SV Haltern II – Erkenschwick II 2,5 : 5,5
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Auch im letzten Spiel der Saison wurde erbittert gekämpft. Gastgeber und Gäste hatten am 8. Brett einen Ersatzspieler – der Kampf zwischen Urban und Günter Strozewski ging nach vielen Abtäuschen als zweite Partie remis aus. Zuvor hatte Jochen Mattern einen Eröffnungsfehlers seines Gegners Töppich genutzt und ihm kurzerhand eine Figur abgenommen. Nach 33 Zügen konnte er den ganzen Punkt einstreichen. Im Gegenzug hatte Peter Broszeit gegen Roland Miachaliczeks Pirc-Verteidigung zwar einen scharfen Kampf angestrebt, allerdings auf Kosten eines Bauern. Roland fand eine nette Wendung, die ihm bald entscheidendes Übergewicht sicherte. So stand es um 16:30 1,5 : 1,5. Erst nach 18 Uhr änderte sich der Spielstand. Martin Plotecki gewann gegen Franz Dreckmann und Armin Gasper spielte gegen Ralf Michelis remis. Um 18:30 erhöhte Hermann Hagermann gegen Albert Panian zum 4 : 2. Nun hing alles an den Partien von Jürgen Linke und mir. Jürgen hatte seinen Eröffnungsvorteil aus einem offenen Spanier im Laufe der ersten 40 Züge verloren und stand mit zwei Türmen gegen Turm, Läufer und Springer schlechter. Ich hatte gegen Michael Rath nach 12 Zügen einen Bauern gewonnen und die Damen getauscht. In dieser verwickelten Stellung hielt ich meine Position zusammen und opferte im 29. Zug die Qualität, um mit dem Läuferpaar auf meine Freibauern am Damenflügel zu setzen. Die Rechnerei hatte allerdings viel Zeit gekostet, so daß ich im 36. Zug einen ganzen Teil meines Vorteil einstellte. Mein Freibauer in der a-Linie erwies sich als stärker, so daß sich Michaels erfindungsreiche Gegenwehr letzendlich nicht ausreichte. 5 : 2 und damit hatten wir gewonnen. Auch Jürgen hatte sich aus seiner verlorenen Stellung retten können un ein ausgegelichens Turmendspiel erreicht. Allerdings dauerte es bis 19:45, bevor Manfred Pöter erkannte, daß er keine Fortschritte erzielen konnte (Jürgen hatte für die letzten 25 Züge nur noch drei Minuten Zeit). Somit konnten wir mit einem 5,5 : 2,5 Sieg nach Hause fahren.
Noch ein Kuriosum am Rande – zweimal hallte der Ruf “Zeit” von Halterner Seite durch den Spielsaal, zunächst an Brett 5 bei Martin Plotecki und dann an Brett 2 bei mir. Aber wir hatten schon 41 bzw. 42 Züge gemacht, so daß die Reklamation unbegründet war.
Zeitkontrolle geschafft!

