I. Mannschaft 2008/09

Klassenerhalt geschafft! Pokalviertelfinale in Ostwestfalen!

Mit einem klaren 6:2 Erfolg gegen den SK Turm Kleve im letzten Spiel der NRW-Klasse Gruppe 1 hat die erste Mannschaft des Schachvereins die Abstiegsränge verlassen und auf Platz 6 die Saison beendet. Damit ist das erste Jahr auf NRW-Ebene doch noch mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen worden.
Der letzte Saisonkampf lief von Anfang an rund: auf allen Brettern entstanden schnell spannende Stellungen, die vorteilhafte Fortsetzungen für die Gastgeber ermöglichten. Vor der Zeitkontrolle nach vier Stunden fiel dann auch bereits die Entscheidung. Jeroen Willemze hatte seine Verteidigung sehr genau gespielt und zwei Springeropfer abgewehrt. Dann machte sich der Materialvorteil bemerkbar und sein Gegner musste aufgeben – der erste Verlust in der Saison für den jungen Spieler vom Niederrhein. Den zweiten vollen Punkt verbuchte Thomas Willemze, der in dieser Saison mit sechs Punkten den Topscore für die Stimbergstädter erzielte. Nach dem Remis durch Alexander van Beek konnte Guust Homas nach überstandener Zeitnot mit seinem Sieg die vorentscheidene 3,5:0,5 Führung erzielen. Um den Gesamterfolg sicher zu stellen, gaben sich Christoph Krings und Frank Eggenstein mit einer Punkteteilung zufrieden. Damit war der erste Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht, Kleve in der Tabelle überholt. Nun kam es noch auf die Ergebnisse der Mitbewerber an. Marc und Frank Erwich kämpften daher noch für eine Ergebnisverbesserung. Während Frank seinen Materialvorteil in einen vollen Punkt ummünzen konnte, musste sich Marc im Turmendspiel mit einem Remis zum Abschluss begnügen. Damit lautete der Endstand 6:2. Nun hieß es auf die Ergebnisse aus Letmathe und Neuenkirchen warten. Die Sauerländer benötigten einen Sieg gegen den Aufstiegsanwärter Porz 2, dass gelang aber nicht. Kurz nach 16.00 Uhr stand fest, dass Porz 2 mit 5:3 gewonnen hatte. Als dann auch noch die 2:6 Niederlage von Neuenkirchen feststand, war der Tabellenstand geklärt: Platz 6 in der ersten Saison auf NRW-Ebene. Damit hat die Mannschaft unter Beweis gestellt, dass sie in einer sehr schweren Gruppe mithalten kann. Wobei, wenn man die einzelnen Kämpfe Revue passieren lässt, ein besseres Ergebnis möglich war. Am Ende ist der Verein mit dem Abschneiden zufrieden!
Vor der Sommerpause steht nun noch der Viererpokal auf dem Programm. Auch hier ist das Erkenschwicker Team erstmalig auf NRW-Ebene am Start. In der ersten Runde ist man bei der SpVg Möhnesee, Regionalligist aus Ostwestfalen, zu Gast. Am Samstag soll hier das Halbfinale erreicht werden. Dann winken reizvolle Gegner, da zu erwarten ist, dass sich in den anderen Begegnungen die Mannschaften aus der 2. Bundesliga durchsetzen werden.

22.03.2009

Niederlage beim Tabellenführer bringt Abstiegsendspiel!

Nach der dritten knappen 3,5:4,5 Niederlage beim Tabellenführer SF Monheim findet sich das Team nun auf einem Abstiegsplatz in der Tabelle wieder. Damit kommt es am 26. April zu einem echten Endspiel um den Klassenerhalt gegen den SK Turm Kleve.
Dabei waren wir wieder so gut gestartet. Bereits nach nur einer Stunde konnte Frank Erwich seine Partie gewinnen und die anderen Bretter standen alle sehr ordentlich. Frank Strozewski verzichtete daher auf jedes Risiko und verschärfte die Stellung nicht. Da der Gegner keine Chance hatte, etwas in dieser Stellung zu erreichen einigte man sich auf Remis. Bei Peter Broszeit sah dies anders aus. In einer sehr scharfen Variante standen beide Könige stark gefährdet. Bei diesem unklaren Ausgang waren beide Spieler mit einer Stellungswiederholung und dem Unentschieden zufrieden. Da kurze Zeit danach Guust Homs seinen Vorteil aus der Eröffnung in einen vollen Punkt umsetzen konnte, führte die Mannschaft nun bereits 3:1.
In sehr schlechter Stellung bot der Gegner von Christoph Krings kurz vor der Zeitkontrolle ein Remis an. Da Christoph Krings nur noch wenige Sekunde für die fünf folgenden Züge hatte, willigte er in das Angebot ein: Stand 3,5:1,5.
Doch nun wendete sich das Blatt: Alexander van Beek hatte in der Eröffnung zu viel Bedenkzeit benötigt, um ein Qualitätsopfer zu berechnen. Das machte sich nun bemerkbar. Nach einigen schlechten Zügen mit immer weniger Bedenkzeit wurde die Stellung hoffnungslos. Im 39. Zug verlor er dann durch Zeitüberschreitung.
Frank Eggenstein hatte nach der Eröffnung eine Stellung mit einigen Perspektiven erhalten. Allerdings vernachlässigte er die Deckung seiner Figuren, die seinem Gegner überraschend Gegenchancen eröffneten. In beiderseitiger hoher Zeitnot opferte er dann eine Figur, konnte aber nicht den Gewinnweg finden. Nach der Zeitkontrolle war dann die Fortsetzung aussichtslos: Stand 3,5:3,5 – die Führung war dahin.
Die abschließende Partie von Thomas Willemze mußte also die Entscheidung bringen. Er hatte aus der Eröffnung beständigen Druck gegen den gegnerischen König entwickelt. Er öffnete aber seine eigene Stellung um Material zu gewinnen. Dabei überzog er den Angriff, sodass es auch nicht mehr zu einem Dauerschach reichte. Mit dem Verlust war dann der gesamte Kampf verloren.
Nun ist die Ausgangslage klar: Ein Sieg gegen Kleve am letzten Spieltag ist Pflicht, sonst ist der Abstieg besiegelt. Mit einem Erfolg überholt das Team aber die Mannschaft vom Niederrhein und hat damit den Relegationsplatz sicher. Allerdings spielen Letmathe und Neuenkirchen, die ebenfalls nur einen Punkt vor Erkenschwick liegen, gegen die Aufstiegskandidaten Porz 2 und Bielefeld. Es ist daher zu erwarten, dass mit einem doppelten Punktgewinn auch der Relegationsplatz verlassen werden kann.

01.03.2009

Erste Heimniederlage bringt Relegationsplatz

Nun ist auch ein Heimspiel in die Hose gegangen! Nach der knappen 3,5:4,5 Niederlage gegen den Bielefelder SK findet sich das Team auf dem Relegationsplatz (8) in der Tabelle wieder. Es heißt also Kampf in den beiden letzten Spielen – drei Punkte bedeuten auf jeden Fall den Klassenerhalt.
Dabei war es doch so gut angefangen. Bereits nach gut 2 Stunden konnte Frank Eggenstein seine Partie gewinnen und die anderen Bretter standen alle sehr ordentlich. Doch es sollte der letzte volle Punkt an diesem Spieltag werden.
Anschließend verflachten alle Partien an den Spitzenbrettern, die Folge waren Punkteteilungen von Frank Erwich, Christoph Krings und Alexander van Beek.
In der Zeitnot kippte dann der Kampf. Marc Erwich öffnete die Stellung und lud den Gegner zu einem durchschlagenden Königsangriff ein. Das bedeutete den 2,5:2,5 Ausgleich. Thomas Willemze büßte eine Figur ein und konnte sich nur Dank der gegnerischen Zeitnot in ein Dauerschach flüchten. Frank Strozewski hatte nach der Eröffnung eine vorteilhafte Stellung mit seinem Läuferpaar gegen zwei sehr schwache Bauern erhalten. Bei der Suche nach einem Bauerngewinn übersah er ein Zwischenschach, das Qualität und die Partie kostete. Abschließend konnte Guust Homs nur noch mit viel Glück das Remis im Turmendspiel halten.
Am 22. März geht es nun beim Tabellenführer SF Monheim weiter. Ein Punkt ist Pflicht!

01.02.2009

Erste kann Auswärtsschwäche nicht ablegen!

Die erste Mannschaft kann in dieser Saison auswärts einfach nicht gewinnen. Am Sonntag standen beim SK Herne-Sodingen die Zeichen bis wenige Minuten noch voll auf Sieg. Doch Frank Erwich hatte bereits nach dem Figureneinsteller seines Gegners vor der ersten Zeitkontrolle den Faden verloren und ihn nicht mehr wieder gefunden. Zwei Türme und ein Läufer gegen die Damen mit noch jeweils einigen Bauern konnte er nicht realisieren. Am Ende stelle er alle Figuren ein und musste wenige Sekunden vor Ablauf der Bedenkzeit aufgeben. Hoffentlich fehlen diese zwei Punkte nicht am Ende der Saison.
Doch zu diesem Zeitpunkt hätte der Kampf auch schon gewonnen seien können. Der Verlauf war sehr wechselseitig. Am 7. und 8. Brett wurden die beiden nachgemeldeten Spieler Dennis Ruijgrok und Jimmy van Zutphen zum zweiten Mal eingesetzt, mehr Einsätze sind nicht zulässig. Beide erreichten zwischenzeitlich sehr gut aussehende Stellungen, mussten sich aber schließlich mit einem Unentschieden zufrieden geben.
Anders sah es bei Frank Eggenstein aus. Er hatte sich in der Eröffnung einen Mehrbauern gesichert, dem Gegner aber einen starken Angriff ermöglicht. Um diesen abzuwehren verbrauchte er ausgesprochen viel Bedenkzeit. Nachdem er die Stellung ausgeglichen hatte, musste er sich mit einer Punkteteilung zufrieden geben.
Christoph Krings wählte aus der Eröffnung eine aggressive Fortsetzung. Da sein Angriff nicht durchschlug und er Material geopfert hatte, gab er seine Partie auf. Die Abwicklung in ein Turmendspiel hätte gute praktische Möglichkeiten für ein Unentschieden geboten. Thomas Willemze konnte bei knapper Bedenkzeit eine Ungenauigkeit des Gegners zum Ausgleich nutzen.
Frank Strozewski spielte ebenfalls zu ehrgeizig. Er öffnete die Königsstellung zu früh und erlaubte so seinem Gegner nach Abtausch der meisten Figuren in ein vorteilhaftes Endspiel zu gelangen. Ein taktisches Figurenopfer konnte das Blatt nicht mehr wenden. Auch in dieser Partie war mehr möglich.
Nun sollten eigentlich die beiden letzten Partien am ersten und dritten Brett die Entscheidung bringen. Jeroen Willemze bot diesmal eine ansprechende Leistung. Seine Figuren spielten immer harmonisch zusammen und errichteten schließlich ein Mattnetz um den gegnerischen König. Der bereits geschilderte Black out von Frank Erwich entschied somit den Tag.
6:6 Punkte stehen nun auf dem Konto – Platz 6. Aber die Gruppe bleibt weiter spannend. Die Mannschaften sind weiter zusammen gerückt: Platz 2 Neunkirchen 7:5 Punkte, Platz 9 Kleve 5:7 Punkte. Mit der Heimstärke soll ein Erfolg am 1. März gegen Bielefeld garantieren, dass das Team nicht auf einen Abstiegsplatz rutscht! Hoffentlich hält auch diese Serie.

04.01.2009

Heimstärke auch gegen SG Porz 2

Mit einem knappen aber verdienten Erfolg ist die Mannschaft ins neue Jahr gestartet. Gegen die SG Porz 2 gelang ein 4,5 : 3,5. Zu verdanken ist der gelungene Start ins neue Jahr der kurzfristigen Nachmeldung von Dennis Ruijgrok und Jimmy van Zutphen, die einen erfolgreichen Einstand feierten! Dabei sah es zunächst nicht gut aus. Frank Eggenstein hatte sich in der Eröffnung vergriffen und musste sich genauso wie Alexander van Beek mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Durch die Patzer von Frank Strozewski und Guust Homs gingen die Gäste dann mit 3 : 1 in Führung. Besonders bitter war der Fehler von Guust Homs, der seine sehr gute Stellung verdarb, während Frank Strozewski bereits eine schwierige Verteidigung vor Augen hatte. Dann begann die Aufholjagd: Dennis Ruijgrok nutzte seine gute Stellung nicht nur zu Materialgewinn, sondern zu entscheidendem Königsangriff. Frank Erwich behielt diesmal in der Zeitnotschlacht die Übersicht und zwang seinen Gegner zur Aufgabe – 3 : 3. Nun mussten die beiden letzten Partien am ersten und letzten Brett die Entscheidung bringen. Jeroen Willemze war bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison mit seinem Spiel ausgesprochen unzufrieden. Von der Eröffnung weg wandelte er am Rande des Abgrunds. So verbrauchte er auch noch sehr viel Bedenkzeit. Vor der Zeitkontrolle hatte er weniger als 1 Minute für mehr als 10 Züge. Als er diese erfolgreich gemeistert hatte, machte die Stellung keinen vertrauenerweckenden Eindruck. Sein Gegner unterschätzte jedoch die Stärke der Freibauern, die einen Läufer einbrachten. Schließlich konnte Jeroen Willemze seinen Turm für den letzten gefährlichen Bauern opfern und einen halben Punkt sichern. Das Endspiel wickelte er auch deshalb ins Unentschieden ab, weil gleichzeitig Jimmy van Zutphen seinen beim Königsangriff erreichten Bauerngewinn in ein gewonnenes Endspiel abgewickelt hatte. Nach einigen Damenschachs gab sein Gegner den hoffnungslosen Kampf auf. Damit waren die zwei Mannschaftspunkte unter Dach und Fach. Die Mannschaft hat nun 6 : 4 Punkte. Damit hat sie in der Gruppe, in der jeder jeden schlagen kann, einen kleinen Abstand zu den Abstiegsplätzen erreicht und liegt gemeinsam mit 3 anderen Teams nur einen Punkt hinter dem alleinigen Spitzenreiter SF Monheim. Die Saison bleibt somit weiter spannend. Am 1. Februar steht das Lokalderby beim SK Herne-Sodingen auf dem Programm. Mit einem Erfolg könnte der Klassenverbleib vorentscheidend gesichert werden – wenn es da nur nicht die Auswärtsschwäche in dieser Saison gäbe.

30.11.2008

Auswärtsniederlage gegen Mitaufsteiger Letmathe

Am Sonntag musste die Mannschaft zu ihrem zweiten Auswärtsspiel beim SV Letmathe antreten, dem Mitaufsteiger aus Südwestfalen. Gegen die Mitaufsteiger sah die Saisonplanung eigentlich Punktgewinne vor, da sie im Durchschnitt schlechter besetzt sind. Diese Planung konnte nicht umgesetzt werden. Im zweiten Auswärtsspiel gab es die zweite Niederlage, diesmal allerdings unnötig. Thomas Willemze brachte das Team ausgesprochen schnell in Führung; für seine Dame erhielt er nicht nur drei Figuren, sondern auch noch schönen Angriff. Doch dann lief es an den beiden hinteren Bretten schief: Guust Homs übersah in völlig ausgeglichener Stellung eine Springergabel und musste nach dem Qualitätsverlust schnell die Segel streichen. Frank Eggenstein suchte zu lange die richtige Fortsetzung und verschätzte sich mit seiner Bedenkzeit, sodass er seinen Punkt durch Zeitüberschreitung verlor. Dann gelang den Stimbergstädtern der Ausgleich durch Christoph Krings: Er hatte seinen Gegner mit dem Königsangriff so sehr unter Druck gesetzt, dass er keine Verteidigungszüge mehr fand und ebenfalls die Zeit überschritt. Doch nach der Zeitkontrolle zeichnete sich ab, dass ein Punktgewinn schwierig würde. In der Zeitnotschlacht hatte Frank Erwich einen Läufer eingestellt. So war mit seinem starken Freibauern nur noch eine Punkteteilung durch Dauerschach möglich. Auch Alexander van Beek konnte mit seinen für den Läufer gewonnen Bauern die Partie nicht mehr für sich entscheiden: 3,0 : 3,0. Marc Erwich hatte ebenfalls eine wilde Zeitnotschlacht hinter sich. Im letzten Zug vor der Zeitkontrolle tauschte er den entscheidenden Bauern ab. Danach reichte das Material nicht mehr zum Gewinn, durch Dauerschach endete auch diese Partie Unentschieden: 3,5 : 3,5. Frank Strozewski musste also mit seiner Partie den Kampf entscheiden. Nach den Verlustpartien hatte er viel Zeit investiert, um irgendwie zu Vorteilen zu kommen. Dies misslang. In Zeitnot ließ er dann den gegnerischen Springen in seine Stellung eindringen. Damit war die Partie letztendlich entschieden. Die Freibauern des Gegners waren nicht mehr aufzuhalten. Damit liegen die Erkenschwicker nun mit 4 : 4 Punkten im Mittelfeld. In der schwierigen Gruppe, in der jeder jeden schlagen kann, stehen somit für 2009 noch 5 spannende Begegnungen an. Eine Prognose ist nach den bisherigen Ergebnissen nicht möglich. Am 4. Januar geht es mit dem Heimspiel gegen die SG Porz 2 weiter – hoffentlich mit dem 3. Heimsieg.

09.11.2008

Ligafavorit wird bezwungen!

Am Sonntag musste die Erste gegen einen Favoriten der NRW-Klasse antreten, den Oberligaabsteiger Düsseldorfer SK. Die Mannschaft hat im Durchschnitt die höchsten Wertungszahlen in der Gruppe. Allerdings trat das Team aus dem Rheinland mit vier Ersatzspielern am Stimberg an. Somit hatten sich die Gewichte zu Beginn des Spiels doch erheblich verschoben. Auch wenn die Ersatzspieler noch über eine ordentliche Spielstärke verfügen, sollten hier die Punkte geholt werden. Und das gelang dann auch. Den ersten halben Punkt lieferte Guust Homs an Brett 7, der sich zwar leichte Vorteile erspielt hatte, die aber nicht zum Gewinn ausreichten. Dann gewann Frank Eggenstein am achten Brett einen vollen Punkt. Er hatte seinen Gegner völlig überspielt und eine Figur gewonnen. Die Führung baute dann Thomas Willemze an Brett 3 auf 2,5 : 0,5 aus. Er hatte zwar in der Eröffnung einige Probleme. Sein Gegner behandelte die Stellung aber nicht genau und gelangte schnell in eine schlechte Stellung. Das Endspiel war dann für ihn nicht mehr zu halten. Dann gelang den Gästen der absehbare Ausgleich: Am Spitzenbrett hatte Marc Erwich ebenso wie Christoph Krings an Brett 5 bereits aus der Eröffnung nur eine schwierige Stellung erreicht. Die Gegner bauten ihre Vorteile konsequent aus und gewannen jeweils einen vollen Punkt. Frank Strozewski an Brett 6 hatte einen ähnlichen Partieverlauf, nur lagen die Vorteile auf seiner Seite. Mit dem letzten Zug vor der Zeitkontrolle überschritt der Gegner dann in verlorener Stellung die Bedenkzeit: 3,5 : 2,5 für Erkenschwick. Frank Erwich an Brett 4 verzichtete auf weitere Gewinnversuche und gab sich mit dem Unentschieden zufrieden: 4 : 3. Nun hing alles an der letzten Partie von Alexander van Beek an Brett 2. Eigentlich sollte die Partie Remis enden, doch für seinen Gegner war das natürlich nicht ausreichend. So investierte er sehr viel seiner Restbedenkzeit, um noch irgendwie den vollen Punkt zu realisieren. Das reichte dann nicht mehr aus. Mit nur noch wenigen Sekunden für den Rest der Partie übersah er ein Damenschach, welches zum zweizügigen Matt führte. Damit stellte Alexander van Beek den Endstand von 5 : 3 her. Nun stehen 4 : 2 Punkte auf dem Konto. Das Ziel für die vier Begegnungen in 2008 waren 5 Punkte. Im letzten Spiel des Jahres wartet der Mitaufsteiger SV Letmathe am 30.11.. Hier sollte sogar mehr als ein Unentschieden möglich sein. „Wir sind in der neuen Liga angekommen!“ so das Fazit nach dem 1. Drittel der Saison. ###pgn### [Event „NRW-Klasse Gruppe 1“] [Site „?“] [Date „2008.11.10“] [Round „3“] [White „Strozewski, Frank“] [Black „von Bünau, Heinrich“] [Result „1-0“] [ECO „A26“] [PlyCount „79“] [EventDate „2007.09.24“] [SourceDate „2007.09.24“] [WhiteTeam „Erkenschwick“] [BlackTeam „Düsseldorfer SK“] 1. c4 e5 2. Nc3 Nc6 3. d3 g6 4. g3 Bg7 5. Bg2 Nge7 6. e4 O-O 7. Nge2 d6 8. O-O Be6 9. h3 Qd7 10. Kh2 h6 11. f4 f5 12. Nd5 Kh7 13. Rb1 Nc8 14. b4 Nd8 15. exf5 gxf5 16. b5 c6 17. bxc6 bxc6 18. Ndc3 Ne7 19. Qd2 Rc8 20. Ba3 Rg8 21. Rbe1 Ng6 22. Bc1 Rc7 23. Na4 Nf7 24. fxe5 c5 25. exd6 Qxd6 26. Nf4 Nxf4 27. gxf4 Nd8 28. Re2 Bd7 29. Nc3 Ne6 30. Nd5 Rcc8 31. Bb2 Bxb2 32. Qxb2 Nd4 33. Re7+ Rg7 34. Rfe1 Rcg8 35. Qf2 Qg6 36. R1e5 Kh8 37. Rxg7 Rxg7 38. Ne3 Qh5 39. Rxc5 Qg6 40. Rd5 {ZÜ} 1-0 %%%pgn%%%

12.10.2008

Erstes Auswärtsspiel geht in die Hose – und das gründlich!

Das zweite Spiel in der NRW-Klasse hat die Mannschaft überraschend verloren. Von der Besetzung war das Team klarer Favorit im Spiel gegen die Schachfreunde Neuenkirchen. Zunächst lief auch alles nach Plan. An den Brettern 6 und 8 erreichten Frank Strozewski und Oliver Meyer mit Schwarz schnell ausgeglichenen Stellungen und einigten sich mit ihren Gegnern auf Remis, zumal die Weißpartien Anlass zur Hofnung boten. Doch dann kam Sand ins Getriebe. Thomas Willemze ließ die Möglichkeit zum Materialgewinn ungenutzt und suchte stattdessen Königsangriff. Dieser schlug aber nicht durch, sodass er am Ende mit einem Unentschieden durch Stellungswiederholung zufrieden sein musste. Guust Homs übersah grippegeschwächt ein Springenschach, das zu einer klar gewonnenen Stellung geführt hätte. In der Folge übersah er dann, dass sein Turm kein Rückzugsfelder mehr hatte und verlor nach der Qualität schließlich den ganzen Punkt. Ähnlich erging es Alexander van Beek. Zunächst war die Stellung unklar, dann gewann er eine Qualität und hatte eigentlich ein leicht zu gewinnendes Endspiel auf dem Brett. Mit knapper Bedenkzeit überzah er aber einen Damenzug, der unmittelbar eine Mattdrohung aufstellte, die nur durch den Verlust einer Figur abzuwenden war. Damit war die Partie verloren. Das sollte dann für den gesamten Kampf gelten. Durch den ungünstigen Verlauf sahen sich Frank Erwich und Christoph Krings gezwungen, auf Sieg zu spielen. Dabei überzogen sie ihre Stellungen und die Niederlagen waren die zwangsläufige Folge. Lediglich Marc Erwich konnte einen vollen Punkt verbuchen. Auch dies geschah am Ende sehr glücklich, da sein Gegner eigentlich alle Drohungen pariert hatte. Allerdings unterschätzte er die Schwäche seiner Königsstellung und tauschte zuviele Bauern ab. Mit 2,5 : 5,5 fiel das Ergebnis deutlich für die Gastgeber aus dem Münsterland aus. Nun müssen die in diesem Jahr angestrebten Punkte an anderer Stelle gewonnen werden Am 9.11. ist mit dem Düsseldorfer SK die nominell stärkste Mannschaft der Gruppe zu Gast. Ob es hier besser klappt?

21.09.2008

Erster Auftritt auf NRW-Ebene erfolgreich – wenn auch mühsam!

Das erste Spiel in der Vereinsgeschichte auf NRW-Ebene wurde erfolgreich absolviert. Gegen den Brackweder SK gab es einen 4,5 : 3,5 Sieg. Der Kampf verlief jedoch wesentlich anstrengender, als ursprünglich gedacht. Die Bielefelder traten stark ersatzgeschwächt an. Nach gut zwei Stunden zeichneten sich dann die ersten Vorteile für die Stimbergstädter ab. Es lief aber wie in den Vorjahren in der erstden Runde der Saison nicht rund. Guust Homs übersah, dass sein Gegner Materialverlust verhindern konnte und zu Gegenspiel kam. So musste er sich mit einem Remis zufrieden geben. Schlimmer kam es für Frank Eggenstein. Er fand bei seinem Königsangriff nicht die richtige Fortsetzung, verlor zuviel Bedenkzeit und lief dann noch ins gegnerische Mattnetz. Nun träumten die Gäste sogar von einem Punktgewinn, da sich auch die anderen Stellungen nicht so weiterentwickelten wie erhofft. Christoph Krings hatte vor der Zeitkontrolle eine Gewinnmöglichkeit ausgelassen und musste schließlich sogar noch um das Unentschieden kämpfen. Mehr gab es auch nicht für Frank Erwich zu ernten. Nach einer wüsten Zeitnotschlacht blieb ein völlig ausgeglichenes Turmendspiel übrig. Den Ausgleich erzielte Thomas Willemze. Sein Gegner unterschätzte die Stärke des Turmpaares, als er das gegen die Dame tauschte. In der Folge konnte er den Königsangriff nicht abwehren und musste aufgeben. Nach einer sehr starken Partie konnte Marc Erwich in ein Damenendspiel mit zwei Mehrbauern abwickeln. Dies behandelte er dann sehr genau, brachte seinen Gegner in Zugzwang und realisierte so den Materialvorteil. Damit war die Erste mit 3,5 : 2,5 in Führung gegangen. Nun sollten die letzten beiden Bretter entscheiden. Ersatzmann Peter Broszeit war früh in ein ausgeglichenes Läufer-/Turmendspiel geraten, obwohl er einen Bauern weniger hatte. Sein Gegner versuchte lange die Partie zu gewinnen, stellte am Ende seine Bauern ein und musste sogar am Ende mit dem Remis zufrieden sein. Alexander van Beek hatte ein interessantes Springerendspiel auf dem Brett. Mit verteilten Chancen und unterschiedlichem Spiel auf den Flügeln gab es aber keine Entscheidung mehr, auch die letzte Partie endete unentschieden. Damit waren die beiden ersten Punkte eingefahren und die Mannschaft letztendlich mit dem Saisonauftakt zufrieden.

04.05.2008

Die Erste ist in NRW angekommen!

Die Aufsteiger in Gladbeck von links nach rechts: Frank Strozewski, Guust Homs, Alexander van Beek, Frank Erwich, Frank Eggenstein, Thomas Willemze, Oliver Meyer, Christoph Krings, Marc Erwich.

Die erste Mannschaft des Schachvereins hat es endlich geschafft. Im 8. Anlauf wurde die Mannschaft am Ende mit 1 Mannschaftspunkt Vorsprung Meister in der Regionalliga des Schachverbandes Ruhrgebiet und damit Aufsteiger in die NRW-Klasse. Das letzte Match beim abgeschlagenen Tabellenletzten SG Gladbeck verlief noch ausgesprochen spannend. Zunächst mussten sich Guust Homs und Christoph Krings mit einem Unentschieden begnügen. Die Partien boten im gesamten Verlauf wenig Möglichkeiten. Die Entscheidung wurde dann am 3. Brett eingeleitet. Frank Erwich ließ in großer Zeitnot seinem Gegner aktives Gegenspiel, das dieser jedoch nicht richtig umsetzte. In einer schönen Kombination konnte Frank Erwich dann mit seinem Springer Matt setzen. Da im Anschluss Marc Erwich und Oliver Meyer ihre Partien erfolgreich beendeten, fehlte nur noch ein halber Punkt. Dieser wurde von Alexander van Beek beigesteuert. Er hatte bei der EM in Plovdiv in den vergangenen 14 Tagen seine letzte fehlende IM-Norm erspielt und darf sich somit voraussichtlich ab Juli Internationaler Meister nennen. Allerdings war er von dem anstrengenden Turnier doch etwas müde und fand in dem Damenendspiel keinen Gewinnweg. Da Frank Eggenstein dieses Unentschieden nicht wahrgenommen hatte, bot er unmittelbar danach in gewonnener Stellung seinem Gegenüber Remis an, um den Aufstieg zu sichern. Das Angebot nahm der Gegner auch sofort an. Den Schlusspunkt setzte dann Thomas Willemze mit seinem Sieg zum 6 : 2 Endstand. Nach 8 Jahren in der Regionalliga spielt die Mannschaft nun in der NRW-Klasse. Das Gesamtniveau ist hier eher niedriger. Somit sollte die Mannschaft auch mit einem unveränderten Kader keine Probleme bekommen. Die Aufsteiger der Vorjahre haben dies bewiesen und sogar den Aufstieg in die Oberliga erreicht.