie gesagt mit dem e-Bauern gewinnen.) 51… Kg6 52. Ne4 Rb1 53. e6 Rxb3+ 54. Kd2 Rb4 55. e7? (Dies erschwert den Sieg erheblich. In meinen Gedanken stand der schwarze Turm schon auf c4, wonach der Bauernzug wegen der Gabel auf d6 sofort gewinnt. Nach 55. Lh5+ $1 kann Schwarz aufgeben, da die Umwandlung nicht mehr zu verhindern ist.) 55… Kf7 56. Nf6 Kxe7 57. Nd5+ Kd6 58. Nxb4 axb4
(Hier bot 58… cxb4 59. Kd3 Kc5 mehr Chancen, aber nach 60. Bd1 Kd6 61. Kd4 Kc6 62. Lf3+ sollte sich der Läufer durchsetzen.) 59. Bd1 Ke5 60. Ke3 Kf5 61. Bc2+ Ke5 62. Be4
Kf6 63. Bb1 Ke5 (Auch nach 63… b3 64. Lh7 Ke5 65 Kd2 Kd4 66 Lg8 gewinnt Weiß.) 64. Bc2 Kf6 65. Ke4 Ke6 66. Bd1 Kf6 67. Bg4
b3 68. Kd3 b2 69. Kc2 b1=Q+ 70. Kxb1 1-0
%%%pgn%%%

27.11. Altstadt II – Erkenschwick II: 2,5 – 5,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute konnten wir wieder mit unserer Normal-Acht antreten, während bei Altstadt II Horst Stubbe nach Jahrzehnten Schachabstinenz als Ersatz einsprang. So schienen wir einen leichten Sieg einfahren zu können. Allerdings kam es anders als erwartet.
Um 15:00 Uhr konnte ich meine Figuren zusammenpacken, weil ich eilends ein gutes Endspiel erreichen wollte und dabei einen Figurenverlust übersehen hatte 0 – 1. Auch an den übrigen Brettern sah es nicht so überzeugend aus. Lediglich Peter an Brett 5 und Jürgen Linke an Brett 6 hatten ansprechende Stellungen, während Marcel am 2. Brett gegen Klaus Beer in einer scharfen Stellung schlechter stand. Um 15:30 Uhr einigte sich Marc Strohmann mit Joachim Bremer in einer geschlossenen Stellung auf Remis 0,5 – 1,5. Eine Viertelstunde später hatte auch Peter Broszeit mit Heinz Grothuesmann Frieden geschlossen 1,0 – 2,0. Um 16:00 Uhr hatte Jürgen Linke mit einem Sieg gegen Frank Stubbe ausgeglichen 2,0 – 2,0. Mittlerweile stand Marcel auf Verlust und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis er aufgeben musste. Max besaß am 1. Brett einen Mehrbauern, Martin hatte am 8. Brett mittlerweile Vorteil, aber Stefans Stellung konnte nicht so recht gefallen. Unser Traum vom leichten Sieg war auf jeden Fall dahin. Um 17:00 Uhr hatte Martin Stötzel endlich gewonnen und wir führten 3,0 – 2,0. Stefan hatte mittlerweile seine Bedenkzeit bis auf 5 min aufgebraucht und dabei eine schlechte Stellung zu verwalten. Auch Marcel stand immer noch auf Verlust. Um 17:30 Uhr gab Max seine Partie gegen Romuald Samisch Remis, da er seinen Mehrbauern nicht verwerten konnte 3,5 – 2,5. Zu diesem Zeitpunkt wären wir schon über ein 4 – 4 glücklich gewesen, denn Stefan hatte ein gutes Ausgleichsmanöver übersehen.
Aber jetzt kam Marcels große Stunde. Er konnte mittlerweile seine Minusfigur durch 3 Bauern kompensieren, die weiße Königsstellung war offen und er wollte durch Dauerschach zu einem Unentschieden kommen. Aber Klaus Beer spielte weiterhin auf Gewinn und lief mit seinem König bis nach e6. Weiß tauschte aufgrund eines Rechenfehlers die Damen und musste 4 Züge später aufgeben, da der Läufer die Freibauern auf der a- und f-Linie nicht mehr aufhalten konnte 4,5 – 2,5. Doch es kam noch schlimmer. Christian Mayeres fand gegen Stefan nicht den richtigen Plan. Statt seinen Freibauern in der g-Linie zu realisieren, versuchte er es mit Figurenspiel. Dies schlug allerdings fehl, da er eine Springergabel übersah und so die Dame einbüßte.
Um 18:50 Uhr war der Kampf zu Ende und wir hatten gewonnen: 5,5 – 2,5. Dafür müssen wir uns bei Stefan und Marcel bedanken, die das Spiel aus dem Feuer gerissen haben. Heute hatten wir den berüchtigten Bayern-Dusel, schlecht gespielt und trotzdem gewonnen. Noch erfreulicher ist für uns die Niederlage von Haltern gegen Waltrop und der knappe Sieg von Unser Fritz gegen Recklinghausen-Süd. So haben wir uns auf den 3. Platz in der Tabelle vorgeschoben. in der nächsten Runde stehen zwei weitere Spitzenpaarungen auf dem Programm: Haltern – Unser Fritz und Erkenschwick II – Waltrop. So haben wir im nächsten Spiel die Chance, weiter nach vorne zu gelangen.

6.11. Erkenschwick II – SG Drewer II: 6,0 – 2,0

Bericht von Franz Schulze Bisping
Schreck in der Mittagsstunde – das könnte de Reaktion unseres Mannschaftsführers gewesen sein, als er hörte, daß Peter Broszeit wegen einer plötzlichen Erkrankung seiner Mutter nicht spielen konnte. Zum Glück erklärte sich Dinar Abulhanov bereit, der zweiten Mannschaft auszuhelfen. Aber auch bei Drewer fehlten zwei Stammspieler, so daß dort auch Spieler der 3. Mannschaft aushelfen mußten.
Kurz vor 16 Uhr führte Drewer – Dinar Albulhanov mußte am 8. Brett nach 17 Zügen gegen Udo Kopp die Segel streichen 0 – 1. Doch schon eine Viertelstunde später hatte ich am 4. Brett gegen Marius Kraft gewonnen 1 – 1. Meine Freibauern auf d6 und e6 sowie die Dame-Läufer-Batterie auf der langen schwarzen Diagonalen hatten sich als zu stark erwiesen. Danach passierte längere Zeit nichts Entscheidendes, außer daß eine der neuen elektronischen Uhren am 1. Brett auf einmal nicht mehr die Bedenkzeit anzeigte – zum Glück hatten wir ja noch die alten mechanischen Uhren im Schrank, so daß das Einstellen der Bedenkzeit kein unüberwindliches Problem darstellte. Kurz nach 17 Uhr hatten dann Martin Stötzel an Brett 7 gegen Jürgen Mischke gewonnen und Marc Strohmann an Brett 3 gegen Dr. Müller gewonnen 3 – 1. Eine halbe Stunde später gab Lars Schäpers an Brett 2 gegen Marcel Strohmann auf, die Fesselung auf d7 kostete eine Figur 4 – 1. Jürgen Linke und Stephan Heuver standen ausgeglichen, während Max Stellung gegen Dr. Heidel kritisch war. um 17:45 erlöste uns Jürgen, indem er das Remisangebot seines Gegners Sylvester Gawlowski annahm 4,5 – 1,5. Damit war der Mannschaftskampf gewonnen. Um 18:15 hatten Stefan Heuver und Helmut Neumann an Brett 6 das Gewinnpotential für beide Seiten dermaßen reduziert, daß auch hier die Friedenspfeife geraucht wurde 5,0 – 2,0. Stefan konnte sich nach der schlechten Eröffnungsbehandlung zumindestens als moralischer Sieger fühlen, auch wenn er seinen Mehrbauern nicht verwerten konnte. Alles hing nun an der Partie von Max gegen Dr. Heidel. Zwischendurch hatte ich keinen Pfifferling mehr für Max gegeben, aber Dr. Heidel wollte zu schnell Bauern gewinnen, statt zunächst seine Figuren besser zu postieren. So kam Max unverhofft zu Gegenspiel und es gelang ihm, am Königsflügel zwei Freibauern zu schaffen, die letztendlich den Tag entschieden. Um 19:15 kapitulierte Dr. Heidel und damit hatten wir gewonnnen: 6,0 – 2,0.
Gleichzeitig haben heute zwei Favoriten verloren. Daß Waltrop gegen RE-Süd mit 5,5 – 2,5 gewonnen hat, war keine Überraschung, denn die Süder mußten mit Ersatz antreten und Waltrop darf nicht unterschätzt werden. Viel überraschender war die Niederlage von Unser Fritz I gegen Datteln mit 3,5 – 4,5. Wir haben mit Datteln auch schon im letzten Jahr unangenehme Erfahrungen gemacht, mit 7 Spielern kann man gegen Datteln nicht gewinnen. Damit liegen wir mit Unser Fritz I und RE-Süd mit je einer Niederlage in der Verfolgergruppe hinter Waltrop. Allerdings wird uns Haltern in zwei Wochen wohl überholen, wenn sie ihr Nachholspiel gegen Altstadt II bestreiten.
Dinars Niederlage gegen Udo Kopp zeigt die Gefahren schematischen Denkens auf. Weiß verhindert die schwarze Rochade (man beachte den schwarzen Turm auf h8, der bis zum Partieende nicht mitspielt – wenn man fair ist, sieht es in der Partie am weißen Damenflügel und am Königsflügel auch nicht besser aus) und steht gegen das schwarze Zentrum ganz schnell auf Verlust. Schaut man in Datenbanken, so holt Weiß in den Varianten nach dem 5. Zug nur ca. 30% der möglichen Punkte. Eine Rettung der weißen Spielweise könnte 5. Ld5 sei, wonach Weiß aber auch keinen Vorteil hat.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Drewer II“]
[Site „?“]
[Date „2011.11.06“]
[Round „3“]
[White „Abulhanov, Dinar“]
[Black „Kopp, Udo“]
[Result „0-1“]
[PlyCount „34“]
[ECO „C55“]
1. e4 e5 2. Nf3 Nf6 3. Nc3 Nc6 4. Bc4 Nxe4 5. Bxf7+ (5. Bd5 Nxc3 6. dxc3) 5…
Kxf7 6. Nxe4 d5 7. Neg5+ Kg8 8. d3 Be7 9. h4 h6 10. Nh3 Bg4 11. Nhg1 (11. c3) e4 12.
dxe4 dxe4 13. Qxd8+ Rxd8 14. Nd2 Nd4 15. Kf1 Nxc2 16. Rb1 Bf5 17. b3 e3 0-1
%%%pgn%%%
Marcel Strohmann spielte eine gute Partie gegen Lars Schäpers. Er sicherte sich das Läuferpaar und führte das damenlose Mittelspiel überzeugend zum Sieg.
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Drewer II“]
[Site „?“]
[Date „2011.11.06“]
[Round „3“]
[White „Strohmann, Marcel“]
[Black „Schäpers, Lars“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „77“]
[ECO „C50“]
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. Nc3 d6 5. h3 Nd4 6. d3 Ne7 7. Ng5 Be6 8. Nxe6
Nxe6 9. Na4 Bb6 10. Nxb6 axb6 11. c3 Ng6 12. g3 O-O 13. Be3 Qd7 14. Qg4 Nc5 15.
Qxd7 Nxd7 16. f4 Nc5 17. f5 Ne7 18. b4 Na4 19. Kd2 Kh8 20. g4 c6 21. Bb3 b5 22.
Raf1 f6 23. Be6 Rfd8 24. g5 d5 25. Kc2 (25. gxf6! gxf6 26. Rhg1 Nxc3 27. Bh6)
25… Rd6 26. gxf6 gxf6 27. Rhg1 h5 28. Bh6 dxe4 29. dxe4 Ng8 30. Rg6 Kh7 31.
Rg7+! Kh8 32. Bxg8 Rxg8 33. Rfg1 Rdd8 34. R1g6 Nb6 35. Rxb7 Nd7 36. Rc7 Kh7 37.
Rxf6 Rg2+ 38. Bd2 Kg8 39. Rd6 1-0
%%%pgn%%%
Max Schawacht zeigte heute wieder große Kämpferqualitäten. Endgültig kippte die Partie im 43. Zug. Wie sagte Dr. Tartakower: „Der vorletzte Fehler gewinnt!“
###pgn###
[Event „BL Erkenschwick II – Drewer II“]
[Site „?“]
[Date „2011.11.06“]
[Round „3“]
[White „Heidel, Klaus“]
[Black „Schawacht, Max“]
[Result „0-1“]
[PlyCount „102“]
[ECO „D80“]
1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 d5 4. Bg5 c6 5. e3 Bg7 6. Qb3 dxc4 7. Bxc4 O-O 8. Nf3
b5 9. Bd3 Be6 10. Qc2 Na6 11. a3 Nd5 12. Ne4 (Mit 12. Sxd5! cxd5 13. O-O Dd7 14.
Tfc1 lässt sich die riskante schwarze Strategie widerlegen.) 12… Qa5+ 13. Qd2 Qxd2+ 14. Kxd2 f6 15. Bh4 Nb6 16. Rhc1 Rac8 17. a4
Nc4+ 18. Ke2 Nxb2 19. axb5 Nxd3 20. Kxd3 Nb4+ 21. Kd2 cxb5 22. Nc5 Ba2 23. Kc3
a5 24. Kb2 Ra8 (Hier führt 24… Lc4! 25. Txc4 bxc4 bzw. 25. Txa5 Txc5 zu schwarzem Vorteil) 25. Rxa2 Nxa2 26. Kxa2 Rfc8 27.
Rb1 Rab8 28. Bg3 Rb6 $2 29. Nd2 $18 b4 $2 30. Nc4 Rb5 31. Kb3 e5 32. Ra1 (32.
Sd6 $1) 32… exd4 33. exd4 f5 34. Rxa5 $2 (34. Le5!) 34… Rxa5 35. Nxa5
Bxd4 36. Ne6 Bc3 37. Bd6 (37. Sc4) 37… Re8 38. Nc7 (38. Sf4) 38… Re2 39.
Bc5 Be1 40. Nd5 Bxf2 41. Nf4 Re4 42. Bxf2 Rxf4 43. Be3 $2 (43. Lc5) 43… Re4
44. Nc4 f4 45. Bd2 g5 46. g3 Re2 47. gxf4 g4 $1 48. Kc2 Rxh2 49. Kd3 g3 50. Ke3
b3 51. Bc3 Rc2 0-1
%%%pgn%%%

Nach dem 30. Zug lehnt sich Dr. Heidel zurück, während Max ins Grübeln kommt.

Nach dem 48. Zug hat sich die Situation geändert. Jetzt hat Max Rückenwind.

16.10. Unser Fritz II – Erkenschwick II: 2,5 – 5,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Heute war im Stadtteilzentrum Pluto Großkampftag, denn sowohl die 1. als auch die 2. und 4. Mannschaft von Unser Fritz hatten Heimspiel. Dafür bot der Saal ideale Bedingungen – genug Platz, genug Licht, ein tolles Spiellokal.
Sowohl wir als auch unser Gegner waren ersatzgeschwächt. Bei uns fehlten Peter Broszeit und Marc Strohmann, bei Unser Fritz II Gerd Stenzel und Dr. Kanther.
Ich spielte an Brett 3 gegen Gerd Matrisch und erreichte ein vorteilhaftes Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer. Mit dem Tausch von Dame gegen zwei Türme brach die gegnerische Stellung auseinander 1 -0. Kurze Zeit später gewann Günter Strozewski an Brett 8 gegen Matteo Grieco, der zunächst die Dame verloren hatte und dann mattgesetzt wurde. Damit stand es nach gut zwei Stunden 2 – 0. Marcel Strohmann einigte sich am zweiten Brett um 17 Uhr mit Martin Pohl auf Remis. In der Analyse zeigte sich, daß Martin Pohl eine aussichtsreiche Möglichkeit ausgelassen hatte. 0,5 – 2,5. Um 17:45 besiegelten Max Schawacht und Andreas Prang am ersten Brett das Remis. Hier hatte sich Max aus einer verdächtigen Stellung durch zähe Verteidigung das Unentschieden erkämpft. Gleichzeitig gewann Stefan Heuver am fünften Brett mit einem schönen Damenopfer gegen Till Koch zunächst eine Figur und kurze Zeit später sogar einen Turm – Aufgabe nach 23 Zügen 4 – 1. Damit blieb beiden Gegnern eine Zeitnotschlacht erspart. Auch Martin Stötzel gewann an Brett 6 nach 4 Stunden gegen Julian Tober 5- 1. Damit war der Sieg sicher gestellt. Jürgen Linke verlor gegen Ernst Weiss, seine Springer hatten einfach zu wenig Felder 5 – 2. Die aufregendste Partie spielte Florian Schicktanz an Brett 7 gegen den U16-Kreismeister Martin Schmidt. Er hatte in der Eröffnung Vorteil erzielt und danach versucht, unter Bauernopfer mit einem Turm in die gegnerische Stellung einzudringen. Dies geriet allerdings zu seinem Nachteil und nach 30 Zügen stand Martin Schmidt klar auf Gewinn. Doch Florian zeigte Kampfgeist und wollte nicht aufgeben. Sein Einsatz wurde belohnt. Martin zeigte Nerven und behielt den Turm auf dem Brett, anstatt in ein leicht gewonnenes Läuferendspiel abzuwickeln. Im weiteren Verlauf stand er immer noch klar auf Gewinn, aber Florian hatte viele Turmschachs und Martin verbrauchte deutlich mehr Zeit. Im 75. Zug geschah das von Florian dringend benötigte Wunder. Nach 75… Ke7? konnte er sich trotz dreier Minusbauern in das Remis retten. Damit war nach 80 Zügen um 19:45 der Endstand perfekt: 5,5 – 2,5.
Heute zeigten sich Unser Fritz I, Haltern, RE-Süd und Waltrop in Spiellaune und besiegten ihre Konkurrenten mit 7 : 1 bzw. 6,5 : 1,5. Wir sind mittlerweile auf den 5. Platz vorgedrungen und können in der nächsten Runde mit einem Sieg gegen Drewer II weiteren Boden gut machen.
Hier noch einige Fragmente aus dem Kampf. Hier hat Weiß angenehmen Vorteil und Schwarz sollte mit 30… Tg7 anstelle von Tgb8?? die 7. Reihe sichern.
###pgn###
[Event „BL Unser Fritz II – Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2011.10.16“]
[Round „2“]
[White „Schulze Bisping, Franz“]
[Black „Matrisch, Gerd“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „10“]
[SetUp „1“]
[FEN „r5rk/4q2p/pQp1p3/2Pp4/P2PpNb1/4P1P1/7P/R4RK1 b – – 0 1“]
28… Qd7 29. Rfb1 Rgb8?? 30. Qxb8+ Rxb8 31. Rxb8+ Kg7 32. Rab1 Kh6 33. R1b7 1-0
%%%pgn%%%
In dieser Stellung hätte Schwarz mit 18… Sf6 den Punkt f7 sichern sollen. Aber er wollte den Bauern c7 nicht abgeben und entschloß sich zu 18… Sd6?.
###pgn###
[Event „BL Unser Fritz II – Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2011.10.16“]
[Round „2“]
[White „Heuver, Stefan“]
[Black „Koch, Till“]
[Result „1-0“]
[PlyCount „10“]
[SetUp „1“]
[FEN „r1b1r1k1/p1p2ppp/1p6/3q4/3PnQ2/2B3N1/PP4PP/4RRK1 b – – 0 1“]
18… Nd6? 19. Qxd6 Qxg2+ 20. Kxg2 Bb7+ 21. Kg1 cxd6 22. Nf5 Bd5? 23. Ne7+ 1-0
%%%pgn%%%
Und hier ist das Ende der Partie von Florian gegen Martin Schmidt. Robert Hübner würde die Frage, ob sich Weiß noch retten könne, lakonisch mit „Ja, wenn der Gegner tot vom Stuhl fällt.“ beantworten. Nach dem letzten Turmschach 75. Tb6+ hätte Schwarz immer noch mit 75 … Kd7 gewinnen können, aber er zog leider 75… Ke7?
###pgn###
[Event „BL Unser Fritz II – Erkenschwick II“]
[Site „?“]
[Date „2011.10.16“]
[Round „2“]
[White „Schicktanz, Florian“]
[Black „Schmidt, Martin“]
[Result „1/2-1/2“]
[PlyCount „10“]
[SetUp „1“]
[FEN „8/8/1R1kb3/5p2/2p1pP2/4K1p1/r7/5B2 b – – 0 1“]
75… Ke7 $2 76. Rxe6+ Kf7 77. Rc6 g2 78. Bxc4+ Kg7 79. Rc7+ Kh6 80. Rc6+
1/2-1/2
%%%pgn%%%

25.9. Haltern – Erkenschwick: II 4,5 – 3,5

Bericht von Franz Schulze Bisping
Am Sonntag mußten wir bei der 1. Mannschaft des SV Königspringer Haltern antreten. Die Halterner zählen als Verbandsklassenabsteiger neben Unser Fritz und dem SV RE-Süd zu den Favoriten für den Aufstieg. Dementsprechend waren sie mit ihrer Stammacht angetreten, während bei uns Stefan Heuver durch Armin Gasper ersetzt werden mußte.
Die Spielbedingungen waren gut, denn in Haltern war Großkampftag – neben Haltern I spielten auch noch Haltern IV und Haltern VI – und so spielten wir im großen Saal des Trigon. An allen Brettern wurde verbissen gekämpft. Josef Czarnik stellte im 15. Zug einen Läufer ein und konnte den materiellen Rückstand nie mehr wettmachen, so daß wir um 16:35 mit 1 – 0 führten. An Brett 1 und 2 standen wir schlechter, aber Peter hatte an Brett 5 gegen Alfons Schulz eine strategisch vorteilhafte Stellung und Jürgen hatte an Brett 6 gegen Michael Rohloff einen Bauern auf e4 gewonnen, mußte sich allerdings gegen den weißen Entwicklungsvorsprung verteidigen. Martin Stötzel stand gegen Marco Lombardi ausgeglichen, während Armin Gasper gegen Roland Michalicek einen Bauern verloren hatte. Armin wickelte später mit einem Figurenopfer zur Konstellation 2T+2B gegen T+Läuferpaar ab, versäumte aber, den weißen Bauern a3 dingfest zu machen, so daß dieser den Tag entschied 1 – 1. Hans-Jürgen Kürten hatte gegen Marcel Strohmann seine Stellung Zug um Zug weiter verstärkt und stand mit zwei Mehrbauern klar auf Gewinn. Allerdings hatte er eine versteckte Mattdrohung seines Gegners übersehen 2 – 1. Postwendend verloren allerdings Peter Broszeit und Jürgen Linke ihre Partien, so daß jetzt die Halterner führten 2 – 3. Marc Strohmann schaffte den erneuten Anschluß, indem er Thomas Schniederjan überspielte 3 – 3. Thomas hatte aus der Eröffnung heraus eine gute Stellung erhalten, aber nicht energisch genug fortgesetzt, so daß Marc Zug für Zug mehr ins Spiel kam und einen erfolgreichen Angriff auf den schwarzen König inszenierte.
Nun hing alles an den beiden letzten Partien von Martin Stötzel gegen Marco Lombardi und Max Schawacht gegen Martin Weber. Martin Stötzel hielt das Damenendspiel ungefährdet Remis, so daß sich im 67. Zug nach einer dreifachen Stellungswiederholung das Remis ergab. Max verlor das Endspiel gegen Martin Weber und haderte mit seiner Zeiteinteilung, da er in Zeitnot noch schnell den 41. Zug gemacht und so eine gute Verteidigungschance ausgelassen hatte 3,5 – 4,5. Somit hatte Haltern um 19:30 verdient gewonnen.
Die nächsten Top-Spiele in der Bezirksliga stehen erst zum Jahresende an, wenn Unser Fritz I gegen RE-Süd (4. Runde), Haltern (5. Runde) und uns (6. Runde) spielen muß. Danach können wir unsere (möglichen) Aufstiegschancen realistisch einschätzen.
Am 16. Oktober müssen wir nach Wanne zu Unser Fritz II, die gegen ihre 1. Mannschaft mit 7 – 1 eine Packung erhalten hatten.